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IS-Zelle mitten in Bosnien

Erstellt von Nechirvan, 21.07.2015, 15:07 Uhr · 435 Antworten · 18.570 Aufrufe

  1. #181
    Avatar von Holzmichl

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    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    ?

    Wenn du vom Recht sprichst: Wieso hatten immer alle das Recht zu entscheiden, wie es nach YU weitergehen sollte. Und wieso gilt das nie für Serben? Alle anderen dürfen sich entscheiden, nicht in YU zu leben, aber die Serben dürfen nicht entscheiden in YU weiter leben zu wollen. Da passt ja wohl was nicht, das nennt man "mit zweierlei Maß messen".
    .
    Jetzt verdreh mal nicht alles. Serbien hat eben einen falschen Kurs gewählt. Das Ding mit der antibürokratischen Revolution und dann die Darstellung der Reaktion der Slowenen im TV. Serbien hatte keinen Anspruch auf YU und viele Republiken wollten nicht in ein von Serben dominiertes Jugoslawien. Es gab wenig Signale aus Serbien für einen gemeinsamen Staat. Und vieles hat sich ja bestätigt

  2. #182
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von mosnik Beitrag anzeigen
    kosovo??
    einfach mal so die autonomie rechte einverleibt plus den stimmen.
    zu AI was zum teufel hat das osmanische reich mit AI zu tun???
    zur islamischen dekleration......nenne mir bitte diese gründe ,,was hat die islamische dekleration mit den serben zu tun..es wird nichts verlangt oder befohlen,,es ist eine arbeit über den islam generell.
    Jaja. Warum hat er denn keine anderen Bücher geschrieben außer die über einen islamischen Staat? Das scheint ihm doch wohl ziemlich wichtig gewesen zu sein.
    Warum hat er sich wie Halilovic gesagt hat hinterum mit Krajsinik Bosnien nach Ethnien aufgeteilt? Weil es seinem Ziel näher kam.

    DIe ganze Scheiße ist im Kosovo doch nur passiert, weil man denen 1974 überhaupt diesen Autonomiestatus geschenkt hat.
    Das war doch da schon ein Pulverfass, weil die ALbaner eine eigene Republjik wollten. Und ein Autonomiestatus bedeutet noch lange nicht, dass man Klöster abfackelt, serbische Leute schlägt (schon seit den 6oigern) weil man die Regierung nicht schlagen kann.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Jetzt verdreh mal nicht alles. Serbien hat eben einen falschen Kurs gewählt. Das Ding mit der antibürokratischen Revolution und dann die Darstellung der Reaktion der Slowenen im TV. Serbien hatte keinen Anspruch auf YU und viele Republiken wollten nicht in ein von Serben dominiertes Jugoslawien. Es gab wenig Signale aus Serbien für einen gemeinsamen Staat. Und vieles hat sich ja bestätigt
    Serbien hat gar keinen Anspruch gestellt, sondern der Staat Jugoslawien. Die haben die rechtliche Hoheit gehabt, es gab ja nicht nur Serben in ddiesem Saat. Verdreh du mal nicht, sondern sei ehrlich und sieh hin bzw. lese dir mal die Verfassung durch.

  3. #183
    Avatar von DarkoRatic

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    Ich kann getrost mit einem Jugoslawien ohne Slowenien, Kroatien, Dayton-Bosnien und Herzegowina und Mazedonien leben sehe Ich keine Problem mit wenn diese Republiken sich abspalten

  4. #184
    Avatar von Holzmichl

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    Serbien als Republik und YU war ab einem gewissen Zeitpunkt serbisch dominiert.

  5. #185
    Avatar von Ardian

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    DIe ganze Scheiße ist im Kosovo doch nur passiert, weil man denen 1974 überhaupt diesen Autonomiestatus geschenkt hat.
    Man hätte nach dem osmanischen reich niemals einen serbischen Staat schaffen sollen damit hat eigentlich die ganze scheiße angefangen.

