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Ivica Dačić: Der Mann, der den Kosovo teilen will

Erstellt von skenderbegi, 08.12.2011, 20:03 Uhr · 8 Antworten · 1.435 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

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    Ivica Dačić: Der Mann, der den Kosovo teilen will

    Ivica Dačić: Der Mann, der den Kosovo teilen will
    08.12.2011 | 18:18 | HELMAR DUMBS (Die Presse)
    Der Innenminister, in jungen Jahren ein Gefolgsmann Miloševićs, verwendet mittlerweile sogar das Wort „Krieg“. Er selbst scheint in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts stecken geblieben zu sein.


    Belgrad. Ein Besuch bei Serbiens Innenminister Ivica Dačić ist wie eine Zeitreise. Wer zum zweitmächtigsten Mann des Landes vordringen will, hat das alte jugoslawische Regierungsgebäude im Plattenbau-Dorado von Novi Beograd aufzusuchen. Der 50Jahre alte kommunistische Protzbau heißt zwar heute „Palast Serbiens“, abgesehen von dieser durch die Zeitläufte diktierten Anpassung hat man im Inneren aber ständig das Gefühl, als könnte Tito höchstselbst sogleich um die nächste Ecke biegen. Viel scheint sich hier seit dem Tod des „geliebten Genossen“ nicht verändert zu haben.





    Im großzügigen Sitzungszimmer begrüßt einen die Ahnengalerie des Hausherrn: die Konterfeis sämtlicher serbischer und jugoslawischer Polizeiminister seit 1811. Dass hier auch das Bild von Vlajko Stojilković hängt, der bis zu seinem Selbstmord 2002 wegen Kriegsverbrechen im Kosovo vom Haager Tribunal gesucht wurde, scheint niemanden zu stören.


    Schließlich, Zeitreise Teil drei, Dačić selbst: Im 21.Jahrhundert könne man doch nicht mehr Zigtausende – gemeint sind die Serben im Kosovo – einfach umsiedeln, meint er. Der Satz, mit dem der Minister seine „moderne“ Denkweise belegen will, legt offen, dass er selbst in der ersten Hälfte des 20.Jahrhunderts stecken geblieben ist.



    Großserbische Träume

    Mit dem Klein-Klein der gegenwärtigen Verhandlungen Serbiens mit dem Kosovo über praktische Fragen hält sich Dačić nicht lange auf. Ihm geht es um die große Lösung. Um die ganz große Lösung, und die sieht so aus: Der serbisch dominierte Nordkosovo schließt sich Serbien an, Albanien vereinigt sich mit dem Kosovo, und weil man schon einmal dabei ist, die Grenzen neu zu ziehen, spaltet sich auch die Republika Srpska von Bosnien und Herzegowina ab: „Den Serben das serbische Land, den Albanern das albanische, und Punkt. Ende der Konflikte“, resümiert Dačić im Gespräch mit europäischen Journalisten seine Ideen.

    Damit dürfte er nicht wenigen Serben aus der Seele sprechen. Die Sache hat nur einen Haken: Indem er öffentlich die Teilung des Kosovo propagiert („Ziehen wir doch neue Linien“), verstößt Serbiens Innenminister gegen die Verfassung. In die wurde 2006 ein Passus aufgenommen, wonach der Kosovo „integraler Teil“ Serbiens sei. Nun arbeitet die Politik Belgrads seit geraumer Zeit offenkundig auf eine Teilung der Exprovinz hin, die sich 2008 endgültig losgesagt hat, doch zu sagen traut sich das bisher nur Dačić. Das klingt dann so: „Die offizielle Politik ist, dass ganz Kosovo ein Teil Serbiens ist. Realistisch ist das nicht.“



    Ex-Milošević-Mann: „Wir wollen zur EU“

    Dass ausgerechnet er öffentlich für ein Neuziehen der Grenzen anhand ethnischer Mehrheiten eintritt – die Frage, was bei einer Teilung mit den tausenden Serben in den Exklaven im Südkosovo geschehen würde, lässt er übrigens unbeantwortet –, ist bei seinem Vorleben durchaus pikant: In den 90er-Jahren diente Dačić dem Autokraten Slobodan Milošević ergeben als Sprecher von dessen Sozialistischer Partei. Mittlerweile bringt er Sätze wie „Wir wollen zur EU“ über die Lippen, ohne dabei rot zu werden.

