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Heißer Herbst im Kosovo

Erstellt von TigerS, 05.10.2006, 16:42 Uhr · 24 Antworten · 1.343 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von yugo-jebe-dugo

    Registriert seit
    05.10.2006
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    Zitat Zitat von Lucky_Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Super Artikel :!:
    Weil in ihm unreflektiert serbische Behauptungen übernommen wurden!?
    Nein weil er tatsachen aussagt,da werden auch albanische Behauptungen übernommen.

    Fakt ist das Kosovo nie eine Republik war sondern immer ein Teil Serbiens auch unter der Autonomiezeit von 1975-1989 und auch vor der Türkenzeit 1389,aber da haben sowieso mehrheitlich Serben im Kosovo gelebt so das wir vor der Türkenzeit nicht sprechen brauchen.

    Bleiben wir bei der Neuzeit.Wenn das so das das Provinzen anderer Länder unabhängig werden können dann hätten wir ja bald 100 neue Länder allein in Europa.

  2. #12
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Die Unabhängigkeit wäre auch ein weiterer Verstoß,wie die NATO schon damals sagte "keine Grenzänderungen auf dem Balkan"...


    Neben der Sicherheitslage kann die serbische Seite ein zweites Argument gegen die Unabhängigkeit vorbringen, das nicht einfach zu entkräften ist. Wie der serbische Außenminister Vuk Draskovic erklärt, wäre eine Unabhängigkeitserklärung ein "Präzedenzfall", der auf dem ganzen Balkan weitere Grenzkonflikte provozieren und die labile Stabilität in Region gefährden könnte.
    Stimmt nicht, Kosovo wäre nicht die erste Verwaltungseinheit nicht teilstaatlichen Charakters die in die Unabhängigkeit entlassen würde. Ein Prädenzfall wäre jedoch, den Kosovo in Serbien gegen den Willen seiner Bevölkerung zu reintegrieren. Was sich zudem in keinster Weise mit dem Völkerrecht basierend auf dem Primat der Menschenrechte in Einklang bringen lässt.

    Tatsächlich würde eine Unabhängigkeitserklärung des Kosovos – ob "bedingt" oder nicht – ein zentrales Prinzip der internationalen Gemeinschaft brechen, das bisher beim Zerfall Jugoslawiens stets aufrechterhalten wurde. Nach den Richtlinien der Badinter Kommission von 1991 wurden bisher immer nur die Sezessionen der Republiken der ehemaligen Föderation anerkannt. Diese sollten dabei ihre Grenzen beibehalten. Mit diesem Argument wurde 1991 der Abspaltungsversuch der serbischen Bevölkerungsgruppe in Kroatien verhindert. Und auch die ethnische Zerteilung Bosniens wurde auf der Grundlage dieses Prinzips letztlich verhindert.
    Ich lasse mich gerne korrigieren, aber hatte die Badingter Kommission wirklich zum Kosovo Stellung genommen. Meines Wissens wurde die Kosovo-Frage in weiten Teilen ausgeklammert!? Und zu dem Vergleich mit den Serben in Bosnien oder Kroatien: Kosovo war laut Bundesverfassung konstitutiver Faktor der SFRJ und als föderale Körperschaft den anderen Teilrepubliken weitesgehend gleichgestellt. Und das die Bundesverfassung der SFRJ gegenüber der serbischen Vorrang zu geniessen hatte, dürfte eigentlich nicht in Frage gestellt werden. Das ist in Deutschland nicht anders: Landesrecht hat solange Geltung, solange es nicht Bundesrecht beschneidet. Und Bundesrecht, solange es mit Europarecht im Einklang ist..

    Kosovo genoss im früheren Jugoslawien aber niemals den Status einer Republik, sondern war lediglich eine autonome Provinz Serbiens.
    Falsch, nochmal, Kosovo war ein Konstitutiver Faktor der SFRJ mit Parlament, verfassung und Obersten Gericht. Wäre Kosovo, wie fälschlich behauptet, lediglich nur eine Provinz Serbiens gewesen, wäre es über Serbien in den Föderationsgremien vertreten gewesen. Beispielsweise im höchsten Exekutiv-Organ dem Staatspräsidium war neben den Vertretern der Teilrepubliken ein gleichberchtigter Vertreter für den Kosovo anwesend.

