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Kommen 2014 alle Balkan Länder in die EU?

Erstellt von lupo-de-mare, 25.04.2005, 20:25 Uhr · 6 Antworten · 939 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

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    Kommen 2014 alle Balkan Länder in die EU?

    25. April 2005, Neue Zürcher Zeitung






    Bewegung in Belgrads Kosovo-Politik

    Stures Festhalten der Albaner an den alten Positionen

    Während sich in Belgrad die Anzeichen für eine flexiblere Kosovo-Politik häufen, beharren die kosovo-albanischen Politiker auf der uneingeschränkten Eigenstaatlichkeit. Pristina hat eine Einladung Serbiens zu direkten Gesprächen ausgeschlagen. Eine neue Balkan-Kommission empfiehlt die Unabhängigkeit Kosovos ohne volle Souveränität.




    C. Sr. Belgrad, Mitte April

    In Belgrad häufen sich seit einiger Zeit die Anzeichen, die auf eine pragmatischere Kosovo-Politik hinweisen. So hat die serbische Führung am 12. April in Belgrad gegenüber den Vertretern der Kontaktgruppe - ihr gehören die Vereinigten Staaten, Grossbritannien, Frankreich, Russland, Deutschland und Italien an - erklärt, sie werde darauf hinwirken, dass die Kosovo-Serben ihren Boykott der Arbeitsgruppe über die Dezentralisierung und des Übergangsparlaments in Pristina beenden. Das Jahr 2005 gilt allgemein als entscheidend für die Zukunft der Provinz, die seit dem Ende des Krieges im Juni 1999 von der Uno verwaltet wird. Im Sommer oder im Herbst sollen die Verhandlungen über den künftigen politischen Status beginnen. Die serbische Führung ist im Hinblick auf diese wichtigen Weichenstellungen offenbar bemüht, mit einer flexibleren Haltung ihre Verhandlungsposition zu verbessern.
    Einheitliche Parole

    Bemerkenswert ist vor allem der Umstand, dass hinter diesem geschmeidigeren Kurs ganz offensichtlich nicht nur der serbische Präsident Tadic steht, der im vergangenen Herbst die Serben zur Teilnahme an den Wahlen in das Übergangsparlament Kosovos aufgefordert hatte, sondern auch der serbische Regierungschef Kostunica. Dieser hatte zum Wahlboykott aufgerufen und damit die Kosovo-Serben, die seiner Empfehlung weitgehend gefolgt sind, ins politische Abseits manövriert. Die acht Serben aus dem Umfeld des verhandlungsbereiten Oliver Ivanovic, die über die «Liste für Kosovo und Metohija» in das Parlament gewählt worden waren, sind nun offenbar bereit, ihre Sitze in der Legislative einzunehmen. Allerdings können sie wegen des Wahlboykotts nur bedingt als legitimierte Volksvertreter der serbischen Minderheit betrachtet werden. Kostunica scheint nun auch seinen früheren Plan stillschweigend begraben zu haben, der eine territoriale Autonomie für die Serben Kosovos vorsah, die viel weiter ging als das Dezentralisierungskonzept der Uno-Verwaltung in Pristina (Unmik). Sein Konzept stiess bei den Kosovo-Albanern und bei westlichen Politikern auf Ablehnung. Man erblickte darin den Versuch einer Teilung Kosovos.

    Die Parole, an die sich derzeit alle Politiker in Belgrad bei der Diskussion um den künftigen Status Kosovos halten, lautet: «Mehr als Autonomie, weniger als Unabhängigkeit». Es ist zwar eine schwammige Formulierung. Sie bietet aber doch einen gewissen Spielraum für Konzessionen, auch wenn für das offizielle Serbien die Unabhängigkeit Kosovos, in welcher Form auch immer, nach wie vor nicht in Frage kommt. Über alles andere aber kann man nun offenbar diskutieren. Das ist bereits ein Fortschritt. Allerdings gibt es auch in Belgrad immer wieder Stimmen, die öffentlich verkünden, die Eigenstaatlichkeit Kosovos wäre die beste Lösung auch für Serbien.
    Ausgeschlagene Einladung

