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Kosovo, Serbien und ein unanständiges Angebot

Erstellt von Zurich, 26.02.2008, 15:08 Uhr · 104 Antworten · 3.363 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
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    18.089

    Kosovo, Serbien und ein unanständiges Angebot

    derStandard.at

    [h4]Kosovo, Serbien und ein unanständiges Angebot[/h4]
    Warum belohnt man den Separatismus und bestraft die Demokratie - Kommentar der anderen von Goran Bradič




    Der Kosovo will also unabhängig sein, die EU und viele Staaten unterstützen das. Warum belohnt man den Separatismus und bestraft die Demokratie, fragt man sich in Belgrad. Zorn und Enttäuschung der Serben lassen sich erklären.

    Seit Monaten spalten Argumente für und gegen die Unabhängigkeit der serbischen Provinz Kosovo und Metohija die Welt, die EU-Staaten sowie Völkerrechtsexperten. Durch die einseitige und nichtlegitime Unabhängigkeitserklärung des Kosovo sowie die Anerkennung seitens einiger Staaten wurde die Büchse der Pandora geöffnet. Die Zeit wird anscheinend vor und nach dem 17. Februar gerechnet. An diesem Tag rief das Parlament des Kosovo die Unabhängigkeit aus.



    Nur die Albaner dürfen

    Manche Diplomaten, Politiker und Experten behaupten, der Kosovo sei ein Sonderfall (sui generis) und darf als Präzedenzfall für andere Regionen nicht gelten. Das klingt einfach, ist es aber nicht, wie die Reaktionen von den separatistischen Bewegungen in vielen Regionen zeigen. „Wenn sie (Albaner) das tun können und dürfen, warum gilt dies auch für uns nicht“ – donnern bereits die Separatistenführer in Korsika, dem Baskenland, Südossetien. Wieso können Albaner einen zweiten albanischen Staat auf dem Balkan aufbauen und – zum Beispiel, mehr als 24 Millionen Kurden, zerstreut in vier Staaten – dürfen das nicht.


    Um eines klarzumachen: Serbien setzt sich dafür ein, dass das Völkerrecht, die UN-Charta, die Schlussakte von Helsinki, die UN-Resolution des Sicherheitsrates 1244 über die die Unantastbarkeit der Grenzen und die Souveränität und territoriale Integrität meines Landes, vollkommen respektiert werden. Aber diese Bestimmungen werden sehr „flexibel“ gelesen, verstanden und angewandt – am Beispiel Kosovo.





    Warum erst jetzt?

    Das Argument – Albaner haben wegen Miloševičs Unterdrückung das Recht auf die Unabhängigkeit erworben – ist problematisch. Die separatistischen Bestrebungen der Albaner im Kosovo begannen Jahrzehnte, bevor Miloševič die Macht in Serbien ergreifen konnte.


    Ich will ganz und gar nicht das Vorgehen des ehemaligen Präsidenten rechtfertigen, der ein böser Albtraum nicht nur für Albaner, sondern auch für Serben war. Miloševič wurde im Jahr 2000 gestürzt, er starb 2005, und der Kosovo soll im Februar 2008 unabhängig werden! Warum bekam der Kosovo die Unabhängigkeit nicht 1999?


    Serbien wurde 1999 durch die NATO 78 Tage lang bombardiert. Eine Verteidigungsallianz griff damals die Bundesrepublik Jugoslawien ohne Beschluss des Sicherheitsrates der UN an (!). Seit dem Jahr 2000, nach der demokratischen Wende in Serbien, haben wir uns um die europäische Integration bemüht, wir erfüllten 95 Prozent der Forderungen, wir bewältigten fast alle Hindernisse, wir nahmen fast alle Standards an, wir glaubten an Europa.


    Serbien habe den Kosovo wegen Miloševič verloren, belehrt man uns. Die internationale Gemeinschaft hat Miloševič – gerade nach dem Bombardement durch die UN-Resolution 1244 – die Souveränität und territoriale Integrität des Landes gewährt und die wahre demokratische Führung in Belgrad wird acht Jahre nach dem Sturz von Miloševiè brutal und ungerecht bestraft. Wir verstehen das nicht. Wie unser Außenminister Vuk Jeremiè kürzlich in Wien sagte – „Wenn das nicht Unrecht ist, ist nichts Unrecht.“ Das ist Unrecht, und das tut uns sehr, sehr weh.





    Die Serben leiden

    Im Jahr 1999 gab es etwa 700.000 albanische Flüchtlinge aus dem Kosovo in den benachbarten Staaten. Alle Flüchtlinge sind binnen einiger Wochen zurückgekehrt. Nach 1999 wurden vor den Augen von Nato und Unmik 250.000 Serben und Nichtalbaner vertrieben, 150 serbische Kirchen, religiöse und kulturelle Objekte wurden zerstört.


    Allein während des Pogroms im März des Jahres 2004 haben Albaner in drei Tagen 35 Kirchen und Klöster sowie 800 Häuser niedergebrannt und 5000 Serben vertrieben. Und die Kosovo-Albaner bekommen die Belohnung: einen Staat, den die anderen Staaten auf Druck der USA und einiger EU-Staaten anerkennen sollen.


    Im Kosovo-Krieg gab es etwa 10.000 Tote. In Bosnien und Herzegowina sind während des Krieges mindestens zehnmal mehr Menschen getötet worden. Dort bauen die drei früher verfeindeten Völker eine gemeinsame Armee, eine gemeinsame Polizei, einen Staat auf, der wie alle Balkanländer – wie man in Brüssel versichert – eines Tages EU-Mitgliedstaat werden sollen. Das soll logisch sein. Aber ja – der Kosovo ist ein Sonderfall! Oder nicht? Serbien will auch in die EU, mit dem Kosovo natürlich.