  3. #13
    Avatar von yugo-jebe-dugo

    Registriert seit
    05.10.2006
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    21
    Zitat Zitat von Lucky_Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Die Unabhängigkeit wäre auch ein weiterer Verstoß,wie die NATO schon damals sagte "keine Grenzänderungen auf dem Balkan"...


    Neben der Sicherheitslage kann die serbische Seite ein zweites Argument gegen die Unabhängigkeit vorbringen, das nicht einfach zu entkräften ist. Wie der serbische Außenminister Vuk Draskovic erklärt, wäre eine Unabhängigkeitserklärung ein "Präzedenzfall", der auf dem ganzen Balkan weitere Grenzkonflikte provozieren und die labile Stabilität in Region gefährden könnte.
    Stimmt nicht, Kosovo wäre nicht die erste Verwaltungseinheit nicht teilstaatlichen Charakters die in die Unabhängigkeit entlassen würde. Ein Prädenzfall wäre jedoch, den Kosovo in Serbien gegen den Willen seiner Bevölkerung zu reintegrieren. Was sich zudem in keinster Weise mit dem Völkerrecht basierend auf dem Primat der Menschenrechte in Einklang bringen lässt.

    Tatsächlich würde eine Unabhängigkeitserklärung des Kosovos – ob "bedingt" oder nicht – ein zentrales Prinzip der internationalen Gemeinschaft brechen, das bisher beim Zerfall Jugoslawiens stets aufrechterhalten wurde. Nach den Richtlinien der Badinter Kommission von 1991 wurden bisher immer nur die Sezessionen der Republiken der ehemaligen Föderation anerkannt. Diese sollten dabei ihre Grenzen beibehalten. Mit diesem Argument wurde 1991 der Abspaltungsversuch der serbischen Bevölkerungsgruppe in Kroatien verhindert. Und auch die ethnische Zerteilung Bosniens wurde auf der Grundlage dieses Prinzips letztlich verhindert.
    Ich lasse mich gerne korrigieren, aber hatte die Badingter Kommission wirklich zum Kosovo Stellung genommen. Meines Wissens wurde die Kosovo-Frage in weiten Teilen ausgeklammert!? Und zu dem Vergleich mit den Serben in Bosnien oder Kroatien: Kosovo war laut Bundesverfassung konstitutiver Faktor der SFRJ und als föderale Körperschaft den anderen Teilrepubliken weitesgehend gleichgestellt. Und das die Bundesverfassung der SFRJ gegenüber der serbischen Vorrang zu geniessen hatte, dürfte eigentlich nicht in Frage gestellt werden. Das ist in Deutschland nicht anders: Landesrecht hat solange Geltung, solange es nicht Bundesrecht beschneidet. Und Bundesrecht, solange es mit Europarecht im Einklang ist..

    Kosovo genoss im früheren Jugoslawien aber niemals den Status einer Republik, sondern war lediglich eine autonome Provinz Serbiens.
    Falsch, nochmal, Kosovo war ein Konstitutiver Faktor der SFRJ mit Parlament, verfassung und Obersten Gericht. Wäre Kosovo, wie fälschlich behauptet, lediglich nur eine Provinz Serbiens gewesen, wäre es über Serbien in den Föderationsgremien vertreten gewesen. Beispielsweise im höchsten Exekutiv-Organ dem Staatspräsidium war neben den Vertretern der Teilrepubliken ein gleichberchtigter Vertreter für den Kosovo anwesend.

    Kosovo war gleichgestellt und hatte ihre Autonomie(Verwaltungsrechte wie die 6 Republiken) war aber trotz allem eine Provinz Serbiens und keine Republik Jugoslawiens,dass darfst du nicht vergessen und das nur von 75-89. Von 45-75 war Kosovo ein Teil Serbiens wie die Sumadija oder Beograd genauso wie von 1912-1941 und vor 1389.