    Wie er die Wandlung vom strammen Milošević-Jünger zum Pro-Europäer bewerkstelligt habe, fragte ihn ein Bekannter. Dačić darauf nonchalant: „Hast du in deiner Jugend keine Fehler gemacht? Niemand ist perfekt.“ Mangelnde Flexibilität kann man dem heute 45-Jährigen, dessen Partei seit 2008 an der Regierung beteiligt ist, jedenfalls nicht vorwerfen.

    Er bemüht sich um souveränes Auftreten, doch wirkt hin- und hergerissen zwischen zwei Welten: Jenen vor und nach dem Sturz Miloševićs. Einerseits gibt er den modernen, an Weststandards orientierten Polizeiminister. Sogar einstige Milošević-Gegner sagen, er führe die Sicherheitskräfte viel professioneller als seine Vorgänger. Dann aber wieder scheint er unvermittelt in seine „Jugendsünden“ zurückzufallen und meint, niemand solle behaupten, dass man um den Kosovo keinen Krieg führen wolle. Selbst für serbische Vorwahlkampf-Rhetorik ist das eine Spur zu kräftig aufgetragen.

    ("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.12.2011)

    lustig und dann sitzen solche leute wie der dacic in der serbischen regierung....!!!

    wieviele ex-politiker in serbien wurden eigentlich ermordet oder haben selbstmord gemacht???

    ihm ist auch egal was mit den serben im süden passiert?

    gleichzeitig wird öffentlich die abspaltung der srpska propagiert!!!!

    aber die albaner wollen ein grossalbanien???


    darf man jetzt sagen das serben kriegsgeiler sind ,weil mehr serbische kriegsverbrecher in den haag sitzen!!!!!

  2. #2
    Avatar von KS.Rosu

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    Dieser Mann ekelt mich einfach an!
    Wegen solchen Individien gab es so viel Leid auf den Balkan!
    Er spricht von Krieg weil er nie Krieg in seinem Land zu spüren bekOmmen hat!

  3. #3
    Avatar von Dissention

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    Ich liebe solche Texte, schon in der Einleitung war klar zu erkennen, wo das alles hinführen würde.

    Natürlich baut Serbien erst mal keine neuen Regierungsgebäude - den "Palast Serbien" nutzen die ausschließlich um Gäste zu empfangen. Wer mal durch Neu Belgrad gefahren ist, wird schnell verstehen, warum: Man muss nur 4 Straßen abriegeln und das Gebiet ist recht sicher.
    Ich vermute mal, wenn es Serbien wirtschaftlich ähnlich gut geht wie Deutschland, werden die Ämter hübscher sein

    Zur Ahnengalerie : Hier in Deutschland hängen Schützenabzeichen aus den 30ern, dreimal darf der Autor raten, welches Symbol sich auf diesen Abzeichen befindet? Es ist aber die Geschichte dieser Schützen, also bleiben diese Abzeichen und das ist auch in Ordnung.

    Dass da jemand Hängt, der nicht verurteilt wurde, ist in Ordnung, die Serben aus dem Kosovo sollen ja auch damit leben, dass Organhändler, Kriegsverbrecher und Mafiosis sich als ihre Politiker darstellen.

    Die Teilung des Kosovo als einen Groß-Serbischen Traum zu bezeichnen, während eine Bewegung für ein "natürliches" Albanien im Süden Serbiens immer lauter wird und den Serben ihrer Meinung nach der Kosovo weg genommen wurde, grenzt schon an Debilität - Serbien hat den Kosovo nicht anerkannt, daher sind jegliche Gedankenspiele vollkommen in Ordnung - und warum eine Teilung Anti-Europäisch sein soll versteht auch niemand, haben sich doch mindestens 3 EU Staaten in jüngster Zeit von einem Großgebilde welches nicht funktioniert gelöst.
    Würde man Trennungen, wenn sie denn Sinn machen, zummindest in Erwägung ziehen, hätten wir kein Cypernproblem und kein Belgienproblem - und zu guter Letzt, wenn man gegen Trennungen auf ethnischer Basis ist, könnte man den Kosovo ja wieder an Serbien heranführen.

