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Warum der Krieg in YU ausbrach und die Folgen

Erstellt von Cobra, 19.03.2011, 12:10 Uhr · 184 Antworten · 6.963 Aufrufe

  1. #181
    Avatar von Josip Frank

    Registriert seit
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    Beiträge
    9.007
    Zitat Zitat von lozic Beitrag anzeigen
    Jeder weiss, dass Karadzic nur eine Marionette war. Ohne die uneingeschränkte finanzielle und materielle Unterstützung von Milosevic hätte er keinen Krieg führen können.

    Wer hatte eigentlich das Dayton Abkommen unterschrieben? Wer waren die Repräsentanten?

    du hast insofern Recht, daß Milosevic den Dayton Vertrag unterschrieben hat. das würde aber bedeuten, dass Serbien in diesem Krieg involviert war und das bestreitet die offizielle serbische Seite.

    Das die Serben in Bosnien und Kroatien keinen Krieg gestartet hätten, ohne den Rückhalt ihres Mutterlandes ist klar. Viel wichtiger sind aber die Ursachen und die Abläufe nach Titos Tod.

  2. #182

    Registriert seit
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    Beiträge
    899
    Zitat Zitat von kiko Beitrag anzeigen
    Das stand da irgend wo. Aber die haben das so larifari verteilt, wie Krabben auf nem Fischmarkt.
    Mein Bruder und ich hatten jeweils was anderes im Pass stehen
    Hmm ist mir nie aufgefallen...
    Muss wohl meinen alten suchen....

  3. #183
    Cvrcak
    Zitat Zitat von lozic Beitrag anzeigen
    Könntest Du mir bitte aufzeigen, wo ich dies behauptet habe?
    Das war eine Frage.

  4. #184

    Registriert seit
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    951
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Die Jugoslawienkriege wurden unter anderem durch die schweren ökonomischen Probleme verursacht, denen sich Jugoslawien in den 1980er Jahren ausgesetzt sah. Eine wesentliche Ursache des Streits zwischen den Republiken lag in der Verteilung der finanziellen Mittel zwischen den Teilrepubliken (ähnlich dem deutschen Länderfinanzausgleich). Angesichts der aufgrund einer Hyperinflation immer geringeren zur Verfügung stehenden Mittel beanspruchten Kroatien und Slowenien als die wohlhabenderen Teilrepubliken größere Teile der bei ihnen erwirtschafteten Mittel für sich, während die ärmeren Länder Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro sowie Serbien mit seinen beiden autonomen Provinzen Kosovo und Vojvodina einen höheren Anteil als Ausgleich für die schlechte Wirtschaftslage für sich verlangten. Dieser Konflikt konnte, auch aufgrund eines nicht klar etablierten Regierungssystems nach Titos Tod 1980, nicht politisch gelöst werden.

    In dieser bereits aufgeheizten Atmosphäre veröffentlichte 1986 die Serbische Akademie der Wissenschaften und Künste das SANU-Memorandum, in dem das politische System Jugoslawiens angegriffen wird und von einer systematischen Benachteiligung des serbischen Volkes die Rede ist. Es sprach von einem „Genozid“ an den Serben im Kosovo. Dieses Memorandum war eine der Initialzündungen für einen immer stärker aufkommenden Nationalismus innerhalb der albanischen und serbischen Volksgruppe, aber auch der anderen jugoslawischen Völker. Besonders durch die Politik von Slobodan Milošević, der seit 1984 Leiter der Belgrader Regionalgruppe und seit September 1987 Parteisekretär des Bundes der Kommunisten Serbiens war, wurden diese nationalistischen Spannungen verschärft. Einen weiteren Auftrieb erhielten diese, als 1989 durch eine unter Milošević mit dem Ziel seiner Machterweiterung initiierte Änderung der serbischen Verfassung die seit 1974 bestehende Autonomie des Kosovo und der Vojvodina abgeschafft wurde. Dies geschah im Rahmen der so genannten Antibürokratischen Revolution. Die politische Führung der Regionen wurde durch Gefolgsleute von Milošević ersetzt.
    Die Autonomieabschaffung 1988 der beiden, politisch gesehen mit Republikenstatus ausgestatteten Autonomien, verschaften der Republik Serbien innerhalb Jugoslawiens eine Art Vetorecht da Milosevic, somit Serbien nun 3 und nicht mehr nur 1 Stimme hatte.

    Duch die in Montenegro ebenfalls problematisch installierte pro Milosevic Regierung hatte Serbien nun 4 von 8 Stimmen im jugoslawischen "Parlament".

