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Infothread-Proteste in Albanien

Erstellt von DZEKO, 23.01.2011, 20:17 Uhr · 46 Antworten · 2.467 Aufrufe

  1. #31
    Ghostbrace
    Zitat Zitat von IbishKajtazi Beitrag anzeigen
    Das zeigt mir, dass du ein Kind bist. Also rede mit jemand anderem.
    Weisst Du, ich hatte nie das Bedürfnis mit Dir zu reden, Du hast mich zitiert, und immer ein Kommentar das darauf abgezielt hat mich persönlich zu beleidigen. Und jetzt kommst Du so daher. Aber ja, es kommt mir entgegen, wenn ich Dir nicht mehr aus Höflichkeit antworten muss.

  2. #32
    Avatar von DZEKO

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    Albanien droht die Lähmung

    Regierung und Opposition geben sich gegenseitig die Schuld an Toten und Verletzten bei der blutigen Demonstration in Tirana.


    TIRANA. Nach schweren Unruhen in der albanischen Hauptstadt Tirana am Freitag droht nun die Lähmung des Landes. Am Samstag erließ die Staatsanwaltschaft Haftbefehle gegen sechs führende Polizeibeamte. Ihnen wird vorgeworfen, schuld zu sein am Tod von drei Demonstranten.

    Die Haftbefehle wurden aber nicht ausgeführt. Stattdessen kündigte Premier Sali Berisha an, den Polizisten werde eine Sonderzulage ausgezahlt. Oppositionsführer Edi Rama kündigte unterdessen permanenten gewaltfreien Widerstand an. Am Freitagnachmittag waren Demonstranten offenbar von der Polizei erschossen worden. Ein Mann starb vor dem Sitz des Ministerrates durch einen Schuss in die Stirn. Nach Angaben von Augenzeugen kam der Schuss aus dem Gebäude oder von dessen Dach. Ein weiterer Mann kam durch einen Schuss in die Brust ums Leben. Ein Dritter wurde in die Schulter getroffen und erlag nach Stunden seinen Verletzungen. Nach offiziellen Angaben wurden 50 Polizisten verletzt und mehr als 110 Menschen festgenommen. Der Chef eines örtlichen Militärkrankenhauses sprach von 22 verletzten Zivilisten.

    20 000 Menschen waren einem Aufruf der sozialistischen Opposition gefolgt und demonstrierten gegen die Korruption im Lande. Der Protest artete in Gewalt aus, als die Protestierer vom zentralen Boulevard ins Regierungsviertel zogen. Anlass für die größte Demonstration in Tirana seit 1997 war der Rücktritt von Vizepremier Ilir Meta, der bei der illegalen Vergabe von Aufträgen auf frischer Tat von einem Parteifreund gefilmt worden war.

    Auf den Straßen Tiranas blieb es am Wochenende weitgehend ruhig. Ab kommenden Freitag aber würden die Demonstranten "ihren Weg weiter gehen", sagte Oppositionsführer Rama. Beide Parteien ergingen sich in heftigen Beschuldigungen. Rama sprach auf einer Trauerveranstaltung in der Stadt Fier südlich von Tirana von einem "Mörderregime" und warf Premierminister Sali Berisha vor, an seinen Händen klebe Blut. Umgekehrt erklärten Abgeordnete von Bersihas Demokraten, Edi Rama plane einen Staatsstreich. Unterdessen kursieren wilde Gerüchte über die Vorgänge am Freitag. Innenminister Sokol Olldashi behauptete im Fernsehen, die Demonstranten hatten sogar mit Sprengstoff gefüllte Lastautos vorbereitet.

    Ausland: Albanien droht die Lähmung - badische-zeitung.de

    Was sagt ihr dazu?

  3. #33
    Bendzavid
    dieser pisser rama soll in den knast!
    am besten ganz aus der politischen bühne verbannen.
    in albanien läufts grade wirtschaftlich gut und dieser dumme hurensohn der seine mutter verkaufen würde um an berishas position zu gelangen blockiert !!!!!

