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Heute der 10 jahrestag vom Srebrenica-Massaker

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 11.07.2005, 11:27 Uhr · 45 Antworten · 1.980 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Heute der 10 jahrestag vom Srebrenica-Massaker

    Niemand wollte es glauben
    Heute vor zehn Jahren begann in der bosnischen Muslim-Enklave das Massaker, dem 7800 Menschen zum Opfer fielen

    613 identifizierte Opfer des Massakers werden am zehnten Jahrestag auf dem Gelände der ehemaligen Batteriefabrik in Potocari nahe Srebrenica beigesetzt.Von Adelheid Wölfl aus Srebrenica

    Vor zehn Jahren begann in der bosnischen Muslim-Enklave Srebrenica das Massaker, dem nach heutigem Wissensstand 7800 Menschen zum Opfer fielen. Es ist das größte Verbrechen in Europa seit dem Zweiten Weltkrieg.

    Senad und Edin (Namen geändert) warten nicht länger. Als die Gewehrsalven der bosnisch-serbischen Armee immer näher kommen, holen sie Vater Malkic und verschwinden mit ihm in den Wäldern. Irgendwie die serbische Linie durchbrechen, Richtung Tuzla laufen, in das von der bosnischen Armee kontrollierte Gebiet. Zwischen 10.000 und 15.000 muslimische Bosnier, die meisten von ihnen Männer, die meisten unbewaffnet, versuchen am 11. Juli 1995 der "UN-Schutzzone" zu entkommen, die gerade von der bosnisch-serbischen Armee gestürmt wurde. Sie laufen aus den Orten rund um die Silberstadt Srebrenica zusammen, die seit 1993 eine muslimische Enklave im serbisch besetzten Gebiet bilden.

    Serbische Spezialeinheiten kontrollieren die Straßen, die Wälder. Flüchtlinge werden gezwungen, sich an den Straßenrand zu knien, ihre Finger zum Tschetnik-Gruß zu heben, bevor sie erschossen werden. Andere Muslime werden zu "Verhören" in Schulen oder Lagerhallen gebracht. Am 16. Juli, wird einer der Serben später aussagen, habe man 15 bis 20 Busladungen mit muslimischen Männern nach Pilica gebracht. In nur fünfeinhalb Stunden hätten er und seine Kameraden die 1200 Männer Reihe für Reihe niedergeschossen.

    Kale zittert. Nicht nur weil er schon den dritten Kaffee auf dem "Platz der Brüderlichkeit und Einheit" in Srebrenica trinkt. Weil er denkt, sagt er, weil er sich erinnern muss. Ob das Erinnern vielleicht aufhört, wenn er nach Wien kommt, fragt er. Kale ist der Bruder von Senad und Edin. Er muss immer wieder nach Srebrenica kommen und von "der Katastrophe" reden.

    Am 11. Juli 1995 fliehen Zena und ihre drei Kinder in die stillgelegte Batteriefabrik in Potocari, vier Kilometer nördlich von Srebrenica, wo die UN-Soldaten logieren. Seit 6. Juli wurden die UN-Kontrollpunkte beschossen. Die niederländischen Blauhelme flohen von den Hügeln rund um Srebrenica, wenn sie nicht gefangen genommen wurden. Doch auch im UN-Headquarter in New York mochte man nicht glauben, dass die Serbenführer die Enklave tatsächlich stürmen wollten. Unterstützung aus der Luft wurde zu spät angefordert.

    "Habt keine Angst"

    Am 12. Juli, etwa 5000 Menschen sind nun in Potocari, werden die beiden Söhne Zenas von der Mutter getrennt. Alle Männer und Burschen sollten extra evakuiert werden, heißt es. Nur Zenas Tochter bleibt bei ihr. Dem UN-Kommandanten Ton Korremans dämmert, dass es sich um eine konzertierte und lang geplante Aktion handeln muss. Serbische Soldaten fahren vor. Es gibt Brot und sogar Süßigkeiten für die völlig erschöpften Flüchtlinge. Auch Armeeführer Ratko Mladic steigt aus dem Bus: "Habt keine Angst. Nehmt es leicht. Lasst die Frauen und Kinder zuerst gehen. Keiner wird euch etwas zuleide tun", sagt er in die laufende Kamera. Später steigen auch die 1200 Männer, die sich in Potocari befinden, in die Busse. Sie werden nach Bratunac gebracht. Dort sind Schüsse auf dem Fußballfeld zu hören.

