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Kriselndes Serbien plant Einschnitte im Staatsdienst

Erstellt von TigerS, 08.10.2013, 10:53 Uhr · 35 Antworten · 1.803 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von TigerS

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    Kriselndes Serbien plant Einschnitte im Staatsdienst

    Kriselndes Serbien plant Einschnitte im Staatsdienst

    Wegen der wachsenden Finanzkrise im Land bereitet sich die serbische Regierung auf neue Sparmaßnahmen und Lohnkürzungen im öffentlichen Dienst vor. Vize-Premierminister Aleksandar Vucic warnte im serbischen Fernsehen davor, dass „der Staat fast bankrott" sei.
    Um die Zahlungsunfähigkeit und den Verlust der Kreditwürdigkeit zu verhindern, will die Regierung nun die Gehälter von Staatsbediensteten um mindestens 10 Prozent senken. Laut Vucic sind „zwischen 300.000 und 500.000 Menschen" in dem 7,2 Millionen Einwohner großen Land betroffen. In Serbien ist die Arbeitslosigkeit hoch, ein Viertel aller Menschen im erwerbsfähigen Alter haben keinen Job.
    Bis zum EU-Beitritt dürften noch Jahre vergehen

    Serbiens Regierung dürfte im nächsten Jahr offizielle Beitrittsgespräche mit der Europäischen Union beginnen. Bis das Land aber tatsächlich der EU beitreten wird, dürften noch Jahre vergehen. Wäre Serbien schon heute ein EU-Land, wäre es gemessen am Pro-Kopf-Einkommen der ärmste Staat der Gemeinschaft.
    Anleger reagierten verhalten auf die Äußerungen des Vize-Premiers; die serbischen Anleiherenditen stiegen leicht. Die großen Ratingagenturen Standard & Poor's, Moody's und Fitch waren alle nicht für einen Kommentar zu erreichen. Sie bewerten die serbischen Anleihen jedoch unisono als Ramsch. Zwei der Ratingagenturen bescheinigen dem Land zudem negative Zukunftsaussichten.
    Schwellenlandanalyst Abbas Ameli-Renani von der Royal Bank of Scotland (RBS) schreibt in einer aktuellen Analysenotiz, die Regierung stehe „mit Blick auf ihre bedeutenden Finanzreserven eigentlich nicht am Rande des Bankrotts". Die RBS-Analysten „vermuten, dass sich die Kommentare des Vize-Premiers an die heimische Öffentlichkeit richten", die auf die vermutlich anstehenden „Nominallohnkürzungen für öffentliche Angestellte im Zuge der Wirtschaftsmaßnahmen des Jahres 2014" vorbereitet werden soll.


    Vergangene Woche hat Serbien mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) über einen jederzeit abrufbaren Kredit verhandelt. Anfang letzten Jahres hat der IWF ein früheres Hilfsprogramm über eine Milliarde Euro gestoppt, weil das Land seine finanziellen Verpflichtungen nicht eingehalten hatte.
    Während der weltweiten Finanzkrise lag die jährliche Neuverschuldung der serbischen Regierung hartnäckig über 4 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Im vergangenen Jahr erreichte das Staatsdefizit mit 6,4 Prozent einen Höchststand. Die Wirtschaft schrumpfte gleichzeitig um 1,7 Prozent.
    Serbiens Schuldenberg ist zwischen 2009 und 2012 von 35 Prozent des BIP auf fast 60 Prozent explodiert. Beide Werte liegen oberhalb dessen, was die Europäische Kommission zulässt.
    Vucics Äußerungen zeigten, wie unerfahren der Vize-Premier im Umgang mit den Finanzmärkten sei, sagt Tim Ash, Analyst bei der Standard Bank. Wenn Vucic weiterhin derartige Bemerkungen mache, könnten die Ratingagenturen ihre Noten für die Schulden des Landes noch weiter senken.


    Kriselndes Serbien plant Einschnitte im Staatsdienst - WSJ.de

    gruß

  2. #2
    Avatar von Jovan

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    13.293
    sehr komisch. Täten die tatsächlich alle steuern einziehen (können) währe man nicht so hoch verschuldtet.

  3. #3
    Avatar von Albokings24

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    Zitat Zitat von Jovan Beitrag anzeigen
    sehr komisch. Täten die tatsächlich alle steuern einziehen (können) währe man nicht so hoch verschuldtet.
    Das ist einfach gesagt, meinst du damit z.B. Deine Eltern die im Ausland leben und in Serbien Steuern zahlen sollen oder die Menschen die in Serbien leben ??

  4. #4
    Avatar von Jovan

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    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Das ist einfach gesagt, meinst du damit z.B. Deine Eltern die im Ausland leben und in Serbien Steuern zahlen sollen oder die Menschen die in Serbien leben ??
    natürlich die, die in Serbien leben (zahlen hier ja genug :. Eines der grössten problem da unten ist immer noch diese Verfluchte Korruption, die den Staat unmengen an geld kostet. Zudem herrscht(e) ein ziemlich einfaches Steuersystet - gut man kann auch dabei bleiben, solange auch die Bürger zahlen (können).

  5. #5
    Avatar von H3llas

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    am besten man macht es wie in Afrikanische laender..
    wuerde ich fuer griechenland auch begrueßen anders gehts nicht.

    egal was man macht, braucht man eine Lizenz.

    zb. man will ein Restaurant aufmachen zahlst einmalig 10.000 Euro und musst fuer die nächsten 5 jahren nichts mehr bezahlen..aber man muss alle 5 jahre die Lizenz neu verlängern...keine Gewerbesteuer, keine Einkommensteuer...nichts davon brauchst mehr zahlen, und alles sind glücklich und zufrieden..der staat hat sein geld und der besitzer kann in 5 Jahren in ruhe sein Geschäft aufbauen und geld verdienen.