  4. #34

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    rama muss sterben

  5. #35
    Avatar von DZEKO

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    Hört auf zu spammen, das ist ein Infothread, Rama könnt ihr im anderen beschimpfen.

    Albanische Politiker schüren weiterhin Hass

    In Albanien bekämpfen sich die politischen Rivalen bis aufs Blut. Eine Kultur des Dialogs fehlt, die Korruption ist allgegenwärtig. Die jüngsten Unruhen sind eine Folge der verdrängten Geschichte.

    Nach den blutigen Unruhen herrschen in der albanischen Hauptstadt Tirana Entsetzen und Trauer. Vor dem Sitz der Regierung legten Menschen am Wochenende Blumen nieder und zündeten Kerzen an, einige beteten im Stillen. Es sind drei Opfer zu beklagen, die am Freitag während einer Protestkundgebung der linken Opposition gegen die Regierung vermutlich von den Sicherheitskräften erschossen wurden. Mehrere Dutzend Menschen, darunter auch Polizisten, erlitten schwere Verletzungen.
    Die Toten wurden am Sonntag begraben, und die Justiz hat erste Ermittlungen aufgenommen. Noch sind die genauen Umstände der Tragödie unklar. Dennoch überhäufen die regierenden Demokraten von Ministerpräsident Sali Berisha und die oppositionellen Sozialisten des Bürgermeisters von Tirana, Edi Rama, einander mit schweren Vorwürfen.

    Schüsse kamen aus Amtssitz

    Die Schuld für das Blutvergiessen trage die Regierung, sagt Rama und kündigt im gleichen Atemzug weitere Proteste gegen die «korrupte Bande» an, welche die Wahlen gefälscht habe. Berisha spricht von einem Putschversuch. Am Mittwoch will der hitzköpfige Politiker seine Anhänger in Tirana zusammentrommeln, um gegen die Gewalt der Opposition zu protestieren. Rama und seine kommunistische Clique wollten eine demokratisch gewählte Regierung stürzen, sagt Berisha.
    Nach der Kundgebung vom Freitag behauptete der Premier, die Opfer seien von der Opposition erschossen worden, um das Land in Verruf zu bringen. Am Wochenende musste er zurückkrebsen, nachdem Fernsehsender Aufnahmen gezeigt hatten, die nahelegen, dass die Schüsse aus dem Amtssitz der Regierung gefeuert wurden. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl gegen sechs Mitglieder der Nationalgarde erlassen. Die schrille Kakofonie der Politiker verunmöglicht eine sachliche Auseinandersetzung, und das ist seit Jahren so in Albanien.


    Die jüngste Eskalation begann vor zehn Tagen. Da musste Vizepremier und Wirtschaftsminister Ilir Meta wegen Korruptionsvorwürfen zurücktreten. Wie in anderen Balkanländern wird auch in Albanien viel über die Bestechlichkeit der Politiker berichtet, doch oft fehlen die Beweise, oder sie werden vernichtet, bevor die ohnehin schwache Justiz etwas unternimmt. Im Falle von Ilir Meta liegen die Dinge aber ziemlich klar: In einem verdeckt gedrehten Video, das vom Fernsehsender Top Channel ausgestrahlt wurde, ist der Politiker zu sehen, wie er vor knapp einem Jahr seinem Vorgänger, dem damaligen Wirtschaftsminister Dritan Prifti, Befehle erteilt, um öffentliche Ausschreibungen zu manipulieren. Es geht um den Bau eines Wasserkraftwerks und um angeblich knapp eine Million Euro, die Meta – damals Aussenminister – von einem Geschäftsmann als Belohnung für die Auftragsvergabe fordert. Es geht aber auch um die Anstellung von unqualifizierten Parteigängern im Staatsdienst.



