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Kommentar: Bosnien-Herzegowina bleibt das schwarze Loch Europas

Erstellt von Marcin, 07.12.2014, 08:20 Uhr · 294 Antworten · 8.802 Aufrufe

  1. #31
    Jezersko
    Zitat Zitat von Yu-Rebell Beitrag anzeigen
    Wenn es um den Balkan und Geschehnisse auf diesem geht verstehst Du wie immer nur Bahnhof.

    Ich war im Krieg obwohl ich diesen nicht wollte. Habe ich deshalb versagt???

    5 bis 10% Idiotien reichen aus um ein (jedes Land auf dieser Welt) ins Chaos zu stürzen. Merke Dir das und kümmere Dich lieber darum, dass die 5 bis 10% jene es so wohl in Österreich, als auch Deutschland bereits gibt, nicht aus der Ruder geraten, bevor Du Dich von oben herab über das Leid der bosnischen Bevölkerung auslässt.
    5-10% Idioten reichten vielleicht um Jugoslawien ins Chaos zu stürzen. Überall wo anders auf der Welt benötigt es eine MEHRHEIT dazu. Merk Dir das und ich kümmere mich worum ICH will!

    Wenn ich behaupte, dass für eigenes Unvermögen grundsätzlich zuerst einmal "die Anderen" schuld sind, und Du Dich gleich angesprochen fühlst, dann weiß ich, dass es so ist. Jedenfalls ist es eine Fehlinterpretation von Dir, dass ich mich dadurch über "das Leid" (-welches Leid meinst Du genau?) von "oben herab" ausgelassen habe. Es war eine Feststellung einer zutiefst menschlichen Eigenschaft, welche bei manchen stärker, bei Anderen weniger stark ausgeprägt ist. Bei "Jugoslawen" wie Dir eben stärker. Gut. Dein Problem. Damit musst Du selbst zurecht kommen.

    Stell Dir vor, ich war im selben Krieg wie Du. Nur eben auf der anderen Seite. Ich hatte den Auftrag gem. §2 österr. Wehrgesetzes zu erfüllen. Und ich habe NICHT versagt!

    Im Gegensatz zu Anderen hänge ich das aber nicht an die große Glocke. Es reicht schon wenn ganz Europa für einen failed State, wie BiH einer ist, Jahr für Jahr hunderte Millionen Euros bezahlt und dann so Typen wie Du ihre weinerlichen Selbstmitleids-Kommentare abgeben.

    Wenn Du glaubst, Du kannst - nachdem man den "Ukraine-Thread" vernünftigerweise geschlossen hat - hier einen neuen Kampfplatz für Deine Retro.kommunistischen Ideen eröffnen, dann vergiss es möglichst schnell.

  2. #32
    Avatar von Dubioza

    Registriert seit
    02.11.2014
    Beiträge
    2.183
    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Nun, das Leben ist kein Wunschkonzert...

    Genau so wünscht sich erst recht niemand "gescheiterte Staaten" (Failed States) in Europa, vor allem nicht auf dem Balkan, und da sind aktuell BiH, Albanien, Serbien, Kosovo und Mazedonien gefährdet. Wenn die politischen Grundsätze, und nicht nur die wirtschaftlichen, der EU noch gelten sollten, muss was getan werden, auch in unserem eigenen Interesse...

    The Failed States Index 2013 | The Fund for Peace

    und schlimmer als die von dir genannten sind russland, china, indien?!

    wer und anhand wessen wird diese liste erstellt?

  3. #33
    Jezersko
    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Nun, das Leben ist kein Wunschkonzert...

    Genau so wünscht sich erst recht niemand "gescheiterte Staaten" (Failed States) in Europa, vor allem nicht auf dem Balkan, und da sind aktuell BiH, Albanien, Serbien, Kosovo und Mazedonien gefährdet. Wenn die politischen Grundsätze, und nicht nur die wirtschaftlichen, der EU noch gelten sollten, muss was getan werden, auch in unserem eigenen Interesse...

    The Failed States Index 2013 | The Fund for Peace
    Die genannten Länder des Westbalkans sind nicht nur gefährdet, zumindest im Falle BiH ist es längst soweit. Schlimmer noch - es bestätigt sich von Jahr zu Jahr mehr.

