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Wir kamen, sahen und versagten

Erstellt von skenderbegi, 24.08.2007, 13:56 Uhr · 21 Antworten · 1.511 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
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    11.090

    Idee Wir kamen, sahen und versagten

    Wir kamen, sahen und versagten

    Vor acht Jahren begann im Kosovo ein einzigartiges Experiment: Um das Land vor militanten Serben und Albanern zu retten, besetzten es die Vereinten Nationen. Zum ersten Mal in der Geschichte übernahmen sie eine Regierung, schufen eine neue Verwaltung und trieben Steuern ein. Das Experiment ging schief – die Wirtschaft liegt brach, die Korruption blüht und die Menschen spucken den UN-Soldaten ins Gesicht.



    »Revolution!«, sagt Albin Kurti und kippt seinen Cappuccino hinunter, »wir werden die Bande stürzen.« Als er den Satz zum zweiten Mal wiederholt, horchen einige Gäste im Café auf und drehen sich um. Man kennt ihn, Kurti gilt als Idol der Jugend im Kosovo, einem Land, in dem jeder Zweite jünger als 25 ist. Vor zehn Jahren führte er die Studentenproteste gegen Milosevic an. Als friedliche Aktionen nicht fruchteten, wurde Kurti Ideologe bei der UCK, Kosovos bewaffneter Guerilla. Nun hat er genug Anhänger, um das ganze Land mit der Parole Vetëvendosje zu überziehen: »Selbstbestimmung«, so heißt auch seine Bewegung.

    Kurti versichert, die Revolution werde friedlich verlaufen. Hunderttausend Menschen würden die Schaltstellen der Macht belagern, das Hauptquartier der Polizei und den Gerichtshof, um dort auszuharren, so lange wie nötig. So will er die Kolonialmacht verjagen – die Macht, die sein Land »zersplittert, das Volk ausplündert und die Frauen schändet«. Wer wissen möchte, wohin das Geld aus dem Kosovo wandert, müsse sich nur die neu gebauten Prunkvillen in London oder Amsterdam ansehen, behauptet Kurti. Wer etwas über die Moral der Kolonialmacht erfahren wolle, müsse nur die Bordelle zählen. »Die gab es nicht, bevor diese Leute bei uns landeten.«

    Jeeps passieren das Café, Elektrogeneratoren brummen, während Kurti UN-Erklärungen und den amerikanischen Bürgerrechtler Malcolm X zitiert. Man fühlt sich wie im Kongo der Sechzigerjahre, aber wir befinden uns in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Und die Kolonialmacht, die verjagt werden soll, ist die UNO, die hier seit acht Jahren regiert.

    Als die Weltgemeinschaft 1999 eintraf, wurden ihre Mitglieder noch als Befreier begrüßt. Heute kommt es vor, dass ihnen Menschen auf offener Straße ins Gesicht spucken oder ihre Fahrzeuge demolieren. Ein UN-Bulletin mit dem Titel Frühwarnberichte vermerkt, dass nur dreißig Prozent der Kosovaren den Vereinten Nationen vertrauen. Vor vier Jahren waren es noch doppelt so viele. Jeder Zweite erklärt sich heute bereit, an organisierten Protesten gegen die fremde Macht teilzunehmen.

    Der Einsatz im Kosovo ist der größte in der UN-Geschichte. Und auch der erste, bei dem sie die volle Verantwortung für ein Land übernehmen, das mehr oder weniger in Schutt und Asche liegt. Die internationale Gemeinschaft sichert nicht nur den Frieden und pumpt Trinkwasser – sie stellt das Land auf ein komplett neues Fundament: Sie baut ein Rechtssystem auf, bildet Polizisten aus, legt Einbahnstraßen fest und erhebt Steuern. Kurz gesagt, sie schafft den ersten UN-Staat der Welt. Viele hoffen, dass durch humanitäre Interventionen wie diese eine bessere Welt entstehen könnte.

