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Krieg der Worte zwischen Belgrad und Sarajewo

Erstellt von Alina, 07.03.2010, 18:36 Uhr · 288 Antworten · 15.224 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Alina

    Registriert seit
    27.02.2008
    Beiträge
    695

    Krieg der Worte zwischen Belgrad und Sarajewo

    Krieg der Worte zwischen Belgrad und Sarajewo

    07. März 2010, 17:43


    • Ejup Ganić (Archivfoto) sitzt in britischer Untersuchungshaft.
    • Vor der serbischen Botschaft in Sarajewo kommt es immer wieder zu Demonstrationen gegen das Vorgehen Belgrads.
    Streit um angeblichen bosnischen Kriegsverbrecher Ganić reißt alte Wunden auf

    Zwischen Belgrad und Sarajewo tobt ein verbaler Krieg, seit am 1. März der bosnische Universitätsprofessor Ejup Ganić auf dem Londoner Flughafen Heathrow festgenommen wurde. Die Serben, in Serbien und in Bosnien-Herzegowina, applaudieren, die Bosniaken sind empört.
    Ganić, der während des Krieges in Bosnien Mitglied des Republikspräsidiums war, wurde aufgrund eines von Serbien ausgestellten internationalen Haftbefehls und Auslieferungsantrags von den britischen Behörden festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, mitverantwortlich für den Tod von 42 Soldaten und Offizieren der Jugoslawischen Armee (JNA) im Mai 1992 zu sein. Diese Kriegsepisode ist als der "Fall der Dobrovoljacka Straße" bekannt. Ganić bleibt ohne Recht auf Kautionslegung bis 29. März in Untersuchungshaft und wird erst dann wieder einem Richter vorgeführt. Belgrad soll bis dahin den britischen Behörden die Dokumentation gegen Ganić übergeben.
    Im serbischen Haftbefehl steht, dass sich im Mai 1992, nach einem Abkommen mit dem bosnischen Präsidium, die JNA aus Sarajewo zurückzog. Die lange Kolonne von Lkws und Kampfwagen wurde von der internationalen Friedenstruppe Unprofor begleitet. An der Spitze der Kolonne fuhr in einem Kampfwagen der JNA der bosnische Präsident Alija Izetbegović mit dem serbischen Kommandanten in Sarajewo und einem Offizier der Unprofor. Aus serbischer Sicht sollte die Anwesenheit von Izetbegović eine Garantie für den sicheren Abzug der JNA aus Sarajevo sein. Aus der Sicht der Bosniaken hatte die JNA ihren Präsidenten festgenommen und entführt. In den engen Straßen von Sarajewo ließen bosniakische Kämpfer den Wagen mit Izetbegović passieren, blockierten den Rest der Kolonne und eröffneten das Feuer auf die JNA.
    Die Verhaftung von Ganić ist das zentrale Thema serbischer und bosnischer Medien. Im serbischen Staatsfernsehen sprachen überlebende Zeugen aus der Dobrovoljacka Straße über das "Kriegsverbrechen" , die "kaltblütigen Hinrichtungen" und das "Foltern der über 70 Gefangenen" . Belgrad behauptet, dass der Fall aus politischen Gründen bisher unter den Teppich gekehrt worden sei, weil er das "Opferimage" der Bosniaken trüben würde.GENAU das haben sie auch in Den Haag vorgetragen und es wurde dort geprüft und abgelehnt!!!!!
    Hilfe von Thatcher
    In Sarajewo wurden dagegen Unterstützungsdemos für Ganić organisiert. Bosniakische Politiker sprachen von einer "politischen Provokation" , "einer Attacke auf den bosnischen Staat" , dem "Bestreiten des Rechts auf Selbstverteidigung" , einer "rauflustigen serbischen Politik" , dem Versuch der Gleichsetzung der "Henker und ihrer Opfer" . Der früherer hohe Bosnien-Repräsentant Christian Schwarz-Schilling stellte sich auf die Seite von Ganić. Die britische Exministerpräsidentin Margaret Thatcher soll "meinem Freund" Ganić ihre Anwälte zur Verfügung gestellt haben. Sicher ist, dass der Fall ein harter Rückschlag für die wegen ihrer Kriegsvergangenheit ohnehin brüchigen Beziehungen der zwei Staaten ist. (Andrej Ivanji aus Belgrad/DER STANDARD, Printausgabe

  2. #2
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    55.023

  3. #3
    Grasdackel
    Ich bin auf der bosnischen Seite.

  4. #4

    Registriert seit
    16.01.2009
    Beiträge
    17.122
    In den Knast mit diesem Schwein!

  5. #5
    Esseker
    Naja zumindest nur ein Wort-Krieg!

  6. #6
    Avatar von Ludjak

    Registriert seit
    20.05.2009
    Beiträge
    3.577
    Zitat Zitat von Idemo Beitrag anzeigen
    In den Knast mit diesem Schwein!

    Begründung ?

  7. #7
    Absent
    I cak da je on kriv za smrt tija 44 ili 70 Vojnika, neka je, makar 70 Gabeljska Magarad manje koji su mogli da pucaju na civile u Sarajevo.

  8. #8
    Avatar von Pajpina

    Registriert seit
    22.01.2009
    Beiträge
    3.288
    wenn er schuldig ist und serbien beweise aufn tisch legen dann soll er dafür auch gerade stehen und natürlich auch eine gerehte Strafe bekommen !

  9. #9

    Registriert seit
    04.03.2010
    Beiträge
    18.841
    weg mit des monster

  10. #10
    Esseker
    Zitat Zitat von SrbijaBoy Beitrag anzeigen
    weg mit des monster
    weg mit dem Moster...

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