    Dacic und der SPS ihre dunkle Vergangenheit vorzuwerfen ist genauso dämlich wie der Linken ihre SED-Vergangenheit vorzuwerfen. Die europäischen Linken haben verstanden und die SPS in ihre Kreise aufgenommen, der Autor sollte auch ins Jahr 2011 tanzen, die 90er sind sehr lange vorbei und das ist auch gut so.

  4. #4
    Avatar von KS.Rosu

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Ich liebe solche Texte, schon in der Einleitung war klar zu erkennen, wo das alles hinführen würde.

    Natürlich baut Serbien erst mal keine neuen Regierungsgebäude - den "Palast Serbien" nutzen die ausschließlich um Gäste zu empfangen. Wer mal durch Neu Belgrad gefahren ist, wird schnell verstehen, warum: Man muss nur 4 Straßen abriegeln und das Gebiet ist recht sicher.
    Ich vermute mal, wenn es Serbien wirtschaftlich ähnlich gut geht wie Deutschland, werden die Ämter hübscher sein

    Zur Ahnengalerie : Hier in Deutschland hängen Schützenabzeichen aus den 30ern, dreimal darf der Autor raten, welches Symbol sich auf diesen Abzeichen befindet? Es ist aber die Geschichte dieser Schützen, also bleiben diese Abzeichen und das ist auch in Ordnung.

    Dass da jemand Hängt, der nicht verurteilt wurde, ist in Ordnung, die Serben aus dem Kosovo sollen ja auch damit leben, dass Organhändler, Kriegsverbrecher und Mafiosis sich als ihre Politiker darstellen.

    Die Teilung des Kosovo als einen Groß-Serbischen Traum zu bezeichnen, während eine Bewegung für ein "natürliches" Albanien im Süden Serbiens immer lauter wird und den Serben ihrer Meinung nach der Kosovo weg genommen wurde, grenzt schon an Debilität - Serbien hat den Kosovo nicht anerkannt, daher sind jegliche Gedankenspiele vollkommen in Ordnung - und warum eine Teilung Anti-Europäisch sein soll versteht auch niemand, haben sich doch mindestens 3 EU Staaten in jüngster Zeit von einem Großgebilde welches nicht funktioniert gelöst.
    Würde man Trennungen, wenn sie denn Sinn machen, zummindest in Erwägung ziehen, hätten wir kein Cypernproblem und kein Belgienproblem - und zu guter Letzt, wenn man gegen Trennungen auf ethnischer Basis ist, könnte man den Kosovo ja wieder an Serbien heranführen.

    Dacic und der SPS ihre dunkle Vergangenheit vorzuwerfen ist genauso dämlich wie der Linken ihre SED-Vergangenheit vorzuwerfen. Die europäischen Linken haben verstanden und die SPS in ihre Kreise aufgenommen, der Autor sollte auch ins Jahr 2011 tanzen, die 90er sind sehr lange vorbei und das ist auch gut so.


    Es ist doch nicht zu bezweifeln das Dacic ein grosses Stück der Milosevic -Ideologie in sich trägt der nebenbei am Rande erwähnt sein Sekretär war.

  5. #5
    Avatar von Dissention

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    Wenn man verblendet ist und absolut nicht die Position der Serben auch nur im Ansatz verstehen möchte, weil die Ideologie des "natürlichen" Albanien halt die Rechte anderer nicht zur Kenntnis nimmt, dann kann man auch getrost falsche Behauptungen aufstellen, so wie der Autor und so wie du.

    Ich sehe nicht, wo der Unterschied zwischen Albin Kurti und Ivica Dacic ist.

    Zu den Aussagen über die RS hätte ich gern noch eine Quelle, in serbischen und bosnischen Medien habe ich dazu absolut nichts finden können.

  6. #6
    Gast829627
    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    Dieser Mann ekelt mich einfach an!
    Wegen solchen Individien gab es so viel Leid auf den Balkan!
    Er spricht von Krieg weil er nie Krieg in seinem Land zu spüren bekOmmen hat!



    du sprichst von scheizze von der du keinen plan hast ........dacici ist n fetter kommunisten lutscher aber krieg hat er im eigenen land gespürt wie alle serben .....du spürst anscheinend nix mehr.....nur ihr albaner hattet leid wie alle anderen und wir serben sterben lachend auch wenn wir dabei gefoltert werden......lächerlich....



    wenns nach mir ginge wird nix geteilt .....kein meter zurückweichen und nur auf die gelegenheit warten.....solang ihr euch ankackt wegen gebieten die ihr als minderheit bewohnt werden wir unser heiligtum nicht weggeben nur weil ihr die mehrheit bildet........dh keinen meter keine teilung ......