  6. #186

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    uuu serbien war serbisch dominiert. Skandal hahaha

  7. #187

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    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Zu Slowenien:
    Welcher Bundesstaat würde es erlauben, dass die anerkannten staatlichen Grenzen durchbrochen werden, indem sich eine Republik daraus heruaslösen will, wenn es einen Vielvölkerstaat gibt, in dem es völlig klar sein wird, wie eine Bombe gleich einer Atombombe dort hochgehen wird?
    Wenn die Republika Srpska sich aus Bosnien herauslösen wollte, was würde da geschehen? Wäre das so einfach für die anderen im Land das zu akzeptieren?
    Jugoslawien befand sich zu diesem Zeitpunkt im Zerfall. Keine Republik erkannte mehr die Bundesinstitutionen an, seit März 1991 nicht mal mehr Serbien. Sich nun auf international anerkannte Grenzen zu berufen die von einer Bundesinstitution wie bspw. der "jugoslawischen" Armee geschützt werden sollen, ist mehr als lächerlich. Slowenien hat als erste jugoslawische Republik klar der serbischen Verfassungsbruch im Kosovo reklamiert. Milosevic betrieb Cherry-Picking, in dem er sich das Beste aus allen Welten holte. Die Kosovo Verfassung setzte er auf einen Stand von 63 (glaub ich), während er die erst 1974 zugeschriebenen Stimmrechte behielt. All das hat Slowenien kritisiert und dennoch versucht einen Konsenz mit Belgrad zu finden, um den jugoslawischen Teilstaat zu erhalten. Da aber nach Belgrader Vorstellungen ein Jugoslawien nur zentralistisch, serbisch dominiert funktionieren kann, scheiterte es.

    Wie gesagt: Serbien hat diesen Staat mit der Kosovo-Nummer, Joghurt-Revolutionen und vielen anderen Handlungen demontiert um sich nun auf den Schutz der Aussengrenzen zu berufen....harhar....

    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Kroatien fand das auch nicht lustig als sich die serbische Krajina loslösen wollte. Das macht kein Staat der Welt mit. Keiner. Es war also nichts Ungewöhnliches oder Merkwürdiges, dass der zentrale Bundesstaat das verhindern wollte.
    Kroatien war ein existenter Teilstaat schon im Rahmen der SFRJ-Bundesverfassung. Die sog. "Krajina" wurde durch Bruch der Bundesverfassung (Bspw. der illegalen Unterstützung einer illegitimen Armee durch die "JNA"), sowie dem Bruch der Landesverfassung generiert. Badinter gestand Kroatien das legitime Recht einer Sezession zu, wohingegen der Krajina dieses Recht nicht zugesprochen wurde, da es kein legitimiertes Subjekt einer vorausgehenden Verfassung war. Aber nun gut, ich nehme zu Kenntnis das Du mit der Oluja kein Problem hast.

    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Zu Izetbegovic:
    Um es mal ganz schlicht zu sagen und um uns nicht misszuverstehen: Die Serben haben sich nicht von der osmanischen Herrschaft mit Mühe und Not befreit, um diese hinterwäldlerische Scheiße wieder durch die Hintertür ins Land zu lassen.

    Da gibt es nix zu deuteln, die islamische Deklaration von Izetbegovic spricht für sich. DAS wollte von den Serben niemand und wird es in hundert Millionen abertausend Milliarden Trilliarden Billionen Jahren nicht wollen.

    In einem muslimisch geprägten Staat gibt es nur Rückständigkeit und Frauenunterdrückung. Mehr nicht. Keinen Schritt mehr zurück in Richtung Mittelalter!
    Um es schlicht zu sagen, auf meine Fragen....