    Der serbische Präsident Tadic hat zudem seinen Amtskollegen aus Kosovo, Rugova, zu direkten Gesprächen eingeladen. Die Vertreter der Kontaktgruppe hatten denn auch bei ihrem Besuch in Belgrad Mitte April den Beginn eines Dialogs zwischen Belgrad und Pristina gefordert. Die Einladung war ein geschickter Schachzug, denn dadurch sind die Kosovo-Albaner in die Defensive gedrängt worden. Der Sprecher Rugovas hat die Einladung, wie nicht anders zu erwarten war, sogleich ausgeschlagen. Rugova wolle keinen «direkten Dialog», erklärte er, sondern die «direkte Anerkennung eines unabhängigen Kosovo». Pristina zeigt in dieser Frage nach wie vor keine Flexibilität. Die kosovo-albanischen Politiker bestehen auf der Unabhängigkeit ohne irgendwelche Einschränkungen, und sie erwarten, dass die Staatengemeinschaft ihnen diese auch gibt. Ein Treffen Rugovas mit dem serbischen Präsidenten ist für sie erst nach einer Anerkennung Kosovos oder aber im Rahmen einer internationalen Konferenz möglich, an der die Frage der Eigenstaatlichkeit erörtert wird.

    Der bekannte Publizist und Chef der Oppositionspartei Ora, Veton Suroi, gehört zu den wenigen Kosovo-Albanern, die sich schon seit einiger Zeit für direkte politische Kontakte zwischen Pristina und Belgrad einsetzen - allerdings nur, wie er in einem Interview mit dem Belgrader Sender B92 kürzlich betonte, unter internationaler Aufsicht. Es gebe einen ganzen Katalog von Problemen, die gelöst werden müssten. Die Frage des künftigen politischen Status Kosovos könne aber nicht Gegenstand von Gesprächen zwischen Belgrad und Pristina sein, sondern müsse in Verhandlungen zwischen Pristina und der internationalen Staatengemeinschaft gelöst werden.
    Neue Lösungsvorschläge

    Die Vertreter der Kontaktgruppe haben bei ihrem Besuch in Belgrad auch deutlich gemacht, dass eine Rückkehr Kosovos zum Status einer autonomen Provinz innerhalb Serbiens wie vor dem Krieg und der Nato-Intervention von 1999 nicht in Frage kommt. Ebenso schliessen sie eine Teilung entlang ethnischer Trennlinien oder eine Vereinigung mit Albanien aus. Übrig bleiben die Unabhängigkeit, möglicherweise in eingeschränkter Form, oder eine lose Union mit Serbien.

    Vor kurzem ist die unabhängige Internationale Kommission für den Balkan, der amerikanische und europäische Experten angehören und die unter der Leitung des früheren italienischen Ministerpräsidenten Giuliano Amato steht, mit einem neuen Vorschlag an die Öffentlichkeit getreten. Die Kommission verlangt allgemein eine schnellere Einbindung der Länder des westlichen Balkans in die Europäische Union. Bereits im Jahre 2014 sollten sie alle, neben Kroatien auch Bosnien-Herzegowina, Serbien-Montenegro, Kosovo, Mazedonien sowie Albanien, Mitglieder der EU sein. Nur so könne der Westen verhindern, dass an der Peripherie Europas ein «schwarzes Loch» entstehe. Neben der Abschaffung des Amtes des Hohen Repräsentanten für Bosnien- Herzegowina und dessen Ersetzung durch einen Vertreter der EU mit bedeutend weniger Kompetenzen empfiehlt die Kommission im Falle Kosovos die Unabhängigkeit. Dafür sind mehrere Phasen vorgesehen.

    Kosovo ist heute gemäss der Uno-Resolution 1244 noch immer ein Teil Serbien-Montenegros. Der Bericht empfiehlt, dass die Provinz im Laufe dieses und des nächsten Jahres von Serbien unabhängig werden solle, ohne aber vorerst die volle Souveränität zu erhalten. Vor allem die Minderheits- und die Menschenrechte blieben demnach unter internationaler Aufsicht. Anschliessend würden die staatlichen Funktionen, die derzeit von der Unmik wahrgenommen werden, an die gewählten Institutionen Kosovos abgetreten. In einer dritten Phase schliesslich würde Kosovo - in stark dezentralisierter Form - offizieller EU-Kandidat, und damit begänne gemäss dem Plan der Transfer aller noch unter internationaler Kontrolle stehenden Funktionen an die lokalen Institutionen. Kosovo würde demnach ein EU-Mitglied werden, ohne zuvor voll souverän gewesen zu sein. Damit hätten die einheimischen Politiker nie wirklich den Beweis erbringen müssen, dass Kosovo auch ohne internationale Aufsicht in der Lage ist, die politischen und wirtschaftlichen Beitrittskriterien zu erfüllen.

