BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 41

Der Kosovo-Status und die Situation im Presevo-Tal

Erstellt von Dardania, 26.09.2009, 14:12 Uhr · 40 Antworten · 3.676 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.510

    Der Kosovo-Status und die Situation im Presevo-Tal

    Der Kosovo-Status und die Situation im Presevo-Tal Geschrieben von: Muhamet Ilazi Samstag, 26. September 2009 um 12:59 Uhr
    Presheva-Tal Foto: Erol68
    Der Dialog zwischen Prishtina und Belgrad über den zukünftigen Status von Kosovo teilte die albanische Minderheit (mit ca. 75‘000 Einwohnern) in Südserbien in zwei politische Lager:

    Einerseits in moderate politische Parteien, angeführt von Riza Halimis PDA, die eine Integration der albanischen Minderheit innerhalb des serbischen Staates von Anfang an favorisierte. Andererseits die eher radikale politische Partei rund um Ragmi Mustafa, DPA, die eher einen Anschluss des Presevo-Tals an Kosovo zum Ziel hatte.

    Nach der einseitigen Unabhängigkeitserklärung von Kosovo im Februar 2008 war für alle albanischen Parteien im Presevo-Tal klar, dass eine Lösung für das Presevo-Tal nur innerhalb Serbiens zu suchen ist. Doch war die Enttäuschung der ethnischen AlbanerInnen gegenüber Serbien während dieser Verhandlungen so gross, weil die Probleme im Presevo-Tal vergessen wurden und in den Schatten der Kosovo-Verhandlungen geraten waren. Enttäuscht über den Verlauf des Verhandlungsprozesses und über die Unabhängigkeit Kosovos waren auch die ethnischen SerbInnen und die Regierung in Belgrad. All diese äusseren Faktoren gefährdeten den Frieden der nebeneinander lebenden serbischen und albanischen Bevölkerung im Presevo-Tal.

    Es gibt seit dem Beginn des Dialogprozesses zwischen Belgrad und Prishtina bis heute eine bedenkliche Zunahme der Zwischenfälle und Polizei-Aktionen in Presevo, Bujanovac und Medvedja. Nach der Unabhängigkeit von Kosovo sind Presevo und Bujanovac Zielscheibe der serbischen Regierung geworden, und die Spannungen haben zugenommen.

    Die Region erlebt eine starke Militarisierung durch reguläre Kräfte, Spezialeinheiten und die Gendarmerie. Häufige Patrouillen der Gendarmerie auf den Strassen und Hausdurchsuchungen geben dem albanischen Bevölkerungsteil das Gefühl von Unsicherheit. Die Situation im Presevo-Tal bleibt fragil und angespannt. Sie bringt viele junge Leute auf den Gedanken, die Region zu verlassen. Dazu hat vor allem die Verhaftung der zehn ehemaligen UCK- und UCPMB-Kämpfer im Dezember 2008 beigetragen.

    Ziel von Verhaftungen und Hausdurchsuchungen waren einmal mehr die ehemaligen Kämpfer. Auch bei den neusten Anschläge gegen die Sicherheitskräfte in Bujanovac und Presevo ist davon auszugehen, dass die ehemaligen Kämpfer der UCPMB verdächtigt werden und dass es wieder mehr Hausdurchsuchungen und Verhaftungen geben wird.

    Es droht eine Spirale der Gewalt. Obwohl dieser Personenkreis nach dem Friedensabkommen von Konçulj amnestiert wurde, die neue Anklage sich aber auf behauptete Taten in Kosovo bezieht, die von der Amnestie nicht erfasst wären, fühlen sich diese Leute «im eigenen Haus» nicht mehr sicher. Ungelöst sind Probleme wie der geregelte Gebrauch der albanischen Nationalflagge, die Rückkehr der Flüchtlinge und die Implementierung der Zweisprachigkeit auf der institutionellen Ebene.

    Das Koordinationszentrum für Südserbien (KZS) hat es bis heute nicht geschafft, mit seinen politischen und wirtschaftlichen Massnahmen Südserbien nachhaltig zu stabilisieren. Es finanziert weiterhin Projekte im Presevo-Tal, die die ethnischen Albaner und andere Minderheiten diskriminieren. Vertrauensbildende Massnahmen des KZS sind bis heute ausgeblieben.

    Das Misstrauen der ethnischen Albaner gegenüber diesem Organ und der Zentralregierung ist gross trotz neuster Reformversuche des KZS. Sowohl im öffentlichen als auch im privaten Bereich sind AlbanerInnen bei der Beschäftigung untervertreten. Nur in Infrastrukturprojekten erzielte die Regierung, unterstützt von internationalen Entwicklungsprojekten, bemerkenswerte Fortschritte. Einen kleinen Fortschritt bedeutete anfangs die Bildung der multiethnischen Polizei, doch haben ihr Stellenwert und ihre Handlungsspielräume abgenommen, weil die ethnischen AlbanerInnen nicht proportional an ihr beteiligt wurden. Die Integration der AlbanerInnen in staatliche Institutionen wie Verwaltungsbehörden, Gerichte, Gesundheit und Medien bleibt mangelhaft, bzw. geht nur langsam voran. Ein Prozess der Dezentralisierung hat kaum stattgefunden. Vor allem der Bildungsbereich befindet sich in einer kritischen Phase.

    Die Situation im Presevo-Tal wird davon abhängen, wie Serbien sich in Zukunft in der Kosovo-Frage verhalten wird und wie es sich zu den bisher ungelösten Problemen in Südserbien stellt.