    Berisha fürchtet um die Macht


    Seine Anweisungen liest Meta im Video von einem Notizblock ab. Als Prifti ihn warnt, die Justiz könnte die Missbräuche aufdecken, zeigt sich Meta unbeeindruckt: Er kenne die zuständige Gerichtspräsidentin und habe ihrer Tochter eine Stelle im diplomatischen Dienst vermittelt. Das Video löste eine Protestwelle in der Öffentlichkeit aus, Meta musste zurücktreten, und Premier Berisha fürchtete um seine Macht. Meta ist Chef der kleinen linken Partei LSI, er war früher bei den Sozialisten, hat sich von diesen abgespalten und bildete nach den letzen Parlamentswahlen im Juni 2009 eine Koalition mit Berisha.


    Kaum jemand in Albanien rechnete damit, dass Berisha die Klärung der jüngsten Korruptionsvorwürfe der Justiz überlassen würde. Im aggressiv-selbstherrlichen Ton warf er Oppositionsführer Rama vor, er stehe hinter der «Video-montage». Im Parlament beschimpfte der Premier die sozialistischen Abgeordneten und beschrieb Rama als «degenerierten Schädling», der in jeder Hinsicht unmoralisch sei. Dabei spielte er auf Fotos von Rama an, die den exzentrischen Bonvivant nackt am Strand zeigen. Mit seiner Hasstirade bereitete Berisha den Boden für die Eskalation am Freitag, die drei Menschen das Leben kostete. Für das Blutvergiessen beschuldigen unabhängige Beobachter in Tirana jedoch nicht nur die Polizei.


    Die Sozialisten hatten zur Kundgebung aufgerufen, doch am Freitag waren Edi Rama und weitere Führer seiner Partei nicht zu sehen, sie überliessen gewalttätigen Anhängern freie Hand. Diese bewarfen die Polizei stundenlang mit Steinen, Holzlatten und anderen Gegenständen. Am Abend verloren die Ordnungshüter die Geduld und schlugen mit brutaler Gewalt zurück. Zuvor hatten einige linke Vertreter gefordert, die als korrupt geltende Regierung von Berisha nach tunesischem Szenario zu stürzen.


    Der heftige Streit zwischen der Regierung und der Opposition dauert seit den letzten Wahlen Ende Juni 2009. Rama ist überzeugt, dass Berisha den Wahlsieg gestohlen hat. Im vergangenen Frühling organisierte der Sozialistenchef erfolglos einen Hungerstreik, um die Öffnung von Wahlurnen zu erzwingen. EU-Beobachter haben den Urnengang als ordnungsgemäss bezeichnet. Der jüngste Gewaltausbruch erfolgt drei Monate vor den Lokalwahlen, bei denen Edi Rama sich nochmals um das Amt des Bürgermeisters von Tirana bewerben will. Kritiker werfen ihm vor, er provoziere eine Zuspitzung der Lage, um seine Anhänger zu mobilisieren. Zudem soll er eine Marionette der Baumafia sein. Die Vorwürfe stellen die grossen Verdienste Ramas um die albanische Hauptstadt ein wenig in den Schatten. Der Künstler liess in den letzten zehn Jahren Hunderte illegale Bauten niederreissen und graue Fassaden bunt bemalen. Er legte Parks an und machte Tirana zu einer lauten, pulsierenden Metropole.

    Historische Polarisierung

    Auch die Regierung von Sali Berisha kann Erfolge vorweisen. Albanien trat vor knapp zwei Jahren der Nato bei, und im Dezember hob Brüssel die Visumspflicht für die vier Millionen Albaner auf. Im vergangenen Sommer besuchten etwa drei Millionen Touristen die Strände der Adriarepublik. Doch auch dort wüten angeblich dubiose Bauunternehmer zusammen mit korrupten Lokalbehörden. Weil Albanien noch nicht eine funktionierende Demokratie nach westlichen Massstäben ist, hat die EU jüngst das Beitrittsgesuch zurückgewiesen. Der Publizist und ehemalige Dissident Fatos Lubonja wirft den Parteien vor, sie stünden im Dienste von Clans, welche die Wirtschaft kontrollierten.