    Was AI angeht. Könntest Du mir die Stelle in der "Islamischen Deklaration" benennen, in der er von der Islamisierung Bosniens spricht ? Und wo Du schon dabei bist,

    * sag mir doch bitte mit welchem Rechtsakt, mit welcher Rede oder anderem Vorgehen er die Islamisierung Bosniens initiieren wollte ?
    * Erkläre und, weshalb Izetbegovic im Rahmen der Jugoslawien Konferenz im September/Oktober 1991 seine Zustimmung zu einer reformierten jugoslawischen Föderation signalisierte und wer der einzige (!) gewesen ist, der diese Reform ablehnte ?
    * Erkläre uns, weshalb der Islamist Izetbegovic, wenn er denn schon einen islamischen Staat wollte, zusammen mit Gligorov eine Initiative einbrachte, um Jugoslawien und Bosnien darin zu erhalten. Wer lehnte diese Initiative ab, wer nahm sie zum Schein an ?

    Na ?
    Findest Du keine Antwort und kommst nun mit diesem Pegida-Gewäsch.

    Du "antwortest", in dem Du Deine Hass-Salve auf den Islam loslässt um Beweise schuldig zu bleiben.Aber um Dich noch lächerlicher dastehen zu lassen: Die ID erwähnt eine Islamisierung Bosniens, ja sogar "Bosnien" mit keinem einzigen Wort, dennoch ziehst Du diese Deklaration, wo sich viele Feststellungen doch heute praktisch bewahrheitet haben, heran. Vermutlich wird sich Deine Lächerlichkeit gleich potenzieren, in dem Du Fragmente der ID, sorgsam vorgekaut von serbischen Propagandaseiten, hier kontextlos reindonnerst. Nun ja...

    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Wenn du vom Recht sprichst: Wieso hatten immer alle das Recht zu entscheiden, wie es nach YU weitergehen sollte. Und wieso gilt das nie für Serben? Alle anderen dürfen sich entscheiden, nicht in YU zu leben, aber die Serben dürfen nicht entscheiden in YU weiter leben zu wollen. Da passt ja wohl was nicht, das nennt man "mit zweierlei Maß messen".
    In der Tat ein komplexes Thema, was nicht "Schwarz" oder "Weiss" betrachtet werden kann und darf. Die jugoslawische Verfassung war recht einzigartig, weil es die einzige kommunistische Verfassung war die den Brückenschlag vollziehen wollte, die prinzipiell a-nationale Kommunistische Ideologie mit der Anerkennung von Völkern und Volksgruppen zu kombinieren. Das ist gründlich daneben gegangen, weil dabei ein Konstrukt herausgekommen ist, welches nie gelegt wurde bzw. die Annahme war, das "Brüderlichkeit & Einheit" stärker ist als Papier. Genau das aber hat nicht funktioniert, das jugoslawische Verfassungsreformen von 74 nie gänzlich umgesetzt wurden. Auf dieser Grundlage entschied die Badinter-Kommission, der dann übrigens auch Russland gefolgt ist, dass die Rechtsnachfolge durch die AVNOJ-Republiken zu regeln ist, weil es hier -im Gegensatz zum Volk- eine klare Trennlinie gibt. Und auch mit Deiner Anmerkung "Serben konnten nicht entscheiden", liegst Du falsch. Trotz der Tatsache das man den AVNOJ-Republiken die Rechtsnachfolge zusprach, wollte der Westen in dieser Phase Jugoslawien erhalten und machte massive Zugeständnisse an Milosevic. Dennoch entschied sich dieser für den Krieg, weil er die AVNOJ-Grenzen nicht anerkannt hat.

    Es ist also nicht das Problem das Serben nicht entscheiden konnten wie es mit diesem Staat weitergehen sollte (Den übrigens niemand mehr wollte), sondern das Serbien anderen Völkern seinen Willen militärisch aufzwingen wollte, wozu sie ja die Mittel hatten. Ich empfehle Dir mal "Burg & Shoup" als wirklich neutrale und gute Literatur, die sich mit dem Konflikt und dem ganzen Verlauf wissenschaftlich beschäftigt hat. Und wenn Du damit fertig bist, ggf. noch Donia´s "The Origin of the Republik Srpska", wo Du schnell erkennen kannst wie die Roadmap von ZOBK, SAO bis zur RS geplant und umgesetzt wurde.

