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Im neuen Spiegel 21/2005 Seite 121
Man könnte den Artikel auch so nennen: Die besonderen Vorstellungen der Kosovo UCK Terroristen über Wahlen mittels Anschläge und Morde! KOSOVO: Mörderischer Kampf der Parteien KOSOVO Seite 126 Mörderischer Umgang Auch nach sechs Jahren Uno-Verwaltung leben Pristinas Politiker gefährlich. Trotzdem soll bald über die Zukunft der Krisenprovinz verhandelt werden. Ein gepanzerter Jeep mit abgedunkelten Scheiben stoppt mitten auf der Straße. Heraus springt ein Uno-Polizist; er inspiziert die Gäste des Cafés Tirona in Pristina. Dann erscheint, begleitet von Uno-Bodyguards, einer der Oppositionsführer des Kosovo. Es ist acht Uhr - Zeit für den ehemaligen Exil-Premier Bujar Bukoshi, den gewohnten Frühstückskaffee in seinem Stamm-Café zu trinken. Zumindest auf der Liste potentieller Attentatsopfer führe er jetzt als Nummer eins das Land, scherzt der Arzt und liberale Politiker, der bei der letzten Wahl den Nationalisten hoffnungslos unterlegen war. Denn Todesdrohungen gehören auch sechs Jahre nach dem Eingreifen der Nato-Truppen und der Übernahme durch die Uno-Verwaltung zum politischen Alltag des Kosovo. Sie werden neuerdings per SMS versandt - und sind bitter ernst zu nehmen. Über 50 politisch motivierte Morde hat die unruhige Albaner-Provinz in der Zeit des Uno-Protektorats zu verzeichnen. Der jüngste Bombenanschlag auf den Kosovo-Präsidenten Ibrahim Rugova am 15. März war Insidern zufolge als "letzte Warnung" gedacht. Der Provinzchef befand sich auf dem Weg zu Javier Solana, als der Sprengsatz explodierte. Der außenpolitische EU-Beauftragte wollte Rugova nach dem Rücktritt des als Kriegsverbrecher angeklagten Premiers Ramush Haradinaj zu einer Allparteien-Regierung überreden - eine Idee, die einigen radikalen Gruppen gründlich missfiel. Rugova lehnte Solanas Forderung denn auch prompt ab. Aufgeklärt werden solche Anschläge selten, Zeugen gibt es kaum. Carla Del Ponte, Chefanklägerin des Haager Kriegsverbrecher-Tribunals, verlor bereits vier wichtige Belastungszeugen, die in Prozessen gegen ehemalige Kämpfer der einstigen albanischen Rebellenarmee UÇK aussagen sollten. Alle vier wurden ermordet. Schon seit Jahren bedienen sich sämtliche politischen Gruppen privater Sicherheitsdienste, um ihre Gegner einzuschüchtern. Selbst Rugovas Regierungspartei, die Demokratische Liga Kosovo, steht im Verdacht, solche Aufgaben der Organisation Sigurimi i Atdheut (Sicherheit für die Heimat) zu übertragen. Vor kurzem drohte Sigurimi i Atdheut öffentlich allen Regierungskritikern, sie spielten "russisches Roulette mit sechs Kugeln". Nachdem der Verleger Veton Surroi, Chef der Oppositionspartei Ora, einem hohen Funktionär der Rugova-Partei vorgeworfen hatte, in Attentate verwickelt zu sein, wurde Surrois Parteibüro im Zentrum von Pristina in die Luft gejagt. So mächtig soll Rugovas Heimatschutztruppe inzwischen geworden sein, dass der ewige Rugova-Rivale, der einstige UÇK-Führer Hashim Thaçi, der Uno-Verwaltung ein 500-Seiten-Dossier über die Aktivitäten der Organisation übergab - darunter mit Bestechungsgeldern gekaufte Originalbelege der Heimatschutztruppe. Protokolliert waren angebliche Killeraufträge und Hinweise auf das Eintreiben von Schutzgeldern zwecks Parteienfinanzierung. Mitte April umstellten dann Fahrzeuge der regulären Kosovo-Polizei Rugovas Villa. Beamte entwaffneten die Aufpasser und konfiszierten ein riesiges Waffenarsenal sowie modernste Abhörgeräte. Das milde Fazit der Polizisten: "Es sah nicht danach aus, dass der Präsident sein Sicherheitspersonal kontrolliert hat. Eher umgekehrt." Natürlich hatte Thaçi die Dokumentation nicht selbst