Ljube Boskovski soll Polizisten beauftragt haben, sechs Pakistaner und einen Inder als "Terroristen" zu töten

Haftbefehl gegen den mazedonischen Ex-Innenminister Ljube Boskovski. Zagreb - Ein früherer Innenminister Mazedoniens ist in Kroatien wegen des Mordes an sieben Migranten angeklagt worden, den er als Schlag gegen islamistische Extremisten ausgegeben haben soll.

Die kroatischische Staatsanwaltschaft bestätigte der Nachrichtenagentur HINA, dass Ljube Boskovski angeklagt und in Kroatien vor Gericht gestellt werde. Boskovski war vor einem Jahr nach Kroatien geflohen und vor sechs Monaten auf Grund eines mazedonischen Haftbefehls festgenommen worden. Als kroatischer Staatsbürger kann er nicht an ein anderes Land ausgeliefert werden.

Dem früheren mazedonischen Minister wird vorgeworfen, dass Polizisten im März 2002 sechs Pakistaner und einen Inder in seinem Auftrag getötet hätten. Danach hätten sie den Opfern Waffen und Munition untergeschoben, um die Toten wie Terroristen aussehen zu lassen. Angeblich wollte sich Boskovski damit im Westen beliebt machen und zeigen, dass er seinen Teil zu dem von den USA geführten Kampf gegen den Terrorismus beitrage. (Reuters)

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