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Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo

Erstellt von napoleon, 22.02.2008, 19:54 Uhr · 12 Antworten · 955 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    28.01.2008
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    4.024

    Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo

    [h1]Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo[/h1]
    22.02.2008 | 18:30 | KARL GAULHOFER (Die Presse)


    SERBISCHE ORTHODOXIE. Amselfeld, Märtyrer, zerstörte Klöster: Der serbische Zorn hat eine religiöse Tiefenschicht.

    Feuer in Belgrad: Was mit einer brennenden US-Botschaft und einer verkohlten Leiche endete, begann mit zehntausenden Kerzen vor der Kirche des heiligen Sava. Der Protestmarsch der 200.000 hatte vor dem Parlament begonnen. Doch sein Ziel war das zwei Kilometer entfernte Gotteshaus, das größte der serbisch-orthodoxen Kirche. Dort sollte ihr höchster Vertreter, Patriarch Pavle, eine Messe zelebrieren. Weil er krank wurde, vertrat ihn Amfilohje, der Metropolit Montenegros. Die Marschroute war, wie so vieles in der serbischen Geschichte und Gegenwart, ein Symbol. Die Politik von heute, die umstrittene Deutung des Völkerrechts, ist nur der offizielle Startpunkt des Volkszorns. Der Weg zur Kirche war ein Weg zurück an seine Wurzeln, zum Mythos und zur Religion.



    Sollte die Messe in der Sava-Kirche das inszenierte Feuer der Wut mit versöhnlichen Worten löschen? Wohl kaum. Denn schon seit Monaten hatten Religionsvertreter mitgezündelt. Der kosovarische Bischof Artemije forderte, was zuletzt auch radikale Politiker nicht mehr gefordert hatten: eine Rückeroberung des Kosovo. Dabei soll Russland, der große Glaubensbruder, mit Militär und Waffen zu Hilfe eilen. Für den Synod der serbischen Bischöfe nimmt man den Serben mit dem Kosovo „seine Wiege, seine Seele und sein Herz“. Der Wiener russisch-orthodoxe Bischof Hilarion sprach von der „Vernichtung der christlichen Kultur unter Beihilfe der USA und ihrer Alliierten“.

    [h2]Die Religion im Dienste der Politik[/h2]
    Politik und Glaube, weltliche und kirchliche Macht sind in allen orthodoxen Kirchen seit dem Oströmischen Reich eng verknüpft. Ein oft heilbringender, oft aber auch unheiliger Bund, den der Marxismus für wenige Jahrzehnte zerrissen hat. Seit 1989 werden die Bande, am Balkan wie in Russland, neu und fester geknüpft. Treibende Kraft sind Politiker von Milosevic bis Putin. Sie suchen die Unterstützung der orthodoxen Landeskirchen. Wo die Argumente im Diskurs der Politik versagen, sollen die Prediger übernehmen, an die Geschichte erinnern, Moral einfordern oder Emotionen schüren.
    Erst 1999 rang sich Patriarch Pavle zu einer Verurteilung des Milosevic-Regimes durch. Noch 1997 hatte er einen Appell gegen die Haftbefehle für die Kriegsverbrecher Karadzic und Mladic unterschrieben. Sein Vorgänger, Patriarch German, stand 1989 Seite an Seite mit Milosevic auf dem Amselfeld im Kosovo. Die 600-Jahr-Feier der legendären Schlacht eines christlichen Heeres unter serbischer Führung gegen die Türken nutzte der kommunistische Präsident zu einer Brandrede, die den rhetorischen Auftakt zu den Jugoslawienkriegen bildete.




    Serbische Orthodoxe: Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo « DiePresse.com

  2. #2

    Registriert seit
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    275
    an Serben:

    hört auf!
    Ihr entlarvt Euch selbst.
    Wie steht ihr am Ende da?!

    Ihr habt so ein Scheiss-Image in der Welt und habt keinen Bock mal da dran etwas zu arbeiten?

  3. #3

    Registriert seit
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    1.626
    Das die serbisch Orthodoxe Kirche ein wesentliches Element des serbischen Terrors auf dem Balkan ist, sah man schon in Bosnien.