    http://www.nzz.ch/2005/04/25/al/articleCR7E5.html

  2. #2

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    Nein , das ist keine gute Idee , erst sollen die neuangeschlossenen osteuropäischen EU-Staaten Polen , Tschechien , Slowakei , Baltikum ect , witschaftlich stabil gemacht werden!

    Der Balkan ist doch nur eine Last , besonders bei noch seinen Konflikten , das soll bis 2020 ruhen!

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Albanesi
    Nein , das ist keine gute Idee , erst sollen die neuangeschlossenen osteuropäischen EU-Staaten Polen , Tschechien , Slowakei , Baltikum ect , witschaftlich stabil gemacht werden!

    Der Balkan ist doch nur eine Last , besonders bei noch seinen Konflikten , das soll bis 2020 ruhen!
    Du weißt das Albanien als ärmstes Land als letzter rein kommt und deswegen wilst du nicht das alle rein kommen was.

    Nix da,Serbien hat seine letzten und wichtigsten Generalen ausgeliefert und hat das Jahr 2012 in Visier genommen.^^

  4. #4

    Registriert seit
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    5.698
    Schwachsinn!

    Ich freue mich für euch , meinetwegen könnt ihr euch anschliessen!

    Und außerdem Albanien wird auch so oder so vielleicht eher als Serbien in die EU angeschlossen werden mein Freund 8)

    Also :wink:

  5. #5
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Albanesi
    Schwachsinn!

    Ich freue mich für euch , meinetwegen könnt ihr euch anschliessen!

    Und außerdem Albanien wird auch so oder so vielleicht eher als Serbien in die EU angeschlossen werden mein Freund 8)

    Also :wink:

    hahaha,ja träumen ist erlaubt Siptaru.

  6. #6
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Zitat Zitat von Albanesi
    Nein , das ist keine gute Idee , erst sollen die neuangeschlossenen osteuropäischen EU-Staaten Polen , Tschechien , Slowakei , Baltikum ect , witschaftlich stabil gemacht werden!

    Der Balkan ist doch nur eine Last , besonders bei noch seinen Konflikten , das soll bis 2020 ruhen!
    Du weißt das Albanien als ärmstes Land als letzter rein kommt und deswegen wilst du nicht das alle rein kommen was.

    Nix da,Serbien hat seine letzten und wichtigsten Generalen ausgeliefert und hat das Jahr 2012 in Visier genommen.^^
    Sollte Serbien seine Reformen weiter so durchziehen könnte 2012-2013 realistisch sein...hoffentlich.

  7. #7

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    hahaha,ja träumen ist erlaubt Siptaru.
    Im Gegensatz zu euch Serben haben die Albos sehr viele Fortschritte grmacht!

    Einmal war das Land unter fast halben Jahrundert Isolation unter kommunistischer Herrschaft wie aus dem Nichts das Anschluss an die kapitalistische Indusriestaaten sucht!

    Und heute verzeichnet Albanien jedes Jahr immer höheren Wachstum es wird sogar die Wirtschaft Makedoniens die sogar vor euch Serben sowieso in die EU beitreten werden überholen!