    Ja, Didi, es muss was getan werden. Die Fragen sind:

    1. Wer? Jegliche Form der "Einmischung" von Außen wurde noch immer negativ gesehen und grundsätzlich abgelehnt, ausgenommen vielleicht Geldlieferungen.
    2. Was? Noch mehr Geld schicken? Sind wir wieder bei Frage 1. Zudem sind die Budgets der "Geberländer" selbst blank.
    3. Warum? BiH mit seinen kaputten Strukturen und der in jedem Bereich fehlenden Rechtssicherheit stellt weder einen nennenswerten Markt dar, noch gibt es absolut keinen Grund für pot. Investoren, warum sie sich in BiH niederlassen sollen.

    Wenn es Antworten auf ALLE 3 Fragen gibt, dann kann man weiter nachdenken.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dubioza Beitrag anzeigen
    und schlimmer als die von dir genannten sind russland, china, indien?!

    wer und anhand wessen wird diese liste erstellt?
    GIDF!

    http://global.fundforpeace.org/aboutus

  4. #34
    Avatar von papodidi

    Registriert seit
    30.12.2011
    Beiträge
    13.521
    Zitat Zitat von Dubioza Beitrag anzeigen
    und schlimmer als die von dir genannten sind russland, china, indien?!

    wer und anhand wessen wird diese liste erstellt?
    Das ist richtig, aber mir kam es auf die Staaten des erweiterten Zentral-Europas an, die ja mitten im EU-Gebiet liegen...
    Ansonsten verweise ich auf den Link...



    Zitat Zitat von Jezersko Beitrag anzeigen
    Die genannten Länder des Westbalkans sind nicht nur gefährdet, zumindest im Falle BiH ist es längst soweit. Schlimmer noch - es bestätigt von Jahr zu Jahr mehr.

    Ja, Didi, es muss was getan werden. Die Fragen sind:

    1. Wer? Jegliche Form der "Einmischung" von Außen wurde noch immer negativ gesehen und grundsätzlich abgelehnt, ausgenommen vielleicht Geldlieferungen.
    2. Was? Noch mehr Geld schicken? Sind wir wieder bei Frage 1. Zudem sind die Budgets der "Geberländer" selbst blank.
    3. Warum? BiH mit seinen kaputten Strukturen und der in jedem Bereich fehlenden Rechtssicherheit stellt weder einen nennenswerten Markt dar, noch gibt es absolut keinen Grund für pot. Investoren, warum sie sich in BiH niederlassen sollen.

    Wenn es Antworten auf ALLE 3 Fragen gibt, dann kann man weiter nachdenken.

    - - - Aktualisiert - - -



    GIDF!

    About The Fund for Peace | The Fund for Peace

    Du hast recht mit Deinen Fragen, wenn ich doch nur mehr Zeit hätte...

    Eigentlich wollte ich nur vor einem Isolationismus warnen, den wir uns angesichts der Nähe dieser Staaten wohl nicht leisten können, z.B. wegen der Immigration aus diesen Ländern.

  5. #35

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    16.03.2014
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    3.875
    Radikalisierung von Bossier geht leider voran. Seit dem Krieg

    Bosnische Salafisten im "heiligen Krieg" in Syrien

    Viele Salafisten aus Bosnien-Herzegowina kämpfen in Syrien, obwohl eine rigide Auslegung des Korans nicht der Tradition des Islam im Land entspricht. Besonders besorgniserregend sind die radikalisierten Rückkehrer.

    Es sind beunruhigende und verstörende Bilder, die im Internet kursieren: Drei bewaffnete Männer sitzen in einem improvisierten Unterstand, geschützt vor der prallen Sonne, die im Hintergrund auf eine karge, steinige Umgebung fällt. Zwei tragen Sturmhauben - man sieht nur ihre Augen. Der dritte hat keine Maske, sein Gesicht wurde nachträglich verpixelt. Kalaschnikows und Koran-Bücher liegen in ihrem Schoß. Der Sprecher lädt die bosnischen Jugendlichen ein, "sich dem Dschihad auf Allahs Weg in Syrien anzuschließen", denn dort würden Muslime misshandelt und muslimische Frauen vergewaltigt. Man könne nicht untätig bleiben, sagt der Sprecher in klarer bosnischer Sprache.
    In Bosnien und Herzegowina keine Seltenheit: Das Minarett einer Moschee und ein Kirchturm nah beieinander