  2. #2

    Registriert seit
    12.09.2009
    Beiträge
    298
    das haben wir alles verrätern zu verdanken hauptsächlich den albanienverrätern den partisanen! zogu auch und 1912 natürlich auch

  3. #3

    Registriert seit
    16.01.2009
    Beiträge
    17.122
    Wenns den Presevo-Albanern nicht gefällt, können sie gerne umziehen.

  4. #4

    Registriert seit
    11.02.2009
    Beiträge
    1.510
    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    Wenns den Presevo-Albanern nicht gefällt, können sie gerne umziehen.
    Danke, aber wir bleiben da wo unsere Vorfahren auch waren.

  5. #5

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    Wenns den Presevo-Albanern nicht gefällt, können sie gerne umziehen.
    anschluss an das mutterland kosovo,
    die serben sollten im kosovo die gleichen rechte erhalten, wie die albaner in presheva, also keine.

  6. #6

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630
    ich lese immer nur davon, daß die Albaner immer und überall angeblich diskriminiert werden, obwohl sie sich als die Vorbildlichsten ausgeben. Sie beklagen sich sogar über ihren "Status" in Hellas, obwohl sie dort zu hunderttausenden illegal eingewandert sind und an sich im Sinne der Rechtstaatlichkeit sofort aus dem Land befördert werden müssten, wie es Frankreich erneut vorgemacht hat am Beispiel illegal Eingewanderter.

    Andererseits wird unverholhen geschrieben, die "Zigenuner" seien in Kosovo unerwünscht; damit sind die Menschen gemeint, die diese Gegend als ihre angestammte Heimat haben, und die sollen unerwünscht sein.

    Vielleicht wachen die Verantwortlichen irgendwann mal auf und bedenken die Finanzeirung bestimmter noch durchzusetzender Enscheidungen erneut, ob sie einem "Staat" Lebenshilfe leisten wollen, dessen "Bürger" schon jetzt solche Inhalte anbieten.

  7. #7

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    warum vertreibt serbien nicht einfach die dortigen albaner..
    hat man doch auch in der rs von bih mit nicht-serben gemacht,
    im norden des kosovo kommen immer mehr albaner zurück...

  8. #8

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    11.391
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    ich lese immer nur davon, daß die Albaner immer und überall angeblich diskriminiert werden, obwohl sie sich als die Vorbildlichsten ausgeben. Sie beklagen sich sogar über ihren "Status" in Hellas, obwohl sie dort zu hunderttausenden illegal eingewandert sind und an sich im Sinne der Rechtstaatlichkeit sofort aus dem Land befördert werden müssten, wie es Frankreich erneut vorgemacht hat am Beispiel illegal Eingewanderter.

    Andererseits wird unverholhen geschrieben, die "Zigenuner" seien in Kosovo unerwünscht; damit sind die Menschen gemeint, die diese Gegend als ihre angestammte Heimat haben, und die sollen unerwünscht sein.

    Vielleicht wachen die Verantwortlichen irgendwann mal auf und bedenken die Finanzeirung bestimmter noch durchzusetzender Enscheidungen erneut, ob sie einem "Staat" Lebenshilfe leisten wollen, dessen "Bürger" schon jetzt solche Inhalte anbieten.
    mein vater hat für olivenbäume in griechenland gezahlt,
    ich zahle heute noch für schafe und olivenbäume,
    meine kinder und deren kinder werden für griechenland zahlen...

    irgendwann wird die "raupe" griechenland auch ein schmetterling...
    man muß nur ganz fest daran "glauben", genauso wird griechenland irgendwann den weihnachtsmann sehen....

    nur daran fest glauben, man hat ja die "echten" christen auf der seite...


  9. #9
    Avatar von Hercegovac

    Registriert seit
    06.04.2008
    Beiträge
    15.011
    Also ich denke, Serbien sollte sich jetzt um Presevo kümmern und nicht erst in 15 Jahren, wo die sich dann unabhängig ausrufen. Es ist klar, dass die Albaner integeriert werden müssen. Kein Weg führt daran vorbei, denn sonst kommt es zur Ghettosierung der Region bzw. Isolation. Ich muss zugeben, dass Riza Halimi ein sehr korrekter Politiker ist, denn ich hab mehrfach seine Reden im serbischen Parlament verfolgt. Ihn jetzt als Verräter darzustllen ist falsch, denn seine Hauptstadt ist Beograd und nicht Pristinia/Tirana. Man sollte die Albaner mehr fördern, genauso, wie man 39 Zigeunerlehrer eingeführt hat etc etc etc ....

    Aber die die nach Unabhängigkeit streben, sollten direkt nach Kosovo oder Albanien ausgwiesen werden.

  10. #10

    Registriert seit
    12.09.2009
    Beiträge
    298
    jaja griechenland der eu schmarrotzer seit über ein drittel jahrhundert nur am subventitionen einsacken!

Seite 1 von 5 12345 LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. Gebietstausch: Nord-Kosovo gegen das Presevo-Tal
    Von Fitnesstrainer NRW im Forum Politik
    Antworten: 409
    Letzter Beitrag: 24.02.2016, 21:04
  2. Antworten: 199
    Letzter Beitrag: 03.05.2011, 18:50
  3. Janes über die kriminelle Situation im Kosovo
    Von lupo-de-mare im Forum Politik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 06.12.2005, 20:31
  4. Kosovo die jetzige Situation!
    Von UJKO im Forum Politik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 17.10.2004, 16:58
  5. Die Situation im Kosovo ist vollkommen aussichtlos
    Von lupo-de-mare im Forum Politik
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 18.08.2004, 17:17