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  • Hier ein Ausländer und drüben ein Tourist

    30 43,48%
  • Hier "normal" und drüben ein Tourist

    6 8,70%
  • Hier "ein Ausländer" und drüben "normal"

    10 14,49%
  • Hier und drüben "normal"

    23 33,33%
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Ergebnis 91 bis 100 von 101

Hier ein Ausländer und im Heimatland ein Tourist

Erstellt von antibiotika, 23.03.2012, 14:32 Uhr · 100 Antworten · 6.809 Aufrufe

  1. #91
    Avatar von Allissa

    Registriert seit
    07.08.2009
    Beiträge
    44.232
    Zitat Zitat von Domoljub Beitrag anzeigen
    Jetzt macht hier nicht so auf - "Ich kenne das nicht." Das ist eine verfickte Lüge, mehr nicht. Denn die Sprache sprecht ihr sicher nicht wirklich zu 100% perfekt, das ist auch kaum möglich, wenn man in einem anderen Land mit einer anderen Sprache lebt und aufwächst. Unten angekommen sieht man euch nur als Gast bzw. Tourist, wie könnte es auch anders sein, wenn ihr maximal 1-2 Monate im ganzen Jahr unten seid und dann noch dazu mit eurem Lohn dort lebt, welchen ihr hier bekommt? Das ist ein großes Ungleichgewicht, ihr lebt unten in saus und braus, während eure Nachbarn und Verwandte kaum damit klar kommen mit ihrem Gehalt. Das sind schon einmal fix die Gründe, wieso man "unten" als Gast bzw. als Tourist gesehen wird.

    Hier ist es auch dasselbe Spielchen. Wird der Nachname irgendwo aufgerufen (Arzt oder sonst wo), da denkt sich jetzt in diesem Beispiel der Arzt gleich - "Hmm toll sicher so ein Jugo der schon wieder kein Deutsch spricht." Beim Arzt angekommen spricht dieser mit einem als ob man kein Deutsch versteht bzw. spricht und sagt so kake wie - "Wo du schmerzen haben?" bis man dann selbst beginnt zu reden und er/sie sieht, dass man akzentfrei Deutsch spricht.

    Hier Ausländer und im Heimatland Tourist (), genau so ist es, also kommt damit klar.
    mein sohn ist hier geboren und aufgewachsen, aber er spricht seine sprache und er weiss woher seine eltern kommen und wo seine wurzeln sind.


  2. #92
    Avatar von Serbian Eagle

    Registriert seit
    09.06.2009
    Beiträge
    15.715
    Zitat Zitat von Muhaxher Beitrag anzeigen
    Naja ich bin in Prishtine geboren und aufgewachsen , kann kein Ausländer in mein Land sein ...
    Hier Ausländer lebe ja auch erst seid 8 Jahren hier . Und von aussehen könnte ich auch nie als Deutscher durchgehen .
    Wie hast du hier die Papiere bekommen?
    Scheinehe?

  3. #93

    Registriert seit
    03.02.2011
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    24
    ich wurde hier in österreich geboren und lebe mein leben lang eig schon hier.. habe hier freunde, gehe hier zu schule, etc. trotzdem fühle ich mir hier ein bisschen fremd, nicht zugehörig. wir haben einfach ein anderes temperament, anderen humor, andereverhaltensweisen, vorgehensweisen.. ich merke schon, dass ich hier nicht zu gehöre; oft eckt ich mit meinem temperament an.. zu hause, in bosnien, gehts mir da anders.. zu hause kann ich, ich selbst sein. mich so verhalten wie ich will, ohne dass ich "auffalle". wenn ich über längere zeit nicht zu hause war, fühle ich eine leere und merke schon, dass mir was wichtiges fehlt. und ja ich nenne bosnien mein zu hause, weil ich es so empfinde.. als mein zu hause.! (:

  4. #94

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144
    Ich glaube dieses Heimatverbundeinheitsgefühl wird von den in der Dijaspora-Kindern vielfach idealisiert. Wie läuft das denn ? Man ist das ganze Jahr in seiner angestammten Heimat, dann kommt der Urlaub und man fährt sorgenfrei runter. Im Sommer ist schön Party, die eigenen Taschen gut gefüllt. laue Sommernächte in den schönen Landschaften. Dieser Eindruck täuscht dann über die Probleme des Landes hinweg. Da schlage ich vor: 1-2 Jahre dort "unten" zu verbringen, mit dem Gehalt und den Problemen der Leute. Gerade die erste Dijaspora-Generation hat vielfach den Fehler gemacht, jahrzehnte lang physisch in Deutschland und psychisch in der Heimat "unten" zu leben. Man lebt in der Zeit in der man das Land verlassen hat und wird nicht selten mit schnorrenden Verwandten (Fachwort: Interesdzije) konfrontiert.

    Was diese Fremder / Tourist Nummer angeht: Egal ob Kroatien, Bosnien oder Serbien. Die Dijaspora wird unten mehr oder weniger offen gehasst. "Man" ist der "Baustelac", der Affe der den reichen die Klo´s putzt oder am Fließband steht. Die Dijaspora selbst liefert nicht selten genug Anlass: Da wird der geleaste Mercedes ins Dorf gefahren, die Diajspora-Mutti hat im Vorfeld schön fett Gold angelegt damit alle sehen: Die haben es zu etwas gebracht. Und die Dijaspora-Kids lassen sich über alles aus, weil es kein Internet gibt und auch ansonsten vieles irgendwie Scheiße ist.

    Insofern gilt für mich: Heimat ist da wo meine Freunde sind, wo die Menschen leben mit denen ich meine Zeit verbringe. Heimat ist der alte Opa dem ich täglich in meiner Straße begegne und der mir erzählt das es seinem Hund zu Ende geht . Heimat ist die kleine Cappuchino-Bar des Italieners, wo ich morgens vor der Arbeit meinen Capu abhole und die Tante schon beim reinkommen weiß, wie ich meinen Kaffee trinke. Heimat ist der Stammtisch im Tennisclub, wo ich mit den Opa´s ein Pils trinke und die mich schon kennen als ich noch ein Stöpsel war. Heimat wird sein, wo meine Kinder aufwachsen, zur Schule gehen, ihre Erste Liebe erleben, heiraten und dann selber Kinder kriegen.

    Das Land "da unten" ist nicht meine Heimat, sondern von dort kommen meine Eltern, da habe ich Verwandte. Dieses Land werde ich meinen Kindern zeigen, ihnen erklären wo sie ihren Ursprung haben und ihnen diese Sprache auch beibringen. Sie werden dieses Land lieben, die Einwohner kennenlernen, respektieren und achten. Aber ihre Heimat wird das nicht sein, denn Heimat können sie es nur dann nennen, wenn sie alle Höhen & Tiefen, alle Vorzüge und Probleme dieses Land auf der eigenen Haut spüren. Wenn sie sich aktiv in die Gesellschaft unten einbringen....

    Dazu reicht der Sommerurlaub nicht aus....

    Insofern: Es ist nicht wichtig was jemand zu Dir sagt (Ausländer, Fremde), sondern wer. Meine Heimat ist hier, am Rhein, in einem Land was Deutschland heisst.

  5. #95
    Avatar von Vjecna Vatra

    Registriert seit
    18.06.2008
    Beiträge
    1.449
    Du verallgemeinerst. Ich denke die wenigsten Leute die hier aufgewachsen sind klagen unten über alles oder wollen die Probleme nicht sehen oder sagen gar unten sei alles scheisse weil es kein Internet gäbe (Internet gibts zu mindest in BiH fast schon in jeder vukojebina).

    Ich liebe Deutschland und bin Deutschland dafür dankbar dass ich hier so friedlich aufwachsen durfte, dass ich das Abitur machen durfte und alle Rechte auskosten durfte, die auch die Deutschen haben. Trotzdem fühle ich mich nicht deutsch. Ich finde, jeder soll selbst bestimmen als was er sich sieht...was ich einzig ablehne ist Hass und Extremismus, scheissegal von welcher Seite!
    Niemandem darf eine Identität aufgezwungen werden oder aberkannt.

