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Kroatien: Land im Umbruch

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 30.06.2006, 09:44 Uhr · 14 Antworten · 907 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Kroatien: Land im Umbruch

    Kroatien hat wegen des Krieges und dann unter dem autoritären Tudjman-Regime über ein Jahrzehnt verloren - Kolumne von Paul Lendvai

    Die Fußballweltmeisterschaft bewegt die Gemüter, die Sieger werden gefeiert, die Verlierer schnell vergessen.

    So schied auch das kroatische Team sang- und klanglos in der Vorrunde aus dem Rennen. Was für die großen Zeitungen und Fernsehanstalten nur eine kleine Nachricht war, wirkte im Land der Verlierer fast wie ein Schicksalsschlag. Zwar streben der kroatische Ministerpräsident Ivo Sanader und seine Regierung mit ganzer Kraft einen erfolgreichen Abschluss der angelaufenen EU-Beitrittsverhandlungen im Laufe des Jahres 2008 an, doch bleibt die Kraft des kroatischen Nationalismus nach wie vor der bestimmende Faktor in der Politik – nicht nur bei der Fußball-WM.

    Dass Kroatien möglicherweise, wie von Sanader erhofft, im Sommer 2009 als 28. Mitgliedsstaat an der Wahl zum Europa-Parlament teilnehmen könnte, ist wohl in erster Linie der tatkräftigen Unterstützung Österreichs und Deutschlands zu verdanken. Die österreichische EU-Präsidentschaft hat wichtige Weichen gestellt und Sanader bedankte sich vor einigen Tagen ausdrücklich auch bei der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel für die Unterstützung. Gespräche mit kroatischen Intellektuellen aus Anlass einer Buchpräsentation in Zagreb und Eindrücke während einer Rundreise in Istrien lassen aber Zweifel an den viel publizierten "europäischen Werten" Kroatiens aufkommen.

    Von der wirtschaftlichen Warte aus ist Kroatien mit einem doppelt so hohen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wie in den Kandidatenländern Rumänien und Bulgarien zweifellos qualifizierter als die beiden Balkanstaaten. Die Wachstumsrate beträgt auch heuer über 4 Prozent und trotz einer Arbeitslosigkeitsrate von 18 Prozent erweist sich der Tourismus als eine Lokomotive des Aufstiegs.

    Ein Fünftel des Inlandsproduktes wird im Fremdenverkehr erwirtschaftet und 15 Prozent der Beschäftigten finden in Dalmatien und Istrien und auf den Adria-Inseln eine Anstellung. In diesem Bereich sind die größten Hoffnungen für die Zukunft, aber nach wie vor gibt es gerade hier auch enorme Schwierigkeiten.

    Deutsche und österreichische Investoren beschweren sich über die mangelnde Rechtssicherheit und die korrupte lokale Bürokratie, die mit allen Mitteln die Macht der Seilschaften retten will. Gerade an der Küste, wie zum Beispiel auf der Insel Hvar oder bei Rovinj werden deutsche und österreichische Hoteliers durch die örtliche Politikerkaste behindert, ja nach großen Investitionen zum Rückzug gezwungen.

    Die immer wieder angekündigte Privatisierung wird durch die lokale Bürokratie verhindert. Hier spielt auch die latente Xenophobie eine große Rolle. Österreich ist nach wie vor der größte Auslandsinvestor mit einem Anteil von 26 Prozent an den Gesamtinvestitionen im Finanzdienstsektor, in der Telekommunikation, in der Medienbranche, im Fremdenverkehr und bei den Umweltdienstleistungen.

    Trotz der österreichischen Hilfe bei der EU beschweren sich bei internen Umfragen die meisten Unternehmer über Bürokratie, Korruption und Schwarzarbeit. Im Korruptionsindex von Transparency International nimmt Kroatien den 67. Platz ein. Was die Freiheit der Wirtschaft betrifft, rangiert das Land laut Heritage Foundation an der 74. Stelle, so weit hinten wie Uganda.

    Kroatien hat wegen des Krieges und dann unter dem autoritären Tudjman- Regime über ein Jahrzehnt verloren. Ministerpräsident Sanader führt das Land durch einen Umbruchsprozess in Richtung Europa. Ohne radikale Reformen im Justizwesen (Vergangenheitsbewältigung!), der Verwaltung, der Subventions- und Privatisierungspolitik wird jedoch der Durchbruch kaum erfolgen.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2497338

  2. #2
    Avatar von Vasile

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    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von Šumadinac
    Von der wirtschaftlichen Warte aus ist Kroatien mit einem doppelt so hohen Bruttoinlandsprodukt pro Kopf wie in den Kandidatenländern Rumänien und Bulgarien zweifellos qualifizierter als die beiden Balkanstaaten. Die Wachstumsrate beträgt auch heuer über 4 Prozent und trotz einer Arbeitslosigkeitsrate von 18 Prozent erweist sich der Tourismus als eine Lokomotive des Aufstiegs.
    Würdest du bitte auch Wachstumsrate und die Arbeitslosenrate Rumäniens und Bulgariens angeben, wenn du schon den BIP der beiden Länder erwähnt hast?

