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Kroatien verlangt Auslieferung

Erstellt von Cigo, 31.03.2009, 09:41 Uhr · 219 Antworten · 6.860 Aufrufe

  1. #121
    Dadi
    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    bleib mal locker...Kleiner....die Tatsache ,dass man strenggläubig ist, macht einen noch lange nicht zu einem guten Menschen und das hatte mit deiner Familie überhaupt nichts zu tun....

    Ich muss nicht in die Kirche rennen um ein guter Mensch zu sein.

    Es gab jede Menge Verbrechen der Tito Schergen gegen die Menschlichkeit und wer dies leugnet oder schönredet ist nicht besser als die Faschisten.

    Du damit wollte ich nur sagen, dass meine Familie, als gläubige Menschen, den gottlosen Satan Tito nach wie vor ehren und im Herzen haben...nicht mehr und nciht weniger. Ich wollte damit nicht sagen, dass meine Leute saugute, ehrliche Menschen sind, sondern dass man als Kroate nachwievor Tito mögen kann.

  2. #122

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  3. #123

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    tito heroj.

  4. #124

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    Mit der Säuberungsaktion, die in ihrer Art und Weise ein genaüs Abbild sowjetischer politischer Praktiken war, fing das Kopieren der Sowjetunion mit allen Konseqünzen für die Bevölkerung erst richtig an. Gleich 1949 wurde systematisch mit der Gründung von Kolchosen begonnen. Die Plünderung des privaten Eigentums der Bevölkerung in ganz Jugoslawien verlief mit denselben theoretischen Phrasen, wie sie zuvor in der Sowjetunion üblich gewesen waren. Die skurril entworfenen Industrialisierungspläne ruinierten sehr schnell die vorhandenen Industriegebiete, die damals vor allem in Kroatien lagen. Abbildungen dieser hochindustrialisierten Zukunftspläne waren in allen Grundschulbüchern vorzufinden und mit Texten versehen, die an Straßenplakate in den sowjetischen Städten erinnerten. Diese Zeit beschrieben die Menschen Jahrzehnte später mit nur einem Satz: Nach der Zeit der Finsternis kam die Zeit des Elends. Die serbischen und slowenischen kommunistischen Gesellschaftspläne wurden dabei voll umgesetzt und durch die dahinterstehenden Personen bestimmt. Serbische Ideen fanden ihre Realisierung mehr in den Kolchosen und bei Eigentumsfragen, die slowenischen mehr bei der Industrialisierung.

  5. #125

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    Die Umsetzung aller dieser Pläne verlief sehr unterschiedlich, nicht nur von einer Teilrepublik zur anderen, sondern auch von Region zu Region. Vor allem bei Kolchosegründungen und ähnlichen Zusammenschlüßen des privaten Eigentums kam es oft zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen den Betroffenen und den kommunistischen Machtträgern vor Ort. Den größten Widerstand gab es in Kroatien und Bosnien-Herzegowina. Dementsprechend existierten die Kolchosen verschieden lang, je nach Region nur einige Monate oder Jahre.
    In einigen Regionen Kroatiens wurden die bis dahin umgesetzten Pläne nach einem halben Jahr unter dem Druck der Bevölkerung von der Partei selbst wieder ganz aus dem Programm gestrichen. In Serbien dagegen existierten Baürnzusammenschlüße dieser Art über viele Jahre. Die Gründung von Kolchosen war jedoch nur ein Teil der neün Regelungen für die Landwirtschaft. Alles das zusammen hatte schlimme Folgen für die Bevölkerung, die meisten waren von Hunger und Not heimgesucht.
    Zur gleichen Zeit fand eine politische "Bildung" der Öffentlichkeit statt. Die politischen Umerzieher zogen von Ort zu Ort und gaben der unter Druck versammelten Bevölkerung ganz klar vor, welche Themen in Gesellschaftsdiskussionen rückständig und völkerfeindlich seien und damit verboten waren. Betroffen davon waren als erstes alle öffentlichen Erzählungen eigener Kriegserlebnisse aus dem Zweiten Weltkrieg. Bis dahin hatte es dabei keine Probleme gegeben, ganz gleich mit wem und wo man darüber redete. Auf einmal wurde es nun für jeden lebensgefährlich, sich über solche Dinge, selbst wenn man es unpolitisch tat, zu äußern. So war es noch 1946 zum Beispiel selbstverständlich, daß während der Kundgebungen auf dem Platz der Republik in Zagreb auch Größen aus der kroatischen Geschichte, wie der 1928 im Belgrader Parlament ermordete Radic, auf politischen Plakaten gezeigt werden konnten. Daß das auch getan wurde, zeigen Fotos dieser Zeit. Nur drei Jahre später war so etwas unvorstellbar. Allein der Besitz eines solchen Plakates hätte, wenn der Fall öffentlich bekannt geworden wäre, seinen Besitzer fünf Jahre Haft gekostet.