    Srebrenica-Video belegt schwere Vorwürfe gegen Serbisch-orthodoxe Kirche

    Die gegenwärtige Resignation der serbischen Bevölkerung findet man auch in deren Kirche wieder. Ein veritables Armutzeugnis.

  4. #4

    Registriert seit
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    275
    Wenn diese Foto keine Montage ist, dann sind die Serben ganz schön armseelig (geworden) mit ihrem "Russia help".
    Vor wem hatten wir zu Beginn der 90. Angst?

    Wir Kroaten können eher den Russen helfen, als die Russen den Serben.
    So ist das!

  5. #5
    Avatar von skenderbegi

    Registriert seit
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    11.086
    Zitat Zitat von napoleon Beitrag anzeigen
    [h1]Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo[/h1]
    22.02.2008 | 18:30 | KARL GAULHOFER (Die Presse)


    SERBISCHE ORTHODOXIE. Amselfeld, Märtyrer, zerstörte Klöster: Der serbische Zorn hat eine religiöse Tiefenschicht.

    Feuer in Belgrad: Was mit einer brennenden US-Botschaft und einer verkohlten Leiche endete, begann mit zehntausenden Kerzen vor der Kirche des heiligen Sava. Der Protestmarsch der 200.000 hatte vor dem Parlament begonnen. Doch sein Ziel war das zwei Kilometer entfernte Gotteshaus, das größte der serbisch-orthodoxen Kirche. Dort sollte ihr höchster Vertreter, Patriarch Pavle, eine Messe zelebrieren. Weil er krank wurde, vertrat ihn Amfilohje, der Metropolit Montenegros. Die Marschroute war, wie so vieles in der serbischen Geschichte und Gegenwart, ein Symbol. Die Politik von heute, die umstrittene Deutung des Völkerrechts, ist nur der offizielle Startpunkt des Volkszorns. Der Weg zur Kirche war ein Weg zurück an seine Wurzeln, zum Mythos und zur Religion.



    Sollte die Messe in der Sava-Kirche das inszenierte Feuer der Wut mit versöhnlichen Worten löschen? Wohl kaum. Denn schon seit Monaten hatten Religionsvertreter mitgezündelt. Der kosovarische Bischof Artemije forderte, was zuletzt auch radikale Politiker nicht mehr gefordert hatten: eine Rückeroberung des Kosovo. Dabei soll Russland, der große Glaubensbruder, mit Militär und Waffen zu Hilfe eilen. Für den Synod der serbischen Bischöfe nimmt man den Serben mit dem Kosovo „seine Wiege, seine Seele und sein Herz“. Der Wiener russisch-orthodoxe Bischof Hilarion sprach von der „Vernichtung der christlichen Kultur unter Beihilfe der USA und ihrer Alliierten“.

    [h2]Die Religion im Dienste der Politik[/h2]
    Politik und Glaube, weltliche und kirchliche Macht sind in allen orthodoxen Kirchen seit dem Oströmischen Reich eng verknüpft. Ein oft heilbringender, oft aber auch unheiliger Bund, den der Marxismus für wenige Jahrzehnte zerrissen hat. Seit 1989 werden die Bande, am Balkan wie in Russland, neu und fester geknüpft. Treibende Kraft sind Politiker von Milosevic bis Putin. Sie suchen die Unterstützung der orthodoxen Landeskirchen. Wo die Argumente im Diskurs der Politik versagen, sollen die Prediger übernehmen, an die Geschichte erinnern, Moral einfordern oder Emotionen schüren.
    Erst 1999 rang sich Patriarch Pavle zu einer Verurteilung des Milosevic-Regimes durch. Noch 1997 hatte er einen Appell gegen die Haftbefehle für die Kriegsverbrecher Karadzic und Mladic unterschrieben. Sein Vorgänger, Patriarch German, stand 1989 Seite an Seite mit Milosevic auf dem Amselfeld im Kosovo. Die 600-Jahr-Feier der legendären Schlacht eines christlichen Heeres unter serbischer Führung gegen die Türken nutzte der kommunistische Präsident zu einer Brandrede, die den rhetorischen Auftakt zu den Jugoslawienkriegen bildete.




    Serbische Orthodoxe: Es ist ein Kreuz mit dem Kosovo « DiePresse.com

    und gleich werden die gleichen user die alles relativieren auch hier wieder zu worten kommen und alles versuchen zubestreiten und abzulenken.....