    Der militärische Eingriff im Kosovo rettete Zehntausende Menschenleben und war zweifellos gerechtfertigt. Aber wie steht es mit dem zweiten Ziel der Mission, der Erschaffung eines UN-Staates nach Grundsätzen wie Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und Demokratie? Nach fast acht Jahren UN-Einsatz und Kosten von fast 22 Milliarden Euro blüht der Schwarzhandel, die reguläre Wirtschaft steht vor dem Zusammenbruch. Die Standardausrede lautet: Solange die Unabhängigkeit des Kosovo von Serbien nicht vollzogen ist, wagt niemand, in das Land zu investieren. Klingt plausibel. Aber welche Investitionen sind nötig, um Gurken oder Tomaten anzubauen?

    weiterlesen

    das ist der einzige typ in kosova welcher sich bis jetzt nicht hat kaufen lassen.
    was auch wichtig ist das er einer von wenigen ist der seine meinung sagt.
    die vielen punkte die er anspricht haben es in sich ,weil diese wahr sind und den machthabern nicht gefallen.

    und bitte haltet euch am thema das gilt besonders für die serbischen user.
    wenn es euch nicht interessiert solltet ihr euch auch nicht damit ausseinandersetzen .
    danke

  2. #2
    GjergjKastrioti
    ist doch schon länger klar, dass Ks nur ausgebeutet wird und die ganzen Politiker nur Marionetten sind. Und ich denk mal auch die Statusfrage wird absichtlich hinausgezögert, damit wollen die auch sicher was bezwecken, sonst hätten die uns schon längst die Unabhängigkeit gegeben....

  3. #3
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
    27.09.2006
    Beiträge
    11.090
    Zitat Zitat von Zhan Si Min Beitrag anzeigen
    ist doch schon länger klar, dass Ks nur ausgebeutet wird und die ganzen Politiker nur Marionetten sind. Und ich denk mal auch die Statusfrage wird absichtlich hinausgezögert, damit wollen die auch sicher was bezwecken, sonst hätten die uns schon längst die Unabhängigkeit gegeben....
    dann bist der meinung man sollte es wie gandhi es mit den engländern gemacht hat alles boykottieren?

    sozusagen zum zivilien ungehorsam aufrufen?

  4. #4
    Lance Uppercut
    und wie stellt ihr euch die zukunft ohne die internationale gemeinschaft vor?

  5. #5
    Lucky Luke
    Zitat Zitat von I_am_not_Superman Beitrag anzeigen
    und wie stellt ihr euch die zukunft ohne die internationale gemeinschaft vor?
    So wie alle anderen Länder dieser Welt?

  6. #6
    Gast829627
    Zitat Zitat von skenderbegi Beitrag anzeigen
    und bitte haltet euch am thema das gilt besonders für die serbischen user.
    wenn es euch nicht interessiert solltet ihr euch auch nicht damit ausseinandersetzen .
    danke


    glaub mal kosovo interessiert uns...du und kurti haben recht als unsere soldaten drin waren gab es keine ausbeutung und auch keine bordelle

  7. #7

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von I_am_not_Superman Beitrag anzeigen
    und wie stellt ihr euch die zukunft ohne die internationale gemeinschaft vor?
    wir brauchen keine WG sondern freiheit!

  8. #8

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    glaub mal kosovo interessiert uns...du und kurti haben recht als unsere soldaten drin waren gab es keine ausbeutung und auch keine bordelle

    sicherlich gab es die, nur damals war dieser zweig ganz in staatsgewalt.

  9. #9
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von drenicaku Beitrag anzeigen
    wir brauchen keine WG sondern freiheit!
    ernährt die freiheit die leute die dort wohnen?

  10. #10
    Avatar von Velez

    Registriert seit
    08.04.2006
    Beiträge
    8.514
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    glaub mal kosovo interessiert uns...du und kurti haben recht als unsere soldaten drin waren gab es keine ausbeutung und auch keine bordelle
    komm was redest du du kommst weder aus serbien noch aus dem kosovo also halt deine fresse du nutte.

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