    Diese Verfassungswiedrige Machtaneignung führte zum Zerfall Jugoslawiens und 2 Jahre lang blockierten sie alles was für Veränderungen im Lande hätte sorgen können.

    Das war und ist der Grund warum in allen anderen Teilrepubliken überhaupt nationalistische Strömungen an die Macht kamen die ganz klar die Auslösung aus der Geiselhaft Serbiens anstrebten, die wollten sehr wohl ein Jugoslawien aber kein Serboslawien und dieses war es nach 1988 definitiv.

    Zusätzlich angeheizt wurde das politische Klima auch durch nationalistische, antiserbische und antisemitische Äußerungen des späteren kroatischen Staatspräsidenten Franjo Tuđman, der etwa mehrfach betonte, dass er stolz bzw. glücklich sei, „weder mit einer Jüdin noch einer Serbin“ verheiratet zu sein.
    Tudjman war nicht besonders sympathisch allerdings einen verdienten Antifaschisten der vom ersten Tag an Titos Seite als Partisan gegen seine eigene Nation und Land kämpfte als Ustascha und Faschist zu titulieren kann nur klappen wenn man sich serbischer Propagandamanier der 90er bedient ihn dazu noch als einen Grund für den Zerfall zu nennen stellt die Sachlage auf den Kopf, er war lediglich das Resultat serbisch-nationalistischer Bestrebungen innerhalb Jugoslawiens und nicht der Grund für diese.

    Mal abgesehen davon sind viele Aussagen aus dem Kontext gerissen, rein zu Propagandazwecken, genauso wie damals alles kroatische als faschistisch Tituliert wurde.

    Durch das verbreiten von vor allem zur Diskreditierung dienender Propaganda kann man auch unbewusst bewusste Propagandalügen zu geschichtlichem Faktum werden lassen.
    Man sollte aufpassen was man copy/pastet.

    Im Sog der politischen Umwälzungen in den anderen sozialistischen Staaten Osteuropas 1989/90 bildeten sich auch in Jugoslawien neue Parteien, und es kam 1990 zu ersten freien Wahlen in einigen Teilrepubliken, die in Kroatien und Slowenien mehrheitlich von nationalistisch agierenden sowie zur staatlichen Unabhängigkeit strebenden Parteien gewonnen wurden. Nachdem in Referenda in Slowenien und Kroatien (die Krajina-Serben boykottierten jedoch das Referendum) jeweils mit großer Mehrheit für die Loslösung aus dem Staat Jugoslawien gestimmt wurde, proklamierten am 25. Juni 1991 zunächst Slowenien und dann Kroatien ihre Unabhängigkeit, was von Teilen der jugoslawischen Führung als Verfassungsbruch angesehen wurde. Dies war aufgrund unklarer Formulierungen in der Verfassung von 1974 möglich, in der zwar das Selbstbestimmungsrecht der Völker Jugoslawiens festgeschrieben war, aber Modalitäten für einen Austritt der einzelnen Republiken aus der Föderation nicht einmal in Erwägung gezogen worden waren. Die jugoslawische Führung versuchte unter maßgeblichem Einfluss von Milošević, die Unabhängigkeit mit Hilfe der Jugoslawischen Volksarmee (JNA) zu verhindern.
    Wie schon oben erwähnt, weder kam es zur Teilung weil es wo anders Umwälzungen gab, noch wegen einem Vatikan, Genscher oder der westlichen Welt, nach Titos Tot eigneten sich serbische Nationalisten in Form von Milosevic die Macht in Jugoslawien an und spielten diese gegen die anderen Republiken aus.

    Keine der nicht von Milosevic geführten Republiken sah diesem geschehen tatenlos zu und propagierte die Loslösung aus diesem Serboslawien.
    Slowenien, Kroatien, Makedonien und BiH, später sogar Montenegro, die Gründe waren bei allen der Gleiche.

    Zu den Kriegen wäre es ebenfalls nie gekommen wenn die Serben ausserhalb Serbiens diesen Verfassungswiedrigen Weg Milosevics und somit Serbiens nicht mitgegangen wären und lieber zu ihren Heimatrepubliken gestanden hätten.

    Mesic beschrieb das Verhalten der Serben in Kroatien damals (für BiH trifft es genauso zu) mit den Worten: Sie bestellen ihre Felder in Kroatien hoffen aber das es in Serbien regnet.

    Da sie dies nicht taten in der Hoffung sich an Serbien anzuschliessen kam es natürlich zum Krieg da weder die Republik Kroatien noch BiH auf diesen Landhunger eingehen konnte der nur durch etnische Säuberungen hätte vollzogen werden können da es keine historischen oder sonstwie gearteten serbischen Republiken und ethnisch reine Gebiete gab.

  5. #185

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