    Schon seit Monaten tauchen in den bosnisch-herzegowinischen Medien Berichte über freiwillige Salafisten auf, also radikale Muslime, die nach Syrien gehen, um dort, wie sie es nennen, im "heiligen Krieg" zu kämpfen. Verschiedenen Geheimdiensten zufolge sollen es 100 bis 150 Salafisten aus Bosnien und Herzegowina sein, die nach Syrien gegangen sind, sagt der bosnisch-herzegowinische Journalist und Kenner der Szene Esad Hećimović. Davon sollen zehn bis 15 bereits ums Leben gekommen sein. Das Innenministerium geht hingegen von 60 Salafisten aus, die aus Bosnien nach Syrien gegangen sind. Die Gesamtzahl der radikalen Muslime aus dem Westbalkan, die in den Syrien-Krieg gezogen sind, soll allerdings weit höher sein. Geheimdienste gehen von weiteren 140 Salafisten aus.

    Radikalisierung durch den Krieg

    Dabei ist eine rigide und konservative Auslegung des Korans, typisch für den Salafismus oder Wahhabismus, nicht in der bosnisch-herzegowinischen Tradition des Islam verwurzelt . Bosnische Muslime, auch Bosniaken genannt, sind mehrheitlich Sunniten und gehören der hanafitischen Rechtsschule an, die als besonders offen und dialogbereit gilt. "Das hat auch damit zu tun", sagt Hećimović, "dass sie eine lange Tradition des Zusammenlebens in einem gemeinsamen Staat mit orthodoxen und katholischen Christen haben." Auch viele sephardische Juden leben schon seit Jahrhunderten in Bosnien-Herzegowina. Spezifisch für Bosnien und Herzegowina ist auch die Organisationsstruktur der Muslime in der einheitlichen "Islamischen Gemeinschaft Bosnien und Herzegowina (IZ BiH)", mit einem Großmufti an der Spitze, der alle sieben Jahre neu gewählt wird.
    Esad Hećimović war wegen seiner Artikel selber schon Ziel verbaler Attacken

    Mit dem Krieg in Bosnien-Herzegowina Anfang der 1990er Jahre kam es allerdings zu einer neuen Entwicklung. Unter dem Eindruck von Verfolgung und Belagerung setzte bei einigen Bosniaken ein Prozess der Radikalisierung an. Gleichzeitig begann der Zuzug fundamentalistischer Muslime aus dem Ausland, oft aus arabischen Ländern. 2000 Kämpfer sollen es gewesen sein - unter ihnen auch solche mit Verbindungen zu Osama bin Laden."Das waren einerseits Kämpfer, die bei der Verteidigung der Muslime helfen wollten. Andererseits waren es Mitarbeiter verschiedener Hilfsorganisationen oder der diplomatischen Vertretungen und Kulturstiftungen", sagt Igor Tabak, Sicherheitsexperte des kroatischen Online-Portals Obris.org. Sie brachten andere Sichtweisen des Islam mit und verbreiteten sie.
    Veränderungen in der Gesellschaft

    Nach dem Friedensabkommen von Dayton vom Winter 1995 und dem Ende des Krieges beschlossen einige dieser Islamisten in Bosnien zu bleiben und bekamen bosnische Pässe. Sie rekrutierten junge Menschen für den religiösen Nachwuchs, sie bauten mit Hilfe saudischer Stiftungen neue Moscheen und widmeten sich der Verbreitung der wahhabitischen Richtung des Islam.
    Dieses Engagement hat auch Früchte getragen - es sei inzwischen zu einer kulturellen Veränderung innerhalb der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft gekommen, sagt Tabak. Religion sei im Alltag viel präsenter. So feiern heute Teile der Bevölkerung zusätzliche Feiertage, die man früher nicht gefeiert hat, und mittlerweile sind Frauen in Ganzkörperverhüllung auf den Straßen zu sehen. Das sei früher nicht der Fall gewesen. Die gesamte Wahrnehmung der Rolle des Islam in der Gesellschaft ändere sich, sagt Tabak.
    Der Salafist Mevlid Jarasavic schoss im Oktober 2011 auf die US-Botschaft in Sarajevo

