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Da je SFRJ, bolje bismo živeli

Erstellt von Kampfposter, 11.01.2012, 12:21 Uhr · 56 Antworten · 2.340 Aufrufe

  1. #41

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Heute nach dem Krieg ist das eine Dreckschleuder, ohne den Krieg würde das Stahlwerk nicht so aussehen. Vieles wäre mit Sicherheit moderner, sicherer und vor allem produktiver. Der Krieg hat die Wirtschaft in ex - YU, ganz besonders Bosnien, nicht nur zum Stillstand gebracht sondern um minimum 20 Jahre zurückgeworfen.
    Das ist alles hypothetisch. Fakt ist, das sich YU zu Beginn der 90-er in einer schweren Wirtschaftskrise befand und das Stahlwerk schon damals defizitär war. Der Krieg hat diesen Zustand bestenfalls eingefroren, ansonsten waren die Kriegsschäden an dem Werk eher überschaubar. Anzunehmen das ohne den Krieg alles per se viel viel besser wäre, halte ich angesichts der realen Umstände für gewagt.

    P.S.: Im übrigen war das Stahlwerk schon vorher eine Dreckschleuder. Im Stadtteil "Pehare" war das Aufhängen weisser Wäsche zum Troknen immer so´ne Sache.

  2. #42
    Avatar von Kampfposter

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Es ist nicht Jugoslawiesn Schuld gewesen, wenn die Geier vom MMF unter Anleitung bestimmter Staaten Jugoslawien den Kredit verweigerten, nur um es zu zerschlagen.

    Und die Industrie hätte man, nachdem fast alle Schulden unter Markovic beseitigt wurden, aus den für Zinsen gedachten Geld umstrukturieren können.
    Also keine Kredite, keine Exporte.
    Kann man sich das Paradis dann etwa so vorstellen wie NordKorea?

  3. #43

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    Zitat Zitat von Kampfposter Beitrag anzeigen
    Marode Unternehmen wurden "verscherbelt" wegen den Grundstücken die ihren Wert hatten.
    Produktion war bei den meissten unerheblich da man es darauf nicht abgesehen hat.

    Und das war wieder gepaart mit Korruption da einige weit unter Grundstückswert verkauft wurden wo sich Politiker und Spekulanten reich gestossen haben.
    Was du nicht sagst, in Serbien wurde die staatliche Zigarettenfabrik aufgekauft und sie produziert immer noch Zgaretten. Die Ina in Kroatien lebt auch noch, genau wie die Telekom andere Betriebe.

  4. #44
    Avatar von Parker

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Naja, ob man wirklich so viele Schulden hätte machen müssen, wie die EX-YU Staaten nach dem Krieg wage ich ernsthaft zu bezweifeln.
    Denkst du das auch, wenn wir mal die Bezahlung der Kriegskosten weglassen? Wenn ja: weshalb? Begründung?


    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Mein lieber royal flush, das durchschnittseinkommen eines Kroaten beträgt momentan um die 5400-5500 Kuna, also ungf 725 € und das auch nur, weil jeder Kroate 10.000€ Schulden hat

    Ich bin mir sicher, dass Kroatien in Jugoslawien ein weitaus höheres durchschnittliches Einkommen hätte.
    Weshalb? Was würde denn zu diesem höheren Durchschnittseinkommen führen? Kannst du das begründen?

  5. #45

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    Zitat Zitat von Kampfposter Beitrag anzeigen
    Also keine Kredite, keine Exporte.
    Kann man sich das Paradis dann etwa so vorstellen wie NordKorea?
    Du hörst nicht richtig, Markovic hatte fast alle Schulden abbezahlt, was bedeutet, dass man Geld, dass für die Zinsen gedacht war, in die Neustruktuierung der Wirtschaft investieren konnte.

    Weiterhin wäre eine Minimierung der Ausgaben für die Armee möglich gewesen, was wiederrum Milliarden eingebracht hätte

  6. #46

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    Zitat Zitat von Ken Parker Beitrag anzeigen
    Denkst du das auch, wenn wir mal die Bezahlung der Kriegskosten weglassen? Wenn ja: weshalb? Begründung?
    Weil in derart idiotische Dinge investiert und viel geklaut wurde.


    Zitat Zitat von Ken Parker Beitrag anzeigen
    Weshalb? Was würde denn zu diesem höheren Durchschnittseinkommen führen? Kannst du das begründen?
    Privatkredite erhöhen den Konsum, das heißt, dass einmal die kroatische Versorungswirtschaft (Lebensmittel, Fertigprodukte, Bauunternehmen usw) profitiert und zweitens der Import, hinter dem wiederrum andere Staaten stehen, die dann womöglich kroatische Produkte im Gegenzug kaufen.

