BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 9 von 10 ErsteErste ... 5678910 LetzteLetzte
Ergebnis 81 bis 90 von 100

Hat das Perisic Urteil rechtliche Konsequenzen für Serbien?

Erstellt von Cobra, 07.09.2011, 12:15 Uhr · 99 Antworten · 4.029 Aufrufe

  1. #81

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144
    Jasenovac und die NDH waren für gewisse politisch-intelektuelle Kreise in Serbien nur insofern aktuell und relevant, als das man die bedauerlichen Opfer für die Zwecke eines Gross Serbiens instrumentalisiert. Der einsetzende Errinnerungsterrorismus der von Milosevic & Co. gleichgeschalteten Medien tat dann ab 1987 sein übriges. Man schaffte eine Parallele serbischer Leiden von damals mit den einsetzenden Ereignissen in EX-YU. Medial wurden die Forderungen nach der Stärkung des serbischen Volkes geschickt vermengt mit den Ereignissen im 2.WK. Da die "serbische Seele" am besten in einem Mix Türkenherrschaft/NDH/Kosovo gepackt werden kann, verdenke ich es vielen nicht, dass sie in den 90-ern fest an die Propaganda glaubten. Manche haben sich davon erholt, andere -wie man hier schnell erkennen kann- nicht. Deren Eingestäntniss gleicht da einem lapidaren "Sorry", während gleichzeitig völlig irre Argumentationspiroutten gedreht werden die im Kern doch nur eines bedeuten: "Sorry für das Schlachten, den Völkermord, u.s.w, aber ihr seid doch selbst Schuld". Da lobe ich mir einen echten Cetnik, denn da weiss man was man hat. Oder besser jene die mal ihren Mumm zusammekratzen und sagen: "Ja, wir wollten Grossserbien und es hat nicht geklappt. Unsere Politiker haben die durchaus berechtigen serbischen Interessen missbraucht um auf ihren Rücken ganz andere Ziele zu verfolgen" - Siehe RSK, wo man die flüchtigen Serben -in Serbien angekommen- die Einfahrt nach Belgrad verwehrte und sie grosszügig umleitete....

    Dabei war eine echte physische Gefahr im Zeitabschnitt 1987-1992 noch nicht einmal eingetreten. Es gab keine Verbrechen in den Dimensionen der NDH, sondern man malte dieses Szenario bewusst an die Wand. Man erzeugte Angst, Angst erzeugt dann Hass und damit im Krieg verloren sich dann alle Hemmungen. Der "logisch" Rückschluss nach der medialen Dauerberieselung war: Kroatien = NDH u.s.w.

    Hinter diesem ganzen Szenario versteckte man dann die eigentlichen Ambitionen: Nämlich die Wahrnehmung der Chance im Zuge des jugoslawischen Verfalls neue Grenzen zu ziehen und so ein Serbien zu schaffen was vlt. nicht 100% den gewünschten Grenzen entspricht, aber ausreicht um Serbien weit über die Drina-Grenze hinauszubringen. Es steht zu vermuten das hier nur ein gewisser Teil der politisch-intelektuellen Elite eingebunden war. Auch Perisic -so unterstelle ich mal- wurde zu diesem Zwecke in die Politik Milosevics eingebunden, ohne vlt. genau zu wissen was seine Rolle ist. Man darf nicht vergessen, dass der Kader der JNA z.T. aus projugoslawisch gestählten Offizieren bestand, die einer Idee der Schaffung Grossserbiens skeptisch gegenüber standen. Selbst Ratko Mladic mutierte später zu einem serbischen Kriegsführer, während er vorher den Begriff Cetnik nicht zuliess.

  2. #82
    Gast829627
    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Jasenovac und die NDH waren für gewisse politisch-intelektuelle Kreise in Serbien nur insofern aktuell und relevant, als das man die bedauerlichen Opfer für die Zwecke eines Gross Serbiens instrumentalisiert. Der einsetzende Errinnerungsterrorismus der von Milosevic & Co. gleichgeschalteten Medien tat dann ab 1987 sein übriges. Man schaffte eine Parallele serbischer Leiden von damals mit den einsetzenden Ereignissen in EX-YU. Medial wurden die Forderungen nach der Stärkung des serbischen Volkes geschickt vermengt mit den Ereignissen im 2.WK. Da die "serbische Seele" am besten in einem Mix Türkenherrschaft/NDH/Kosovo gepackt werden kann, verdenke ich es vielen nicht, dass sie in den 90-ern fest an die Propaganda glaubten. Manche haben sich davon erholt, andere -wie man hier schnell erkennen kann- nicht. Deren Eingestäntniss gleicht da einem lapidaren "Sorry", während gleichzeitig völlig irre Argumentationspiroutten gedreht werden die im Kern doch nur eines bedeuten: "Sorry für das Schlachten, den Völkermord, u.s.w, aber ihr seid doch selbst Schuld". Da lobe ich mir einen echten Cetnik, denn da weiss man was man hat. Oder besser jene die mal ihren Mumm zusammekratzen und sagen: "Ja, wir wollten Grossserbien und es hat nicht geklappt. Unsere Politiker haben die durchaus berechtigen serbischen Interessen missbraucht um auf ihren Rücken ganz andere Ziele zu verfolgen" - Siehe RSK, wo man die flüchtigen Serben -in Serbien angekommen- die Einfahrt nach Belgrad verwehrte und sie grosszügig umleitete....

    Dabei war eine echte physische Gefahr im Zeitabschnitt 1987-1992 noch nicht einmal eingetreten. Es gab keine Verbrechen in den Dimensionen der NDH, sondern man malte dieses Szenario bewusst an die Wand. Man erzeugte Angst, Angst erzeugt dann Hass und damit im Krieg verloren sich dann alle Hemmungen. Der "logisch" Rückschluss nach der medialen Dauerberieselung war: Kroatien = NDH u.s.w.