    Wenn die Argumentation für die Unabhängigkeit stimmt, wieso verstehen Spanien, Griechenland, Zypern, die Slowakei, Rumänien, Bulgarien, Indonesien, Südafrika, Russland, China, praktisch alle Staaten Mittel- und Südamerikas und weitere Länder diese „Argumente“ nicht und lehnen die Anerkennung ab?





    Die verkaufte Freiheit

    Wenn man uns Serben sagt, „vergesst den Kosovo, ihr sollt in die Zukunft schauen“, „Serbien soll sich an der EU orientieren“ – dann ist das einfach ein unanständiges Angebot. Wie kann man die Geschichte, Tradition oder Freiheit verkaufen, um wie viele Millionen Euro, welcher Staat würde das tun? Wie gesagt, Serbien will in die EU – mit dem Kosovo, so schnell wie möglich.


    Serben und Albaner leben in Süd-serbien miteinander. Die serbische Regierung – unterstützt durch viele internationale Organisation und Staaten – hat in den vergangenen Jahren in diese Region viel investiert. Die Wirtschaftslage ist (noch) nicht ideal, aber viel besser als vor etwa zehn Jahren. Einige politische Parteien der Albaner beteiligen sich auch bei den letzten Parlamentswahlen und bekamen Abgeordnetensitze im Parlament in Belgrad. Auch die schwierigsten Dinge sind also möglich, wenn man es ehrlich will. (DER STANDARD, Printausgabe, 26.2.2008

  2. #2
    Avatar von Yutaka

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    Warum belohnt man den Separatismus und bestraft die Demokratie - Kommentar der anderen von Goran Bradič
    Zur Person
    Goran Bradič ist Botschaftsrat für Presse und Kultur der Botschaft der Republik Serbien in Wien.





    nanana Zürich, wenn schon dann bitte alles reinposten

  3. #3
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von T1TT0L4R0CC4 Beitrag anzeigen
    Zur Person
    Goran Bradič ist Botschaftsrat für Presse und Kultur der Botschaft der Republik Serbien in Wien.





    nanana Zürich, wenn schon dann bitte alles reinposten
    Mir ging es genau als ich gerade eben
    "Kommentar der anderen von Goran Bradič"
    lesen musste!

  4. #4
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Und wo ist das Problem jetzt? Weil sich ein Serbe zur Lage äussert und die Lage der Serben und die Emotionen zu erklären versucht, ist es automatisch Lüge und Propaganda oder wie?

  5. #5
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Und wo ist das Problem jetzt? Weil sich ein Serbe zur Lage äussert und die Lage der Serben und die Emotionen zu erklären versucht, ist es automatisch Lüge und Propaganda oder wie?

    Das Problem liegt darin das es keine unabhängige gescheige den glaubhafte Quelle und noch dazu vollgepumpt mir Propaganda.

  6. #6

    Registriert seit
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    137
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Weil sich ein Serbe zur Lage äussert und die Lage der Serben und die Emotionen zu erklären versucht, ist es automatisch Lüge und Propaganda oder wie?
    Ja!__________________________

  7. #7
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
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    18.089
    Zitat Zitat von cro_Kralj_Zvonimir Beitrag anzeigen
    Das Problem liegt darin das es keine unabhängige gescheige den glaubhafte Quelle und noch dazu vollgepumpt mir Propaganda.
    Bitte begründe das! Und wo sind hier Propaganda und Lügen. Zeig mir die Zeilen (falls du den Text überhaupt gelesen hast, was ich aber bezweifle). Was ist nicht wahr? Wo happerts?




    Es ist traurig, wie hier manche Gott spielen und schnell Meinungen und Kommentare als Wahrheit oder Propaganda abstempeln.

  8. #8
    cro_Kralj_Zvonimir
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Bitte begründe das! Und wo sind hier Propaganda und Lügen. Zeig mir die Zeilen (falls du den Text überhaupt gelesen hast, was ich aber bezweifle). Was ist nicht war? Wo happerts?




    Es ist traurig, wie hier manche Gott spielen und schnell Meinungen und Kommentare als Wahrheit oder Propaganda abstempeln.
    Hier spielt keiner Gott, außer dir wie du dir erlaubst über andere zu richten.
    Desweiteren ist so gut wie jede zweite Stelle erstunken und erlogen, und der Artikel ist total Anti-Albanisch verfasst und relativiert die Verbrechen der Serben an den Kosovaren.

  9. #9
    Avatar von Cigo

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    7.854
    typisch serbische doppelmoral!

    was war denn anfangs der 90er in der sogennanten "krajina"?

    warum hätte man den serbischen seperatismus belohnen sollen und die kroatische demokratie bestrafen?

    widerlich.....

  10. #10

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    21.09.2007
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    896
    Zitat Zitat von Cigo Beitrag anzeigen
    typisch serbische doppelmoral!

    was war denn anfangs der 90er in der sogennanten "krajina"?

    warum hätte man den serbischen seperatismus belohnen sollen und die kroatische demokratie bestrafen?

    widerlich.....
    Seit wann kann man die Sitaution Anfang der 90er mit der jetztigen des Kosovos vergleichen???
    Das "demokratische" Kroatien hat sich von Jugoslawien getrennt und im selben Moment verloren die Serben Kroatiens ihren Status als Staatstragendes Volk aber egal.....

    Es ist einfach lächerlich da macht sich jmd Mühe und postet nen Beitrag der die serbische Seite näher erläuter und man hört nur "PROPOGANDA"
    Einfach lächerlich

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