    Dies zeigt sich auch in der heiklen Frage der Vergangenheitsbewältigung. Die Schergen des Regimes von Enver Hoxha sind noch heute in der sozialistischen Partei aktiv. Abgesehen von einigen schlecht vorbereiteten Prozessen gegen ehemalige KP-Führer sind die meisten Täter der Diktatur straflos davongekommen, obwohl von 1945 bis zum Sturz des Regimes zu Beginn der 90er-Jahre der berüchtigte Geheimdienst Sigurimi etwa 6000 Männer und Frauen hingerichtet hat. Regierungschef Berisha gefällt sich oft in der Rolle des «Kommunistenfressers», doch kürzlich tauchten Bilder auf, die ihn Ende der 80er-Jahre bei einer Bootsfahrt mit dem Sohn von Enver Hoxha zeigen. Kein Volk in Osteuropa wurde von der roten Diktatur so terrorisiert wie die Albaner. Die extreme Polarisierung zwischen den ehemaligen Kommunisten und den selbst ernannten Demokraten dauert seit dem Sturz des Regimes. Und seither wird das Land im Würgegriff gehalten von Politikern, die kaum ein Interesse haben, dass Albanien ein Rechtsstaat wird.

    Albanische Politiker schüren weiterhin Hass - News Ausland: Europa - tagesanzeiger.ch

  6. #36
    Avatar von DZEKO

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    Albanien: Furcht vor einer Welle der Anarchie

    Nach dem Tod dreier Demonstranten drohen Albanien gewalttätige Straßenschlachten. An der Eskalation hat die Opposition allerdings auch ihren Anteil.



    In Albanien wächst die Furcht vor einer neuen Welle der gewalttätigen Anarchie, wie sie das Land seit dem Fall des Kommunismus schon dreimal erleben musste. Am heutigen Mittwoch wollen die regierenden Demokraten um Premier Sali Berisha „gegen die Gewalt“ demonstrieren. Am Samstag werden die oppositionellen Sozialisten ihren Protest „weiterführen“, wie ihr Chef Edi Rama ankündigte. Zu beiden Terminen drohen Straßenschlachten.

    Noch am Sonntag setzte das Parlament mit Stimmen der Regierungsfraktionen eine Untersuchungskommission zu den Vorfällen am Freitag ein, als drei Demonstranten von der Polizei erschossen worden waren. Weder Zusammensetzung noch Auftrag der Kommission lassen auf Fairness hoffen: Die regierenden Demokraten sicherten sich sechs der elf Sitze, die fünf Plätze der Sozialisten bleiben vorerst leer. Untersucht werden soll neben dem Vorgehen der Sicherheitskräfte auch ein angeblicher „Putschversuch“ der Opposition.

    Parlamentspräsidentin Jozefina Topalli lobte verletzte Polizisten als „Helden“. Eine radikale Demokraten-Abgeordnete beschuldigte die Generalstaatsanwältin, sie sei „Teil eines Komplotts der organisierten Kriminalität“ gegen die Regierung.

    Dabei ist die Chefanklägerin, die erst 38-jährige Ina Rama, im vergifteten Klima von Tirana eine der wenigen neutralen Figuren. Nach der Explosion eines Munitionsdepots 2007 von Berisha ins Amt gesetzt, erwies sich die Juristin als unbestechlich und schreckte vor Anklagen gegen Minister der Berisha-Partei nicht zurück. Den Versuch der Regierungsmehrheit, ihre Kompetenzen zu begrenzen, vereitelte erst die einflussreiche US-Botschaft.