    Hinter diesem ganzen Szenario versteckte man dann die eigentlichen Ambitionen: Nämlich die Wahrnehmung der Chance im Zuge des jugoslawischen Verfalls neue Grenzen zu ziehen und so ein Serbien zu schaffen was vlt. nicht 100% den gewünschten Grenzen entspricht, aber ausreicht um Serbien weit über die Drina-Grenze hinauszubringen. Es steht zu vermuten das hier nur ein gewisser Teil der politisch-intelektuellen Elite eingebunden war. Auch Perisic -so unterstelle ich mal- wurde zu diesem Zwecke in die Politik Milosevics eingebunden, ohne vlt. genau zu wissen was seine Rolle ist. Man darf nicht vergessen, dass der Kader der JNA z.T. aus projugoslawisch gestählten Offizieren bestand, die einer Idee der Schaffung Grossserbiens skeptisch gegenüber standen. Selbst Ratko Mladic mutierte später zu einem serbischen Kriegsführer, während er vorher den Begriff Cetnik nicht zuliess.

    du lallst dir ne scheizze zusammen ........und dabei gibst du dir richtig mühe......

  3. #83

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144
    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    1. Weil das die demokratische Forderung der Serben vor dem Krieg war und nicht aus eine Genozid resultiert. Es ist in Dayton festgelegt worden das jeder auf sein Grundstück zurück darf. Damit wird ganz klar keine Vertreibungspolitik belohnt.
    Tja, rein zufällig vergisst Du aber zu erwähnen das die Serben sich der Umsetzung des Annex 7 total verweigerten, was sich darin ausdrückt das die OHR dutzende von serbischen Bürgermeistern, Ministern und Premierministern absetzte. Da waren Kataster verschwunden, Enteignungen mussten erst einmal rückgängig gemacht werden. Einzig im Fall Kozarac ging die Zermürbungstaktik nicht ganz auf, weil sich die Menschen dort gleichzeitig in grosser Anzahl zur Rückkehr entschlossen haben. Dieser Umstand schuldet jedoch der Tatsache, dass speziell im Fall Kozara viele der Flüchtlinge in die Dijaspora gingen und anschliessend über entsprechende Finanzmittel zu Verfügen.

    Nicht zu vergessen ist auch, dass z.B. in Ostbosnien viele Kriegsverbrecher und -man kann es so sagen- Kinderschänder und Vergewaltiger frei durch die Gegend liefen, ohne das sie von den serbischen Behörden zur Rechenschaft gezogen wurden. Manche von ihnen wurden als Helden gefeiert, vor manchen hatten sogar die lokalen Serben Angst. Anderer wiederum konnten -mit Hilfe von Polizei & Wärtern- aus dem Foca Gefängniss fliehen. Radovan Stankovic, Betreiber eines Frauen- und Kinderbordells während der Ereignisse in Foca 92-95 ist so ein Beispiel. Eine 12 jähriges Mädchen was ihrer Mutter entrissen wurde, liess er in von ihm betreibenen Soldatenbordellen arbeiten. Bis heute wurde das Kind nicht gefunden. Foca ist nicht gross, auch die lokalen Serben wusste was er getan hat. Dennoch konnte er zunächst einmal frei rumlaufen, verzog sich danach aus dem Blick der Öffentlichkeit und erst 2002 konnte er von der SFOR verhaftet werden. So lange also der frei rumflief, kehrt doch kein normaler Mensch zurück. Auch eine Taktik...

    Die Sanktionen der OHR führten zwar zu einer Verbesserung, im Gesamtumfang blieben sie jedoch weit hinter einer relevanten Grössenordnung zurück, die eine echte Rückkehr ermöglicht haette. Da also die Rückkehr kaum lief, machten die Menschen das ganze unter sich aus. Es wurden Grundstücke für einen Spottpreis verkauft, Häuser und Grundstücke getauscht u.s.w.. Wer wollte noch Jahre in Notunterkünften hausen, wenn er sein Problem auch so lösen kann. Damit ging die Zermürbungstaktik der RS im Grunde auf, auch wenn man grundsätzlich sagen kann das die Rückkehr in die RS später durchaus besser lief als in die FBiH. Allerdings erst spät und -wie sollte es auch anders sein- nach massivem Druck.

    Neuester Trick der RS ist nun die Kataster-Nummer mit der Steuerentrichtung auf Eigentum welches, sofern man nicht zeitig reagiert, dazu führt das man sein Eigentumsanspruch in der RS verwirkt. Hinzu kommt noch die Nummer mit dem Eigentumsanspruch. Ist der Haupteigentümer nicht mehr am Leben, muss jeder entfernt Verwandte seine Zustimmung geben. Angesichts der Tatsache das man in Ostbosnien fast ganze Familienclans dahingerafft hat (Beispiel Visegrad, die Familie Kurspahic) ein fast unmögliches Unterfangen auch im Hinblick auf die entgen zeitlichen Grenzen die von der RS gesetzt wurden. In der FBiH gibt es so etwas aktuell meines Wissens nach nicht.

    Hätte die RS -in welcher ja ein Hauptteil der Verbrechen passierte- zumindest diese schlimmsten Fälle konsequent verfolgt, nähme sie später jeglichen bosniakischen Forderungen nach deren Abschaffung durchaus ein Teil der Windes aus den Segeln. Daran war ihr aber nicht gelegen. Nicht etwas weil es dort einen Hang zu Pädophilen gibt, sondern man lieber solche Typen frei herumlaufen liess, anstatt den Anneks 7 vollumfänglich umzusetzen, wozu auch gehört die Bedingungen für eine Rückkehr zumindest in dem genannten Punkt zu schaffen.