    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...d=24&land_id=3

    Ländername:
    Republik Albanien/
    Republika Shqiperia

    BSP insgesamt (zu Marktpreisen Mrd. USD) (2002) 4,695 (2003) 6,110

    BSP pro Kopf der Bevölkerung (USD) (2002) 1.514 (2003) 1.942

    reales Wachstum in v.H. (2002) 4,7 (2003) 6,0

    Inflationsrate in v.H. (2002) 5,3 (2003) 2,4

    Arbeitslosigkeit in v.H. (2002) 15,8 (2003) 15,2

    Gold-/Devisenreserven in Mio. USD (2002) 1.100 (2003) 1.285

    Außenverschuldung in Mio. USD (2002) 1.100 (2003) 1.405


    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...24&land_id=110

    Ehemalige jugoslawische Republik Mazedonien

    BIP insgesamt (zu Marktpreisen in EUR oder USD) (2002) 3.991 (2003)4.144

    BIP pro Kopf der Bevölkerung (zu Marktpreisen in EUR oder USD) (2002) 1.956 (2003) 2.031

    Reales Wachstum in v.H. (2002) + 0,9% (2003) +3,1

    Inflationsrate (2002) 2,4 (2003) 1,2

    (Über Arbeitslosenquote , Devisenreserven und Außenverschuldug keine Angaben , aber dei Spiegel.de)

    Arbeitslosenquote: 31,9 %

    Auslandsschulden: 1,619 Mrd. US$

    Devisenreserven: 790 Mio. US$

    http://www.auswaertiges-amt.de/www/d...12&land_id=110



    In Bezug auf die ethnische Herkunft entsprechen sich Anteil an der Bevölkerung und Anteil an der Arbeitslosigkeit in etwa, dies aber nach einem weit überproportionalen Auswanderungsanteil der Bevölkerung albanischer Herkunft.

    Du siehst im Arbeitslosenquote , Staatsverschuldung , Wirtschaftswachstum und Devisenreserven sind wir den Makedonen einiges überraus und das mit dem Einkomen wird sich das auch ändern wir weredn sie auch überholen (haben iwr wahrscheinlich schon , denn wir sind im Jahre 2005) weil wir einen höheren Wirtschaftwachstum haben!

    -------------------------------------------------------------------------------------

    "Mazedonien für ausländische Investoren uninteressant"


    – Ergebnisse der UNDP-Wirtschaftskonferenz in Skopje

    Skopje, 22.12.2004, UTRINSKI VESNIK, mazed.


    Mazedonien hat keinen anderen Ausweg, als bessere Bedingungen für ausländische direkte Investitionen zu schaffen, weil die Budgetkonsolidierung durch Sparen keinen Raum für Wachstum bringt. Das war die Hauptaussage der gestrigen (21.12.) Podiumsdiskussion unter dem Motto "Ausländische direkte Investitionen in Mazedonien", die in Skopje unter der Schirmherrschaft des UN-Entwicklungsprogramms UNDP stattfand. Die makroökonomische Politik, die die Stabilität garantiert, aber nicht die Entwicklung, sei am Ende. Notwendig sei die Schaffung von Ausgleichsmaßnahmen, erklärten die Teilnehmer der Konferenz. (...)


    Es gibt zwei Gründe für die mangelnden Investitionen in Mazedonien: die strikte makroökonomische Politik und die dementsprechenden schwachen Marktstrukturen", erklärte Vladimir Gligorov (Sohn des ersten mazedonischen Präsidenten Kiro Gligorov - MD) vom Institut für strategische Studien in Wien. Mazedonien ist Gligorov zufolge kein interessantes Land für ausländische Investitionen, und das ist besorgniserregend. Grund sei nicht nur die politische Instabilität, sondern auch die konstante fehlende Beziehung zu diesen Investitionen. Mazedonien, so Gligorov weiter, hinkt mit der wirtschaftlichen Entwicklung sogar hinter den Transformationsländern in der Region hinterher.
    Serbien soll in diesem Jahr ein Wachstum von vier bis fünf Prozent verzeichnen, Kroatien vier Prozent, Bosnien und Herzegowina fünf Prozent, Albanien sechs bis sieben Prozent und Mazedonien null Prozent oder etwas darunter. (...)


    -------------------------------------------------------------------------------------

    Und außerdem haben die Makedonier sie wenn sie die Arbeitslosen weniger , mehr Devisenreserven ergattern denn Albaner die mehrheitlich in Ausland leben zu verdanken!

    die einzigen die in Makedonien investieren sind die Albaner aus dem Ausland , die neue Restaurans Fabriken und anderen Unternehmen , die Albaner sind nicht für die wirtschaftliche Lage verantwortlich!

    Im Gegenteil so wie es aussiht bracht Makedonien die Albaner!!!!

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