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Hat das Perisic Urteil rechtliche Konsequenzen für Serbien?

Erstellt von Cobra, 07.09.2011, 12:15 Uhr · 99 Antworten · 4.037 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Lahutari

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    Zitat Zitat von IZMIR ÜBÜL Beitrag anzeigen
    ich meinte eher das politische system und das Establishment.

    serbien jetzt für die fehler der 90er büßen zu lassen, während die
    anderen kriegsparteien fröhlich vor sich hinfurzen können könnte ein rückschlag für die demokratischen kräfte in serbien sein.

    oder will die EU wieder schlechtere beziehungen zu serbien?
    besser spät als nie

  2. #12
    Dadi
    Pleitegeier verklagt Pleitgeier um den großen Reibach zu machen..

  3. #13

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    Zitat Zitat von IZMIR ÜBÜL Beitrag anzeigen
    ich meinte eher das politische system und das Establishment.

    serbien jetzt für die fehler der 90er büßen zu lassen, während die
    anderen kriegsparteien fröhlich vor sich hinfurzen können könnte ein rückschlag für die demokratischen kräfte in serbien sein.

    oder will die EU wieder schlechtere beziehungen zu serbien?
    Wenn eine Schuld festgestellt wird dann muss diese beglichen werden egal wieviel Verlust dem Täter auf anderer Seite entstanden ist oder in wie weit sich dieser geändert hat.

    Ich glaub nicht das sich Serbien der Verantwortung entziehen kann wenn das Urteil rechtskräftig wird und Schadensersatzklagen auf diesem Urteil gründen.

  4. #14
    Avatar von delije1984

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    Zitat Zitat von EastsideArbnor Beitrag anzeigen
    Jugoslawien bestand damals nur noch aus Serbien und Montenegro
    kosovo doch auch?

  5. #15
    Avatar von BRZO

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    Die sollten mal bedenken die Rs zu verurteilen und nicht immer Serbien,

  6. #16

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    Villeicht lässt sich der materielle Schaden ersetzen Was aber übrig bleibt ist ein Resultat serbischer Nationalpolitik durch gewisse politische Kreise Mitte der 80-er, auf zumindest einem Teil der von Serben beanspruchten Territorien: Die Schaffung ethnisch reiner Gebiete unter zur Hilfe nahme von Vertreibung, Mord, Massenvergewaltigung und letzlich dem ersten Genozid auf europäischen Boden nach dem 2.Weltkrieg.

    Da ist materieller Schaden eher zweitrangig.

  7. #17

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Villeicht lässt sich der materielle Schaden ersetzen Was aber übrig bleibt ist ein Resultat serbischer Nationalpolitik durch gewisse politische Kreise Mitte der 80-er, auf zumindest einem Teil der von Serben beanspruchten Territorien: Die Schaffung ethnisch reiner Gebiete unter zur Hilfe nahme von Vertreibung, Mord, Massenvergewaltigung und letzlich dem ersten Genozid auf europäischen Boden nach dem 2.Weltkrieg.

    Da ist materieller Schaden eher zweitrangig.
    Stimmt wenn man sich den Genozid im 1. und 2. Wk anschaut und welche demographische Entwicklung das zum Nachteil der Serben in BiH nach sich zog, da hast du recht das ist unbezahlbar.

  8. #18

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    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Stimmt wenn man sich den Genozid im 1. und 2. Wk anschaut und welche demographische Entwicklung das zum Nachteil der Serben in BiH nach sich zog, da hast du recht das ist unbezahlbar.
    Ich habe keinen Zweifel das diese Vorgänge bei der Verfassung des SANU-Memorandums und dessen praktischer Umsetzung durch den nationalistischen Flügel des BdKS, berücksichtigt wurden, quasi als Revision nicht nur für die von Dir genannten Weltkriege, sondern auch für die Türkenherrschaft davor. Letztere hast Du vergessen zu erwähnen und vlt. sollte man gleich die Römer mit dran hängen, damit man im 20/21 Jhdt auch ausreichendes Argumentationsfutter für sein Tun & Handeln hat bzw. der Revisionbedarf noch deutlicher darstellen kann (Im Sinne von: Korrigieren wir die Vergangenheit)

