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KOSOVO VERHANDLUNGEN VERSCHOBEN

Erstellt von Louis_Vuitton, 22.01.2006, 12:46 Uhr · 2 Antworten · 381 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Louis_Vuitton

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    751

    KOSOVO VERHANDLUNGEN VERSCHOBEN

    http://tagesschau.de/aktuell/meldung...F1_BAB,00.html

    Symbolfigur für ein unabhängiges Kosovo
    Rugova, der am Samstag im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Lungenkrebs starb, galt vielen Kosovo-Albanern als Symbolfigur für das Streben der Provinz nach Unabhängigkeit von Serbien. Nach der Aufkündigung der Autonomie des Kosovo 1989 durch den damaligen serbischen Machthaber Slobodan Milosevic hatte sich Rugova für einen gewaltfreien Widerstand gegen die Serben eingesetzt.

    Der stets mit Seidenschal auftretende Politiker galt bei den Kosovo-Albanern als "Vater der Nation". Die Regierung der Provinz ordnete ein fünftägige Trauerzeit an; die Beisetzungsfeierlichkeiten sollen am Mittwoch stattfinden.


    Machtkampf um Nachfolge befürchtet
    Wie die Vereinten Nationen und die Europäische Union, äußerte auch die Bundesregierung die Hoffnung, dass die Kosovo-Albaner Rugovas Ziel eines friedlichen und demokratischen Zusammenlebens treu bleiben. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, der Präsident des Kosovo habe seine Ziele auch in schwierigster Zeit mit friedlichen Mitteln verfolgt. Sie äußerte die Hoffnung, dass sich auch die künftige Führung der Provinz den politischen Leitlinien Rugovas verpflichtet fühle. Das Ziel bleibe "ein friedliches, demokratisches und stabiles Kosovo, in dem die unterschiedlichen Ethnien gedeihlich zusammenleben und dessen Zukunft in Europa liegt", hieß es in Merkels Erklärung.

    Nach den Regeln der Übergangsverwaltung übernimmt zunächst Parlamentspräsident Nechat Daci Rugovas Aufgaben. Ein Nachfolger muss innerhalb von drei Monaten gewählt werden. Diplomaten aus europäischen Ländern, aber auch Vertreter der serbischen Minderheit im Kosovo äußerten die Sorge, dass es auf der albanischen Seite nun zu einem Machtkampf kommen werde.


    Nato griff in Konflikt ein
    Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler gründete die Oppositionspartei "Demokratische Liga von Kosovo" und wurde 1992 in international nicht anerkannten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Allerdings trat das Parlament in den frühen neunziger Jahren kaum zusammen.
    Ende der neunziger Jahre verschärften sich die Spannungen in der Provinz. Der Druck aus Belgrad auf die albanische Bevölkerungsmehrheit wuchs, im Kosovo radikalisierten sich die Gruppen. Die Zentralregierung ging mit zunehmender Härte nicht nur gegen die so genannte Kosovo-Befreiungsarmee UCK vor. Viele Kosovaren wurden mit Brandschatzung und Mord vertrieben. Rugova verlor in dieser Periode vorübergehend an Einfluss.


    Seit 1999 unter internationaler Verwaltung
    Die so genannte Balkan-Kontaktgruppe (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, Italien und Deutschland) brachte 1999 Serben und Kosovo-Albaner zu einer Konferenz in Frankreich zusammen und trat für eine weit reichende Autonomie des Kosovo ein. Als die serbische Regierung einem Abkommen die Zustimmung verweigerte, begann die Nato mit Luftangriffen. Es war der erste militärische Einsatz der Allianz außerhalb des Bündnisgebietes.
    Nach vier Monaten stimmte Belgrad einem Friedensplan zu. Das jugoslawische Militär und Polizeieinheiten verließen die Provinz. Viele Serben flüchteten daraufhin aus dem Kosovo. Die Region wurde unter internationale Verwaltung gestellt. Im Jahr 2001 wählten die Kosovaren erstmals offiziell ein eigenes Parlament. Parteienstreit führte jedoch dazu, dass sich die verschiedenen Gruppierungen erst ein Jahr später auf Rugova als Präsidenten des Kosovo einigen konnten. 2005 wurde er im Amt bestätigt.


    Politischer Konflikt bleibt ungelöst
    Die Vollmachten des Präsidenten und seiner Regierung sind jedoch nach wie vor begrenzt. Auch der zukünftige Status des Kosovo ist unklar. Serbien besteht darauf, dass die Provinz Teil des Landes bleibt, während eine Mehrheit der Kosovaren die Unabhängigkeit befürwortet. In vielen Städten der Provinz kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Kosovaren und Serben.

