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Hellas & HalleluJah

Erstellt von Amphion, 30.11.2008, 00:56 Uhr · 11 Antworten · 1.153 Aufrufe

  1. #11

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Orthodoxe Kirche empört über neue Steuerpflicht

    ENDLICH - lange darauf gewartet und dafür Stellung bezogen.
    EIN weiteres Ziel wurde erreicht, das nächste ist anzugehen:

    -
    Griechenland muss sparen
    Kirche empört über neue Steuerpflicht
    24. März 2010, 08:48
    -

    Erzbischof Ieronymos macht sich Sorgen um die Finanzen der Kirche
    -

    Oktober 2009: Wahlsieger George Papandreou leistet vor dem Erzbischof seinen Amtseid.
    -
    Erzbischof Ieronymos droht: "Unsere Geduld ist aufgebraucht" - bisher war Klerus von Abgaben befreit

    Vom Sparpaket der griechischen Regierung ist auch die mächtige orthodoxe Kirche nicht ausgenommen. Laut einem Gesetz, das am Mittwoch im Parlament beschlossen werden soll, muss der Klerus künftig Steuern zahlen.
    Erbt die Kirche in Zukunft Immobilien, muss sie 20 Prozent des Wertes an den Staat abführen. Fünf bzw. zehn Prozent Steuer sollen auf Sach- und Geldspenden erhoben werden. Auch auf die Einkünfte der Kirche aus ihrem Grundbesitz, für die bisher nur ein Prozent Steuer bezahlt wurde, wird eine zwanzigprozentige Besteuerung festgelegt. Außerdem müssen Diözesen und selbständige Klöster ihre Buchführung offenlegen, die bisher kaum geprüft wurde.

    Ieronymos will gegen Steuerpflicht klagen

    Ieronymos, Erzbischof von Athen und damit Oberhaupt der griechischen Kirche, reagierte empört: "Unsere Geduld ist aufgebraucht", sagte er in einem Interview mit der Zeitschrift "Real News". Er droht mit dem Gang vor griechische und europäische Gerichte, da das Steuergesetz seiner Meinung nach der Verfassung widerspricht.

    Er bestritt, dass die Kirche über Millionen verfüge: "Kommt und zeigt uns, wo dieses Geld ist." Auch der Bischof von Thessaloniki, wo die Religionsgemeinschaft besonders viele Immobilien besitzt, spricht von einem "Schlag ins Gesicht der Kirche". Bei der Bevölkerung kommt die Ausweitung der Steuerpflicht hingegen gut an: in Umfragen geben 80 Prozent an, ihrer Meinung nach sei der höhere Klerus korrupt.

    Laut einer im Vorjahr von der Zeitung Katimerini veröffentlichten Studie machte die orthodoxe Kirche 2008 sieben Millionen Euro Gewinn. 20 Millionen Umsatz brachte die Vermietung von Immobilien, 4,5 Millionen warfen sonstige Investitionen ab. Die Kirche hält einen 150-Millionen-Euro-Anteil an der Nationalbank, in deren Vorstand ein Bischof sitzt.

    Armee stellt Chauffeure

    Auch die Regierung wird vom Erzbischof von Athen angelobt. Der Staat zahlt die Gehälter der Priester, und viele Bischöfe haben einen Chauffeur, der ihnen von der Armee zur Verfügung gestellt wird.
    Die orthodoxe Kirche Griechenlands wird immer wieder von Skandalen erschüttert: 2005 wurde der Bischof von Attika wegen Geldwäschevorwürfen abgesetzt, laut "Financial Times" führte der Bischof von Korinth Spenden auf private Konten ab und der Bischof von Thessalien pflegte enge Kontakte zur albanischen Drogenmafia.

