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Irredentismus

Erstellt von ooops, 31.03.2010, 23:12 Uhr · 17 Antworten · 944 Aufrufe

  1. #11
    Ferdydurke
    Zum Thema. Das Problem ist doch, daß solche Konstruktionen erst entstehen, wenn es demokratische Institutionen gibt. Unter einer Monarchie ist es völlig egal, ob man eine Minderheit ist- ist man königstreu, kriegt man Sonderrechte, wenn nicht, dann wird man ausgerrottet. Aber im Regelfall wird eine steuernzahlende Minderheit geschützt (muß vielleicht komische Hüte tragen oder in einem gesonderten Viertel wohnen). Sobald demokratische Elemente auftauchen (Parlament, Wahlen, Volksentscheide etc.) wird für den Machterhalt interressant, wer zur größten Gemeinschaft gehört, und damit die Macht und den besseren Zugang zu Ressourcen hat. Die Minderheit kann diesen Nachteil nur ausgleichen, indem sie sich abspaltet und damit wieder zur Mehrheit wird.

  2. #12

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    16.600
    naja, ich würde Mehr-Partei-System nicht mit Demokratie gleichstellen.

  3. #13
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    naja, ich würde Mehr-Partei-System nicht mit Demokratie gleichstellen.
    Ich habe gerade ein bischen Probleme mit dem Vokabular- ich meine, letztendlich werden diese Groß-Irgendwas-Gebilde spannend, wenn die Mehrheit davon einen Vorteil hat. Und den hat sie in erster Linie dann, wenn es eine Mitbestimmung auf der Wege der Wahl gibt. Drücke ich mich gerade irgendwie verständlich aus? Ich vermute, daß das streben nach dieser Staatenform immer dann einsetzt, wenn ein demokratisierungsprozeß in Gang kommt - siehe Ostblock , bzw. Ende 19.Jh.
    Anders ist das,wenn man von einem Monarchen aus einer Dynastie, die seit Jahrhunderten kreut & quer durch Europa heiratet, und bei dem dreiUmgangssprachen usus sind.

  4. #14

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    13.527
    ihr zigeuner habt kein land deshalb lacht ihr über andere völker

  5. #15
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von RealMadrid Beitrag anzeigen
    ihr zigeuner habt kein land deshalb lacht ihr über andere völker
    Ja, ist auch viel cooler, so ein rosa Wohnwagen.

    Aus dir spricht purer Neid.

  6. #16

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    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    Ich habe gerade ein bischen Probleme mit dem Vokabular- ich meine, letztendlich werden diese Groß-Irgendwas-Gebilde spannend, wenn die Mehrheit davon einen Vorteil hat. Und den hat sie in erster Linie dann, wenn es eine Mitbestimmung auf der Wege der Wahl gibt. Drücke ich mich gerade irgendwie verständlich aus? Ich vermute, daß das streben nach dieser Staatenform immer dann einsetzt, wenn ein demokratisierungsprozeß in Gang kommt - siehe Ostblock , bzw. Ende 19.Jh.
    Anders ist das,wenn man von einem Monarchen aus einer Dynastie, die seit Jahrhunderten kreut & quer durch Europa heiratet, und bei dem dreiUmgangssprachen usus sind.

    ja alles recht und gut aber, strebt nicht jede Monarchie (abgesehen von den heutigen europäischen Monarchien) nach mehr Territorium? und wenn wir etwas weiter zurück blicken, war sogar so das die Bevölkerung dem König unterwarf der Stärker war. die "Groß-Irgendwas" (was für eine nette Bezeichnung ) kam erst mit der nationalen Identität.

  7. #17
    Ferdydurke
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    ja alles recht und gut aber, strebt nicht jede Monarchie (abgesehen von den heutigen europäischen Monarchien) nach mehr Territorium? und wenn wir etwas weiter zurück blicken, war sogar so das die Bevölkerung dem König unterwarf der Stärker war. die "Groß-Irgendwas" (was für eine nette Bezeichnung ) kam erst mit der nationalen Identität.
    ja klar. Aber völlig unabhängig von der Nationalität der Einwohner. ich meine, daß dieses ganze Konstrukt, diese ganze Ein-Volk-Ein-Staat Theorie eine Folge demokratischer Prozesse ist.

    Schau mal heute- es ist viel schwieriger zu sagen: "ich heirate die Tochter vom Präsidenten der Republik xy und sacke sein Gebiet ein" oder "ich schicke mein Kriegsvolk nach xy und mach die platt, lass sie taufen und dann ist mein" als zu sagen: in xy gibt es eine Minderheit, die gehört zu uns (bzw. umgekehrt- der Minderheit in xy fällt auf, daß sie eigentlich angeschlossen werden will) und wird voll unterdrückt, und dann das ganze Instrumentarium über Volksentscheide, Proteste etc. ablaufen zu lassen. Und die Miderheit in xy wird froh mitmachen., weil sie glaubt, daß die Mehrheit in xy alle Schlüsselpositionen mit ihren Leuten besetzt, Ressourcen abgreift und diskriminiert, während bei uns a) Milch und Honig fließt und b) alle gleich behandelt werden.

  8. #18

    Registriert seit
    19.09.2008
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    16.600
    Zitat Zitat von Ferdydurke Beitrag anzeigen
    ja klar. Aber völlig unabhängig von der Nationalität der Einwohner. ich meine, daß dieses ganze Konstrukt, diese ganze Ein-Volk-Ein-Staat Theorie eine Folge demokratischer Prozesse ist.

    Schau mal heute- es ist viel schwieriger zu sagen: "ich heirate die Tochter vom Präsidenten der Republik xy und sacke sein Gebiet ein" oder "ich schicke mein Kriegsvolk nach xy und mach die platt, lass sie taufen und dann ist mein" als zu sagen: in xy gibt es eine Minderheit, die gehört zu uns (bzw. umgekehrt- der Minderheit in xy fällt auf, daß sie eigentlich angeschlossen werden will) und wird voll unterdrückt, und dann das ganze Instrumentarium über Volksentscheide, Proteste etc. ablaufen zu lassen. Und die Miderheit in xy wird froh mitmachen., weil sie glaubt, daß die Mehrheit in xy alle Schlüsselpositionen mit ihren Leuten besetzt, Ressourcen abgreift und diskriminiert, während bei uns a) Milch und Honig fließt und b) alle gleich behandelt werden.

    anscheinend betrachtest du das ganze aus einem anderen Blickwinkel aber die Unterdrückung einer XY Minderheit hat nichts mit Demokratie zu tun.

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