    Insbesondere in den Jahren unmittelbar nach dem Krieg versuchten radikale Salafisten-Gruppen ihren Einfluss auf die Islamische Gemeinschaft (IZ BiH) auszuweiten. So wollten sie einige Moscheen dominieren und jene Prediger dazu drängen, ihre streng konservative Islamauslegung als "einzig wahre" Auslegung zu verbreiten. Nach mehreren Konflikten, in denen die Islamische Gemeinschaft auch staatliche Unterstützung erhielt, verließen die Salafisten diese Moscheen. So wurde einerseits ihr direkter Einfluss auf die Öffentlichkeit reduziert. Andererseits aber habe man dadurch auch die Kommunikationswege gekappt, sagt Esad Hećimović. So sei es schwerer sie zu beeinflussen und dies stelle ein Sicherheitsproblem dar, sagt der Experte.
    Gefährliche Rückkehrer
    Eine besonders große Gefährdung der Sicherheit stellen sowohl für Bosnien und Herzegowina, als auch für die ganze Region des Westbalkan und insgesamt Europas diejenigen Salafisten dar, die aus dem syrischen Krieg zurückkehren. Sie seien im Kampf ausgebildet, ideologisch weiter radikalisiert und international wesentlich besser vernetzt, sagt der Sicherheitsexperte Igor Tabak.
    Der bosnische Innenminister Fahrudin Radončić könnte zum Ziel der Extremisten werden

    Das sei für die Region des Westbalkan ein Problem: "Es gibt Befürchtungen, dass die Rückkehrer terroristische Gruppen bilden könnten, die dann einzelne Politiker oder kritische Journalisten angreifen könnten", warnt der Analyst Esad Hećimović, selber schon mehrfach Zielscheibe der Extremisten. Als besonders gefährdet gilt der bosnisch-herzegowinische Innenminister Fahrudin Radončić: Auf seine Initiative wurde ein Gesetz verabschiedet, wonach sowohl die Teilnahme, als auch die Rekrutierung für einen Krieg im Ausland strafbar sind. Ein ähnliches Gesetz ist auch für Serbien vorgesehen.
    Aber auch europaweit sei dies "ein ernstzunehmendes und realistisches Problem, dem man nur sehr schwer Herr werden kann", betont Igor Tabak. Es sei gut nachvollziehbar, so Tabak, dass die Sicherheitsbehörden in der EU darüber sehr besorgt sind. Dieses Problem könne man aber nicht dadurch lösen, dass man um die Länder des Westbalkan eine Art Sicherheitszone einrichte. Denn es gebe wesentlich mehr Salafisten und militante Islamisten in den Ländern Westeuropas, als in Bosnien und den angrenzenden Ländern. Alle diese Länder aufgrund der Salafisten vom Rest Europas isolieren zu wollen wäre "ein schwerwiegender Fehler", sagt der Sicherheitsexperte aus Zagreb.







  6. #36
    Avatar von DarkoRatic

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von SPQR Beitrag anzeigen
    Radikalisierung von Bossier geht leider voran. Seit dem Krieg

    Bosnische Salafisten im "heiligen Krieg" in Syrien

    Viele Salafisten aus Bosnien-Herzegowina kämpfen in Syrien, obwohl eine rigide Auslegung des Korans nicht der Tradition des Islam im Land entspricht. Besonders besorgniserregend sind die radikalisierten Rückkehrer.

    Es sind beunruhigende und verstörende Bilder, die im Internet kursieren: Drei bewaffnete Männer sitzen in einem improvisierten Unterstand, geschützt vor der prallen Sonne, die im Hintergrund auf eine karge, steinige Umgebung fällt. Zwei tragen Sturmhauben - man sieht nur ihre Augen. Der dritte hat keine Maske, sein Gesicht wurde nachträglich verpixelt. Kalaschnikows und Koran-Bücher liegen in ihrem Schoß. Der Sprecher lädt die bosnischen Jugendlichen ein, "sich dem Dschihad auf Allahs Weg in Syrien anzuschließen", denn dort würden Muslime misshandelt und muslimische Frauen vergewaltigt. Man könne nicht untätig bleiben, sagt der Sprecher in klarer bosnischer Sprache.
    In Bosnien und Herzegowina keine Seltenheit: Das Minarett einer Moschee und ein Kirchturm nah beieinander