  6. #126

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    wie wäre es wenn zurich es auf propaganda art einfach löscht?

  7. #127
    Avatar von kiko

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    10.647
    Zitat Zitat von Triglav Beitrag anzeigen
    meinst du so eins,wie bei 1.33Minuten.......




    Tja, ich kenne genügend Kroaten, die solche Tattoos haben. Bloß nicht ganz so häßlich.

  8. #128

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    Aufgrund des absoluten Verbots jeder kritischen Äußerung über das herrschende System bauten viele Kroaten eine von starkem Mißtraün geprägte persönliche Beziehung zum jugoslawischen Kommunismus auf. Mit diesem Mißtraün der Bevölkerung hatte zürst die Kroatische kommunistische Partei zu kämpfen. Die allgemeine Enttäuschung bewog viele Mitglieder, ihr Parteibuch von sich aus zurückzugeben. Dieses, wie auch die Massenverhaftungen kroatischer Kommunisten, der sogenannten "Moskautreün", im Verlauf der serbischen Parteisäuberung und die personellen Verluste des vergangenen Krieges nahmen der Kroatischen kommunistischen Partei vor allem die langjährigen Mitglieder weg. Dadurch änderte sich das "Bild" des kroatischen Kommunisten in der Bevölkerung stark. Der gewaltsame Sieg der serbischen kommunistischen Linie vernichtete bewußt und schrittweise die Traditionen des kroatischen Kommunismus. Der kroatische Kommunismus wiederum war in seiner frühen Geschichte die Wurzel des späteren jugoslawischen Kommunismus überhaupt gewesen. Die serbischen Kommunisten unterstützten außerdem ab 1947 offen eine Minderheit innerhalb der Kroatischen kommunistischen Partei, die die serbische Linie vertrat.


    siehe auch Ivo´s Vater....

  9. #129
    Avatar von Triglav

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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    du hättest vorher erst so einen Film bringen sollen,dann diesen.Vielleicht wäre es dann möglich sich zu unterhalten.Das ist,was ich ihnen vorwerfe.So wird es nie funktionieren.


  10. #130

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    Kurz darauf fand die totale Aneignung des Begriffes "Antifaschismus" durch den "jugoslawischen Kommunismus" statt und wurde zur "Beseitigung der Feinde des Systems" eingesetzt. Dieses alles vollzog sich nicht etwa verdeckt, sondern durch eine offizielle Erklärung der Kommunisten. Jede "kompromittierte" politische Partei wie auch jede einzelne Person, die mit dem Okkupator zusammengearbeitet hatte, stand somit sofort fest. Tausende unschuldiger Menschen in verschiedenen Teilen Jugoslawiens wurden von selbsternannten Antifaschisten innerhalb kurzer Zeit und lange nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einfach umgebracht. Gleichzeitig fanden auch Schauprozeße des sogenannten Volksgerichtes über zahlreiche Kroaten statt.

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