    Du kannst die Unabhängigkeit Kosovos nicht damit begründen nur weil Kosovo eine "autonome" Provinz Serbiens unter SFRJ war.


    ps: Dann sag mir mal welche "Provinz" in Europa ihre Unabhängigkeit bekam?

  4. #14
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Lucky_Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Die Unabhängigkeit wäre auch ein weiterer Verstoß,wie die NATO schon damals sagte "keine Grenzänderungen auf dem Balkan"...


    Neben der Sicherheitslage kann die serbische Seite ein zweites Argument gegen die Unabhängigkeit vorbringen, das nicht einfach zu entkräften ist. Wie der serbische Außenminister Vuk Draskovic erklärt, wäre eine Unabhängigkeitserklärung ein "Präzedenzfall", der auf dem ganzen Balkan weitere Grenzkonflikte provozieren und die labile Stabilität in Region gefährden könnte.
    Stimmt nicht, Kosovo wäre nicht die erste Verwaltungseinheit nicht teilstaatlichen Charakters die in die Unabhängigkeit entlassen würde. Ein Prädenzfall wäre jedoch, den Kosovo in Serbien gegen den Willen seiner Bevölkerung zu reintegrieren. Was sich zudem in keinster Weise mit dem Völkerrecht basierend auf dem Primat der Menschenrechte in Einklang bringen lässt.

    Tatsächlich würde eine Unabhängigkeitserklärung des Kosovos – ob "bedingt" oder nicht – ein zentrales Prinzip der internationalen Gemeinschaft brechen, das bisher beim Zerfall Jugoslawiens stets aufrechterhalten wurde. Nach den Richtlinien der Badinter Kommission von 1991 wurden bisher immer nur die Sezessionen der Republiken der ehemaligen Föderation anerkannt. Diese sollten dabei ihre Grenzen beibehalten. Mit diesem Argument wurde 1991 der Abspaltungsversuch der serbischen Bevölkerungsgruppe in Kroatien verhindert. Und auch die ethnische Zerteilung Bosniens wurde auf der Grundlage dieses Prinzips letztlich verhindert.
    Ich lasse mich gerne korrigieren, aber hatte die Badingter Kommission wirklich zum Kosovo Stellung genommen. Meines Wissens wurde die Kosovo-Frage in weiten Teilen ausgeklammert!? Und zu dem Vergleich mit den Serben in Bosnien oder Kroatien: Kosovo war laut Bundesverfassung konstitutiver Faktor der SFRJ und als föderale Körperschaft den anderen Teilrepubliken weitesgehend gleichgestellt. Und das die Bundesverfassung der SFRJ gegenüber der serbischen Vorrang zu geniessen hatte, dürfte eigentlich nicht in Frage gestellt werden. Das ist in Deutschland nicht anders: Landesrecht hat solange Geltung, solange es nicht Bundesrecht beschneidet. Und Bundesrecht, solange es mit Europarecht im Einklang ist..

    Kosovo genoss im früheren Jugoslawien aber niemals den Status einer Republik, sondern war lediglich eine autonome Provinz Serbiens.
    Falsch, nochmal, Kosovo war ein Konstitutiver Faktor der SFRJ mit Parlament, verfassung und Obersten Gericht. Wäre Kosovo, wie fälschlich behauptet, lediglich nur eine Provinz Serbiens gewesen, wäre es über Serbien in den Föderationsgremien vertreten gewesen. Beispielsweise im höchsten Exekutiv-Organ dem Staatspräsidium war neben den Vertretern der Teilrepubliken ein gleichberchtigter Vertreter für den Kosovo anwesend.

    Kosovo war gleichgestellt und hatte ihre Autonomie(Verwaltungsrechte wie die 6 Republiken) war aber trotz allem eine Provinz Serbiens und keine Republik Jugoslawiens,dass darfst du nicht vergessen und das nur von 75-89. Von 45-75 war Kosovo ein Teil Serbiens wie die Sumadija oder Beograd genauso wie von 1912-1941 und vor 1389.