  4. #84

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    2.536
    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Jasenovac und die NDH waren für gewisse politisch-intelektuelle Kreise in Serbien nur insofern aktuell und relevant, als das man die bedauerlichen Opfer für die Zwecke eines Gross Serbiens instrumentalisiert. Der einsetzende Errinnerungsterrorismus der von Milosevic & Co. gleichgeschalteten Medien tat dann ab 1987 sein übriges. Man schaffte eine Parallele serbischer Leiden von damals mit den einsetzenden Ereignissen in EX-YU. Medial wurden die Forderungen nach der Stärkung des serbischen Volkes geschickt vermengt mit den Ereignissen im 2.WK. Da die "serbische Seele" am besten in einem Mix Türkenherrschaft/NDH/Kosovo gepackt werden kann, verdenke ich es vielen nicht, dass sie in den 90-ern fest an die Propaganda glaubten. Manche haben sich davon erholt, andere -wie man hier schnell erkennen kann- nicht. Deren Eingestäntniss gleicht da einem lapidaren "Sorry", während gleichzeitig völlig irre Argumentationspiroutten gedreht werden die im Kern doch nur eines bedeuten: "Sorry für das Schlachten, den Völkermord, u.s.w, aber ihr seid doch selbst Schuld". Da lobe ich mir einen echten Cetnik, denn da weiss man was man hat. Oder besser jene die mal ihren Mumm zusammekratzen und sagen: "Ja, wir wollten Grossserbien und es hat nicht geklappt. Unsere Politiker haben die durchaus berechtigen serbischen Interessen missbraucht um auf ihren Rücken ganz andere Ziele zu verfolgen" - Siehe RSK, wo man die flüchtigen Serben -in Serbien angekommen- die Einfahrt nach Belgrad verwehrte und sie grosszügig umleitete....

    Dabei war eine echte physische Gefahr im Zeitabschnitt 1987-1992 noch nicht einmal eingetreten. Es gab keine Verbrechen in den Dimensionen der NDH, sondern man malte dieses Szenario bewusst an die Wand. Man erzeugte Angst, Angst erzeugt dann Hass und damit im Krieg verloren sich dann alle Hemmungen. Der "logisch" Rückschluss nach der medialen Dauerberieselung war: Kroatien = NDH u.s.w.

    Hinter diesem ganzen Szenario versteckte man dann die eigentlichen Ambitionen: Nämlich die Wahrnehmung der Chance im Zuge des jugoslawischen Verfalls neue Grenzen zu ziehen und so ein Serbien zu schaffen was vlt. nicht 100% den gewünschten Grenzen entspricht, aber ausreicht um Serbien weit über die Drina-Grenze hinauszubringen. Es steht zu vermuten das hier nur ein gewisser Teil der politisch-intelektuellen Elite eingebunden war. Auch Perisic -so unterstelle ich mal- wurde zu diesem Zwecke in die Politik Milosevics eingebunden, ohne vlt. genau zu wissen was seine Rolle ist. Man darf nicht vergessen, dass der Kader der JNA z.T. aus projugoslawisch gestählten Offizieren bestand, die einer Idee der Schaffung Grossserbiens skeptisch gegenüber standen. Selbst Ratko Mladic mutierte später zu einem serbischen Kriegsführer, während er vorher den Begriff Cetnik nicht zuliess.
    Die physische Gefahr war durchaus gegeben . Vielleicht nicht wie in der NDH
    mit dem hemmungslosen Schlachten, aber politisch ging es vor allen Dingen in der Rethorik genau in die Richtung.
    Es ist kein Geheimnis das Tudjman die Anzahl der Serben in Kroatien deutlich verringern und die Grenzen Richtung Banovina, sprich BiH erweitern wollte.
    Das wusste man auf serbischer Seite.

    Deswegen gab es auch den Aufstand in der Krajina im späten Frühjahr 1990.
    Von da an bis zum Krieg Sommer 1991 ging es ausserhalb der Krajina in Kroatien richtig rund. Häuser von Serben wurden in die Luft gesprengt, Massenentlassungen, die ersten Fluchtbewegungen von Serben aus Kroatien, reinigung der Kroatischen Sprache vom serbischen Element, Jasenovac marginalisierung, NDH relativierung und Bleiburg, Bleiburg, Bleiburg.

    1) Politisierung der Opferzahlen in Jasenovac
    2) Aüsserungen die den Kampf der Ustasa als freiheitskampf des kroatischen Volkes darstellen
    3) Unterstützung durch die Alt-Ustasa Diaspora im Wahlkampf
    4) "Pomirba" das politische Programm zur nationalen Versöhnung von Partisanen und Diaspora Alt-Ustasa auf kosten der Serben
    5)Einbeziehung der Alt-Ustasa Diaspora in HDZ Politik durch Ämter


    Wenn man dann noch die politische Entwicklung von dem Wahlkampf der ersten freien Wahlen bis zur Unabhängigkeitserklärung Kroatiens, näher betrachtet.......


    Für die im April 1990 ausgeschriebenen freien Wahlen zum alten Dreikammern- Parlament registrierten sich über 30 Parteien, darunter auch mehrere lokale Parteien und Parteien für Serben, Albaner, Roma, Ungarn und Muslime. Sieben bürgerlich- demokratische Parteien unter der Führung von Mika Tripalo und Savka Dabcevic-Kucar, einem Protagonisten des "Kroatischen Frühlings", schlossen sich zu einer libera-len "Koalition der nationalen Verständigung" (Koalicija narodnog spozuma) zusammen. Sie stellte während der Wahlkampagne neben dem "Linksblock" der SKH-SDP und dem nationalen Sammelbecken der HDZ einen der großen Blöcke

    Parallel zu der Liberalisierung kam es durch die nun mögliche freie Meinungsäußerung und die starke mediale Präsenz aller Parteien im Fernsehen und in den Zeitungen zu einer starken Politisierung und Mobilisierung der Gesellschaft. Ein „anderer Typus von Intellektuellen“ betrat die Öffentlichkeit. Emigranten und politisch Verfolgte, häufig Schriftsteller prägten mit ihren Einzelschicksalen und Aufdeckungen über die Verbrechen der kommunistischen Diktatur stärk das geistige Klima der Wendezeit. Direktübertragungen des restlos zerstrittenen Zentralkomitees und Berichte über die Säuberungen verstärkten die weit verbreitete Frustration. Der Ruf nach stärkeren politischen Persönlichkeiten, die eher innerhalb der nichtkommunistischen Opposition zu finden waren, wurde lauter.
    Alle größeren Gruppierungen setzten sich im Wahlkampf für einen demokratischen Übergang ihres Landes ein. Die „kroatische Frage“ war und wurde jedoch in den Mittelpunkt gerückt und bestimmte maßgeblich die politischen Diskussionen.
    Vorhandene traumatische Erfahrungen mit dem alten System im Anschluss an den „Kroatischen Frühling", die angebliche Unterdrückung und den kollektiven Faschismusvorwurf durch
    die Serben und die wirtschaftliche Ausbeutung durch die Zentrale in Belgrad spielten eine wichtige Rolle.