  6. #6
    Avatar von Grobar

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    9.644
    Zitat Zitat von RexCroatorum925 Beitrag anzeigen
    Wir Kroaten können eher den Russen helfen, als die Russen den Serben.
    So ist das!
    Das ist jetzt alles leider nur noch Theorie.
    Letztendlich kann man nichts mehr machen.
    Das laeuft jetzt alles nach den Drehbuechern in Moskau und Waschington.
    Ich hoffe das wenn eines Tages tatsaechlich alles vorbei sein sollte
    man diesen Grossmaechten verzeihen kann fuer alles....das hoffe ich echt!

  7. #7

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    275
    za Grobar:

    Remember England:Croatia 2:3.
    Alle Russischen Printmedien sagen am nächsten Tag:"hvala Hrvatska".

    p.s. der Rest der Welt ist uns Kroaten nur bis zum Knie.

  8. #8
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von RexCroatorum925 Beitrag anzeigen
    za Grobar:

    Remember England:Croatia 2:3.
    Alle Russischen Printmedien sagen am nächsten Tag:"hvala Hrvatska".
    Wie die Printmedien in einiger Zeit aussehen moecht ich mir heute gar nicht mehr vorstellen.
    Auch die in Russland oder die in Kroatien werden seiten fuellen mit dieser und jener information.
    Ich war schon lange nicht mehr in Kroatien und ich versichere dir ich werde nach Kroatien fahren demnaechst.
    Egal wie die da die Zeitaufteilung vorgesehen haben fuer alle von uns aber ich werde mir jden dieser Staaten nochmal anschauen.
    Das bin ich mir selbst auch schuldig.
    Zitat Zitat von RexCroatorum925 Beitrag anzeigen
    p.s. der Rest der Welt ist uns Kroaten nur bis zum Knie.
    Gruss!

  9. #9
    Avatar von Schwarzer Georg

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    Zitat von RexCroatorum925
    p.s. der Rest der Welt ist uns Kroaten nur bis zum Knie.
    _________________________________________________

    Prost Mahlzeit

    Bis wohin seit Ihr den Ganzen Welt schon gekommen??? Die euch bis zum Knie, und Ihr denn??

  10. #10

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    Serbien

    Bischof ruft zur Rückeroberung des Kosovo auf



    Die orthodoxe Kirche Serbiens hat angesichts der Unabhängigkeitserklärung des Kosovo zu einer militärischen Rückeroberung der Provinz aufgerufen. Ehemalige serbische Reservisten unternahmen schon den ersten Versuch.

    Bischof Artemije verlangte am Sonntag eine Mobilmachung der serbischen Truppen. Diese sollten die abtrünnige Provinz dann als besetztes Territorium erachten. „Der Kosovo war und wird immer serbisch sein“, sagte der 73-Jährige der Zeitung „Glas Javnosti“.

    Russland solle Militär in Serbien stationieren, das Land mit neuen Waffen aufrüsten und zusätzlich Freiwillige schicken, verlangte der Bischof. Serbien und Russland widersetzen sich massiv einer Unabhängigkeit des Kosovo und haben Strafmaßnahmen angedroht. Die meisten EU-Staaten und die USA haben dagegen signalisiert, ein unabhängiges Kosovo anzuerkennen.

    Serbische Reservisten wollen einmarschieren

    Hunderte ehemalige Reservisten der serbischen Armee versuchten derweil, in das Kosovo einzudringen. Nach Angaben der Belgrader Nachrichtenagentur Beta gelang es der uniformierten Gruppe an der Grenze zunächst, eine Absperrung der serbischen Polizei zu durchbrechen. Dann aber seien sie von Sicherheitsbeamten des Kosovo gestoppt worden.

    Mit ihrer Aktion wollten die ehemaligen Reservisten, die während des Kosovo-Kriegs 1998 bis 1999 für die serbische Armee kämpften, gegen die Unabhängigkeitserklärung des Parlaments in Pristina protestieren. Viele Serben betrachten die abtrünnige, mehrheitlich von Albanern bewohnte Provinz als die Wiege ihrer Nation.



    sollte es nicht lieber "du sollst nicht töten" heissen?anstatt zum krieg und blutvergiesen aufrufen.

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