    In erster Linie ist der Punkt mit der Binnenwirtschaft entscheidend

  7. #47
    Avatar von Kampfposter

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Du hörst nicht richtig, Markovic hatte fast alle Schulden abbezahlt, was bedeutet, dass man Geld, dass für die Zinsen gedacht war, in die Neustruktuierung der Wirtschaft investieren konnte.

    Weiterhin wäre eine Minimierung der Ausgaben für die Armee möglich gewesen, was wiederrum Milliarden eingebracht hätte
    Wenig Schulden heisst nicht das man Geld hat.

    Weiterhin hätte man keinen Export, der Osten ist zusammengebrochen und alle Exportveträge waren zunichte.

    Wo hättest du die herrscharen von Soldaten untergebracht nach der "minimierung" der Ausgaben für die Armee?

    Die Arbeitslosenqoute war damals viel höher als heute, und selbst heute sieht es sehr bescheiden aus je nach Provinz.


    :balkangrins:

  8. #48
    Avatar von Parker

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Weil in derart idiotische Dinge investiert und viel geklaut wurde.



    Privatkredite erhöhen den Konsum, das heißt, dass einmal die kroatische Versorungswirtschaft (Lebensmittel, Fertigprodukte, Bauunternehmen usw) profitiert und zweitens der Import, hinter dem wiederrum andere Staaten stehen, die dann womöglich kroatische Produkte im Gegenzug kaufen.

    In erster Linie ist der Punkt mit der Binnenwirtschaft entscheidend
    Ja, schön und gut, aber weshalb gehst du davon aus, dass es in einem heutigen Jugoslawien nicht genau so ablaufen würde? Gehst du von einem Fortbestand einer SFRJ oder von einem neustrukturierten demokaritschen Jugoslawien aus? Es ist ja kaum anzunehmen, dass SFRJ auch ohne Krieg in der Form überlebt hätte, weil es, wie ich bereits schrieb, im heutigen Europa so ziemlich isoliert gewesen wäre. Also gehen wir von einem neugeordneten Jugoslawien aus. Was veranlasst dich also zur Annahme, dass in diesem Jugoslawien nicht auch in idiotische Dinge investiert und geklaut worden wäre?

  9. #49
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von LordVader Beitrag anzeigen
    Das ist alles hypothetisch. Fakt ist, das sich YU zu Beginn der 90-er in einer schweren Wirtschaftskrise befand und das Stahlwerk schon damals defizitär war. Der Krieg hat diesen Zustand bestenfalls eingefroren, ansonsten waren die Kriegsschäden an dem Werk eher überschaubar. Anzunehmen das ohne den Krieg alles per se viel viel besser wäre, halte ich angesichts der realen Umstände für gewagt.

    P.S.: Im übrigen war das Stahlwerk schon vorher eine Dreckschleuder. Im Stadtteil "Pehare" war das Aufhängen weisser Wäsche zum Troknen immer so´ne Sache.
    Ich bin gedanklich im Bezug auf das Thema: da je SFRJ bolje bismo zivjeli; im Jahr 2012 und bin fest der Meinung, dass YU ohne den Krieg wesentliche Fortschritte gemacht hätte, ganz egal ob die MMF uns zeitlang den Geldhahn zudreht. Jugoslawien war schon des Öfteren mal vom Westen, mal vom Osten isoliert und ist nicht untergegangen. Wir hätten es auch diesmal geschafft, denn die Welt hat eigentlich keinen Grund gehabt um uns ewig isoliert zu halten, oder etwa doch? Na, ja...

  10. #50
    Avatar von Parker

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Ich bin gedanklich im Bezug auf das Thema: da je SFRJ bolje bismo zivjeli; im Jahr 2012 und bin fest der Meinung, dass YU ohne den Krieg wesentliche Fortschritte gemacht hätte, ganz egal ob die MMF uns zeitlang den Geldhahn zudreht. Jugoslawien war schon des Öfteren mal vom Westen, mal vom Osten isoliert und ist nicht untergegangen. Wir hätten es auch diesmal geschafft, denn die Welt hat eigentlich keinen Grund gehabt um uns ewig isoliert zu halten, oder etwa doch? Na, ja...
    Nun, nach dem Zerfall der sozialistischen Welt wäre die SFRJ eine Insel in einem kapitalistischen Europa geworden (lassen wir mal Belarus beiseite). Ich schätze schon, dass SFRJ keine allzu guten Perspektiven gehabt hätte.

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