    Ob es einen Genozid an den Serben im 1.WK gab sei mal dahin gestellt, ebenso wie ein serbischer Nachteil angezweifelt werden darf: Nach österreisch- ungarischen Quellen hatten die Bosniaken im Jahre 1910 knapp 91% Landbesitz in BiH. Nach dem 1.Weltkrieg wurden ihnen mehr als 1.000.000 Hektar im Rahmen einer Agrarreform abgenommen, wovon knapp 250.000 serbische Haushalte profitierten. Nicht zu vergessen das diese Bodenreform auch in Serbien & Montenegro vollzogen wurde und letzlich mehr als 1.Mio Moslems in die Türkei trieb. In dieser Grössenordnung befinden sich auch in etwa die serbischen Verluste nach dem 1.WK, allerdings inkl. mehr als 300.000 Toter Soldaten und 400.000 Tote durch Krankheiten und Epidemien. Villeicht kannst Du mir ja eine Quelle benennen, aus der hervorgeht das im 1WK ein gleicher Genozid an Serben stattgefunden hat, wie im darauf folgenden 2WK. Oder legst Du hier eine Wikipedia-Definition des Begriffes lediglich um ?

    Das es im zweiten Weltkrieg einen Genozid an Serben gegeben hat ist unbestritten. Zu erwähnen wären aber auch hier die Massaker an mehr als 100.000 Moslems vornehmlich durch Cetniks in Ostbosnien. (Philip J.Cohen - Serbias Secret War). Allein in Foca töteten die Cetniks von Pavle Djurisic 10.000 Männer. Tausende Tote gab es ebenfalls in Visegrad, Rogatica und der gesamten Drina Region (Wie sich die Geschichte wiederholt) und als "krönenden" Abschluss kann man die Aktion von Zaharija Ostojic bezeichnen, der im August 1942 knapp 40.000 Menschen in der Foca-Region tötete. Nach Kocovic ist der Opferanteil der Muslime viel höher als der damalige Anteil an der jugoslawischen Bevölkerung oder anders gesagt: Er bildet 16% der Muslime von 1941 oder deren wahrscheinlichen Anteil von knapp 14% wenn es den 2WK nicht gegeben haette. Der Anteil der Muslime wäre also grösser als jener der Serben. (Funke, Rhotert basierend auf Kocovic und Balic).

    Wie Du also unschwer erkennen kannst, gab es hier auch Opfer auf der anderen Seite und das nicht zu knapp. Das diese im serbischem Mythos des "Wir sind die einzigen Opfer" natürlich nicht auftauchen, ist ein anderes Problem und hängt schwer mit der intelektuell-politisch-medialen Indoktrination der Serben zusammen, welche an Nachhaltigkeit wohl kaum zu überbieten ist.

    Viel wichtiger ist aber die Tatsache, dass das NDH-Gebilde keinen Fortbestand nach Kriegsende mehr genoss. Es gab mehr oder weniger berechtigte Strafaktionen (Bleiburg). Ustascha-Führer wurden in den Anfangsjahren der FR Jugoslawien gnadenlos verfolgt. Das "Ustaschstvo" weitestgehend ausgemerzt und die SR Hrvatska konnte sich an die "Errungenschaften" der NDH keinesfalls anlehnen. Mit anderen Worten: Die Serben haben in Kroatien gelitten, die nachfolgende SR Hrvatska aber nicht Resultat der Ideen von Pavelic.

    Ganz im Gegensatz dazu die Republika Srpska: Diese wurde via Dayton legitimiert. Die heutige RS lehnt sich ohne Abstriche an die "Errungenschaften" von ethnischen Säuberungen an. Karadzic und Mladic werden weithin verehrt und gäbe es keine IFOR, SFOR oder OHR, dann würden noch heute viele Kriegsverbrecher in den Strassen der RS rumlaufen oder sogar öffentliche Ämter bekleiden. Während als die SR Hrvatska nicht von den Errungenschaften der NDH profitieren konnte und in der SFRJ durchaus zurechtgestutzt wurde, ist dies bei der Republika Srpska sehr wohl der Fall und ich hege keinen Zweifel daran das diese Politik auch von einer anerkannten Sezession irgendwann gekrönt wird.