    Mit dem Hauptziel „Wiedergewinnung der kroatischen Souveränität“ setzte sich Tudjman von seinen Hauptkonkurrenten ab. Er versprach die Gründung eines demokratischen und kapitalistischen Kroatiens auf dem Hintergrund nationalkroatischer und religiöser Werte. Wo sich die beiden anderen Blöcke zur Durchsetzung der kroatischen Interessen noch für eine Restrukturierung Jugoslawiens auf einer weniger zentralisierten Grundlage unter Beibehaltung serbischer Minderheitenrechte einsetzten, machten Tudjman und andere HDZ-Politiker deutlich, dass sich die Herstellung einer kroatischen Staatssouveränität und die Beibehaltung der existierenden jugoslawischen Föderation gegenseitig ausschlossen. Mit dem Wahlslogan „Lasst uns die Zukunft unseres eigenen Kroatiens selbst entscheiden“ führte die HDZ einen von der kroatischen Diaspora finanziell unterstützten kroatozentrischen Wahlkampf, der keinen Zweifel daran ließ, dass im Falle des Wahlgewinns kroatische Serben nur wie eine unter anderen Minderheiten behandelt werden würde, obwohl sie zwölf Prozent der Bevölkerung stellten. Sein Programm der "nationalen Versöhnung" sollte den Graben zwischen den antifaschistischen Partisanen und denen, die mit dem Ustasa-Regime sympathisierten oder den NDH-Staat stützten, überbrücken. Revisionistische Aussagen zur kroatischen Vergangenheit führten zwar die in Pro- und Antifaschisten gespaltene kroatische Gesellschaft inklusive der Emigranten und ihrer Nachfahren zusammen, öffneten aber gleichzeitig den Weg zu gegenseitiger Missgunst zwischen der serbischen und kroatischen Bevölkerung Kroatiens und zu einer neuen ethnischen Spaltung.
    Ungeachtet eines offensiven Nationalismus gelang es Tudjman mehr als den anderen
    neu gegründeten Parteien mit seinem Programm der "nationalen Versöhnung" (pomirba) frühzeitig, Kontakte zu den Reformkommunisten und anderen Mitgliedern der kommunistischen Partei zu knüpfen, die entweder der Einparteienherrschaft oder dem serbi-schen Nationalismus entgegentreten wollten. So wird geschätzt, dass von Ende 1989 bis Juni 1990 27 000 Mitglieder der SKH-SDP zur HDZ wechselten.
    Den polarisierenden Charakter des Wahlkampfes und die Benutzung ethno nationalistischer Appelle durch verschiedene Parteiführer und die Medien zeigen zwei im Dezember 1989 und im April 1990 durchgeführte Umfragen. Ließen sich vor der Lega-lisierung des Mehrparteienwettbewerbs kann nationale Spannungen belegen, fühlten sich unmittelbar vor der Wahl eine knappe Hälfte der serbischen Bürger Kroatiens, noch mehr in der vornehmlich von Serben bevölkerten Krajina, dem Zentrum des ser-bischen Nationalismus, von der Republikmehrheit der Kroaten diskriminiert Das Wahlergebnis spiegelte die durch Massenversammlungen emotionalisierte und mobilisierte Bevölkerung. Das zuvor von den Kommunisten zur "Installierung einer stabilen Regierung" eingeführte absolute personalisierte Mehrheitswahlrecht gab den kleineren Parteien keine Chance. Es sicherte der HDZ mit 42 Prozent der Stimmen und 205 der insgesamt 356 Sitze eine klare absolute Mehrheit in allen drei Kammern des Parlaments. Als stärkste Oppositionspartei konnten die Reformkommunisten trotz 35 Prozent der Stimmen nnur 29 Prozent der Sitze für sich beanspruchen. Die "Koalition der Verständigung" erhielt 50 Sitze, die Serbische Demokratische Parte fünf.


    2.3 Der Weg in Unabhängigkeit und Krieg

    Einen Monat nach der Wahl wurde am 30. Mai Franjo Tudjman mit 281 von 331 abgegebenen
    Stimmen zum Präsidenten der Republik gewählt. Auch wenn die HDZ nicht einmal die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht hatte, versuchte sie, die Wahlen als ein "Plebiszit des kroatischen Volkes" darzustellen. Ungeachtet der steigenden Ängste auf Seiten der serbische Bevölkerung, die sich ihres Einflusses auf die politischen lnstitutionen beraubt sah, benutzte Tudjman und die Regierungsmehrheit die legitimierte Autorität innerhalb eines Jahres zu einer Politik der "Staatsbildung mit Mitteln der Schocktherapie“.

    Schon in den ersten Konzepten zur neuen Verfassung lag der Präambel ein ethnisches, Nationalverständnis zugrunde, das die Serben Zur Minderheit degradierte. Die interethnischen Spannungen verhärteten sich nachhaltig. Entlassungen von Serben ohne die Frage der Qualifikation zu einer "entsprechend der Bevölkerung zusammengesetzten Elite" bei Polizei, Justiz, Medien und im Bildungswesen trugen bei den Serben ebenso zu einer weiteren Verunsicherung bei wIe der verlohrene Einfluss auf der höchsten Entscheidungsebene der Republik.