    Du kannst die Unabhängigkeit Kosovos nicht damit begründen nur weil Kosovo eine "autonome" Provinz Serbiens unter SFRJ war.


    ps: Dann sag mir mal welche "Provinz" in Europa ihre Unabhängigkeit bekam?
    Ich behaupte nicht, Kosovo war eine Republik, aber eine Provinz Serbiens war es auch nicht!


    Osttimor ist vor wenigen Jahren (obwohl "nur" eine Provinz Indonesiens) unabhängig geworden. Ansonsten ist es sowieso kein Argument, weil kein Staat als Staat geboren ist/wird, sich sondern dazu entwickelt.

  5. #15
    pqrs
    Na wenn die im Kosovo die Minderheiten so behandelt werden, dann frage ich mich, wie weit schlimmer die Kroaten und Moslems in BiH behandelt werden. :?

  6. #16
    Avatar von yugo-jebe-dugo

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    21
    Zitat Zitat von Lucky_Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Kosovo war gleichgestellt und hatte ihre Autonomie(Verwaltungsrechte wie die 6 Republiken) war aber trotz allem eine Provinz Serbiens und keine Republik Jugoslawiens,dass darfst du nicht vergessen und das nur von 75-89. Von 45-75 war Kosovo ein Teil Serbiens wie die Sumadija oder Beograd genauso wie von 1912-1941 und vor 1389.

    Du kannst die Unabhängigkeit Kosovos nicht damit begründen nur weil Kosovo eine "autonome" Provinz Serbiens unter SFRJ war.


    ps: Dann sag mir mal welche "Provinz" in Europa ihre Unabhängigkeit bekam?
    Ich behaupte nicht, Kosovo war eine Republik, aber eine Provinz Serbiens war es auch nicht!


    Osttimor ist vor wenigen Jahren (obwohl "nur" eine Provinz Indonesiens) unabhängig geworden. Ansonsten ist es sowieso kein Argument, weil kein Staat als Staat geboren ist/wird, sich sondern dazu entwickelt.
    1.Natürlich waren Vojvodina und Kosovo autonome Provinzen Serbiens mit Selbstverwaltung.Lüg dich doch nicht selber an Mensch.

    ...nach dem 2. Weltkrieg zu Titos kommunistischem Jugoslawien als Teil Serbiens, und ab dem Jahr 1974 als autonome serbische Provinz.

    www.wikpedia.com


    2.Indonesien liegt nicht in Europa,ich fragte nach Europa.Ich denke man kann sich als Staat entwickeln aber nicht auf Kosten anderer Länder,nicht auf Kosten serbischen Staatsgebietes wo unsere Vorfahren schon weit vor 800 Jahren ein Königreich hatten,Klöster bauten und ihre Kultur auslebten.

    Man darf nicht vergessen das die Albaner schon ein Land/Staat haben.

  7. #17
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    1.Natürlich waren Vojvodina und Kosovo autonome Provinzen Serbiens mit Selbstverwaltung.Lüg dich doch nicht selber an Mensch.

    ...nach dem 2. Weltkrieg zu Titos kommunistischem Jugoslawien als Teil Serbiens, und ab dem Jahr 1974 als autonome serbische Provinz.

    www.wikpedia.com


    2.Indonesien liegt nicht in Europa,ich fragte nach Europa.Ich denke man kann sich als Staat entwickeln aber nicht auf Kosten anderer Länder,nicht auf Kosten serbischen Staatsgebietes wo unsere Vorfahren schon weit vor 800 Jahren ein Königreich hatten,Klöster bauten und ihre Kultur auslebten.

    Man darf nicht vergessen das die Albaner schon ein Land/Staat haben.
    Wieso unbedingt aus Europa? Aber hier, Zypern hatte vor seiner Eigenstaatlichkeit auch keinen Republiksstatus oder so...