    Das ist der entscheidende Unterschied und genau deshalb ist die Frage was materielle Entschädigung den bringen soll, wenn das eigentliche Produkt einer rassistischen Politik ethnischer Säuberungen seinen Fortbestand feiern darf.

  9. #19

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    Richtig die Römer sollte man auch dran hängen.

    Serben haben bis zum 1 WK auch im Osmanischen Reich die Bevölkerungsmehrheit gestellt sowohl in BiH als auch in Serbien. Vor dem 2 WK gab es westlich der Drina ca. 2 Millionen Serben ungefähr genauso viele wie vor den Kriegen in den 90ern. Solange hat es nämlich gebraucht bis sich die Bevölkerungszahl vom glorreichen Freiheitsdrang der Kroaten und Bosniaken erholt hat.

    Deswegen liegt die Betonung in Bezug auf den Völkermord in Srebrenica und der grösse dieses Verbrechens auf "nach" dem 2. Weltkrieg.

    Denn man kann ja nicht leugnen, das die Deutschen ein grösseres Verbrechen während des 2 WK begangen haben.
    Das unterschlägt vorteilhafter weise die Tatsache das auf dem Balkan nicht die Deutschen sondern "die Römer" den Genozid verübt haben.
    Pssst... nicht weitererzählen sonst wird der Aggressor noch zum Opfer und würde unterstreichen warum Jugoslawien für die Serben der sichere Hafen war.

    Deswegen ist es umso unverständlicher das der böse Serbe nur 45 Jahre danach dem Freiheitsdrang der "Römer" so skeptisch gegenüberstand.
    Was hatte er denn zu befürchten? Das Tudjman ein ethnisch reines Kroatien wollte? Das Izetbegovic meinte wir machen es wie Zagreb in Bezug auf die Unabhängigkeit? Und dann schauen wir mal ne?

    Wen interessiert denn da noch der 1 WK wo die KuK den Konflikt mit Serbien wollte um ein für alle mal mit den Serben aufräumen zu können.
    Um Kozentrationslager einzurichten, die Serben über die Drina zu treiben, in Serbien gezielt die Zivilbevölkerung zu morden damit die Anzahl der Serben auf dem Balkan geringer wird. Das musste so sein denn mit den Serben gibt es keinen Frieden und keine Ordnung. Frag mal die Bosniaken...

    Heutzutage ist Kroatien ein glückliches Land und die dunklen Kapitel der geschichte haben sich gelohnt denn das war doch alles was man immer wollte... ein unabhängiges und serbenfreies Kroatien.

    Nur der Sejtan... der wiesse christliche Sejtan hat den Bosniaken dieses Glück verwehrt. Nicht aufgeben heißt die Devise, die Kroaten haben es doch auch geschafft.

    Natürlich kann man die NDH und die KUK vor und im 1 WK, mit ihrer Siedlungspolitik in Ost BiH, verteufeln aber letztendlich wurden so doch demographische Tatsachen geschaffen die zur Unabhängigkeit BiHs führten und der Fildzan Drzava für die Bosniaken. Dem Traum Izetbegovics.
    Das ist eine Tatsache. Natürlich wurden die Täter verfolgt und konnten nicht die Früchte ihrer Arbeit geniessen aber dafür die Enkel.

    Lang ...lang ...lang ...lebe die RS.... das Beste was den Serben in BiH passieren konnte nach Jugoslawien und der Enteignung der der türkischen Grossgrundbesitzer, deren Land an die serbischen Leibeigenen überging, die danach keine Leibeigenen mehr waren weil der serbische König, geheiligt werde sein Name, die Leibeigenschaft abschaffte.

  10. #20

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    Du willst doch jetzt nicht behaubten das es schon immer mehr orthodoxe als wie moslemische Bosnier gegeben hat.
    Bosnien war vor der KuK Monarchi zu 70% muslimisch.
    2mio Serben vor dem 2wk?
    Ganz Bosnien hatte vieleicht so viele Einwohner zu der Zeit.
    Das ist doch mal wieder typischer Cetnik Scheis

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