    Zitat Zitat von Methling Beitrag anzeigen
    Und was heißt hier "aufgezwungener Krieg". Er war nicht aufgezwungen, sondern ganz klar kalkuliert und in Kauf genommen von Izetbegovic.

    Zumal er das auch so in seinen Schriften geäußert hat: "Weiters forderte die Deklaration einen panislamischen Staat, in dem die Muslime zu einer Gemeinschaft verschmelzen sollten, worin der Islam die Ideologie und der Panislamismus die Politik wäre. Auch heißt es: „Unser Ziel: die Islamisierung der Muslime. Unsere Devise: Glauben und kämpfen.“ steht sogar in wikipedia.

    Schön, dass sich sein Herzenswunsch nicht erfüllt hat. Ich an seiner Stelle wäre nicht in Ruhe gestorben. SO viele Mneschen tot und dann kein islamischer Staat. GsD.
    Au ja....Wiki..... So nebenbei: Warum zitierst Du nicht korrekt (Oder reicht Wiki hier nicht?): Es heisst genau genommen: "Unser Ziel: Die Islamisierung der Muslime. Unsere Devise: Glauben und Kämpfen" (Anm: "Kamp" bedeutet hier nicht Kampf im physischen Sinne. Solche Kämpfe wurden ja von anderen präzisiert, nämlich mit "kriegerischen Maßnahmen die auch nicht ausgeschlossen sind".

    Spontan aber fallen mir dazu grad folgende Fragen ein. Izetbegovic ID erschien in den 70-ern und Anfang der 80-er wurde er dafür in den Knast geschmissen. Warum aber...

    * Ließ die jugoslawische Justiz den Hauptvorwurf, nämlich die Gründung eines islamischen Staates, im Revisionsprozess fallen und milderte das Urteil ab ?
    * Warum setzte sich sogar Dobrica Cosic für die Freilassung Izetbegovics ein ?
    * ....koalierte Karadzic mit Izetbegovic nach den ersten Wahlen in BiH ?
    * bot Milosevic Izetbegovic an, ihn zum Vizepräsidenten der neuen SRJ zu machen (Juni 1991, Slobodan Milosevic), wenn er BiH im Staatenbund belässt ?

    Das so als weitere Fragen zu jenen, die Du bislang nicht beantworten kannst.... Aber hej......steht ja auch nicht in "Wiki". Ich verzeihe Dir....

    Es ist weniger Herzenswunsch von Izetbegovic gewesen, aus Bosnien einen islamistischen Staat zu machen, sondern vielmehr ist es Dein Herzenswunsch an diese falsche Realität zu glauben. Ob das nun auf Deinem Hass auf Islam und Bosniaken resultiert, oder der serbische Massenmord und letzlich Genozid in BiH legitimieren werden soll, suchst Du Dir bestimmt bei passender Gelegenheit aus.

    Tatsache ist jedoch, dass Izetbegovic aus Sicht von Orientalisten eher als "islamischer Träumer", als ein Islamist war, der Bosnien zu einem islamischen Staat und Unterjochung der Nicht-Muslime führen wollte. Seine Panislamismus war weniger geprägt von der Vorstellung einer Territorialen Einheit, sondern vielmehr von einer geistigen Einheit aller Muslime rund um den Globus. Eine solche "Einheit" würde, aus seiner Sicht, zwangsläufig dazu führen das Muslime in Ländern in denen sie eine Minderheit sind, respektiert werden und ihnen das Recht auf freie Ausübung ihrer Religion und Lebensweise erlaubt wird. Oder: Ein Staat würde es sich 2x überlegen ob er gegen diese Minderheit Gewaltmaßnahmen zulässt, um sich dann mit der Empörung von 2 Mrd. Muslimen konfrontiert zu sehen. So seine prinzipielle Vorstellung.

