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Internationale Bosnien-Politik ein "absurder Widerspruch"

Erstellt von ooops, 25.07.2009, 23:21 Uhr · 1 Antwort · 888 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    19.09.2008
    Beiträge
    16.600

    Internationale Bosnien-Politik ein "absurder Widerspruch"

    Lajcak: Internationale Bosnien-Politik ein "absurder Widerspruch"

    25. Juli 2009, 09:02



    Inzko-Vorgänger: Amt des Hohen Repräsentanten muss repariert oder abgeschafft werden

    Bratislava/Wien - Der slowakische Außenminister und frühere Bosnien-Beauftragte Miroslav Lajcak übt scharfe Kritik an der internationalen Politik gegenüber Sarajevo. "Die internationale Gemeinschaft weiß nicht, was sie will, und gibt keine klaren Regeln vor", sagte Lajcak gegenüber der Tageszeitung "Die Presse" (Samstagsausgabe). So bezeichnete es der Vorgänger des seit März amtierenden Hohen Bosnien-Repräsentanten Valentin Inzko als "absurden Widerspruch", dass das international beaufsichtigte Land nächstes Jahr Mitglied im UNO-Sicherheitsrat werden soll.
    "Bosnien-Herzegowina ist einerseits ein so akzeptierter Staat, dass er ab 1. Jänner 2010 im Sicherheitsrat der UNO als nichtständiges Mitglied sitzen kann. Andererseits wird es als so unmündiges Land behandelt, dass es unter internationaler Aufsicht stehen muss und eben dieser Sicherheitsrat darüber Beschlüsse fällt", führte Lajcak aus. "Dieser Widerspruch ist absurd."
    "Historischen Irrtum"
    Als Personifizierung dieses Widerspruchs wertet Lajcak, dass der Hohe Repräsentant in Bosnien zugleich EU-Beauftragter sei. Diese Doppelfunktion, die derzeit der Kärntner Diplomat Inzko ausübt, ergab sich laut Lajcak aus dem "historischen Irrtum", dass die internationale Verwaltung nur noch kurze Zeit nötig sein werde, und man dann zur EU-Partnerschaft übergehen könne. "Stattdessen haben wir jetzt beides zugleich, und nichts geht weiter", beklagte Lajcak. Doch man könne auch nicht aussteigen, vergleicht der Chefdiplomat das Amt des Hohen Repräsentanten mit einem kaputten Fahrrad. "Entweder wir reparieren es jetzt, oder wir werfen es weg und gehen zu Fuß weiter. Aber davor sitzen und jammern bringt nichts."
    Für die bosnische Politik hat der Balkan-Experte ebenfalls kein Lob übrig. Dass Bosnien-Herzegowina anders als Serbien, Montenegro und Mazedonien mit kommendem Jahr nicht in den Genuss der Visa-Freiheit für die EU-Staaten kommen soll, findet Lajcak richtig. Er habe "immer wieder gewarnt", dass sich Sarajevo mit den Vorbereitungen für biometrische Pässe um mehr als ein Jahr im Rückstand zu seinen Nachbarn befindet. Sarajevo habe sich aber zu sehr darauf verlassen, "dass man alles mit Lobbying ausgleichen könne". An eine Einsicht der bosnischen Politiker nach dem negativen Zeugnis aus Brüssel glaubt Lajcak nicht. "Sarajewo schaut nicht in den Spiegel, um eigene Versäumnisse zu sehen, sondern gibt der EU die Schuld", sagte er. Insgesamt sei Bosnien "in manchen Bereichen weiter zurückgefallen, als es schon war". (APA)


    Lajcak: Internationale Bosnien-Politik ein "absurder Widerspruch" - Bosnien-Herzegowina - derStandard.at/International


    als ob Lajcak selbst sehr viel getan hätte, nun ist er weg und übt Kritik aus. zu spät Herr Klugscheisser, agieren statt im Nachhinein Kritisieren.

  2. #2

    Registriert seit
    16.01.2009
    Beiträge
    17.122
    Als er der hohe Repräsentant war, wollte er das Amt nicht abschaffen. Da klang das Ganze noch ganz anders. Was für ein Versager.

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