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Jugoslawien ohne Krieg

Erstellt von Mastakilla, 12.01.2012, 17:20 Uhr · 103 Antworten · 8.299 Aufrufe

  1. #61
    Avatar von Indianer

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  2. #62
    Avatar von Indianer

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    02.04.1973




    Samstags ohne Bezahlung ins Werk

    Jugoslawiens Arbeiter-Selbstverwaltung


    Die Verwaltung der Produktionsmittel durch die Arbeiter selbst -- nicht etwa der Mitbesitz -- wurde in Jugoslawien 1950 eingeführt. Danach wählt die Vollversammlung eines Betriebes auf zwei Jahre ihre Arbeiterräte, die fast immer durch Funktionäre der Kommunistischen Partei, die Gewerkschaft und die kommunistisch geführte Jugendorganisation vorbestimmt werden.
    Über sämtliche sozialen und wirtschaftlichen Belange der Produktion, über Planung, Postenbesetzung, Verwaltung, Verkauf, Lohn, Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen und Kündigungen kann dieses Gremium namens oder unter Beteiligung der Vollversammlung entscheiden. Die Firmenspitze zu besetzen ist weitgehend Sache der Partei, die für personengenau gezielte öffentliche Ausschreibungen sorgt und dem Arbeiterrat den Auserwählten dann präsentiert. Macht und Aufgaben sollen durch einen Selbstverwaltungskontrakt zwischen Arbeiterräten und Direktoren aufgeteilt werden.
    In Konzernen wählt die Vollversammlung jedes Zweigbetriebes eigene, wiederum politisch ausgesuchte Delegierte für einen Zentralen Arbeiterrat. Der bestimmt einen Exekutivrat, bestehend aus Arbeitervertretern. Technikern und Direktoren. Dieses Gremium beruft wieder hauptamtliche Experten, die ihm die letztlich zwingenden Argumente der Technokratie liefern.



    DER SPIEGEL 14/1973

  3. #63
    Avatar von Indianer

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  4. #64
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    An Kampfposter:
    Na gut, aber war es denn Milosevic allein?? Haben nicht andere wie Tudjman und Izetbegovic auch ihren Beitrag geleistet??
    Dass sich Menschen in wirtschaftlichen Krisenzeiten leichter von Populisten verführen lassen, ist wohl unbestritten - diskutieren wir ja auch jetzt im Hitler-Thema. Nach meiner Meinung fehlten damals in allen Teilrepubliken Politiker, die gegen diese o.a. drei nationalistischen Schwachmaten argumentativ vorgegangen wären!?!
    Die meisten Historiker der Jetztzeit sind der Auffasung, dass YU nicht an ethnischen Problemen gescheitert ist, sondern an sozialen und ökonomischen!!
    Und diese Spinner haben das - wie bei Populisten üblich - auf eine nationalistische Schiene geschoben und hatten damit leider Erfolg.

    PS: wenn man nach Büchern über YU und die neueste Geschichtsforschung googelt, bekommt man Wahnsinnsergebnisse. Unterstreicht die Weltgeltung...
    Ich finds etwas anmaßend von dir darüber zu Urteilen nur weil du einen längeren Urlaub von einem Jahr dort gemacht hast...

    Einem Izetbegovic hat man klar gesagt er solle aufpassen das das muslimische Volk nicht komplett verschwindet, dann hat man versucht diese Drohung wahr zu machen. Willst du ihm vorwerfen das er versucht hat sich zu verteidigen?
    Und die billige Scheisse die "der Feind" ihm vorwirft von wegen er wollte einen islamischen Staat erschaffen....wie denn? Mit Taschenmessern und Heugabeln?
    In Kroatien hat man ein Drittel des Landes militärisch besetzt und rund 200.000 Leute vertrieben, was gab ihnen das Recht dazu?
    Mit den Albanern will ich erst gar nicht anfangen...
    Das während des Krieges dann jede Seite irgendwann versuchen wollte eigene Interessen durchzusetzen ist unstrittig und das es auch auf jeder Seite Opfer und Täter gab, bezweifelt niemand, schließlich war Krieg, aber diese Relativierungsscheisse a la "alle waren Schuld" geht mir langsam auf den Sack!
    Hoffe wenn wir mal keine Lust auf die EU haben und austreten wollen, das die Deutschen oder Franzosen uns keine Panzer schicken um zu verhandeln....

    Aber was weiss ich schon der in YU geboren ist und sein halbes Leben dort verbracht hat....du bist der Experte.
    Schönen Tag

  5. #65
    Avatar von Kampfposter

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    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    Na gut, aber war es denn Milosevic allein??
    Natürlich nicht, seine z.T. Studienkollegen und andere "Gelehrte" haben ihm anhand des SANU Memorandums 1986 den Weg geebnet für seine späteren Machenschaften die 1989 zumindest in Teilzielen ihren Höhepunkt nahmen.