    In diesem Sinne spricht er in der ID: "Die Islamische Ordnung kann nur in den Ländern hergestellt werden in denen Muslime eine Mehrheit stellen (Anm.: In BiH stellten die Muslime zwar die größte Gruppe, nicht aber die Mehrheit dar). Weiter fordert er in der ID ganz klar, dass Muslime in Ländern in denen sie eine Minderheit stellen, sich den Gesetzten dieses Staates zu unterstellen haben resp. loyal sein sollen.

    Klingt ja nach totaler Islamisierung? Oder ?

    Ferner beschreibt die ID worin die Probleme einzelner Islamischer Länder bestehen. Da nennt er z.B. Pakistan, wo er der Übereifer in der Glaubensauslegung deutlich kritisiert. Eben so aber kritisiert er in der ID den Versuch, westliche Normen & Werte auf islamische Staaten aufzuoktroyieren. 30 Jahre später beobachten wir Ländern, in denen das voll in die Hose gegangen ist: Irak, Libyen, Afghanistan.....oder siehst Du das anders ?

    Und was Bosnien angeht: Izetbegovic war nach dem Krieg Präsident. Wenn wir mal den moslemischen Teil der Föderation betrachten, gab es dort keine Islamisierung wie Du sie hier gerade herbeischreibst. Was es tatsächlich gab, waren Nachtclubs, Puffs, Bars und massive Kriminalität........

    Ja und was bleibt zum Schluss? Nichts anderes als mein guter Ratschlag: Les Dich in Themen ein, dann machst Du Dich weniger lächerlich und degradierst Dich zu einem Snack, den ich hier gerade so im Vorbeigehen mitnehmen...

  8. #188
    Avatar von Methica

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    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Serbien als Republik und YU war ab einem gewissen Zeitpunkt serbisch dominiert.
    Ja natürlich.

    Wenn alle sich verpissen und keiner sich mehr zur Wahl stellt bzw. mitmachen will, bleiben nun mal noch nur die die sich engagieren.

    Wie heißt es immer so schön in Deutschland: Geht wählen, sonst regieren die, die ihr nicht wollt.

    Und so war es auch bei uns. Wenn man sich nicht engagiert, bleiben eben nur noch die anderen, die dann Entscheidungen über einen treffen.

    Wer ist es denn dann schuld, dass eine anderer Entscheidungen für mich trifft? Ich die ich zu Hause sitze, oder der der sich politisch engagiert?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Machiavelli Beitrag anzeigen
    Jugoslawien befand sich zu diesem Zeitpunkt im Zerfall. Keine Republik erkannte mehr die Bundesinstitutionen an, seit März 1991 nicht mal mehr Serbien. Sich nun auf international anerkannte Grenzen zu berufen die von einer Bundesinstitution wie bspw. der "jugoslawischen" Armee geschützt werden sollen, ist mehr als lächerlich. Slowenien hat als erste jugoslawische Republik klar der serbischen Verfassungsbruch im Kosovo reklamiert. Milosevic betrieb Cherry-Picking, in dem er sich das Beste aus allen Welten holte. Die Kosovo Verfassung setzte er auf einen Stand von 63 (glaub ich), während er die erst 1974 zugeschriebenen Stimmrechte behielt. All das hat Slowenien kritisiert und dennoch versucht einen Konsenz mit Belgrad zu finden, um den jugoslawischen Teilstaat zu erhalten. Da aber nach Belgrader Vorstellungen ein Jugoslawien nur zentralistisch, serbisch dominiert funktionieren kann, scheiterte es.

    Wie gesagt: Serbien hat diesen Staat mit der Kosovo-Nummer, Joghurt-Revolutionen und vielen anderen Handlungen demontiert um sich nun auf den Schutz der Aussengrenzen zu berufen....harhar....



    Kroatien war ein existenter Teilstaat schon im Rahmen der SFRJ-Bundesverfassung. Die sog. "Krajina" wurde durch Bruch der Bundesverfassung (Bspw. der illegalen Unterstützung einer illegitimen Armee durch die "JNA"), sowie dem Bruch der Landesverfassung generiert. Badinter gestand Kroatien das legitime Recht einer Sezession zu, wohingegen der Krajina dieses Recht nicht zugesprochen wurde, da es kein legitimiertes Subjekt einer vorausgehenden Verfassung war. Aber nun gut, ich nehme zu Kenntnis das Du mit der Oluja kein Problem hast.



