BELGRAD - Die Hochwasser-Lage im überfluteten Nordosten Serbiens hat sich etwas entspannt. Das Niveau der Fluten stagniert, die Gefahr durch das Wasser sei aber bei weitem noch nicht gebannt. Das gab der Krisenstab der Region Banat bekannt.

Ausserdem drohen Seuchen durch Massen an Tierkadavern. Das betroffene Gebiet wird jetzt von Wissenschafter-Teams besucht, um Massnahmen gegen die Seuchengefahr einzuleiten.

Die Fluten hatten tausende Tiere aus dem benachbarten Rumänien mit sich geschwemmt, und auch in Serbien selbst seien zahlreiche Rinder, Schweine und Wildtiere ertrunken.

Eine UNO-Delegation hatte das serbische Katastrophengebiet besucht und die Situation als "katastrophal" bezeichnet. Die Experten riefen zu internationaler Hilfe auf.

Auch die Lage im Überschwemmungsgebiet an der rumänisch-serbischen Grenze bei Temeswar (Timisoara) entspannt sich. Der Wasserstand sank nach offiziellen Angaben um etwa 15 Zentimeter. Hunderte Bauernhäuser standen jedoch weiterhin im Wasser, weil dieses wegen der Bodenbeschaffenheit nur langsam abfliesst.

An den meisten Flüssen in Nordungarn waren die Katastrophenschützer weiter in Alarmbereitschaft. An zwölf Stellen waren Pumpstationen in Betrieb, um Wasser in Nebenkanäle zu leiten. Am südlichen Unterlauf des Flusses Theiss (Tisza) stieg der Wasserstand, während er weiter nördlich sank.

http://www.swissinfo.org/sde/swissin...=1114863970000