    2008 mussten Staatssekretär und Regierungssprecher Theodoros Roussopoulos sowie Handelsmarineminister Georgios Voulgarakis nach einem umstrittenen Immobiliendeal des Staates mit dem Mönchskloster Athos, der den Steuerzahler hundert Millionen Euro kostete, zurücktreten. (bed/derStandard.at, 23.3.2010)

    Wissen: Kirche und Staat

    97 Prozent der Bevölkerung Griechenlands sind Mitglied der griechisch-orthodoxen Kirche. Seit 1982 ist die kirchliche Trauung nicht mehr für eine Eheschließung vorgeschrieben, seit den frühen 90er-Jahren ist trotz Protesten der Kirche die Religionszugehörigkeit auch nicht mehr aus Reisepass oder Personalausweis zu erkennen.
    Links

    ANA: Tax against Church unconstitutional
    Reuters: Greek Orthodox bishop denounces new taxes on church as hostile
    -
    URL:Kirche empört über neue Steuerpflicht - Griechenland - derStandard.at

    Korrektur zu oben:

    Oben steht daß 97% der Bürger der heutigen Hellenischen Demokratie Mitglied der christlich-orthodoxen Kirche seien. Das ist insoweit nicht richtig.


    Richtig wäre diese Formulierung daß ...:


    ... die Mehrheit der Bürger der heutigen Hellenischen Demokratie Christen seien, und DAVON 97% der christlich-orthodoxen Kirche von Hellas angehören.


    Dieser hohe Prozentsatz erklärt sich durch bestimmte Vorgehensweisen und Handlungen der Kirche. Gäbe es keine Zwangstaufe in Hellas (und auch anderswo), so würde der Anteil mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit die 10%-Marke nicht überschreiten (in dem orthodoxen Russland nach Studien max. 3% gläubige Orthodoxen).

    Unverkennbar ist weiterhin der Einfluß der orthodoxen Kirche in Hellas.
    Auf dem Bild oben sieht man den gewählten demokratischen Ministerpräsidenten Papandreou den Eid ablegen vor den orthodoxen Priestern des Jahova. Das ist ein solcher Widerspruch in sich, wie es kaum noch gehen kann. Es kann also nur sein, daß solches auch bald beendet wird, daß gewählte Personen nicht mehr sowas machen dürfen, nicht vor einer Organisation, die aus den alten Relikten der Theokratie Byzanz' überlebt hat, und in ihren Psalmen und Litourgien für die Wiederankunft des Kaisers/Königs betet (damit sie eine noch größere Macht in ihren Händen halten kann).

  2. #12
    Avatar von Thrakian

    Registriert seit
    10.06.2010
    Beiträge
    2.437
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Korrektur zu oben:

    Oben steht daß 97% der Bürger der heutigen Hellenischen Demokratie Mitglied der christlich-orthodoxen Kirche seien. Das ist insoweit nicht richtig.


    Richtig wäre diese Formulierung daß ...:


    ... die Mehrheit der Bürger der heutigen Hellenischen Demokratie Christen seien, und DAVON 97% der christlich-orthodoxen Kirche von Hellas angehören.

    Wer sagt das? Du?

    Wie auch dein Thread ueber die Kirchen in D die 20 Millionen pro Jahr vom Staat zusaetzlich zur Kirchensteuer kriegen auch hier will ich dir sagen das eine christliche Gemeinschaft mit ihrer Christlichen Kirche tun und lassen kann was sie will. Also wird die Kriche solange nicht besteuert wie die orthodoxen es so wollen. Auch werden die orthodoxen priester genauso wie die katholischen evangelischen aber auch die moslemischen Geistlichen vom Staat bezahlt. Und das ist gut so. Nur Sekten und deren Haeuptlinge kriegen nichts.

    Uebrigens ist das die halbe Wahrheit denn die nur die Kirche selbst wird nicht besteuert dafuer kriegt sie keine Subventionen. Wenn die Kirche als Geschaeftsperson auftritt z.b. beim Kaufen oder verkaufen wird sie sehr wohl besteuert.


    Der wievielte Hetzthread ist das ?

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