    Polizei ignoriert Haftbefehle

    Gleich nach dem Tod der drei Demonstranten erließ Rama, die mit dem Sozialistenchef nicht verwandt ist, Haftbefehle gegen sechs Polizeioffiziere. Aber die Polizeiführung, die Demokraten und Innenminister Lulzim Basha, den Rama schon einmal wegen Korruption angeklagt hat, machten umgehend klar, dass sie den Befehl ignorieren würden.

    An der Eskalation hat die Opposition ihren Anteil. Weil sie das Ergebnis der Parlamentswahl vom Juni 2009 nicht anerkennen, boykottierten die Sozialisten erst ein halbes Jahr lang das Parlament, organisierten dann zwei spektakuläre Hungerstreiks und verlangen noch heute Neuwahlen. Ihre Wut erregt auch, dass der Wahlleiter Anfang Januar begann, die Stimmzettel zu vernichten, die doch nach ihrer Meinung neu ausgezählt werden sollten.

    Anlass für die Demonstration am Freitag war eine Korruptionsaffäre um Vize-Regierungschef Ilir Meta. Der Mann ist ein Beispiel dafür, dass Korruption in Albanien keine Spezialität der Berisha-Partei ist: Meta ist aus der Sozialistischen Partei hervorgegangen, war drei Jahre deren Regierungschef und wird von früheren Parteifreunden für seinen „Verrat“ besonders intensiv gehasst.

    Noch hofft die Justiz, sich aus dem Streit heraushalten zu können. So sollen die Richter, die die Haftgründe für die 113 Demonstranten prüfen sollen, anonym ausgelost werden.

    Albanien: Furcht vor einer Welle der Anarchie | Politik - Frankfurter Rundschau

  7. #37
    Avatar von DZEKO

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    Berisha attackiert Opposition: „Der Putsch wird nicht gelingen“

    Nach den jüngsten blutigen Unruhen warnt Premierminister Sali Berisha den Oppositionschef Edi Rama vor weiteren "Umsturzversuchen". Berisha habe nichts anderes im Sinn, als alles voll aufzuklären.

    Wien/Tirana. Die politischen Spannungen in Albanien wachsen. Oppositionschef Edi Rama will in den kommenden Tagen erneut seine Anhänger auf die Straße schicken, um gegen die Regierung von Sali Berisha zu protestieren. Bei einer ersten Oppositionskundgebung vergangenen Freitag wurden drei Demonstranten erschossen. „Die Presse“ sprach darüber mit Premier Berisha.

    Die Presse: Oppositionschef Edi Rama hat den Tod dreier Demonstranten als Staatsterror bezeichnet. Was antworten Sie ihm?

    Sali Berisha: Rama hat am 21. Jänner versucht, einen Staatsstreich durchzuführen. Er hat das Büro des Premiers fünf Stunden belagern lassen und versucht, es zu besetzen. Rama saß im Gebäude neben dem Büro und hat den Angriff geleitet. Sein Plan war, das Regierungsgebäude zu besetzen, dann das Parlament und das staatliche Fernsehen. Rama hat für diese Aktion 200 bis 300 Kriminelle angeworben. Er hat die legitime Regierung des Landes angegriffen.

    Aber drei Demonstranten wurden von den Sicherheitskräften erschossen. War das nicht überzogene Gewalt?

    Ich habe die Staatsanwaltschaft gebeten, sofort die Umstände des Todes der drei Demonstranten aufzuklären. Aber am nächsten Tag hat die Generalstaatsanwältin ohne Ermittlungen sieben Haftbefehle gegen die Kommandanten der Nationalgarde erlassen. Das war ein zweiter versuchter Staatsstreich.

    Wollen Sie damit sagen, dass die Generalstaatsanwältin in einen Staatsstreich involviert ist?

