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"Korrupter Knochen" gibt Albanern zu knabbern

Erstellt von Albanesi, 07.07.2005, 19:20 Uhr · 1 Antwort · 724 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.07.2004
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    5.698

    "Korrupter Knochen" gibt Albanern zu knabbern

    http://www.wiesbadener-kurier.de/pol...kel_id=1958962

    Korrupter Knochen" gibt Albanern zu knabbern
    Machtwechsel soll das Land von seinem größten Problem befreien / Oppositionspartei löst Sozialisten in der Regierung ab

    Vom 06.07.2005

    Von

    Dubravko Kolendic

    TIRANA Die Parlamentswahl vom Sonntag in Albanien war von allen Parteien als der große Test verstanden worden, der zeigen sollte, dass das Balkanland international gültige Standards als eigene angenommen hat. "Europa" war die wichtigste Parole im Wahlkampf, aber gerade dieses "Europa" hat, noch vor Bekanntgabe der endgültigen Wahlergebnisse zahlreiche Mängel im Wahlprozess aufgezählt. Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) kritisierten den "unzureichenden politischen Willen" der Parteien zur Änderung des bestehenden, für Missbräuche "offenen" Systems. Der Urnengang verlief "nur teilweise" im Einklang mit internationalen Normen: Die Wählerlisten waren fehlerhaft, es gab Probleme mit Identifikationsdokumenten, die notwendig für die Stimmabgabe waren, und das alles führte zu einer "Konfusion". Die

    OSZE verlangte deswegen rasche Gesetzesänderungen, die als Voraussetzung für die weitere internationale Integration Albaniens angesehen werden. Vom OSZE-Bericht hänge auch der Abschluss der sich seit zwei Jahren zäh hinziehenden Verhandlungen Tiranas mit der EU über ein Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen ab, sagte ein EU-Diplomat. Die Sozialisten sprachen offen von Manipulation.

    Deswegen kann ein solcher Bericht die Wahlsieger bestimmt nicht erfreuen. Sali Berisha, Chef der bisher oppositionellen Demokratischen Partei, die 55 von 100 Direktmandaten gewann, hatte noch in der Wahlnacht erklärt, dass die Wahlen "demokratisch und frei" waren. Auch der große Verlierer, Sozialistenchef Fatos Nano, stimmte mit dem überein. Denn im Wahlkampf ging es nicht um Wahlgesetze, sondern vor allem um die großen Plagen des verarmten Landes: die tief verwurzelte Korruption, Misswirtschaft und Kriminalität.

    "Der korrupte Knochen wurde durch die Wahlen aus der Politik beseitigt", verkündete Berisha. Damit meinte er die sozialistischen Minister und hohe Beamte, deren Reichtum aus Schmiergeldern stammt. Aber es bleibt fraglich, ob sich die seit dem Fall des Kommunismus entwickelte Verflechtung der politischen mit der wirtschaftlichen, oft auch kriminellen Macht so leicht auflösen lässt. Nach einem Bericht der Weltbank stammen mindestens sieben Prozent aller Einkommen aus Schmiergeldern. Hinzu kommt der internationale Drogenschmuggel, der den Banden hohe Profite sichert. Bis zu einem Drittel aller in Europa konsumierten Rauschgifte werden über Albanien geschleust, behaupten internationale Polizisten.

    Die künftige Regierung in Tirana, die bestimmt Berisha mit dem einen oder anderen Partner, nicht aber mit Nano, stellen wird, wird in ihrem Kampf gegen diese Übel weiterhin breite internationale Unterstützung haben. Aber im Land selbst müssen die demokratischen Institutionen gestärkt und gefördert werden, sagt ein westlicher Diplomat.

    Berisha, der erste nicht-kommunistische Präsident Albaniens, hat sich seinerseits nicht besonders als solcher Reformator ausgezeichnet. Während seiner ersten Regierungszeit, 1997, brach im Land das Finanzsystem zusammen, Armeearsenale wurden ausgeplündert, Tausende starben in bürgerkriegsähnlichen Unruhen, und erst die Entsendung von Nato-Truppen beruhigte das Land. "Ich habe die Verantwortung für meine Fehler übernommen", gab Berisha unlängst zu.

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.988

    Re: "Korrupter Knochen" gibt Albanern zu knabbern

    Zitat Zitat von Albanesi
    http://www.wiesbadener-kurier.de/politik/objekt.php3?artikel_id=1958962

    "Der korrupte Knochen wurde durch die Wahlen aus der Politik beseitigt", verkündete Berisha. Damit meinte er die sozialistischen Minister und hohe Beamte, deren Reichtum aus Schmiergeldern stammt. Aber es bleibt fraglich, ob sich die seit dem Fall des Kommunismus entwickelte Verflechtung der politischen mit der wirtschaftlichen, oft auch kriminellen Macht so leicht auflösen lässt. Nach einem Bericht der Weltbank stammen mindestens sieben Prozent aller Einkommen aus Schmiergeldern. Hinzu kommt der internationale Drogenschmuggel, der den Banden hohe Profite sichert. Bis zu einem Drittel aller in Europa konsumierten Rauschgifte werden über Albanien geschleust, behaupten internationale Polizisten.
    Sehr gute Bemerkung von Salah. Und ein sehr guter Artikel!

    Und deshalb Achtung! :!: Durch die Mafiöse Durchseuchung der PF-Redaktion, werden User gesperrt, wenn man sowas im Politik Forum behauptete. So funtkioniert nun mal die Medien Kontrolle in Deutschlan, bei von der Mafia untwanderten Foren, wo nur noch die Groß Albanische Mafia Propanda der UCK Terroristen erlaubt wurde.

    Die Mafiöse Kontrolle der Redaktion des PF, wurde damals bestens dokumentiert. Und bei albanien.ch im Forum ist es genauso! Nur Mafia Hurra Jubel Schreie sind dort erwünscht.

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