    Anmerkung
    In den ersten 6 Monaten nach der Machtübernahme schon 280 Personen des Justizsystems, ersetzt (darunter, 14 Präsidenten von Bezirksgerichten, 78 Präsidenten kommunaler Gerichte, die Präsidenten des kroatischen Wirtschaftsgerichts und des Verwaltungsgericht, 13 Bezirkstaatsanwälte und Staatsanwälte von Kommunen). Damit wurden ethnische und politische Ziele erreicht, das ein großer Teil der Arbeit suchenden neuen HDZ-Elite aus Dissidentenkreisen kam. Vgl. Cohen 1997, S. 87


    Parallel dazu begann Kroatien im Rahmen seines Konföderationsplans aus seinen Territorialstreitkräften eine Armee aufzubauen und wollte den einheitlichen Oberbefehl der Bundesebene abschaffen. Vom Milosevic-Regime unterstützt gründete sich ein "Serbischer Nationalrat" in der Krajina, der die Souveränität des serbischen Volkes in Kroatien proklamierte. In einem "illegal und prozedunl anfechtbaren Plebiszit“ spricht sich eine große Mehrheit der dortigen Bevölkerung füI die Autonomie der Krajina aus. Mit der sogenannten "Baumstamm-Revolution" im August 1990 begann die Desintegration Kroatiens in zwei Jurisdiktionen, die eine der kroatischen Autorität unterstellt, die andere unter Kontrolle der rebellischen Serben. Es war auch der Beginn einer T Teilung, der den Prozess der kroatischen Staatsbildung und der demokratischen Entwicklung maßgeblich verkompliziert hat.
    Auch wenn es abzusehen war, dass der "Serbische Autonome Bezirk der Krajina" seitens der serbischen Republik unterstützt werden würde"', setzte Tudjman und die HDZ die nationalstaatliche Politik der Loslösung von Jugoslawien fort. Die am 21. Dezember 1990 verabschiedete Verfassung führte offiziell die Demokratie und das Mehrparteinsystem ein. Gleichzeitig legte sie den staatsrechtlichen Status Kroatiens durch die Höherstellung des Landesrechts vor Bundesrecht unabhängig von Jugoslawien fest, wodurch der bisherige Jugoslawische Rechtsschutz für die Serben entfiel Die serbische Bevölkerung Kroatiens verlor ihren Status als staatstragende Nation, e!n neues Staatswappen und eine neue Nationalhymne wurden eingeführt. Die lateinische Schrift wurde als offizielles Alphabet der Republik anerkannt. Die historische Legitimation des "Nationalrats der kroatischen Nation und als Staat anderer Völker und Minderheiten der symbolischen Präambel verdrängte die eigentlich legal bindenden Gleichheitsrechte des operativen Textes (Art. 3) und unterstützte im politischen Umfeld von 1990 -1991 einen "konstitutionellen Nationalismus", der die Mitglieder einer Ethnie gegenüber anderen Einwohnern privilegierte

    Am 21. juni proklamierte das Parlament in Zagreb nach einem im Mai 1991 durchgeführten Referendum einstimmig die „Souveränität und Selbständigkeit der Republik Kroatien“
    Das bedeutete sowohl die offizielle Sezession aus dem Jugoslawischen Staatenverband, als auch den Herrschaftsanspruch über das gesamte Territorium der früheren Republik Kroatien und die Umwandlung der Republickgrenzen zu Staatsgrenzen.
    Nach den Kriegshandlungen der JVA in Slowenien werden Anfang Juli auf Duck Westeuropas für drei Monate weitere Schritte zur Selbstständigkeit aufgeschoben. Bis zum Moratorium am 3. Oktober haben die Jugoslawische Volksarmee und die serbischen Milizen rund 39 Prozent des kroatischen Territoriums unter ihre Kontrolle gebracht. Kroatien erklärte erneut seine Unabhängigkeit, Über 10 000 Tote hinterließen jedoch eine tiefe Wunde in der kroatischen Psyche und beeinflussten maßgeblich die zukünftige Haltung gegenüber der serbischen Minderheit. Viele der Hunderttausenden von kroatischen Flüchtlingen aus der Krajina und angrenzenden Gebieten suchten nach Vergeltung Nach der diplomatischen. Anerkennung Kroatiens durch Deutschland im Dezember und durch die anderen EG-Staaten am 15. Januar schien das primäre Ziel kroatischer Politik erreicht.

    Magisterarbeit: Nationalstaatsbildung und Demokratisierung in Kroatien - Textauszuege
    Da brauchte man nicht viel Phantasie um die alten Geister zu sehen.
    Dann noch das Spejgel Video, Glavas"slobodno recite da ste Ustase" usw.

    Das hat auch nichts mit serbischer Propaganda zu tun, das sind Tatsachen, die man gerne unter den Teppich kehren möchte nicht wahr?

    Und zu Großserbien ein für alle mal.
    Mit der Verfassungsänderung von 1974 hatten alle Republiken ein Sezessionsrecht. Bedingung war das die konstituiven Völker in den Republiken einig sind und keine andere Republik Jugoslawien etwas dagegen hat. Das war eine Kompromisslösung zwischen Serben und den anderen konstituiven Völkern in Jugoslawien. Das Ziel der Serben war es immer in einem Staat zu leben. Jugoslawien erfüllte dieses Ziel. Die konstituiven Rechte in Kroatien und BiH gaben ihnen die Versicherung das es wenn sie es wollen immer so bleiben wird. Wenn also niemand mehr in Jugoslawien leben möchte ausser den Serben dann bleibt doch nur noch Grosserbien übrig.

    Was also willst du den Serben vorwerfen? Das sie in Kroatien und BiH konstituive Rechte hatten? Diese Rechte haben sie sich erkämpft und einen hohen Blutzoll dafür bezahlt. Einen weit, weit, weit, weit, weit, höheren Blutzoll als alle Kroaten und Bosniaken zusammen.

    Konstiuives Recht, anscheinend verstehst du nicht was das bedeutet.
    Die Serben hätten sich sogar für die Türkei entscheiden können.
    Um mal Milosevic zu zitieren: "Ova diskusija vredja inteligenciju prosecnog coveka"

  5. #85

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    2.536
    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Tja, rein zufällig vergisst Du aber zu erwähnen das die Serben sich der Umsetzung des Annex 7 total verweigerten, was sich darin ausdrückt das die OHR dutzende von serbischen Bürgermeistern, Ministern und Premierministern absetzte. Da waren Kataster verschwunden, Enteignungen mussten erst einmal rückgängig gemacht werden. Einzig im Fall Kozarac ging die Zermürbungstaktik nicht ganz auf, weil sich die Menschen dort gleichzeitig in grosser Anzahl zur Rückkehr entschlossen haben. Dieser Umstand schuldet jedoch der Tatsache, dass speziell im Fall Kozara viele der Flüchtlinge in die Dijaspora gingen und anschliessend über entsprechende Finanzmittel zu Verfügen.