    Und was den "Konstitutiven Faktor" angeht:

    "In der jugoslawischen Verfassung von 1974 erhielt dann das Kosovo

    (zusammen mit der Schwesterregion Vojvodina) eine Stellung, die

    praktisch mit derjenigen der Republiken identisch war. Die jugoslawische

    Verfassungslehre prägte damals den Begriff des “konstitutiven Faktors"

    Jugoslawiens, der für Republiken und Regionen gleichermaßen galt und

    deren Gleichberechtigung auf Bundesebene ausdrückte, sowohl was die

    Vertretung in den Bundesorganen als auch das so genannte “faktische

    Vetorecht" betraf. Es fehlte den Regionen nur die formelle Definition

    als “Staaten" wie dies für die Republiken galt.



    Nach dem Zerfall Jugoslawiens hat die internationale Gemeinschaft durch

    die Badinter‑Kommission für die Republiken diesen Staatscharakter

    ausdrücklich anerkannt samt den garantierten Grenzen. Deshalb könnte

    sich der Westen heute beispielsweise einer Unabhängigkeit Montenegros

    von Rechts wegen nicht widersetzen, wenn es dazu käme. Zu den Regionen

    konnte sich die Badinter‑Kommission damals allerdings nicht äußern, da

    diese 1991 bereits gleichgeschaltet waren. Wäre es auch zu einem Spruch

    über die Regionen gekommen, hätte deren Stellung als “konstitutive

    Faktoren" berücksichtigt werden müssen. Das Verdikt hätte ohne weiteres

    lauten können, dass durch den Zerfall des Gesamtstaates alle seine

    “konstitutiven Faktoren" Handlungsfreiheit gewonnen hätten.



    Wenn nun die Kosovo‑Frage unter dem Gesichtspunkt angegangen wird, ob

    nach Völkerrecht nur Völkern oder auch “Minderheiten" das

    Selbstbestimmungsrecht zusteht, so weist dieser Ansatz am Problem

    vorbei. Die internationale Gemeinschaft hat sich mit Blick auf die

    Nachfolge Jugoslawiens nun einmal von der jugoslawischen Verfassung von

    1974 leiten lassen. Warum also sollte man ausgerechnet im Falle des

    Kosovo davon abrücken. Der Begriff “konstitutiver Faktor" galt

    ausschließlich für die territorialen Einheiten Jugoslawiens, nicht für

    Völker oder Völkerschaften. Den “Völkern" war zwar in der Präambel das

    traditionelle leninistische Prinzip der Selbstbestimmung bis zur

    Lostrennung zuerkannt, aber im Gegensatz zu Republiken und Regionen

    waren weder Völker noch Völkerschaften in der Verfassung irgendwie

    definiert oder gar mit Organen ausgestattet."

    http://www.uni-weimar.de/architektur.../faz_24_2.html

  8. #18
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Lucky_Luke
    Wieso unbedingt aus Europa? Aber hier, Zypern hatte vor seiner Eigenstaatlichkeit auch keinen Republiksstatus oder so...

    Und was den "Konstitutiven Faktor" angeht:

    "In der jugoslawischen Verfassung von 1974 erhielt dann das Kosovo

    (zusammen mit der Schwesterregion Vojvodina) eine Stellung, die

    praktisch mit derjenigen der Republiken identisch war. Die jugoslawische

    Verfassungslehre prägte damals den Begriff des “konstitutiven Faktors"

    Jugoslawiens, der für Republiken und Regionen gleichermaßen galt und

    deren Gleichberechtigung auf Bundesebene ausdrückte, sowohl was die

    Vertretung in den Bundesorganen als auch das so genannte “faktische

    Vetorecht" betraf. Es fehlte den Regionen nur die formelle Definition

    als “Staaten" wie dies für die Republiken galt.