    Schon seit Monaten tauchen in den bosnisch-herzegowinischen Medien Berichte über freiwillige Salafisten auf, also radikale Muslime, die nach Syrien gehen, um dort, wie sie es nennen, im "heiligen Krieg" zu kämpfen. Verschiedenen Geheimdiensten zufolge sollen es 100 bis 150 Salafisten aus Bosnien und Herzegowina sein, die nach Syrien gegangen sind, sagt der bosnisch-herzegowinische Journalist und Kenner der Szene Esad Hećimović. Davon sollen zehn bis 15 bereits ums Leben gekommen sein. Das Innenministerium geht hingegen von 60 Salafisten aus, die aus Bosnien nach Syrien gegangen sind. Die Gesamtzahl der radikalen Muslime aus dem Westbalkan, die in den Syrien-Krieg gezogen sind, soll allerdings weit höher sein. Geheimdienste gehen von weiteren 140 Salafisten aus.

    Radikalisierung durch den Krieg

    Dabei ist eine rigide und konservative Auslegung des Korans, typisch für den Salafismus oder Wahhabismus, nicht in der bosnisch-herzegowinischen Tradition des Islam verwurzelt . Bosnische Muslime, auch Bosniaken genannt, sind mehrheitlich Sunniten und gehören der hanafitischen Rechtsschule an, die als besonders offen und dialogbereit gilt. "Das hat auch damit zu tun", sagt Hećimović, "dass sie eine lange Tradition des Zusammenlebens in einem gemeinsamen Staat mit orthodoxen und katholischen Christen haben." Auch viele sephardische Juden leben schon seit Jahrhunderten in Bosnien-Herzegowina. Spezifisch für Bosnien und Herzegowina ist auch die Organisationsstruktur der Muslime in der einheitlichen "Islamischen Gemeinschaft Bosnien und Herzegowina (IZ BiH)", mit einem Großmufti an der Spitze, der alle sieben Jahre neu gewählt wird.
    Esad Hećimović war wegen seiner Artikel selber schon Ziel verbaler Attacken

    Mit dem Krieg in Bosnien-Herzegowina Anfang der 1990er Jahre kam es allerdings zu einer neuen Entwicklung. Unter dem Eindruck von Verfolgung und Belagerung setzte bei einigen Bosniaken ein Prozess der Radikalisierung an. Gleichzeitig begann der Zuzug fundamentalistischer Muslime aus dem Ausland, oft aus arabischen Ländern. 2000 Kämpfer sollen es gewesen sein - unter ihnen auch solche mit Verbindungen zu Osama bin Laden."Das waren einerseits Kämpfer, die bei der Verteidigung der Muslime helfen wollten. Andererseits waren es Mitarbeiter verschiedener Hilfsorganisationen oder der diplomatischen Vertretungen und Kulturstiftungen", sagt Igor Tabak, Sicherheitsexperte des kroatischen Online-Portals Obris.org. Sie brachten andere Sichtweisen des Islam mit und verbreiteten sie.
    Veränderungen in der Gesellschaft

    Nach dem Friedensabkommen von Dayton vom Winter 1995 und dem Ende des Krieges beschlossen einige dieser Islamisten in Bosnien zu bleiben und bekamen bosnische Pässe. Sie rekrutierten junge Menschen für den religiösen Nachwuchs, sie bauten mit Hilfe saudischer Stiftungen neue Moscheen und widmeten sich der Verbreitung der wahhabitischen Richtung des Islam.
    Dieses Engagement hat auch Früchte getragen - es sei inzwischen zu einer kulturellen Veränderung innerhalb der bosnisch-herzegowinischen Gesellschaft gekommen, sagt Tabak. Religion sei im Alltag viel präsenter. So feiern heute Teile der Bevölkerung zusätzliche Feiertage, die man früher nicht gefeiert hat, und mittlerweile sind Frauen in Ganzkörperverhüllung auf den Straßen zu sehen. Das sei früher nicht der Fall gewesen. Die gesamte Wahrnehmung der Rolle des Islam in der Gesellschaft ändere sich, sagt Tabak.
    Der Salafist Mevlid Jarasavic schoss im Oktober 2011 auf die US-Botschaft in Sarajevo