erstellt, sondern sein eigener Geheimdienst Shik, der allerdings, wie auch die entsprechenden Organisationen der anderen Kosovoführer, nicht auf sich allein gestellt ist. Frühere Uno-Mitarbeiter berichten, dass Thaçis Männer mit der CIA und Rugovas Helfer mit dem Bundesnachrichtendienst zusammenarbeiten. Der Uno-Verwaltung unter Sören Jessen-Petersen ist der Krieg der Milizen und Agenten mehr als peinlich, denn sie soll den Kosovo-Albanern die Einhaltung internationaler Rechtsstandards bestätigen. Erst dann könnten, sechs Jahre nach dem gescheiterten Versuch des Serbenführers Slobodan Milosevic, die albanische Bevölkerung aus ihrer Heimat zu vertreiben, noch in diesem Jahr die Verhandlungen über den endgültigen Status der Provinz beginnen. Denn die Klärung der brisanten Frage, ob und wann das Kosovo unabhängig werden soll, lässt sich nicht länger aufschieben. Die serbische Regierung widersetzt sich offiziell jeder Abtrennung, wäre aber wohl mit einer Teilung einverstanden, wenn der Nordteil mit der Serbenstadt Mitrovica im Falle einer Unabhängigkeit Belgrad zugeschlagen würde. Als Entschädigung für den Rest der Provinz, so hofft man, werde der Westen auch den Serben in der zu Bosnien zählenden "Republika Srpska" das Recht auf ein Referendum über einen möglichen Anschluss an Serbien zugestehen. Im Kosovo sind sich alle Politiker dagegen einig, dass nur ein unabhängiger Staat für alle zwei Millionen Einwohner das Ergebnis der Verhandlungen sein darf. Besonderes Interesse ruft schon heute eine Studie der Internationalen Balkan-Kommission unter Vorsitz des ehemaligen italienischen Premiers Giuliano Amato hervor, die eine Unabhängigkeit in vier Schritten vorsieht: Auf der Grundlage der faktischen Trennung von Serbien soll die EU die Verantwortung für die Provinz von der Uno übernehmen und die Rechte der ethnischen Minderheiten garantieren. Später sollen alle staatlichen Befugnisse auf die politischen Institutionen des Kosovo übertragen werden. Am Ende stünde die Vollmitgliedschaft eines unabhängigen Kosovo in der EU. Fraglich bleibt, ob sich die Albaner überhaupt auf einen solch langen Weg einlassen werden. Rugova kündigte bereits an, die Unabhängigkeit einseitig auszurufen und in einem Referendum bestätigen zu lassen, falls sie sich nicht schon bis Jahresende klar abzeichne. Nach kurzem Boykott werde dann auch der internationalen Gemeinschaft nichts anderes übrig bleiben, als das Kosovo anzuerkennen. Seite 126 |
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Albo
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Was für eine Flasche bist du überhaupt?
Mr. Gangstakenner? Wer sind die Bloods,Crips usw. ????
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Spitzen-Poster
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Go away, n00b!
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I have a shotgun, a shovel, and five acres behind the house. Do not trifle with me. |
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Spitzen-Poster
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Oder schon vergessen, das vor 2 Jahren sich 2 hohe KPC Leute von Agim Ceku bei einem Sprengstoff Anschlag an einem Strom Mast, selbst in die Luft sprengten und beide einen AKSH und KPC Ausweis hatten und hohe UCK Führer waren. Und @gjergji Das ist ein hoch qualifizierter Spiegel Artikel und wenn Du von den Albanern und den Zuständen dort keine Ahnung hast, das halte doch mal Deine Klappe! Das soll nur ein Väterlicher Ratschlag sein! |
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Frischling
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[quote="lupo-de-mare"]
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