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Kommentar: Bosnien-Herzegowina bleibt das schwarze Loch Europas

Erstellt von Marcin, 07.12.2014, 08:20 Uhr · 294 Antworten · 8.762 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Marcin

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    Kommentar: Bosnien-Herzegowina bleibt das schwarze Loch Europas


  2. #2
    Avatar von Yu-Rebell

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    Tja, Ende 80-er, Anfang 90-er, haben genau die selben Länder die nationalistischen Parteien in ganz YU tatkräftig unterstützt. Damals waren sie ja Mittel zum Zweck. Jetzt will man diese nicht mehr. Dazu kann man nur Eins sagen: "Die Geister die ich rief..."

  3. #3
    Avatar von Indianer

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    wer hat wen mit was unterstützt?

    an vielen balkanern fallen 2 dinge auf

    1. Meinungen, welche ohne Inhalt sind
    2. für das eigene unvermögen sind grundsätzlich andere schuld.

  4. #4
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    wer hat wen mit was unterstützt?

    an vielen balkanern fallen 2 dinge auf

    1. Meinungen, welche ohne Inhalt sind
    2. für das eigene unvermögen sind grundsätzlich andere schuld.
    Hier Indi, nur für Dich


    Trotz eines UN-Waffenembargos von 1991, das für ganz Jugoslawien galt, gelang es den serbischen und kroatischen Kriegsparteien große Mengen Rüstungsgüter zu importieren, im Falle Kroatiens zum Teil auch aus Deutschland [22]. Die Bosniaken hingegen hatten aufgrund der Binnenlage und der Belagerungssituation größere Schwierigkeiten, Waffen und Ausrüstung zu importieren. Das UN-Waffenembargo wurde mehrfach von den USA unterlaufen, um die bosnische Armee und die Mudschahedin mit Waffen und Ausrüstung zu versorgen. US-Geheimdienste schmuggelten dabei Kriegsgerät durch Kroatien in Zusammenarbeit mit der iranischen Regierung und der libanesischen Hizbollah [23]. Es wird kontrovers diskutiert, ob der Bruch des UN-Waffenembargos durch Amerika zu einer weiteren Eskalation des Bosnienkrieges beitrug [24].


    Der Militärfachverlag „Jane’s Information Group“ gab im August 1994 an, dass die drei Kriegsparteien in den ersten beiden Kriegsjahren zusammen 1,298 Mrd. Dollar für Waffen und Munition ausgegeben hatten. An die Kroaten wurden Waffen im Wert von 660 Millionen Dollar geliefert, an die Serben im Wert von 476 Millionen Dollar, an die bosnische Armee in Höhe von 162 Millionen Dollar.[25]

  5. #5
    Avatar von Indianer

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    acha,
    aber das ganze ist jetzt fast 25 jahre her.
    damals haben "jeder jeden unterstützt"

    geschieht im übrigen auch heute noch, auf der ganzen welt.

    was hat das jetzt mit der Gegenwart zu tun?
    vor allem im hinblick auf die Zukunft?

  6. #6
    Avatar von Grdelin

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    Irgendwie hat BiH keine gute Zukunft, die 2 Parlamente die sich gegenseitig auf den Sack gehen bremsen das ganze Land aus. Ich hab das Gefühl das eine Parlament stimmt bloß deswegen dagegen weil das andere Parlament dafür gestimmt hat und man dem anderen Landesteil na kurac gehen will.

  7. #7
    Avatar von Yu-Rebell

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    acha,
    aber das ganze ist jetzt fast 25 jahre her.
    damals haben "jeder jeden unterstützt"

    geschieht im übrigen auch heute noch, auf der ganzen welt.

    was hat das jetzt mit der Gegenwart zu tun?
    vor allem im hinblick auf die Zukunft?
    Genau deshalb schrieb ich "Die Geister die ich rief..." Das was man sät erntet man eben auch.

    Das Ganze ist jetzt 19 Jahre her. Ein schrecklicher Krieg in dem alle Seiten Opfer zu beklagen haben, bekommt man mit einer Unterschrift unter dem Friedensvertrag, eben nicht aus den Köpfen der Menschen raus. Jeder versteckt sich hinter seiner nationalistischen Partei, obwohl es die meisten wissen, dass in dieser nur korrupte Schweine agieren. Die Reaktion der Menschen mag nicht die richtige sein, verstehen kann ich sie aber trotzdem.

