Pressemitteilung vom 12. 01. 2006

STINNER: Kosovo-Statusverhandlungen gehören in die Öffentlichkeit


BERLIN. Zum Besuch des UNMIK (United Nations Mission in Kosovo)-Chefs im Kosovo, Sören Jessen-Petersen, in Berlin erklärt der Balkan-Experte der FDP-Bundestagsfraktion, Rainer STINNER:

Kosovo darf nicht ethnisch geteilt werden. Kosovo darf nicht unkonditioniert unabhängig werden. Kosovo darf nicht zurück unter serbische Verwaltung. Darin ist sich die internationale Gemeinschaft einig.
Die Bevölkerung sowohl in Serbien als auch im Kosovo ist von ihren politischen Führern aber noch lange nicht auf eine Kompromisslösung vorbereitet. Im Gegenteil: Radikale Forderungen haben auf beiden Seiten Hochkonjunktur. Dadurch entsteht eine explosive Lage, in der enttäuschte Nationalisten schnell eine Explosion entfachen können.
Deshalb dürfen die Statusverhandlungen zum Kosovo nicht hinter verschlossenen Türen ablaufen. Der Verhandlungsverlauf und auch die Vorgaben der internationalen Gemeinschaft müssen für die Bevölkerung transparent sein. Nur dann kann, gemeinsam mit einem klaren Bekenntnis europäischer Verantwortung für das Kosovo, die endgültige Statusregelung zu einer friedlichen Entwicklung beitragen.

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