    Um es schlicht zu sagen, auf meine Fragen....



    Findest Du keine Antwort und kommst nun mit diesem Pegida-Gewäsch.

    Du "antwortest", in dem Du Deine Hass-Salve auf den Islam loslässt um Beweise schuldig zu bleiben.Aber um Dich noch lächerlicher dastehen zu lassen: Die ID erwähnt eine Islamisierung Bosniens, ja sogar "Bosnien" mit keinem einzigen Wort, dennoch ziehst Du diese Deklaration, wo sich viele Feststellungen doch heute praktisch bewahrheitet haben, heran. Vermutlich wird sich Deine Lächerlichkeit gleich potenzieren, in dem Du Fragmente der ID, sorgsam vorgekaut von serbischen Propagandaseiten, hier kontextlos reindonnerst. Nun ja...



    In der Tat ein komplexes Thema, was nicht "Schwarz" oder "Weiss" betrachtet werden kann und darf. Die jugoslawische Verfassung war recht einzigartig, weil es die einzige kommunistische Verfassung war die den Brückenschlag vollziehen wollte, die prinzipiell a-nationale Kommunistische Ideologie mit der Anerkennung von Völkern und Volksgruppen zu kombinieren. Das ist gründlich daneben gegangen, weil dabei ein Konstrukt herausgekommen ist, welches nie gelegt wurde bzw. die Annahme war, das "Brüderlichkeit & Einheit" stärker ist als Papier. Genau das aber hat nicht funktioniert, das jugoslawische Verfassungsreformen von 74 nie gänzlich umgesetzt wurden. Auf dieser Grundlage entschied die Badinter-Kommission, der dann übrigens auch Russland gefolgt ist, dass die Rechtsnachfolge durch die AVNOJ-Republiken zu regeln ist, weil es hier -im Gegensatz zum Volk- eine klare Trennlinie gibt. Und auch mit Deiner Anmerkung "Serben konnten nicht entscheiden", liegst Du falsch. Trotz der Tatsache das man den AVNOJ-Republiken die Rechtsnachfolge zusprach, wollte der Westen in dieser Phase Jugoslawien erhalten und machte massive Zugeständnisse an Milosevic. Dennoch entschied sich dieser für den Krieg, weil er die AVNOJ-Grenzen nicht anerkannt hat.

    Es ist also nicht das Problem das Serben nicht entscheiden konnten wie es mit diesem Staat weitergehen sollte (Den übrigens niemand mehr wollte), sondern das Serbien anderen Völkern seinen Willen militärisch aufzwingen wollte, wozu sie ja die Mittel hatten. Ich empfehle Dir mal "Burg & Shoup" als wirklich neutrale und gute Literatur, die sich mit dem Konflikt und dem ganzen Verlauf wissenschaftlich beschäftigt hat. Und wenn Du damit fertig bist, ggf. noch Donia´s "The Origin of the Republik Srpska", wo Du schnell erkennen kannst wie die Roadmap von ZOBK, SAO bis zur RS geplant und umgesetzt wurde.



    Au ja....Wiki..... So nebenbei: Warum zitierst Du nicht korrekt (Oder reicht Wiki hier nicht?): Es heisst genau genommen: "Unser Ziel: Die Islamisierung der Muslime. Unsere Devise: Glauben und Kämpfen" (Anm: "Kamp" bedeutet hier nicht Kampf im physischen Sinne. Solche Kämpfe wurden ja von anderen präzisiert, nämlich mit "kriegerischen Maßnahmen die auch nicht ausgeschlossen sind".

    Spontan aber fallen mir dazu grad folgende Fragen ein. Izetbegovic ID erschien in den 70-ern und Anfang der 80-er wurde er dafür in den Knast geschmissen. Warum aber...