    Nur weil man irgendwo aufgewachsen ist (man kann sich ja nicht aussuchen wo) heißt das nicht das man sich einem anderen Land (Region/Stadt) weniger verbunden fühlt. Man kann ja auch mehrere Länder im Herzen tragen, sich mit mehreren Ländern identifizieren.
    Wichtig ist dass man wirklich Respekt und Dankbarkeit zeigt dem Land, in dem man hauptsächlich lebt und dem man viel zu verdanken hat (von Ausbildung über Arbeit bis Wohlstand..).

  6. #96

    Registriert seit
    14.06.2005
    Beiträge
    2.144
    Da ist was dran, keine Frage. Wie Du schon richtig sagst: Ein jeder hat seine persönliche Entscheidung zu treffen.

  7. #97

    Registriert seit
    24.04.2012
    Beiträge
    248
    Hier ein Deutscher

    Ich fühl mich hier nicht fremd. Ich atme hier die Luft einer Heimat. Die andere Heimat wartet irgendwo da unten.

  8. #98
    Avatar von Yutaka

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    13.01.2006
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    4.998
    Ich nehme mal an das der Grossteil der User hier jünger ist, da sind die Herkunftsfragen noch ein wichtiger Bestandteil des Lebens.Auch ich habe mich damals intensiv damit befasst ich lebte bis zum 6 Jahr in Kroatien und kam dann in die Schweiz hier lernte ich die deutsche Sprache (Perfekt jetzt) und verlernte einen Grossteil des kroatischen aber sprechen kann ich immer noch.

    Mit zunehmenden Alter schwinden diese Fragen ob man Ausländer ist oder nicht dahin es ist von keinerlei Bedeutung ,da ab einem gewissen Alter anderer Ansichten,Probleme und Wünsche realisiert werden wollen.Wir konnten uns nicht aussuchen woher wir kommen,wie wir heissen etc.

    Ich denke in einer Welt wie heute die dermassen globalisiert ist hat das Wort Heimat keine grosse Bedeutung mehr wir die Menschen ziehen dorthin wo es uns ermöglicht wird ein gutes Leben zu führen und mit der Steigerung des Alters wird das die grösste Prioriät im Leben.

    Alles andere ist ziemlich belanglos


    PS: Ich war bisher immer 2-3 Wochen in Kroatien in den Ferien dazumals jedesmal dachte ich was für ein Paradies, 1x jedoch war ich mehrere Monaten unten über die Winterzeit glaubt mir ich vermisste auf einmal die Schweiz extrem es war an Langweilige kaum zu überbieten, alle sonst so schönen Orte an der dalmatische Küste waren wie ausgestorben der verdammte Bura und die Kälte gaben mir den Rest.

    Um einen Eindruck eines Landes zu bekommen sollte man eine lange Zeit dort verweilen dann erkennt man die Realität abseits der Sonne Spass und FriedefreudeEierkuchen während der 2 Wochen Sommerurlaub.

  9. #99
    Avatar von Dolls

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    17.03.2010
    Beiträge
    4.903
    Jbg tako nam grah pao

  10. #100
    Avatar von Max Monte

    Registriert seit
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    Beiträge
    414
    Zitat Zitat von Yutaka Beitrag anzeigen
    PS: Ich war bisher immer 2-3 Wochen in Kroatien in den Ferien dazumals jedesmal dachte ich was für ein Paradies, 1x jedoch war ich mehrere Monaten unten über die Winterzeit glaubt mir ich vermisste auf einmal die Schweiz extrem es war an Langweilige kaum zu überbieten, alle sonst so schönen Orte an der dalmatische Küste waren wie ausgestorben der verdammte Bura und die Kälte gaben mir den Rest.

    Um einen Eindruck eines Landes zu bekommen sollte man eine lange Zeit dort verweilen dann erkennt man die Realität abseits der Sonne Spass und FriedefreudeEierkuchen während der 2 Wochen Sommerurlaub.
    Ganz genau so ist es. Wenn man das Leben in Deutschland/Österreich/Schweiz gewohnt ist, hält man es "unten" kaum lange aus.

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