    Nicht zu vergessen ist auch, dass z.B. in Ostbosnien viele Kriegsverbrecher und -man kann es so sagen- Kinderschänder und Vergewaltiger frei durch die Gegend liefen, ohne das sie von den serbischen Behörden zur Rechenschaft gezogen wurden. Manche von ihnen wurden als Helden gefeiert, vor manchen hatten sogar die lokalen Serben Angst. Anderer wiederum konnten -mit Hilfe von Polizei & Wärtern- aus dem Foca Gefängniss fliehen. Radovan Stankovic, Betreiber eines Frauen- und Kinderbordells während der Ereignisse in Foca 92-95 ist so ein Beispiel. Eine 12 jähriges Mädchen was ihrer Mutter entrissen wurde, liess er in von ihm betreibenen Soldatenbordellen arbeiten. Bis heute wurde das Kind nicht gefunden. Foca ist nicht gross, auch die lokalen Serben wusste was er getan hat. Dennoch konnte er zunächst einmal frei rumlaufen, verzog sich danach aus dem Blick der Öffentlichkeit und erst 2002 konnte er von der SFOR verhaftet werden. So lange also der frei rumflief, kehrt doch kein normaler Mensch zurück. Auch eine Taktik...

    Die Sanktionen der OHR führten zwar zu einer Verbesserung, im Gesamtumfang blieben sie jedoch weit hinter einer relevanten Grössenordnung zurück, die eine echte Rückkehr ermöglicht haette. Da also die Rückkehr kaum lief, machten die Menschen das ganze unter sich aus. Es wurden Grundstücke für einen Spottpreis verkauft, Häuser und Grundstücke getauscht u.s.w.. Wer wollte noch Jahre in Notunterkünften hausen, wenn er sein Problem auch so lösen kann. Damit ging die Zermürbungstaktik der RS im Grunde auf, auch wenn man grundsätzlich sagen kann das die Rückkehr in die RS später durchaus besser lief als in die FBiH. Allerdings erst spät und -wie sollte es auch anders sein- nach massivem Druck.

    Neuester Trick der RS ist nun die Kataster-Nummer mit der Steuerentrichtung auf Eigentum welches, sofern man nicht zeitig reagiert, dazu führt das man sein Eigentumsanspruch in der RS verwirkt. Hinzu kommt noch die Nummer mit dem Eigentumsanspruch. Ist der Haupteigentümer nicht mehr am Leben, muss jeder entfernt Verwandte seine Zustimmung geben. Angesichts der Tatsache das man in Ostbosnien fast ganze Familienclans dahingerafft hat (Beispiel Visegrad, die Familie Kurspahic) ein fast unmögliches Unterfangen auch im Hinblick auf die entgen zeitlichen Grenzen die von der RS gesetzt wurden. In der FBiH gibt es so etwas aktuell meines Wissens nach nicht.

    Hätte die RS -in welcher ja ein Hauptteil der Verbrechen passierte- zumindest diese schlimmsten Fälle konsequent verfolgt, nähme sie später jeglichen bosniakischen Forderungen nach deren Abschaffung durchaus ein Teil der Windes aus den Segeln. Daran war ihr aber nicht gelegen. Nicht etwas weil es dort einen Hang zu Pädophilen gibt, sondern man lieber solche Typen frei herumlaufen liess, anstatt den Anneks 7 vollumfänglich umzusetzen, wozu auch gehört die Bedingungen für eine Rückkehr zumindest in dem genannten Punkt zu schaffen.
    Ja ja schon klar. Nichts desto trotz wurde mit Dayton keine ethnische Vertreibung oder ein Genozid belohnt.

    Erzähl uns doch mal welcher Bosniake für die Massaker an den 1500 Serben rund um Srebrenica zur Verantwortung gezogen wurde? Oric mit seinen 2 Jahren? Der Fall Dobrovoljacka hängt seit 15 Jahren in der Luft aber die Diskussion hatten wir ja schon.
    Im im Zuge dieser Diskussion hatten wir auch das Thema Dodik der ein Kriegsverbrechertribunal für die RS fordert weil Kriegsverbrechen gegen Serben nicht zufriedenstellend verfolgt werden.
    Es ist also nicht Hoheit der Entitäten Kriegsverbrechen zu verfolgen sondern der entitätesübergreifenden Gerichte BiHs.
    Wie also soll die RS die Strafverfolgung von Kriegsverbrechern politisch verhindern können?

  6. #86
    Avatar von Ludjak

    Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    3.577
    Zitat Zitat von Ratko Beitrag anzeigen
    Cuj domaca rijec.. piso sam godinama u forumu gdje se moralo pisati na njemacki i kad vidis koliko ih ovdje ima koji neznaju citat BHS a koji se interesuju za temu, onda je jednostavno fair na njemacki pisat.

    Die Frage ist wann Idioten wie du aufhören Wertigkeiten und Prioritäten in Bezug auf Ereignisse nach ethnischen Kriterien festzulegen. Um dann zu bestimmen was für wen aktuell sein darf?

    Auf einmal sind bei dir alle Genozide aktuell. So So..
    Viel dir wohl ganz schwer über deinen Schatten zu springen...obwohl der recht klein sein dürfte.

    Für die Serben war in den 90ern Jasenovac und die NDH aktuell. Und Punkt.
    Die andauernde Polemik das mit RS ein Genozid und Vertreibung belohnt wurde. Hör ich mir nicht kommentarlos an.

    1. Weil das die demokratische Forderung der Serben vor dem Krieg war und nicht aus eine Genozid resultiert. Es ist in Dayton festgelegt worden das jeder auf sein Grundstück zurück darf. Damit wird ganz klar keine Vertreibungspolitik belohnt.