  6. #6
    Avatar von Albokings24

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    Zitat Zitat von Jovan Beitrag anzeigen
    natürlich die, die in Serbien leben (zahlen hier ja genug :. Eines der grössten problem da unten ist immer noch diese Verfluchte Korruption, die den Staat unmengen an geld kostet. Zudem herrscht(e) ein ziemlich einfaches Steuersystet - gut man kann auch dabei bleiben, solange auch die Bürger zahlen (können).
    Der Serbische, Bosnische, Montenegrinische, Kosovarische, Mazedonische Bürger hat selber kein Geld. Wo nichts ist kann man schlecht was holen !!

  7. #7
    Yunan
    Konsolidierungsmaßnahmen... Da bringen die Ausländer Serbien schön auf neoliberalen EU-Kurs. Die Wirtschaft geht über von den Händen der nationalen Mafia in die Hände der internationalen Mafia.

    Mit dem IWF hat man in Jugoslawien ja schon damals in den '80er Jahren gute Erfahrungen gemacht. Dank des IWF ist nämlich Ende der '80er und Anfang der '90er die Wirtschafts zusammengebrochen und hat so einen wesentlichen Beitrag zum Kriegsbeginn beigetragen.

  8. #8
    Avatar von Dissention

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    9.970
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Konsolidierungsmaßnahmen... Da bringen die Ausländer Serbien schön auf neoliberalen EU-Kurs. Die Wirtschaft geht über von den Händen der nationalen Mafia in die Hände der internationalen Mafia.

    Mit dem IWF hat man in Jugoslawien ja schon damals in den '80er Jahren gute Erfahrungen gemacht. Dank des IWF ist nämlich Ende der '80er und Anfang der '90er die Wirtschafts zusammengebrochen und hat so einen wesentlichen Beitrag zum Kriegsbeginn beigetragen.
    Alternativen ... ? Die Dollarpresse an werfen und einfach ... oh warte, hatten wir in Serbien schon, war schlimmer als jetzt.

    Die vorgestellten Maßnahmen sind in Ordnung:

    - Zusätzliche Besteuerung von überdurchschnittlichen Einkommen aller Staatsbediensteten (20% auf alle Einkommen über 60000 DIN und weitere 5% auf alle über 100000),
    - niedriger MWST-Satz für nichtextenzielle Produkte wird von 8% auf 10% erhöht
    - staatliche Unternehmen werden re-strukturiert (dringend nötig wie ich finde, Serbien muss hier einige Milionen einsparen, so dass diese Unternehmen nicht von Steuergelden finanziert werden)
    - Reduzierung der Subventionen und Abschluss aller geplanten Privatisierungsmaßnahmen
    - Rentensystem wird angepasst, das Niveau Frauen und Männer wird angenähert, Frührente ist nicht mehr abschlagsfrei
    - administrative Kosten werden reduziert (Haushaltsdisziplin)
    - Kürzungen von Boni beim Militär
    - Kürzung der Lohn-Nebenkosten, Einführung eines Soli für höhere Gehälter
    - Neu-Einstellungen im Staatsdienst werden heruntergefahren
    - andere Subventionen werden gestichen
    - Strengere / effektivere Kontrolle im Zoll und Steuerwesen

  9. #9
    Avatar von Jovan

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    Zitat Zitat von Albokings24 Beitrag anzeigen
    Der Serbische, Bosnische, Montenegrinische, Kosovarische, Mazedonische Bürger hat selber kein Geld. Wo nichts ist kann man schlecht was holen !!
    biste dir da ganz sicher

    (ich rede nicht vom normalen Bauern)

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Dissention Beitrag anzeigen
    Alternativen ... ? Die Dollarpresse an werfen und einfach ... oh warte, hatten wir in Serbien schon, war schlimmer als jetzt.

    Die vorgestellten Maßnahmen sind in Ordnung:

    - Zusätzliche Besteuerung von überdurchschnittlichen Einkommen aller Staatsbediensteten (20% auf alle Einkommen über 60000 DIN und weitere 5% auf alle über 100000),
    - niedriger MWST-Satz für nichtextenzielle Produkte wird von 8% auf 10% erhöht
    - staatliche Unternehmen werden re-strukturiert (dringend nötig wie ich finde, Serbien muss hier einige Milionen einsparen, so dass diese Unternehmen nicht von Steuergelden finanziert werden)
    - Reduzierung der Subventionen und Abschluss aller geplanten Privatisierungsmaßnahmen
    - Rentensystem wird angepasst, das Niveau Frauen und Männer wird angenähert, Frührente ist nicht mehr abschlagsfrei
    - administrative Kosten werden reduziert (Haushaltsdisziplin)
    - Kürzungen von Boni beim Militär
    - Kürzung der Lohn-Nebenkosten, Einführung eines Soli für höhere Gehälter
    - Neu-Einstellungen im Staatsdienst werden heruntergefahren
    - andere Subventionen werden gestichen
    - Strengere / effektivere Kontrolle im Zoll und Steuerwesen
    grad da kanns schwer werden. Selbst die Kroaten haben noch mit korruption zu kämpfen und die sind schon drin.

  10. #10
    Avatar von Harput

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    31.08.2013
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    955


    Der Schuldenanstieg ist eigentlich ein Problem von allen Ex-Jugo-Staaten und Albanien. Nur Mazedonien ist sehr stabil. Bei Bosnien sinkt der Schuldenanteil sogar leicht. Ich wette, dass man in Sarajevo sich auf neue Kredite nicht einigen kann und das der Hauptgrund ist.

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