    Nach dem Zerfall Jugoslawiens hat die internationale Gemeinschaft durch

    die Badinter‑Kommission für die Republiken diesen Staatscharakter

    ausdrücklich anerkannt samt den garantierten Grenzen. Deshalb könnte

    sich der Westen heute beispielsweise einer Unabhängigkeit Montenegros

    von Rechts wegen nicht widersetzen, wenn es dazu käme. Zu den Regionen

    konnte sich die Badinter‑Kommission damals allerdings nicht äußern, da

    diese 1991 bereits gleichgeschaltet waren. Wäre es auch zu einem Spruch

    über die Regionen gekommen, hätte deren Stellung als “konstitutive

    Faktoren" berücksichtigt werden müssen. Das Verdikt hätte ohne weiteres

    lauten können, dass durch den Zerfall des Gesamtstaates alle seine

    “konstitutiven Faktoren" Handlungsfreiheit gewonnen hätten.



    Wenn nun die Kosovo‑Frage unter dem Gesichtspunkt angegangen wird, ob

    nach Völkerrecht nur Völkern oder auch “Minderheiten" das

    Selbstbestimmungsrecht zusteht, so weist dieser Ansatz am Problem

    vorbei. Die internationale Gemeinschaft hat sich mit Blick auf die

    Nachfolge Jugoslawiens nun einmal von der jugoslawischen Verfassung von

    1974 leiten lassen. Warum also sollte man ausgerechnet im Falle des

    Kosovo davon abrücken. Der Begriff “konstitutiver Faktor" galt

    ausschließlich für die territorialen Einheiten Jugoslawiens, nicht für

    Völker oder Völkerschaften. Den “Völkern" war zwar in der Präambel das

    traditionelle leninistische Prinzip der Selbstbestimmung bis zur

    Lostrennung zuerkannt, aber im Gegensatz zu Republiken und Regionen

    waren weder Völker noch Völkerschaften in der Verfassung irgendwie

    definiert oder gar mit Organen ausgestattet."

    http://www.uni-weimar.de/architektur.../faz_24_2.html

    Hallo


    Das sit ja alles schön und gut aber was ändert diese Regelung und Verfassung daran das Kosovo und Vojvodina weiterhin 2 autonome "serbische" Provinzen waren laut Tito :?:


    Mit freundlichen Grüssen

  9. #19

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    Zitat Zitat von yugo-jebe-dugo
    Super Artikel :!:



    Besonders das ist traurig,die albanischen Terroristen hören nicht auf arme Zivilisten zu terrorisieren...

    Von den internationalen Medien kaum beachtet, kommt es im Kosovo regelmäßig zu gewalttätigen Übergriffen albanischer Extremisten auf die serbische Minderheit und andere ethnische Minderheitengruppen wie die Roma und Goraner. In den vergangenen Monaten kam es fast wöchentlich und manchmal auch öfter zu Bombenanschlägen wie vergangenen Montag in Dragaš. In einem Brief des Kosovo-Koordinationszentrums der serbischen Regierung an die UNMIK wird allein für den Zeitraum des halben Jahres zwischen Oktober 2005 und Juni 2006 von 188 ethnisch motivierten Angriffen albanischer Extremisten auf die Kosovo-Serben berichtet. Nach serbischen Regierungsangaben - die im wesentlichen von internationalen Organisationen bestätigt werden - sind seit dem Einmarsch der NATO im Juni 1999 weit über 200.000 Kosovo Serben und Angehöriger anderer nicht-albanischer Minderheiten aus Kosovo geflohen und mehrere hundert ermordet worden.

    lol, man kanns ja auch heftig übertreiiben.... Sumadinac?

    warten wir ab, der kosova wird nie zu serbien gehören, dafür würden sich die Albaner imer einsetzen, immer.


    Es ist scheissegal was für einen status Kosova hatt, "unser" Staat wollte uns vertreiben, wie sollten alse 3milionen Menschen in einem Staat leben den sie als Feind sehen? immerhin hatt sich in 7 Jahren in Serbien nichts verändert, die Milopartei ist immernoch die stärkste...

  10. #20
    Lucky Luke
    dreifach

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