    * Ließ die jugoslawische Justiz den Hauptvorwurf, nämlich die Gründung eines islamischen Staates, im Revisionsprozess fallen und milderte das Urteil ab ?
    * Warum setzte sich sogar Dobrica Cosic für die Freilassung Izetbegovics ein ?
    * ....koalierte Karadzic mit Izetbegovic nach den ersten Wahlen in BiH ?
    * bot Milosevic Izetbegovic an, ihn zum Vizepräsidenten der neuen SRJ zu machen (Juni 1991, Slobodan Milosevic), wenn er BiH im Staatenbund belässt ?

    Das so als weitere Fragen zu jenen, die Du bislang nicht beantworten kannst.... Aber hej......steht ja auch nicht in "Wiki". Ich verzeihe Dir....

    Es ist weniger Herzenswunsch von Izetbegovic gewesen, aus Bosnien einen islamistischen Staat zu machen, sondern vielmehr ist es Dein Herzenswunsch an diese falsche Realität zu glauben. Ob das nun auf Deinem Hass auf Islam und Bosniaken resultiert, oder der serbische Massenmord und letzlich Genozid in BiH legitimieren werden soll, suchst Du Dir bestimmt bei passender Gelegenheit aus.

    Tatsache ist jedoch, dass Izetbegovic aus Sicht von Orientalisten eher als "islamischer Träumer", als ein Islamist war, der Bosnien zu einem islamischen Staat und Unterjochung der Nicht-Muslime führen wollte. Seine Panislamismus war weniger geprägt von der Vorstellung einer Territorialen Einheit, sondern vielmehr von einer geistigen Einheit aller Muslime rund um den Globus. Eine solche "Einheit" würde, aus seiner Sicht, zwangsläufig dazu führen das Muslime in Ländern in denen sie eine Minderheit sind, respektiert werden und ihnen das Recht auf freie Ausübung ihrer Religion und Lebensweise erlaubt wird. Oder: Ein Staat würde es sich 2x überlegen ob er gegen diese Minderheit Gewaltmaßnahmen zulässt, um sich dann mit der Empörung von 2 Mrd. Muslimen konfrontiert zu sehen. So seine prinzipielle Vorstellung.

    In diesem Sinne spricht er in der ID: "Die Islamische Ordnung kann nur in den Ländern hergestellt werden in denen Muslime eine Mehrheit stellen (Anm.: In BiH stellten die Muslime zwar die größte Gruppe, nicht aber die Mehrheit dar). Weiter fordert er in der ID ganz klar, dass Muslime in Ländern in denen sie eine Minderheit stellen, sich den Gesetzten dieses Staates zu unterstellen haben resp. loyal sein sollen.

    Klingt ja nach totaler Islamisierung? Oder ?

    Ferner beschreibt die ID worin die Probleme einzelner Islamischer Länder bestehen. Da nennt er z.B. Pakistan, wo er der Übereifer in der Glaubensauslegung deutlich kritisiert. Eben so aber kritisiert er in der ID den Versuch, westliche Normen & Werte auf islamische Staaten aufzuoktroyieren. 30 Jahre später beobachten wir Ländern, in denen das voll in die Hose gegangen ist: Irak, Libyen, Afghanistan.....oder siehst Du das anders ?

    Und was Bosnien angeht: Izetbegovic war nach dem Krieg Präsident. Wenn wir mal den moslemischen Teil der Föderation betrachten, gab es dort keine Islamisierung wie Du sie hier gerade herbeischreibst. Was es tatsächlich gab, waren Nachtclubs, Puffs, Bars und massive Kriminalität........

    Ja und was bleibt zum Schluss? Nichts anderes als mein guter Ratschlag: Les Dich in Themen ein, dann machst Du Dich weniger lächerlich und degradierst Dich zu einem Snack, den ich hier gerade so im Vorbeigehen mitnehmen...

