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Kollektivierte Landwirtschaft

Erstellt von ökörtilos, 11.08.2009, 12:47 Uhr · 6 Antworten · 438 Aufrufe

  1. #1
    ökörtilos

    Kollektivierte Landwirtschaft

    Kollektivierte Landwirtschaft -eine feine Sache oder Blödsinn?

  2. #2
    ökörtilos
    Vorgänge in der DDR

    "Die Produktivität im Bereich der Landwirtschaft nahm nach der Zwangsvergenossenschaftlichung zunächst ab, konnte aber in den 1960er Jahren wieder gesteigert werden.
    Dessen ungeachtet arrangierten sich die Bauern mit der Zeit mit den LPG. Dabei spielte auch eine Rolle, dass die Arbeit in einer LPG eine Erleichterung gegenüber der des Einzelbauern darstellte, beispielsweise durch die Urlaubsmöglichkeiten sowie die besser geregelte Arbeitszeit. Auch ergaben sich in vielen LPG durch die Jahresendprämie und die Hauswirtschaften überdurchschnittliche Verdienstmöglichkeiten. Die LPG förderten ihre Mitglieder darüber hinaus durch Hilfen beim Eigenheimbau oder Delegierung zu einem (landwirtschaftlich orientierten) Studium, und betrieben zum Teil Kindergärten und Erholungseinrichtungen und anderes mehr.
    Die Akzeptanz der LPG beruhte auch auf dem gesetzlichen Auftrag, für die Angleichung der Lebensverhältnisse zwischen Stadt und Land zu sorgen."

  3. #3
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Beiträge
    5.112
    Das Problem in der Landwirtschaft heute ist, dass immernoch zu viele Menschen dort beschäftigt sind im Verhältnis zu den Gewinnen, die dort erwirtschaftet werden können.

    Die Flächer, die einem Landwirt zur Verfügung steht, ist zu gering um ihn vernüftig versorgen zu können. Gleichzeitig möchte der Staat niedrige Preise für Lebensmittel und insbesondere für landwirtschaftliche Produkte.

    Die Folge sind extrem hohe Subventionen damit die Landwirte in Deutschland genug Geld verdienen.

    Die technischen Möglichkeiten wären da, dass wenige Landwirte sich um wesentlich größere Flächen kümmern.

    Zu Zeiten der DDR war das Problem ebefalls vorhanden. Die Entwicklung in den letzten 200 Jahren im Grunde seit der Industrialiserung hat immer weiter dazu geführt, dass die Landwirte immer mehr Land benötigen um ausreichend Gewinne zu erzielen und so ein vernüftiges Einkommen zu haben.

    Die sozialistischen Staaten haben das Problem einfach durch Zwangskollektivierung gelöst. Sie haben die Leute gezwungen ihre Höfe und ihr Land zusammenzuschließen und gleichzeitig den Leuten vorgeschrieben welche Berufe sie wählen sollen und vielen Landwirten Jobs in den Städten gegeben.
    Deshalb geht es den Ostdeutschen Landwirten auch heute noch besser als denen im Westen, da sie im Durchschnitt über viel mehr Land verfügen.

    Die Frage ist ob der Westen seine Bürger ebenfalls zwingen will einen Beruf zu wählen und die einzelnen Betriebe unter Zwang zu größeren zusammenzuschließen.

    Normalerweise würde dieser Prozess durch die freie Marktiwrtschaft ohnehin stattfinden und Folgenerationen keine Arbeit auf dem Land suchen, da man von den Einkommen dort eben nicht Leben kann.
    Durch die Subventionen wird dieser Prozess und eine plötzliche erste Verelendung der Beschäftigten in der Landwirtschaft jedoch stark gebremst oder sogar aufgehalten.

    Damit die Landwirte in Deutschland nicht plötzlich verarmen oder die Preise für Lebensmittel stark in die Höhe steigen können die Subventionen nicht einfach abgeschafft werden.
    Dies muss langsam und schonend passieren und wenn man darauf hinarbeitet, dann wird es trotzdem noch mind. 50 Jahre dauern, wenn die Menschen sich tatsächlich immer weniger dazu entscheiden Landwirte zu werden.

  4. #4
    Avatar von Franko

    Registriert seit
    06.01.2007
    Beiträge
    3.128
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen


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    Die Folge sind extrem hohe Subventionen damit die Landwirte in Deutschland genug Geld verdienen.