    2. Weil mit dem Aufhänger "grösstes Verbrechen nach dem 2 WK" die regionalen Konflikte im 1. und 2. WK untergraben werden. Man könnte hier und das ist auch nicht weit hergeholt argumentieren das mit der Unabhängigkeit Kroatiens und BiHs die Vernichtungspolitik im 1. und 2. WK belohnt wurde zum Nachteil der Serben. Das ist genau auf dem selben Niveau.

    Und richtig das Urteil gegen Perisic finde ich in Bezug auf die Urteilsbegründung unfair. Genauso wie ich es unfair finde das Gotovina die Strafe für Tudjman aufgebrummt bekam.

    Ich bin der letzte der Verbrechen mit Verbrechen entschuldigt. nur stell ich mich dagegen wenn man ein verbrechen über andere heben möchte um politischen Profit rauszuschalgen..

    Und wenn du die Diskussion in diesem Thead verfolgst war das von meiner Seite auch nicht das Thema.

    Zu meiner Sig und meinem Nick... wenn du kleiner Schmutzfink nochmal nett fragst und ich lustig bin erklär ich dir es vielleicht. Razumjes pickice?

    Demach hat also auch Gotovina "zuviel" bekommen ???
    Wenn ja können wir beide in dem Format, welches du ansatzweise gezeigt hast, weiterdiskutieren.
    Und zu deinem Nick: ehrlich gesagt interessiert mich das die Bohne...von mir aus könntest du dich auch Wesley Clark nennen - juckt mich nicht.

  7. #87

    Registriert seit
    11.07.2011
    Beiträge
    1.340
    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen
    Der richtige Weg? Siehe meine Signatur, informier dich und da hast du deine Antwort

    Welcome to BiH: jedna država, 2 entiteta, 3 predsjednika, 10 kantona, 14 vlada, 183 ministarstva, 85 političkih partija, 50 boračkih udruženja, 13 sindikata, 2 policije, 3 akademije nauka, 2 penziona fonda, 3 obrazovna sistema, 3 telekoma, 3 elektroprivrede, 550 000 nezaposlenih, 630 000 penzionera, 450 000 raseljenih, 75% siromašnih, 65 000 državnih uposlenika i NEUTVRĐEN BROJ LOPOVA...Dobro nam došli!!!
    ???

    Aha... soll das jetzt? Was ist das? So ein geschwafel aus einem Rap-Lied?

    "2 entiteta, 3 predsjednika, 10 kantona, 14 vlada, 183 ministarstva"
    Ich sehe da kein Problem.
    Und noch weniger sehe ich hier ein Problem: "3 telekoma, 3 elektroprivrede"

    Der Text ist einfach eine Übertreibung,der alles unten ins Lächerliche zieht... das bringt überhaupt nichts.

    Wenn du denkst das alles sowieso keinen Sinn macht, dann macht es noch weniger Sinn mit irgendjemaden da zu diskutieren.

    Verschiedene Meinungen (egal ob sie sich durch Entitäten oder sonst wie ausdrücken) sind nicht das Problem, sondern wenn die einzelnen auf ihrer Meinung verharren oder eben sagen "solange die "Meinung" existiert wird es sowieso eine Lösung geben" ... das sind die eigentlichen Probelme oder eben dieses Denken, was gerne einzelne haben, "alles egal" oder "alles ist sowieso blöd und lächerlich" so eine Feststellung bringts auf jeden Fall... ist die beste Lösung! ....

    Wenn man sich Gegenseitig ernst nimmt und mehr Verständnis zeigt... wird es was... und das beiginnt schon bei den einzelnen Menschen... auch im BF.

  8. #88

    Registriert seit
    11.07.2011
    Beiträge
    1.340
    Zitat Zitat von Kingovic Beitrag anzeigen
    Dein Problem ist, das du ein guter Mensch bist (ist einfach so).
    Die Leute wollen nicht, das es nach vorne geht.

    Die RS ist so pleite, das die sich schon in einem Monat bei 3 Ländern Geld gepumpt hat (Korea, China, xxx und vom Iran wollen die auch was + von der Pederacija Geld zurück und Kredit).

    Was läuft im TV? "Vor 200039485473892902 Jahren haben die Kroaten/Moslems XYZ gemacht" aber kein Wort, das die alles verkauft haben und von nirgends cash bekommen"

    Die Leute unten sind einfach behindert. Egal ob Müselmann, CCCC oder Ultrakroate...

    Nur mal als Beispiel:

    1. avaz.ba (Müselmann)
    2. dnevnik.ba (Ultrahrvaten)
    3. nezavisne.com (CCCC)

    Nur minimal hirn und du siehst sofort wie verdreckt die Medien sind...
    Ja ich bin ein guter Mensch und habe auch eine verdammt starke und ausgeprägte Persönlichkeit… hab manchmal auch so einen höhen Flug und halt mich für einen Messias. Aber mein mega-gutes Herz und mein mächtiger Verstand sagen mir, diskutier mit diesen Menschen wie ein Mensch… es ist besser so.

    Hör mal… ich bin und denke so, weil ich es als richtige betrachte.
    Aber was möchtest du mir eigentlich sagen? Ich soll nicht mehr so (wie "ein guter Mensch") denken, denn es macht keinen Sinn? Ich bin schlicht der Meinung wenn man eine Einstellung erworben hat soll man es auch sagen, nichts anderes tue ich.

    Was aber möchtest du nun mir empfehlen? Ich bin mir, meiner Auffassungsgabe gemäß, schon im Klaren drüber dass unten das größte Problem die Denkweise der Mehrheitsbevölkerung ist.

    Aber dass die Menschen nicht wollen, dass es besser wird, das denke ich nicht. Was viele wohl nicht wissen/merken ist, dass sie sich mit ihrer Einstellung (Wahlverhalten etc.) selber im Weg stehen bzw. indirekt selber für die Lage unten verantwortlich sind.
    Aber nun da einfach zu sagen "Es macht sowieso keinen Sinn" ist nichts... das was ich sagte das man einfach mal damit anfangen sollte die RS zu akzeptieren ist meine Meinung.