    Nach einem Abgleich von 34 Listen wurde im Vorjahr festgestellt, dass in den Tagen nach dem 11. Juli 7800 muslimische Männer aus der Enklave von serbischen Einheiten getötet worden sind. 23.000 Frauen und Kinder wurden deportiert. Radislav Krstic, General der bosnisch-serbischen Armee, wurde 2004 zu 35 Jahren Haft wegen Begünstigung zum Völkermord verurteilt. Die beiden Hauptverantwortlichen, Ratko Mladic und der bosnische Serbenführer Radovan Karadzic, sind noch immer auf freiem Fuß.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107376

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Rowdys setzen Tränengas gegen Demonstranten ein
    Störten Kundgebung für Opfer - Polizei nahm neun mutmaßliche Täter fest

    Belgrad - Die rund hundert Teilnehmer einer friedlichen Kundgebung für die Opfer des Massakers in der früheren bosnischen Moslem-Enklave Srebrenica sind am Sonntagabend im Zentrum von Belgrad mit Tränengas attackiert worden. Die Polizei nahm neun mutmaßliche Täter, die die Demonstranten auch mit Rufen wie "Messer, Draht, Srebrenica" verfolgten, fest.

    Die Kundgebung war von "Frauen in Schwarz" organisiert worden, einer der ältesten Nichtregierungsorganisationen in Serbien. Schon während der Kriege beim Zerfall Jugoslawiens in den 90er Jahren hatte die Menschenrechts-NGO regelmäßig zu Protestkundgebungen auf dem Belgrader Republikplatz aufgerufen.

    Die Personen, die die Gedenkkundgebung störten, zertraten auch weiße Nelken, die für die Srebrenica-Opfer niedergelegt worden waren. Die Angehörigen einer Polizei-Sondereinheit, die die Demonstration absicherten sollten, versuchten nicht, die Rowdys daran zu hindern.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107959

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Tausende Moslems zur Srebrenica-Gedenkfeier eingetroffen
    Rund 50.000 Gäste erwartet - Österreich bei Gedenkfeier durch Staatssekretär Winkler vertreten

    Sarajevo - Zur Gedenkfeier am 10. Jahrestag des Massakers von Srebrenica sind Montag früh tausende Moslems in der bosnischen Stadt eingetroffen. Die Organisatoren zählten mehr 230 Busse aus allen Landesteilen mit hoher moslemischer Bevölkerungsdichte. Insgesamt werden rund 50.000 Gäste zu der Gedenkfeier erwartet. An der Zeremonie nahe der bosnischen Stadt sollen unter anderem der britische Außenminister Jack Straw, sein französischer Amtskollege Philippe Douste-Blazy sowie der neue Staatssekretär im Außenministerium, Hans Winkler, teilnehmen.

    Bei der Feierstunde werden die Überreste von 610 identifizierten Opfern des Massakers beigesetzt. Am 11. Juli 1995 eroberten bosnisch-serbische Einheiten die UNO-Schutzzone in der ostbosnischen Moslem-Enklave Srebrenica. In den folgenden Tagen töteten sie bis zu 8.000 moslemische Buben und Männer.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107736

  4. #4
    jugo-jebe-dugo
    Niederlande lehnen Entschuldigung ab
    Rolle niederländischer Soldaten bei Massaker 1995 umstritten

    Den Haag - Die Niederlande werden sich zum 10. Jahrestag des Massakers im bosnischen Srebrenica nicht für ihre Rolle bei den Geschehnissen entschuldigen. Außenminister Ben Bot werde bei den Feierlichkeiten in Srebrenica am Montag mit Hinterbliebenen der Opfer zusammentreffen, dabei aber keine offizielle Entschuldigung für mögliche Fehler niederländischer Blauhelmsoldaten aussprechen, sagte der niederländische Außenamtssprecher Bart Jochems am Sonntag. "Nicht die Niederlande sind schuld an dem Massaker, sondern die bosnisch-serbischen Truppen von Radovan Karadzic und Ratko Mladic."