  2. #2
    Avatar von TigerS

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    Re: KOSOVO VERHANDLUNGEN VERSCHOBEN

    Zitat Zitat von Louis_Vuitton
    http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5161060_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

    Symbolfigur für ein unabhängiges Kosovo
    Rugova, der am Samstag im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Lungenkrebs starb, galt vielen Kosovo-Albanern als Symbolfigur für das Streben der Provinz nach Unabhängigkeit von Serbien. Nach der Aufkündigung der Autonomie des Kosovo 1989 durch den damaligen serbischen Machthaber Slobodan Milosevic hatte sich Rugova für einen gewaltfreien Widerstand gegen die Serben eingesetzt.

    Der stets mit Seidenschal auftretende Politiker galt bei den Kosovo-Albanern als "Vater der Nation". Die Regierung der Provinz ordnete ein fünftägige Trauerzeit an; die Beisetzungsfeierlichkeiten sollen am Mittwoch stattfinden.


    Machtkampf um Nachfolge befürchtet
    Wie die Vereinten Nationen und die Europäische Union, äußerte auch die Bundesregierung die Hoffnung, dass die Kosovo-Albaner Rugovas Ziel eines friedlichen und demokratischen Zusammenlebens treu bleiben. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, der Präsident des Kosovo habe seine Ziele auch in schwierigster Zeit mit friedlichen Mitteln verfolgt. Sie äußerte die Hoffnung, dass sich auch die künftige Führung der Provinz den politischen Leitlinien Rugovas verpflichtet fühle. Das Ziel bleibe "ein friedliches, demokratisches und stabiles Kosovo, in dem die unterschiedlichen Ethnien gedeihlich zusammenleben und dessen Zukunft in Europa liegt", hieß es in Merkels Erklärung.

    Nach den Regeln der Übergangsverwaltung übernimmt zunächst Parlamentspräsident Nechat Daci Rugovas Aufgaben. Ein Nachfolger muss innerhalb von drei Monaten gewählt werden. Diplomaten aus europäischen Ländern, aber auch Vertreter der serbischen Minderheit im Kosovo äußerten die Sorge, dass es auf der albanischen Seite nun zu einem Machtkampf kommen werde.


    Nato griff in Konflikt ein
    Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler gründete die Oppositionspartei "Demokratische Liga von Kosovo" und wurde 1992 in international nicht anerkannten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Allerdings trat das Parlament in den frühen neunziger Jahren kaum zusammen.
    Ende der neunziger Jahre verschärften sich die Spannungen in der Provinz. Der Druck aus Belgrad auf die albanische Bevölkerungsmehrheit wuchs, im Kosovo radikalisierten sich die Gruppen. Die Zentralregierung ging mit zunehmender Härte nicht nur gegen die so genannte Kosovo-Befreiungsarmee UCK vor. Viele Kosovaren wurden mit Brandschatzung und Mord vertrieben. Rugova verlor in dieser Periode vorübergehend an Einfluss.


    Seit 1999 unter internationaler Verwaltung
    Die so genannte Balkan-Kontaktgruppe (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, Italien und Deutschland) brachte 1999 Serben und Kosovo-Albaner zu einer Konferenz in Frankreich zusammen und trat für eine weit reichende Autonomie des Kosovo ein. Als die serbische Regierung einem Abkommen die Zustimmung verweigerte, begann die Nato mit Luftangriffen. Es war der erste militärische Einsatz der Allianz außerhalb des Bündnisgebietes.
    Nach vier Monaten stimmte Belgrad einem Friedensplan zu. Das jugoslawische Militär und Polizeieinheiten verließen die Provinz. Viele Serben flüchteten daraufhin aus dem Kosovo. Die Region wurde unter internationale Verwaltung gestellt. Im Jahr 2001 wählten die Kosovaren erstmals offiziell ein eigenes Parlament. Parteienstreit führte jedoch dazu, dass sich die verschiedenen Gruppierungen erst ein Jahr später auf Rugova als Präsidenten des Kosovo einigen konnten. 2005 wurde er im Amt bestätigt.


    Politischer Konflikt bleibt ungelöst
    Die Vollmachten des Präsidenten und seiner Regierung sind jedoch nach wie vor begrenzt. Auch der zukünftige Status des Kosovo ist unklar. Serbien besteht darauf, dass die Provinz Teil des Landes bleibt, während eine Mehrheit der Kosovaren die Unabhängigkeit befürwortet. In vielen Städten der Provinz kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Kosovaren und Serben.
    jo aber glaub wird noch mals verschoben bis die faschos sich einigen können wer der nexste Pate in kosovo wird braucht noch ne zeit

  3. #3
    Avatar von Louis_Vuitton

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    03.11.2005
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    751

    Re: KOSOVO VERHANDLUNGEN VERSCHOBEN

    Zitat Zitat von TigerS
    Zitat Zitat von Louis_Vuitton
    http://tagesschau.de/aktuell/meldungen/0,1185,OID5161060_TYP6_THE_NAV_REF1_BAB,00.html

    Symbolfigur für ein unabhängiges Kosovo
    Rugova, der am Samstag im Alter von 61 Jahren an den Folgen von Lungenkrebs starb, galt vielen Kosovo-Albanern als Symbolfigur für das Streben der Provinz nach Unabhängigkeit von Serbien. Nach der Aufkündigung der Autonomie des Kosovo 1989 durch den damaligen serbischen Machthaber Slobodan Milosevic hatte sich Rugova für einen gewaltfreien Widerstand gegen die Serben eingesetzt.