    Insbesondere in den Jahren unmittelbar nach dem Krieg versuchten radikale Salafisten-Gruppen ihren Einfluss auf die Islamische Gemeinschaft (IZ BiH) auszuweiten. So wollten sie einige Moscheen dominieren und jene Prediger dazu drängen, ihre streng konservative Islamauslegung als "einzig wahre" Auslegung zu verbreiten. Nach mehreren Konflikten, in denen die Islamische Gemeinschaft auch staatliche Unterstützung erhielt, verließen die Salafisten diese Moscheen. So wurde einerseits ihr direkter Einfluss auf die Öffentlichkeit reduziert. Andererseits aber habe man dadurch auch die Kommunikationswege gekappt, sagt Esad Hećimović. So sei es schwerer sie zu beeinflussen und dies stelle ein Sicherheitsproblem dar, sagt der Experte.
    Gefährliche Rückkehrer
    Eine besonders große Gefährdung der Sicherheit stellen sowohl für Bosnien und Herzegowina, als auch für die ganze Region des Westbalkan und insgesamt Europas diejenigen Salafisten dar, die aus dem syrischen Krieg zurückkehren. Sie seien im Kampf ausgebildet, ideologisch weiter radikalisiert und international wesentlich besser vernetzt, sagt der Sicherheitsexperte Igor Tabak.
    Der bosnische Innenminister Fahrudin Radončić könnte zum Ziel der Extremisten werden

    Das sei für die Region des Westbalkan ein Problem: "Es gibt Befürchtungen, dass die Rückkehrer terroristische Gruppen bilden könnten, die dann einzelne Politiker oder kritische Journalisten angreifen könnten", warnt der Analyst Esad Hećimović, selber schon mehrfach Zielscheibe der Extremisten. Als besonders gefährdet gilt der bosnisch-herzegowinische Innenminister Fahrudin Radončić: Auf seine Initiative wurde ein Gesetz verabschiedet, wonach sowohl die Teilnahme, als auch die Rekrutierung für einen Krieg im Ausland strafbar sind. Ein ähnliches Gesetz ist auch für Serbien vorgesehen.
    Aber auch europaweit sei dies "ein ernstzunehmendes und realistisches Problem, dem man nur sehr schwer Herr werden kann", betont Igor Tabak. Es sei gut nachvollziehbar, so Tabak, dass die Sicherheitsbehörden in der EU darüber sehr besorgt sind. Dieses Problem könne man aber nicht dadurch lösen, dass man um die Länder des Westbalkan eine Art Sicherheitszone einrichte. Denn es gebe wesentlich mehr Salafisten und militante Islamisten in den Ländern Westeuropas, als in Bosnien und den angrenzenden Ländern. Alle diese Länder aufgrund der Salafisten vom Rest Europas isolieren zu wollen wäre "ein schwerwiegender Fehler", sagt der Sicherheitsexperte aus Zagreb.






    Wenn die das Durchbringen Fresse ich ein Besen

  7. #37

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    Boli nas Qrac. Udri brigu na veselje.

  8. #38
    Avatar von BlackJack

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    BiH kann froh sein die erstmal los zu sein und die Hoffnung hegen, dass die wie auch immer dort bleiben, aber die Reislamisierung der Bosniaken scheint immer mehr fortzuschreiten, Izetbegovics größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.

  9. #39

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    6.697
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    BiH kann froh sein die erstmal los zu sein und die Hoffnung hegen, dass die wie auch immer dort bleiben, aber die Reislamisierung der Bosniaken scheint immer mehr fortzuschreiten, Izetbegovics größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
    Ja die Islamisierung der Bosniaken ist ganz bestimmt das größte Problem in BiH. Hauptsache du hast etwas geschrieben, das ist das Wichtigste.

  10. #40

    Registriert seit
    16.03.2014
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    3.875
    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    BiH kann froh sein die erstmal los zu sein und die Hoffnung hegen, dass die wie auch immer dort bleiben, aber die Reislamisierung der Bosniaken scheint immer mehr fortzuschreiten, Izetbegovics größter Wunsch ist in Erfüllung gegangen.
    Als Christ sehe ich sowas sehr ungern, ich muss sagen es gibt user die mit sowas Sympathisieren, ich sags dir nicht gern, aber wenn BiH ein Sharia Staat werden sollte, bricht neuer krieg aus.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Baksuz1 Beitrag anzeigen
    Ja die Islamisierung der Bosniaken ist ganz bestimmt das größte Problem in BiH. Hauptsache du hast etwas geschrieben, das ist das Wichtigste.
    Sicher eines der Probleme, aber die Korruption und der Nationalismus als Dodik ist auch ein Problem, sowie Arbeitslosigkeit.

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