    Das hätten die "Unterstützer" von damals auch wissen müssen, Beispiele für solch eine Entwicklung gab es ja schon vor dem Jugoslawien Krieg mehr als genügend. Aber Du weißt ja sicher wie es ist wenn es um die eigenen Interessen geht. Jede Regierung (auch hier im Westen) denkt so wie die top Manager: kurzfristige Gewinnmaximierung und nach mir die Sintflut.

    Was juckt z.B. einen Genscher heute wie es den Bosniern geht? Damals hat er kräftig mitgemischt, aber wie gesagt damals...

  8. #8
    Avatar von Indianer

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    also ich war damals sehr froh, mit den geschehnissen, die von aussen statt fanden.
    sonst würde immer noch krieg statt finden.
    oder auch nicht, weil sie sich gegenseitig getötet hätten.

    jetzt ist es aber so, daß alle darauf warten, daß es Veränderungen gibt.

    wer soll diese Veränderungen herbei führen?
    wieder von aussen?
    daß dann wieder in 20 jahren ein schuldiger vorhanden ist.

    die geister die ich rief....?

    net ganz würde ich sagen.
    wenn es zu radikal wurde, hat man reagiert und Politiker in bosnien ausgetauscht.
    und das waren nicht wenige.

    man hat die wogen immer wieder geglättet.

    soll man bosnien ganz entmündigen?

    zu viele beschäftigen sich mit vergangenem, welches sie selbst nicht einmal erlebt haben.
    das was sie tun könnten, z.B Gegenwart und Zukunft mit gestalten, tun sie nicht.

    klar, dann würde man ja Verantwortung selbst übernehmen.
    können es die menschen da unten?

    von meiner seite, ein klares nein.

    folglich bleibt es, wie es ist.

  9. #9

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    Danke Genscher

  10. #10
    Avatar von papodidi

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    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Genau deshalb schrieb ich "Die Geister die ich rief..." Das was man sät erntet man eben auch.
    ...
    Was juckt z.B. einen Genscher heute wie es den Bosniern geht? Damals hat er kräftig mitgemischt, aber wie gesagt damals...
    Gut, Du hast mit der verhängnisvollen Destabilisierung sicher recht, aber in dem von Marcin geposteten lesenswerten Kommentar geht es um BiH heute und um seine unfähigen und korrupten Politiker:

    EU-Repräsentanten haben sich in den vergangenen zehn Jahren von den regierenden Politikern Bosnien-Herzegowinas immer wieder täuschen und für dumm verkaufen lassen. Sie haben auf die falsche Karte gesetzt: auf die nationalistisch gesinnten Politiker und ihren vorgetäuschten Reformwillen. Sie haben einer korrupten Politikerkaste wiederholt ihre hohlen Bekenntnisse zum sogenannten europäischen Weg des krisengeschüttelten Balkanlandes abgekauft. Langsam müsste eigentlich auch dem letzten Vertreter der Brüsseler Bürokratie klar sein, dass diese Politiker Bosnien-Herzegowina nicht in die EU führen können. Und dass sie es auch nicht wollen.

    Bosnien-Herzegowina ist seit 2010 potenzieller Beitrittskandidat der EU. Für eine konkrete Annäherung an die Union müsste das Land Reformen einleiten - die aber würden ein Ende der Klientelpolitik bedeuten. Die politischen Vertreter der drei ethnischen Gruppen - der muslimischen Bosniaken, der orthodoxen Serben und der katholischen Kroaten - haben zwar jahrelang ihre Animositäten gepflegt. Dennoch haben sie die Ressourcen und Reichtümer des Landes reibungslos untereinander aufgeteilt. Jede Partei versorgt ihre Unterstützer mit Jobs in der Verwaltung, mit öffentlichen Aufträgen und Subventionen. Das hat jahrelang funktioniert, die Parteien wurden immer wieder in die zahlreichen Parlamente der zersplitterten politischen Strukturen gewählt. Allein deshalb blockieren ihre Führer alle Reformen, die dem Land zumindest den vollen EU-Kandidatenstatus bringen würden.
    ...
    In einem inoffiziellen Gespräch sagte ein westeuropäischer Diplomat jüngst mit makaberer Ironie: "Manche Politiker in Bosnien-Herzegowina haben mehr Leichen im Keller als ein Krematorium einer mittelgroßen deutschen Stadt." Erst wenn die Justiz die korruptesten politischen Führer aus dem Verkehr zieht, hat das Land eine realistische Chance, sich in Richtung EU zu bewegen. Sonst wird die jetzige deutsch-britische Initiative verpuffen wie viele andere davor.


    Diese Problematik kann man wohl nicht unbedingt nur den damaligen Politikern anlasten, da müsste jetzt aus BiH mehr kommen...

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