    In diesem Memorandum wurde die serbische Unterdrückung innerhalb jugoslawiens angeprangert, vor allem durch Tito.
    Eine Vereinigung serbischer Siedlungsgebiete Republikübergreifend als Ziel aufgeführt und eine Dominanz des serbischen Volkes als natürliches Recht, vor allem durch die Geschichte gerechtfertigt, suggeriert.

    Damit wurden die niedrigsten Instinkte angesprochen und diese Art der Manipulation ist ja nicht nur schon vor dem 2 WK alles andere als ein Rohrkrepierer gewesen.

    Haben nicht andere wie Tudjman und Izetbegovic auch ihren Beitrag geleistet??
    Tudjman war lediglich Folge der bereits 1989 erreichten serbischen Vormachtstellung innerhalb Jugoslawiens.

    Er wurde erst 1990 bei den ersten demokratischen Wahlen gewählt und das gerade weil er der kroatischen Bevölkerung eine Unabhängigkeit aus diesem Unrechtsstaat versprach.

    Ein zurück sah man schon 1989 nicht mehr da Milosevic ja nicht nur einige Nationalisten hinter sich hatte sondern die Mehrheit aller Serben in Jugoslawien.

    Ihn und seine Politik auf kosten der anderen Republiken hätte man nicht mehr friedlich und politisch Rückgängig machen können.

    Selbst Versuche einer gerechten Einigung durch das Angebot einer losen Föderation von Kucan und Tudjman lehnte er im Endstadium YUs ab.

    Dass Menschen in wirtschaftlichen Krisenzeiten leichter von Populisten verführen lassen, ist wohl unbestritten - diskutieren wir ja auch jetzt im Hitler-Thema. Nach meiner Meinung fehlten damals in allen Teilrepubliken Politiker, die gegen diese o.a. drei nationalistischen Schwachmaten argumentativ vorgegangen wären!?!
    Die meisten Historiker der Jetztzeit sind der Auffasung, dass YU nicht an ethnischen Problemen gescheitert ist, sondern an sozialen und ökonomischen!!
    Und diese Spinner haben das - wie bei Populisten üblich - auf eine nationalistische Schiene geschoben und hatten damit leider Erfolg.

    PS: wenn man nach Büchern über YU und die neueste Geschichtsforschung googelt, bekommt man Wahnsinnsergebnisse. Unterstreicht die Weltgeltung...
    Es gab in Jugoslawien schon immer Armut, mal mehr, mal weniger, das war das kleinste Problem.

    1989 wurde der Grundstein für ein ungerechtes Jugoslawien gelegt das man unterwürfig annehmen musste oder eben den Weg der Sezession aus dieser neu auferlegten politischen Knechtschaft wählte.

    Alle Republiken die nicht durch serbische Nationalisten infiltriert waren sind den Weg der Unabhängigkeit gegangen.

    Von 6 Republiken insgesamt 4.

    Montenegro folgte erst als Milosevic 2001 nach Haag ausgeliefert wurde und seine Leute dort langsam den Einfluss verloren.

    Tudjman, Izetbegovic tauchen nur ständig auf weil sie die Kriegsgegner der Serben waren, dementsprechend auch von Anfang an von der sehr aggressiven serbischen Propaganda dämonisiert wurden.

    Auch die westliche Welt war alles andere als angetan von einer Sezession Jugoslawiens, ganz im Widerspruch zur vor allem serbischen Propaganda.

    Die Unabhängigkeiten wurden erst und vor allem durch die Kriege "begünstigt" und nicht weil die Welt irgendein serbischer Nationalist, baldiger Diktator wenn man ihn gewähren lässt, Jugoslawien regiert.
    So etwas interessiert kein Mensch so lange keine eigenen Interessen im Raume stehen, wie z.B. Öl.

  6. #66
    Avatar von Indianer

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    masta, was mich wundert ist, daß du diesen bericht noch nicht entdeckt hast

    ist doch eigentlich ein gefundenes fressen für dich

    naja, bis auf das wort tito

    Wird die EU wie Titos Jugoslawien enden? | Presseurop (Deutsch)

  7. #67
    Avatar von Plavi-Safir

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  8. #68
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Plavi-Safir Beitrag anzeigen

    na klar.
    immer wenn ich warm werde

  9. #69
    Avatar von Plavi-Safir

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    na klar.
    immer wenn ich warm werde



  10. #70
    Avatar von papodidi

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    Cobra: Ich finds etwas anmaßend von dir darüber zu Urteilen nur weil du einen längeren Urlaub von einem Jahr dort gemacht hast...

    Vielleicht hat mich ja der "Urlaub" dazu angeregt, ständig wieder Info´s über YU einzuholen, is ja auch schon einige Jahrzehnte her???
    Aber OK, ich klink mich aus!!! Trotz alledem wird mir der "Urlaub" in Skopje (45 Stundenwoche, 2 DM Taschengeld/Tag) positiv in Erinnerung bleiben!!!

    Prijatno

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