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    Nicht nur in D
    in der ganzen EU



    und die meisten Subventionen gehen in große Agrar-"Fabriken"


    der einfache Bauer hat meistens das Nachsehen . . .





  5. #5
    ökörtilos
    Zitat Zitat von -Troy- Beitrag anzeigen
    Damit die Landwirte in Deutschland nicht plötzlich verarmen oder die Preise für Lebensmittel stark in die Höhe steigen können die Subventionen nicht einfach abgeschafft werden.
    Dies muss langsam und schonend passieren und wenn man darauf hinarbeitet, dann wird es trotzdem noch mind. 50 Jahre dauern, wenn die Menschen sich tatsächlich immer weniger dazu entscheiden Landwirte zu werden.

    Demzufolge würden im Laufe der Jahre die Strukturschwachen Landregionen Europas vollkommen entvölkert und der Zustrom in die Städte bekäme drastische Ausmaße,was der ohnehin gesättigten Arbeitsmarkt nur schwer verkraften könnte.
    Besonders meine ich die Staaten Ost und Südosteuropas-wo die Bevölkerungen seit jeher auf die Landwirtschaft angewiesen sind.
    Es muss doch eine rentable Möglichkeit geben diesen Leuten ein Auskommen in ihren Heimatregionen zu sichern?

  6. #6
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Beiträge
    5.112
    Zitat Zitat von Franko Beitrag anzeigen
    Nicht nur in D
    in der ganzen EU


    und die meisten Subventionen gehen in große Agrar-"Fabriken"


    der einfache Bauer hat meistens das Nachsehen . . .




    Ich weiß... fst 50% des EU-Haushalts gehen in die Agrarsubventionen.

    Diese sind bisher einfach nur an der Landfläche gekoppelt gewesen. Aber das hat sich mittlerweile geändert.

    Nun gibt es einen Grundbetrag und einen Betrag abhängig von der Landfläche, sodass kleine Bauern pro Kopf gesehen mehr von den Subventionen profitieren. Aber wir groß die Unterschiede sind zum alten System weiß ich auch nicht genau.

  7. #7
    Avatar von -Troy-

    Registriert seit
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    Beiträge
    5.112
    Zitat Zitat von ökörtilos Beitrag anzeigen
    Demzufolge würden im Laufe der Jahre die Strukturschwachen Landregionen Europas vollkommen entvölkert und der Zustrom in die Städte bekäme drastische Ausmaße,was der ohnehin gesättigten Arbeitsmarkt nur schwer verkraften könnte.
    Besonders meine ich die Staaten Ost und Südosteuropas-wo die Bevölkerungen seit jeher auf die Landwirtschaft angewiesen sind.
    Es muss doch eine rentable Möglichkeit geben diesen Leuten ein Auskommen in ihren Heimatregionen zu sichern?
    Wenn dieser Prozess langsam stattfindet, dann wäre es ja ok.

    Gleichzeitig müssten die Menschen eventuell auch bereit sein mehr für Lebensmittel direkt zu zahlen.
    Die Subventionen sind ja ohnehin Steuergelder, die alle Bürger entrichten.
    Das Problem ist hier... eine Verteuerung der Lebensmittel würde alle Bürger ob arm oder reich gleich stark treffen, während man bei den Steuern reichere stärker belastet als ärmere Bürger.

    Ein anderer Trick wäre es Zölle auf den Export von Lebensmitteln zu setzen, dessen Einnahmen direkt an die Landwirte gehen.

    Das Problem ist, dass durch die Subventionen in Europa, europäische Landwirte mit ihren Produkten ausländische Märkte überschwemmen können und die einheimischen Landwirte dort preislich absolut nicht mithalten können und dadurch deren eigene Landwirtschaft zerstört wird.
    Diese Länder verbieten dann teilweise den Import von Lebensmitteln aus der EU und die Landwirte bleiben dann auf ihren Produkten sitzen oder gießen eben wie neulich die Milch in die Kanalisation.

    Könnten die Landwirte ihre Produkte zu vernüftigen Preisen, wegen solchen Zöllen, in anderen Ländern verkaufen, dann hätten sie nicht nur eine weitere Einnahmequelle, sondern würden auch dazu beitragen den Welthunger zu mindern ohne fremde Märkte zu zerstören.

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