    Der stets mit Seidenschal auftretende Politiker galt bei den Kosovo-Albanern als "Vater der Nation". Die Regierung der Provinz ordnete ein fünftägige Trauerzeit an; die Beisetzungsfeierlichkeiten sollen am Mittwoch stattfinden.


    Machtkampf um Nachfolge befürchtet
    Wie die Vereinten Nationen und die Europäische Union, äußerte auch die Bundesregierung die Hoffnung, dass die Kosovo-Albaner Rugovas Ziel eines friedlichen und demokratischen Zusammenlebens treu bleiben. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte, der Präsident des Kosovo habe seine Ziele auch in schwierigster Zeit mit friedlichen Mitteln verfolgt. Sie äußerte die Hoffnung, dass sich auch die künftige Führung der Provinz den politischen Leitlinien Rugovas verpflichtet fühle. Das Ziel bleibe "ein friedliches, demokratisches und stabiles Kosovo, in dem die unterschiedlichen Ethnien gedeihlich zusammenleben und dessen Zukunft in Europa liegt", hieß es in Merkels Erklärung.

    Nach den Regeln der Übergangsverwaltung übernimmt zunächst Parlamentspräsident Nechat Daci Rugovas Aufgaben. Ein Nachfolger muss innerhalb von drei Monaten gewählt werden. Diplomaten aus europäischen Ländern, aber auch Vertreter der serbischen Minderheit im Kosovo äußerten die Sorge, dass es auf der albanischen Seite nun zu einem Machtkampf kommen werde.


    Nato griff in Konflikt ein
    Der Schriftsteller und Literaturwissenschaftler gründete die Oppositionspartei "Demokratische Liga von Kosovo" und wurde 1992 in international nicht anerkannten Parlaments- und Präsidentschaftswahlen mit überwältigender Mehrheit zum Präsidenten gewählt. Allerdings trat das Parlament in den frühen neunziger Jahren kaum zusammen.
    Ende der neunziger Jahre verschärften sich die Spannungen in der Provinz. Der Druck aus Belgrad auf die albanische Bevölkerungsmehrheit wuchs, im Kosovo radikalisierten sich die Gruppen. Die Zentralregierung ging mit zunehmender Härte nicht nur gegen die so genannte Kosovo-Befreiungsarmee UCK vor. Viele Kosovaren wurden mit Brandschatzung und Mord vertrieben. Rugova verlor in dieser Periode vorübergehend an Einfluss.


    Seit 1999 unter internationaler Verwaltung
    Die so genannte Balkan-Kontaktgruppe (USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, Italien und Deutschland) brachte 1999 Serben und Kosovo-Albaner zu einer Konferenz in Frankreich zusammen und trat für eine weit reichende Autonomie des Kosovo ein. Als die serbische Regierung einem Abkommen die Zustimmung verweigerte, begann die Nato mit Luftangriffen. Es war der erste militärische Einsatz der Allianz außerhalb des Bündnisgebietes.
    Nach vier Monaten stimmte Belgrad einem Friedensplan zu. Das jugoslawische Militär und Polizeieinheiten verließen die Provinz. Viele Serben flüchteten daraufhin aus dem Kosovo. Die Region wurde unter internationale Verwaltung gestellt. Im Jahr 2001 wählten die Kosovaren erstmals offiziell ein eigenes Parlament. Parteienstreit führte jedoch dazu, dass sich die verschiedenen Gruppierungen erst ein Jahr später auf Rugova als Präsidenten des Kosovo einigen konnten. 2005 wurde er im Amt bestätigt.


    Politischer Konflikt bleibt ungelöst
    Die Vollmachten des Präsidenten und seiner Regierung sind jedoch nach wie vor begrenzt. Auch der zukünftige Status des Kosovo ist unklar. Serbien besteht darauf, dass die Provinz Teil des Landes bleibt, während eine Mehrheit der Kosovaren die Unabhängigkeit befürwortet. In vielen Städten der Provinz kommt es immer wieder zu Spannungen zwischen Kosovaren und Serben.
    jo aber glaub wird noch mals verschoben bis die faschos sich einigen können wer der nexste Pate in kosovo wird braucht noch ne zeit
    Egal wer, hauptsache ein Mann von Format - das wäre mir sehr wichtig.
    Friedlich wird es mit keinem der Ergenbisse aussehen.

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