    Der Blauhelm-Einsatz der niederländischen Soldaten hat massive Kritik im In- und Ausland hervorgerufen. Insbesondere wird Den Haag zur Last gelegt, die Schutzpflicht gegenüber den Bosniaken in Srebrenica verletzt zu haben: Bosnisch-serbische Truppen töteten in der Stadt im Juli 1995 etwa 8.000 moslemische Buben und Männer, ohne dass die niederländischen Blauhelmsoldaten eingriffen. Nach den kritischen Befunden einer niederländischen Historikerkommission hatte der damalige Ministerpräsident Wim Kok 2002 eingeräumt, dass die Niederlande "einen Teil der Verantwortung für die Situation" in Srebrenica trügen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107707

  5. #5
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Zitat Zitat von SERBE
    Rowdys setzen Tränengas gegen Demonstranten ein
    Störten Kundgebung für Opfer - Polizei nahm neun mutmaßliche Täter fest

    Belgrad - Die rund hundert Teilnehmer einer friedlichen Kundgebung für die Opfer des Massakers in der früheren bosnischen Moslem-Enklave Srebrenica sind am Sonntagabend im Zentrum von Belgrad mit Tränengas attackiert worden. Die Polizei nahm neun mutmaßliche Täter, die die Demonstranten auch mit Rufen wie "Messer, Draht, Srebrenica" verfolgten, fest.

    Die Kundgebung war von "Frauen in Schwarz" organisiert worden, einer der ältesten Nichtregierungsorganisationen in Serbien. Schon während der Kriege beim Zerfall Jugoslawiens in den 90er Jahren hatte die Menschenrechts-NGO regelmäßig zu Protestkundgebungen auf dem Belgrader Republikplatz aufgerufen.

    Die Personen, die die Gedenkkundgebung störten, zertraten auch weiße Nelken, die für die Srebrenica-Opfer niedergelegt worden waren. Die Angehörigen einer Polizei-Sondereinheit, die die Demonstration absicherten sollten, versuchten nicht, die Rowdys daran zu hindern.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107959
    So ein mieser feiger Abschaum... Blumen zum Totengedenken zertreten und Witwen angreifen...

    Zitat Zitat von SERBE
    Niederlande lehnen Entschuldigung ab
    Rolle niederländischer Soldaten bei Massaker 1995 umstritten

    Den Haag - Die Niederlande werden sich zum 10. Jahrestag des Massakers im bosnischen Srebrenica nicht für ihre Rolle bei den Geschehnissen entschuldigen. Außenminister Ben Bot werde bei den Feierlichkeiten in Srebrenica am Montag mit Hinterbliebenen der Opfer zusammentreffen, dabei aber keine offizielle Entschuldigung für mögliche Fehler niederländischer Blauhelmsoldaten aussprechen, sagte der niederländische Außenamtssprecher Bart Jochems am Sonntag. "Nicht die Niederlande sind schuld an dem Massaker, sondern die bosnisch-serbischen Truppen von Radovan Karadzic und Ratko Mladic."
    Na, LaLa?

  6. #6
    jugo-jebe-dugo
    Identifizierung der Opfer langwieriger Prozess
    610 Tote werden am Montag begraben - Bisher knapp 2100 Leichen identifiziert

    Sarajevo - Am Samstagnachmittag traf die am Morgen in Visoko nahe der bosnischen Hauptstadt Sarajevo gestartete Lkw-Kolonne auf dem Gelände der still gelegten Akkumulatorenfabrik in Potocari ein. Hier, wo einst die niederländischen UNPROFOR-Soldaten ihr Basislager hatten, ehe sie die UNO-Enklave Srebrenica am 11. Juli 1995 kampflos den Truppen des bosnisch-serbischen Militärchefs Ratko Mladic überließen, lagern nun die sterblichen Überreste von 610 Opfern des Massakers, ehe sie am Montag begraben werden sollen - direkt gegenüber der Fabrik, auf dem 2003 eröffneten Friedhof, wo seitdem bereits 1.308 tote muslimische Männer und Jugendliche unter schlichten grünen Holzstelen ihre letzte Ruhe gefunden haben.