    Natürlich. Sie ist voll darin involviert, und nicht nur sie. Wenn die Kommandokette der Nationalgarde durch Verhaftungen zerstört wird, würde das den nächsten Angriff auf die Regierungsgebäude erleichtern. Der Innenminister hat die Verhaftung der Nationalgarde-Offiziere nicht durchgeführt und die Generalstaatsanwältin darauf aufmerksam gemacht, dass die Haftbefehle Fehler aufweisen. Und nur eine halbe Stunde später war schon Oppositionschef Rama informiert. Er trat vor die Medien und klagte: Die Polizei will die Offiziere nicht festnehmen. Da sieht man, wer hier zusammenarbeitet.

    Das Vorgehen der albanischen Sicherheitskräfte wurde aber auch von Organisationen wie Amnesty International kritisiert: Soldaten und Polizisten dürften nicht auf Demonstranten schießen.

    Natürlich dürfen die Sicherheitskräfte bei Demonstrationen nicht einfach schießen. Deshalb führen wir auch eine Untersuchung durch. Ich habe nichts anderes im Sinn, als alles voll aufzuklären. Wir müssen klären, ob die Demonstranten wirklich von Angehörigen der Nationalgarde erschossen wurden, und wenn ja: unter welchen Umständen das geschah. Oder ob sie vielleicht von anderen Protestierenden getötet wurden, um die öffentliche Wut zu schüren.

    Die Opposition sagt, sie protestiert gegen die Korruption in Ihrer Regierung. Erst neulich musste Vizepremier Meta zurücktreten – wegen eines Videos, das zeigen soll, wie er bei der Ausschreibung eines Kraftwerkbaus für Freunde interveniert.

    Dieses Video wurde von Oppositionschef Rama manipuliert. Trotzdem ist der Vizepremier zurückgetreten. Er will bei den Ermittlungen nicht als Vizepremier einvernommen werden, sondern als der Bürger Ilir Meta.

    Die Opposition plant neue Proteste. Und auch Sie wollen eine Kundgebung veranstalten. Das könnte doch zu einer neuen Eskalation führen.

    Meine Kundgebung ist anders, das ist eine Kundgebung gegen die Gewalt. Rama hat hunderte Male Proteste veranstaltet, und nie wurde ein Demonstrant verletzt. Die Opposition kann demonstrieren, wie sie will. Dafür gibt es keine Einschränkungen. Aber falls Rama erneut versuchen sollte, mit Gewalt die Macht zu übernehmen, kann ich jetzt schon sagen: Er wird das nicht schaffen. Ein Staatsstreich wird niemals Erfolg haben.

    Fürchten Sie nicht, dass die Vorfälle dem Image Albaniens schaden?

    Ja, diese Gefahr besteht. Aber der Punkt ist: Es wurde versucht, Albaniens legitime Regierung mit Gewalt zu stürzen.

    Die EU-Kommission forderte, dass Albaniens Führer politische Verantwortung zeigen. Könnten die Unruhen ein Hindernis auf Weg in die EU sein?

    Wichtig ist, dass dieses Land zeigt, dass es ein Rechtsstaat ist. Der Coup, der die demokratischen Institutionen unterminieren sollte, ist gescheitert. Ich bekenne mich zu einer freien Gesellschaft. Aber ich werde niemals akzeptieren, dass jemand mit Gewalt die Macht übernehmen will.

    Was werden Sie tun, um die Krise in Ihrem Land beizulegen?

    Ich werde weiterhin dieses Land regieren und meine politische Agenda fortführen. Ich werde die Opposition respektieren, aber keinen Putsch. Rama wird nicht in der Lage sein, das noch einmal zu versuchen.

    Berisha attackiert Opposition: „Der Putsch wird nicht gelingen“ « DiePresse.com

  8. #38

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    ach du heilige scheiße

    gute arbeit geleistet wer auch immer dahinter steckt

  9. #39

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    Zitat Zitat von ALB-EAGLE Beitrag anzeigen
    rama muss sterben

    Leidend!

  10. #40

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    der "Erfolgspolitiker" Lajck soll in Albanien vermitteln.

    Lajçak në Tiranë për pajtimin e shqiptarëve - Shqipëri - Lajme - Koha Net

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