    Du liest dich nicht ein. Im Übrigen: Ich habe den WIki-Artikel per copy und Paste hier reingebracht. Was redest du da??

  9. #189

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Novi Auto Beitrag anzeigen
    Jetzt verdreh mal nicht alles. Serbien hat eben einen falschen Kurs gewählt. Das Ding mit der antibürokratischen Revolution und dann die Darstellung der Reaktion der Slowenen im TV. Serbien hatte keinen Anspruch auf YU und viele Republiken wollten nicht in ein von Serben dominiertes Jugoslawien. Es gab wenig Signale aus Serbien für einen gemeinsamen Staat. Und vieles hat sich ja bestätigt
    Das Problem ist: Madamme betreibt "Cherry-Picking". Ob das an der Verstrahlung von RTS Propaganda liegt, dem Alter oder dem Umstand das in Novi Pazar die serbische Hymne von den von ihr verachteten Muslimen niedergepfiffen wird.....man weiss es nicht.

    Es ist jedoch immer das gleiche: Unter Slobodan Milosevic hat Serbien illegale Proteste organisiert, die jugoslawische Verfassung gebrochen (1. Putsch), illegale Milizen bewaffnet (SAO, BAO, MAO..was auch immer), die Republiksverfassungen gebrochen, illegal die Territorialverteidigung entwaffnet, illegale Gebilde in Kroatien und BiH konstruiert (SAO, ZOBK, RSK, RS)..und ganz zum Schluss der SFRJ mit einem Putsch im Staatspräsidium praktisch den Gar ausgemacht.

    Alles sauber & legitim.

    Aber wehe Nichtserben proklamieren auf Basis der Verfassungsauslegung (Und die ließ das praktisch zu) ihre Unabhängigkeit mit Segen der Badinter Kommission und führen eine Entscheidung, basierend auf Normen der Mehrheitsentscheidung herbei.....dann ist es natürlich illegitim...

    Harhar...

  10. #190
    Avatar von Methica

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    AVNOJ-Grenzen waren nur administrative Grenzen, man ist doch davon ausgegangen, dass YU für immer in diesen Grenzen so bleibt.

    Denn wenn es nicht so angedacht gewesen wäre, hätten die Serben sich sicher ganz anders positioniert.

    Im Übrigen lese ich nur Original-QUellen und muss mir nicht von anderen erklären lassen, wie ich was zu verstehen habe. Ich kann selber denken.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Machiavelli Beitrag anzeigen
    Das Problem ist: Madamme betreibt "Cherry-Picking". Ob das an der Verstrahlung von RTS Propaganda liegt, dem Alter oder dem Umstand das in Novi Pazar die serbische Hymne von den von ihr verachteten Muslimen niedergepfiffen wird.....man weiss es nicht.

    Es ist jedoch immer das gleiche: Unter Slobodan Milosevic hat Serbien illegale Proteste organisiert, die jugoslawische Verfassung gebrochen (1. Putsch), illegale Milizen bewaffnet (SAO, BAO, MAO..was auch immer), die Republiksverfassungen gebrochen, illegal die Territorialverteidigung entwaffnet, illegale Gebilde in Kroatien und BiH konstruiert (SAO, ZOBK, RSK, RS)..und ganz zum Schluss der SFRJ mit einem Putsch im Staatspräsidium praktisch den Gar ausgemacht.

    Alles sauber & legitim.

    Aber wehe Nichtserben proklamieren auf Basis der Verfassungsauslegung (Und die ließ das praktisch zu) ihre Unabhängigkeit mit Segen der Badinter Kommission und führen eine Entscheidung, basierend auf Normen der Mehrheitsentscheidung herbei.....dann ist es natürlich illegitim...

    Harhar...

    Harahar sag ich, deine komischen Ausführungen stimmen doch gar nicht.

    DIe Serben hatten doch gar keinen Grund irgendwas zu ändern oder sich als erste zu bewaffnen, sie lebten ja in einem Staat. Sie hatten ja gar keinen Grund irgendwas ändern zu wollen.

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