    Aus rund 60 Massengräbern stammen die 610 Leichen, die seit dem 9. Jahrestag des Massakers 2004 identifiziert werden konnten. Sie waren zur Zeit ihrer Ermordung zwischen 14 und 75 Jahren alt. Bisher gelang es den unter Federführung der in Sarajevo ansässigen Internationalen Kommission für vermisste Personen (ICMP) zusammen arbeitenden Experten, 2.079 Opfer zu identifizieren. Anhand der Vermisstenmeldungen schätzen die Behörden, dass insgesamt 7.800 Menschen in Srebrenica getötet wurden.

    Vor allem die Tatsache, dass viele Leichen in unterschiedlichen Gräbern verscharrt wurden, erschwert die Suche. Denn nach der Veröffentlichung von Satellitenbildern durch die US-Regierung im Herbst 1995, die die Standorte von Massengräbern zeigten, ließen die bosnisch-serbischen Behörden Großgerät wie Planierraupen einsetzten, um die Opfer erneut in so genannten Sekundärgräbern zu begraben. So können sich Knochenreste eines einzigen Toten in bis zu drei Massengräbern befinden. Auf Grund des Zustands der Leichen sind die Erfolge in den vergangenen drei Jahren ohnehin nur durch die Arbeit der mit moderner DNA-Analysetechnik ausgestatteten ICMP-Labors erklärbar. Doch noch immer lagern in speziellen Hallen mehr als 4.500 Plastiktaschen mit unidentifizierten menschlichen Knochen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2107700

  7. #7
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Schiptar
    So ein mieser feiger Abschaum... Blumen zum Totengedenken zertreten und Witwen angreifen...

    Zitat Zitat von Schiptar
    Na, LaLa?
    Warum na LaLa :?: Leugnet er das Massaker :?: Mir geht es nur auf die Eier das wir als die Schuldigen da gestehlt werden wobei es nur 2 Männer befohlen haben und die anderen genau so schlimm waren.

  8. #8
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Lala (und Tinkywinky auch?) behauptet doch immer, die Holländer würden Srebrenica nicht als Massaker anerkennen.

    Außerdem wurde das vielleicht nur von zwei Männern befohlen, aber ausgeführt haben's wohl die beiden nicht eigenhändig, oder?

  9. #9

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von SERBE
    Zitat Zitat von Schiptar
    So ein mieser feiger Abschaum... Blumen zum Totengedenken zertreten und Witwen angreifen...

    Zitat Zitat von Schiptar
    Na, LaLa?
    Warum na LaLa :?: Leugnet er das Massaker :?: Mir geht es nur auf die Eier das wir als die Schuldigen da gestehlt werden wobei es nur 2 Männer befohlen haben und die anderen genau so schlimm waren.
    na klar waren es nur zwei männer, die über 8000 bosniaken umgebracht, massakreirt haben!

  10. #10
    Zitat Zitat von drenicaku
    Zitat Zitat von SERBE
    Zitat Zitat von Schiptar
    So ein mieser feiger Abschaum... Blumen zum Totengedenken zertreten und Witwen angreifen...

    Zitat Zitat von Schiptar
    Na, LaLa?
    Warum na LaLa :?: Leugnet er das Massaker :?: Mir geht es nur auf die Eier das wir als die Schuldigen da gestehlt werden wobei es nur 2 Männer befohlen haben und die anderen genau so schlimm waren.
    na klar waren es nur zwei männer, die über 8000 bosniaken umgebracht, massakreirt haben!

    das waren keine 8000, sondern höchstens 2000

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