  3. #3
    Avatar von denki

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    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    würd mal sagen das jedes land , an jahrzenten durch den krieg verloren hat - Schade

  4. #4
    Avatar von TigerS

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    04.11.2005
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    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von Yugo
    würd mal sagen das jedes land , an jahrzenten durch den krieg verloren hat - Schade
    ja hast du recht des wegen sollten diese länder auch zusammen arbeiten und versuchen von diesen jahren einparr wieder einzuhollen gemeinsam gehts schneller als einsam

  5. #5

    Registriert seit
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    3.160

    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von TigerS
    Zitat Zitat von Yugo
    würd mal sagen das jedes land , an jahrzenten durch den krieg verloren hat - Schade
    ja hast du recht des wegen sollten diese länder auch zusammen arbeiten und versuchen von diesen jahren einparr wieder einzuhollen gemeinsam gehts schneller als einsam
    Wieso sollten sie sich die Jugoländer aufeinander spezialisieren? Man arbeitet mit dem zusammen der mir die meisten Vorteile bringt. Egal ob Kroatien oder Kongo!

  6. #6
    Avatar von TigerS

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    7.474

    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von USER01
    Zitat Zitat von TigerS
    Zitat Zitat von Yugo
    würd mal sagen das jedes land , an jahrzenten durch den krieg verloren hat - Schade
    ja hast du recht des wegen sollten diese länder auch zusammen arbeiten und versuchen von diesen jahren einparr wieder einzuhollen gemeinsam gehts schneller als einsam
    Wieso sollten sie sich die Jugoländer aufeinander spezialisieren? Man arbeitet mit dem zusammen der mir die meisten Vorteile bringt. Egal ob Kroatien oder Kongo!
    ich sagte nicht sie sollten sich spezialisieren sondern mehr zusammen arbeiten als sies jetzt tut und (Beispiel)warum sollte ich wenn ich kroate wer zuker ausm kongo kaufen wo michs teuerer kommt wegen den trasport kosten wenn ich es gleich von serbischer Zuckerrüben Bauern Kaufen kann ist billiger schneller und spart geld somit profitiert auch die zivilbevölkerung

  7. #7

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    3.160

    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von TigerS
    ich sagte nicht sie sollten sich spezialisieren sondern mehr zusammen arbeiten als sies jetzt tut
    Ja also, sie spezialisieren sich.
    Zusammenarbeit = man spezialisiert sich auf den anderen.

    Und wieso sollten sie überhaupt? Ich kaufe meinen Zuker von dem Land das ihn am billigsten anbieten und nicht von dem mit dem ich mehr zusammenarbeiten sollte.

    ich kroate wer zuker ausm kongo kaufen wo michs teuerer kommen wegen den trasport kosten wenn ich es gleich von serbischer Zuckerrüben Bauern Kaufen kann ist billiger schneller und spart geld somit profitiert auch die zivilbevölkerung
    Das Prinzip meine ich ja. Du hingegen widersprichst dir ohne es zu wissen.

  8. #8
    Avatar von TigerS

    Registriert seit
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    7.474

    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von USER01
    Zitat Zitat von TigerS
    ich sagte nicht sie sollten sich spezialisieren sondern mehr zusammen arbeiten als sies jetzt tut
    Ja also, sie spezialisieren sich.
    Zusammenarbeit = man spezialisiert sich auf den anderen.

    Und wieso sollten sie überhaupt? Ich kaufe meinen Zuker von dem Land das ihn am billigsten anbieten und nicht von dem mit dem ich mehr zusammenarbeiten sollte.

    ich kroate wer zuker ausm kongo kaufen wo michs teuerer kommen wegen den trasport kosten wenn ich es gleich von serbischer Zuckerrüben Bauern Kaufen kann ist billiger schneller und spart geld somit profitiert auch die zivilbevölkerung
    Das Prinzip meine ich ja. Du hingegen widersprichst dir ohne es zu wissen.
    klar kauf ich denn zucker das am billigsten aufmWeltmarkt ist du vergisst aber die transportkosten . ich kenn jetzt nicht den genauen preis bei schiffen aber ich kenn in bei Sattelzügen und es kommt viel billiger rüber und schneller seine ware mit Sattelzüge zu verschicken , seinen zucker aus serbien bosnien albanien griechenland oder sonst einen nachbarn zu kaufen auch wenn der zucker 2 bis 3 cent teurer ist



    und warum wieder sprech ich mich :?

  9. #9

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    3.160

    Re: Kroatien: Land im Umbruch

    Zitat Zitat von TigerS
    klar kauf ich denn zucker das am billigsten aufmWeltmarkt ist du vergisst aber die transportkosten . ich kenn jetzt nicht den genauen preis bei schiffen aber ich kenn in bei Sattelzügen und es kommt viel billiger rüber und schneller seine ware mit Sattelzüge zu verschicken , seinen zucker aus serbien bosnien albanien griechenland oder sonst einen nachbarn zu kaufen auch wenn der zucker 2 bis 3 cent teurer ist
    Das mit dem Zuker und dem Kongo war doch nur ein Beispiel. Darum geht es doch garnicht. Egal vergiss es.

    Es geht darum das du gesagt hast Kroaten, Bosnier und Serben sollten mehr zusammenarbeiten.

    Und ich möchte von dir wissen wieso? Wieso sollten gerade dise 3 Länder zusammenarbeiten, wo es doch z.B. für Kroatien besser wäre sie arbeiten mit Österreich oder Italien zusammen!

  10. #10

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    Trotzdem der bestfunktionierenden Staat auf dem BAlkan

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