    Und das war nichts was sich nun an die bosnische Bevölkerung (daher spielt deren Einstellung nicht unbedingt die große Rolle) gerichtet hat sondern an die Leser hier.

    Auch in dieser Diskussion und auch anderen merkt man einfach das eben User wie Ratko und Mastakilla in solchen Diskussion gerne als Cetniks dargestellt werden von Usern die meinen die RS gehört unbedingt weg etc.

    Damit began mein einwand hier.
    Beginnt ihr doch dann hier mal mit der Verständis... aber es ist der Zeit so das User die mit meinen "RS scheiße, muss weg" entweder Dankes erhalten oder "ignoriert" werden... aber wehe einer sagt die RS soll bleiben...
    dann Kriegen sie auch von den Usern die sich bisher rausgehalten,wie auch den "RS Scheiße-Typen" alles mögliche zu hören...

    Und ich richte meine Meinung nicht danach ob die Leute unten alle "behindert" sind, ich berücksichtige sowas... aber verstehe nicht wieso du mir das sagst? Was soll das an dem ändern, wie ich denke das man anfangen/handeln/denken sollte?

  9. #89

    Registriert seit
    11.07.2011
    Beiträge
    1.340
    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    Du willst mich wohl missverstehen
    Ich habe doch selbst soeben in dem Beitrag gesagt, ohne RS geht's nun mal auch nicht. Aber optimal sieht GANZ anders aus, auf mehr wollte ich nicht hinaus. Das langfristige Ziel müsste aber im Prinzip schon Abschaffung sein, Hinführung zu einem Zentralstaat, um mit EINER Stimme zu sprechen. Das haut aber NATÜRLICH nicht hin, wenn man über die Köpfe der Serben hinweg entscheidet, das muss bei jeder Ethnie die breite Mehrheit wollen. Davon ist man eben sehr weit entfernt, leider.
    Ich verstehe einfach den ersten einwand auf meinen Beitrag nicht wenn doch alles ok war was ich sagte?

    Und hier kann ich auch nicht zustimmen... ein Zentral-Staat ist sicher kein muss... ich selber würde auch nie für sowas stimmen... (es aber akzeptieren, wenn es so mehrheitlich entschieden wird)

    Und Ideale bzw. das "Optimal" sind was anderes... wenn es nach meinen ginge würde es nur Bosnier und Herzegowiner in BiH geben und BiH wäre eine Teilrepublik ... na ja verstehst schon

    Aber hier gehts es darum das wir nun mal akzeptieren müssen dass es so ist wie es ist... ich stehe zur meiner Meinung... aber ich akzeptiere dass es nun mal in BiH "Bosniaken", "Kroaten" und "Serben" gibt und eine RS ... und wenn das so für immer bleiben soll, weil es die Mehrheit so will, dann akzeptiere ich das auch... die Abschaffung der RS ist sicher kein muss...

    Wenn du sagst, du willst zeigen dass du sie ernst nimmst aber letzen Endes das Ziel ist die RS abzuschaffen... na ja...

    Ps: Ich glaube eher du willst von mir missverstanden werden... damit du in den Genuss kommst von mir bemerkt und angeschrieben zu werden

  10. #90
    Avatar von Bambi

    Registriert seit
    16.06.2008
    Beiträge
    37.047
    Zitat Zitat von meraklija Beitrag anzeigen
    Ich verstehe einfach den ersten einwand auf meinen Beitrag nicht wenn doch alles ok war was ich sagte?

    Und hier kann ich auch nicht zustimmen... ein Zentral-Staat ist sicher kein muss... ich selber würde auch nie für sowas stimmen... (es aber akzeptieren, wenn es so mehrheitlich entschieden wird)

    Und Ideale bzw. das "Optimal" sind was anderes... wenn es nach meinen ginge würde es nur Bosnier und Herzegowiner in BiH geben und BiH wäre eine Teilrepublik ... na ja verstehst schon

    Aber hier gehts es darum das wir nun mal akzeptieren müssen dass es so ist wie es ist... ich stehe zur meiner Meinung... aber ich akzeptiere dass es nun mal in BiH "Bosniaken", "Kroaten" und "Serben" gibt und eine RS ... und wenn das so für immer bleiben soll, weil es die Mehrheit so will, dann akzeptiere ich das auch... die Abschaffung der RS ist sicher kein muss...

    Wenn du sagst, du willst zeigen dass du sie ernst nimmst aber letzen Endes das Ziel ist die RS abzuschaffen... na ja...

    Ps: Ich glaube eher du willst von mir missverstanden werden... damit du in den Genuss kommst von mir bemerkt und angeschrieben zu werden
    ahaaa brate, in irgendeinem Paralleluniversium bestimmt

    Gut, wir sind gar nicht so weit voneinander weg, aber das war mir eigentlich direkt klar, siehe roter Satz. Ich gehe wohl etwas zu idealistisch an die Sache, aber das schrieb ich ja auch nachher. Realpolitisch geht's ohne RS nicht. Das "idealistische" Ziel wäre es aber schon, so viel in den Köpfen der Leute zu ändern, dass alle auf ihre Entität verzichten, zusammenleben, bzw da leben wo sie wollen, egal ob RS oder FBiH. Aber wer nich will und so...aufzwingen kann man das niemandem, man hat ja gesehen, wozu "erzwungene Einheit" führt.

Seite 9 von 10 ErsteErste ... 5678910 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 12.11.2010, 20:55
  2. Antworten: 57
    Letzter Beitrag: 10.09.2010, 15:27
  3. Wie findet ihr Jovan Perisic ?
    Von BosnaHR im Forum Rakija
    Antworten: 35
    Letzter Beitrag: 10.12.2009, 12:44
  4. "Blondine-Urteil" in Serbien
    Von ooops im Forum Religion und Soziales
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 27.06.2009, 14:05
  5. Antworten: 93
    Letzter Beitrag: 12.07.2007, 20:02