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Kosovo: Illegale Straßenkontrollen
Berichte über Kontrollpunkte der "AlbanischenNationalarmee".

Pristina/Belgrad. Im Westkosovo sind zum zweiten Mal binnen einer Woche Berichte über das Auftauchen von bewaffneten Personen in Tarnanzügen, die illegale Straßenkontrollpunkte errichtet haben, auch von offiziellen Stellen bestätigt worden. Nach Angaben eines Sprechers der regionalen Polizeikräfte wurden unweit von Djakovica Fahrzeuge von Personen in Tarnanzügen angehalten und die Insassen kontrolliert.
Nach Berichten über ehemalige albanische Rebellen, die im Südwesten der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo illegale Kontrollpunkte an Straßen errichten, erhöhte die Polizei in der vergangenen Woche die Sicherheitsmaßnahmen in der Region Drenica. Es soll sich um Angehörige der ultranationalistischen Untergrundorganisation "Armate Kombetare Shqiptare" (AKSh, "Albanische Nationalarmee"), einer Nachfolgeorganisation der 1999 aufgelösten albanischen "Kosovo-Befreiungsarmee" (UCK), handeln. Die AKSh hat den Abzug der Vereinten Nationen aus dem Kosovo gefordert.

Die für ein "Großalbanien" unter Einschluss des Kosovo, Westmazedoniens und von Albanern bewohnter Gebietsteile Serbiens kämpfende AKSh war vor drei Jahren von der UNO-Verwaltung Unmik zur "Terrorgruppe" erklärt worden. Sie hatte die Verantwortung für Sprengstoffanschläge übernommen. Zwei ihrer Anführer, Gafur Adili und Taip Mustafa, waren in Albanien festgenommen, aber durch gerichtliche Verfügung wieder freigelassen worden.