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Kroatiens Präsident warnt vor neuem Balkan-Konflikt

Erstellt von Grasdackel, 08.10.2008, 17:48 Uhr · 354 Antworten · 11.376 Aufrufe

  1. #1
    Grasdackel

    Kroatiens Präsident warnt vor neuem Balkan-Konflikt

    Kroatiens Präsident warnt vor neuem Balkan-Konflikt


    Alarmsignal vom Balkan: Nach Einschätzung des kroatischen Präsidenten Stipe Mesic steht der fragile Drei-Völker-Staat Bosnien-Herzegowina vor dem Zusammenbruch. Wenn der Serbenrepublik die Abspaltung gelinge, sagte Mesic SPIEGEL ONLINE, drohe Europa ein neuer Krieg.

    Berlin - Der Mahnruf des kroatischen Präsidenten klingt alarmierend: Ein Auseinanderbrechen der Republik Bosnien-Herzegowina - forciert vom dortigen Serbenführer Milorad Dodik - könne in einer Katastrophe enden, sagt Stipe Mesic gegenüber SPIEGEL ONLINE in Zagreb. Er warnt die Europäer vor der Gefahr eines neuen, blutigen Konflikts auf dem Balkan. Schlimmstenfalls werde ein fundamentalistischer Rumpfstaat der Muslime um Sarajevo übrigbleiben, "Europas Palästina und ein Hort für Terroristen".



    Kroatischer Staatschef Mesic: "Die Serbische Republik ist ein Pulverfass"
    Mesic, Staatschef Kroatiens in der zweiten Amtsperiode, war bis 1990 letzter Präsident des alten Jugoslawiens vor dessen Auflösung. Der aus Slawonien stammende, 73 Jahre alte Jurist gilt als der erfahrenste Akteur unter den Politikern der sieben Nachfolgestaaten. Seine Sorge, dass es nach den verheerenden Bürgerkriegen der neunziger Jahre erneut zu ethnischen Konfrontationen und Vertreibungen sowie der gewaltsamen Verschiebung von Grenzen auf dem Balkan kommen könnte, gilt vor allem dem innerlich zerrissenen Dreivölkerstaat Bosnien-Herzegowina.

    Die Republik besteht seit Kriegsende unter einer schwachen Zentralregierung aus zwei Landesteilen: der muslimisch-kroatischen Föderation und der serbischen Teilrepublik. Über diesem Gebilde thront, gleichsam als Oberaufpasser der internationalen Gemeinschaft, der "Hohe Repräsentant", derzeit der Tscheche Miroslav Lajak.

    "Ein neuer Milosevic"

    Starker Mann im Lande ist der bullige Serbenführer Milorad Dodik, 39, ein umtriebiger Geschäftsmann und ehemaliger Basketballspieler. In den Kommunalwahlen am vergangenen Sonntag, bei denen jeweils die Nationalisten siegten, waren in der Republika Srpska die sogenannten Unabhängigen Sozialdemokraten Dodiks erfolgreich. Das dürfte die Stellung des selbstherrlichen Premiers der serbischen "Entität" weiter stärken. Mehrmals hat Dodik - zumal nach der Unabhängigkeit Kosovos von Serbien - mit einer Volksabstimmung gedroht, um die Abspaltung seines Landesteils von Bosnien-Herzegowina als eigenständigen Staat durchzusetzen.

    Dodik sei "ein neuer Milosevic", sagt Kroatiens Präsident Mesic anklagend. "Sein Werk, die auf ethnischen Säuberungen und Völkermord gegründete Serbische Republik, lebt noch immer", . Bosniens Serbenführer betreibe die gleiche Politik wie der einstige Belgrader Machthaber, der sich vor dem Den Haager Kriegsverbrechertribunal zu verantworten hatte und während seines Prozesses an Herzinfarkt starb.

    Das ständige Infragestellen der Existenz von Bosnien-Herzegowina durch Dodiks Drohungen mit einem Abspaltungsplebiszit dürfe von der internationalen Gemeinschaft nicht länger hingenommen werden. Deshalb fordert Mesic die sofortige Amtsenthebung des Serbenpremiers durch den Hohen Repräsentanten Lajak, wozu der alle Vollmachten besitze: "Wenn Dodik sagt, er erkenne Bosnien-Herzegowina nicht an, dann muss er morgen weg vom Tapet sein. Aber dafür müsste Lajak Kraft haben und die Unterstützung aus Brüssel, Washington und von der Nato bekommen".

    Sarajevo als Zentrum des Terrorismus?

    Dodik sei fest davon überzeugt, so Mesic, "dass Europa ermüdet ist und er seine Macht festigen kann". Das dürfe indes nicht geschehen, denn die Folgen wären verhängnisvoll, "dieser Mann hält Sprengstoff in seinen Händen". Käme es zu einer Abspaltung der Serbischen Teilrepublik, würden unweigerlich die bosnischen Kroaten ebenfalls ausscheren und sich dem Nachbarland Kroatien anschließen. Viele bosnische Kroaten besäßen bereits den kroatischen Zweitpass, "und das ist sehr gefährlich".