  7. #7
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Wenn man verblendet ist und absolut nicht die Position der Serben auch nur im Ansatz verstehen möchte, weil die Ideologie des "natürlichen" Albanien halt die Rechte anderer nicht zur Kenntnis nimmt, dann kann man auch getrost falsche Behauptungen aufstellen, so wie der Autor und so wie du.

    Ich sehe nicht, wo der Unterschied zwischen Albin Kurti und Ivica Dacic ist.

    Zu den Aussagen über die RS hätte ich gern noch eine Quelle, in serbischen und bosnischen Medien habe ich dazu absolut nichts finden können.
    wer lesen kann ist im vorteil....

    ("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.12.2011)

    auch wer nur auf die unwesentlichen punkte wie das des gebäudes eingeht.......

    laut der doch so hochgehaltenen verfassung ist die idee von dacic auch gegen diese verfassung.

    die serbische politik war bis jetzt bei jedem konflikt alles abstreiten bezw.sich gegen kompromisse zu stellen.
    um am ende der gegenseite vorwürfe zu machen.
    auch das beispiel der trennung wird so versucht zu verkaufen ,dass die albaner einzig und alleine auf dieses szenario hingearbeitet hätten.


    albin kurti hat nie eine politik der vertreibungen gutgeheissen.

    albin kurti hat aber eier gehabt und 1997 im serbischen gefängis gesagt das kosova die unabhängigkeit ausrufen wird.

    von einem wie dir welcher tatsächlich der meinung ist ,weil einer nicht verurteilt werden konnte sei dieser nicht für tot & vertreibungen verantwortlich gewesen!!!!

    kann man wirklich nicht mehr erwarten!!!

  8. #8
    Avatar von Dissention

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    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    wer lesen kann ist im vorteil....

    ("Die Presse", Print-Ausgabe, 09.12.2011)

    auch wer nur auf die unwesentlichen punkte wie das des gebäudes eingeht.......

    laut der doch so hochgehaltenen verfassung ist die idee von dacic auch gegen diese verfassung.

    die serbische politik war bis jetzt bei jedem konflikt alles abstreiten bezw.sich gegen kompromisse zu stellen.
    um am ende der gegenseite vorwürfe zu machen.
    auch das beispiel der trennung wird so versucht zu verkaufen ,dass die albaner einzig und alleine auf dieses szenario hingearbeitet hätten.


    albin kurti hat nie eine politik der vertreibungen gutgeheissen.

    albin kurti hat aber eier gehabt und 1997 im serbischen gefängis gesagt das kosova die unabhängigkeit ausrufen wird.

    von einem wie dir welcher tatsächlich der meinung ist ,weil einer nicht verurteilt werden konnte sei dieser nicht für tot & vertreibungen verantwortlich gewesen!!!!

    kann man wirklich nicht mehr erwarten!!!
    Anscheinend kannst du nicht lesen ...

    Noch eine Quelle = eine weitere Quelle

    Die serbische Politik bis jetzt? Was erzählst du da, was streiten sie ab? Du ergibst keinen Sinn.
    Die UCK Albaner haben darauf hingearbeitet und vergleichbare arbeiten im Preshevotal darauf hin, einem Rugova haben beide Seiten nie eine wirkliche Chance gegeben.

    Seine Idee kann ruhig "gegen die Verfassung" sein, dazu gibt es ja in jedem Land Verfassungsänderungen bei einer ausreichenden Mehrheit, wenn er die Trennung als mögliche Lösung sieht, dann ist das in Ordnung, wenn du dagegen bist, ist das übrigens genauso in Ordnung.

    Albin Kurti betreibt eine indirekte Politik der Vertreibung, oder was sollen die Übergriffe auf LKW seitens seiner Partei, oder die Forderung den Kosovo an Albanien anzuschliessen, obwohl noch Serben im Kosovo leben?

    Kehre in deinem kosovarischen Hinterhof, wo die meisten Politiker "Organblut" an der Hand kleben haben ... oder sehe ein, dass du ohne Gerichtsprozeß niemanden aburteilen kannst, so gern du es auch hättest.

  9. #9

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    Nicht schon wieder so ein Thread!

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