    Solch ein Szenario ist für Kroatiens Staatschef eine Horrorvision. Nach dem Auseinanderbrechen von Bosnien-Herzegowina "hätten wir als Rest dort einen islamischen Staat, ein neues Palästina. Und dieser Staat wäre umzingelt von Feinden". Um überhaupt existieren zu können, wäre dieses Gebilde auf die Unterstützung durch fundamentalistische Regime angewiesen und auf die Zusammenarbeit mit radikalen Islamisten. "In Sarajevo würde dann ein Zentrum des Terrorismus entstehen".

    Europa nehme Dodik auf die leichte Schulter, fürchtet Mesic, "die Serbische Republik ist ein Pulverfass, das jederzeit in die Luft fliegen kann".




    Bosnien-Herzegowina: Kroatiens Präsident warnt vor neuem Balkan-Konflikt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik

  2. #2
    Avatar von meko

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    15.05.2007
    Beiträge
    10.778
    mesic ist der klügste mann am balkan,..
    BiH braucht einen wie ihn!

  3. #3
    Cvrcak
    Vehabije skrivena prijetnja u BiH

    PRIPADNICI VEHABIJSKOG POKRETA predvođeni Jusufom Barčićem slavodobitno su promarširali središtem Sarajeva i tako demantirali tvrdnje Islamske zajednice prema kojima tog ekstremnog pokreta u BiH nema

    Vehabije juri?aju na BiH d?amije – NACIONAL

    Ich habe auch schon irgendwo gelesen das es in Sarajevo eine Polizei-Einheit gibt die nach den Gesetzen des Islams dort die Bevoelkerung bestrafen. Vorallem die die sich zu westlich benehmen.

  4. #4

    Registriert seit
    14.07.2004
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    9.454
    Im Prinzip läuft es hinaus wie damals ,als die EU bzw Nato gewartet hat, sonst hätte es keinen Krieg in dieser Form gegeben.

    Leider ist es zu spät, denn man hätte 95 diese Retorten RS mit politischen Druck vertreiben können. Jetzt ist das Kind in den Brunnen gefallen....


    Europa und die Welt hat durch die Finanzen ganz andere Probleme,als dieses unbedeutende Bosnien....aber wird dann wie bei einem Vulkan aus dem Schlaf gerissen...

  5. #5
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von Cvrcak Beitrag anzeigen
    Vehabije skrivena prijetnja u BiH

    PRIPADNICI VEHABIJSKOG POKRETA predvođeni Jusufom Barčićem slavodobitno su promarširali središtem Sarajeva i tako demantirali tvrdnje Islamske zajednice prema kojima tog ekstremnog pokreta u BiH nema

    Vehabije juri?aju na BiH d?amije – NACIONAL

    Ich habe auch schon irgendwo gelesen das es in Sarajevo eine Polizei-Einheit gibt die nach den Gesetzen des Islams dort die Bevoelkerung bestrafen. Vorallem die die sich zu westlich benehmen.

    ich versichwere dir das das alles übertrieben ist , ich war in sarajewo und kann sagen das es sowas nicht gibt!

  6. #6
    Grasdackel
    Ich bin der gleichen Meinung wie Mesic, die größte Gefahr für BiH sind die dortigen Serben.

  7. #7
    Avatar von meko

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    10.778
    Zitat Zitat von Zahnfleischbluter Beitrag anzeigen
    Ich bin der gleichen Meinung wie Mesic, die größte Gefahr für BiH sind die dortigen Serben.

    wäre der krieg nicht so abgelaufen wie er ist. würden wir auch nicht so viele vehabi-abi´s in BiH sehen!

  8. #8
    Avatar von Zurich

    Registriert seit
    05.02.2007
    Beiträge
    18.089
    So ein Quatsch!

    Einen Krieg wird es nicht geben weil:
    * Niemand dort einen zweiten Krieg will
    * Die Armee eh am Arsch sind bzw. kaum vorhanden. Mit was sollen sie aufeinander los gehen? Mit Steinen und Stöcken?
    * Die EUFOR ist dort und damit ein Krieg unmöglich


    - Nichts als Panikmacherei von Mesic. Und es sind nicht die Serben, die am Friedensplan von Dayton rütteln. Schon gar nicht Dodik. Er hat weder gesagt, dass er BiH als Staat nicht anerkenne, noch hat er gesagt, dass er sich für die Unabhängigkeit der RS einsetzt. Das was dort oben steht, stimmt einfach nicht!!! Er hat bloss mit einem Referendum gedroht, FALLS man diese serbische Autonomie abzuschaffen versuche. Die Serben wollen eine eigene Identität bewahren (sprich: Serben sein (in BiH) und nicht Bosnier) und keine Unabhängigkeit! Wenn jemand dies auslöschen will, muss sich nicht wundern, wenn man sich nicht wehrt.

    Den Bosniaken geht es nicht um die Abschaffung der RS als autonome Region innerhalb der BiH, sondern um die Abschaffung der serbischen Identiät. Sprich: Fahne, Wappen, Sprache (in der Schule), Geschichte (in der Schule), Symbole in den Städten, Kyrillische Schrift,...etc...etc... und nicht eine Verwaltungslinie auf einer geografischen Karte. Ich meine... es fängt ja schon an, dass Unmut herrschte, weil beim Fussball-Spiel SCG-BIH die bosnischen Serben alle für SCG waren und nicht für BIH. Dies löste lange und endlose TV-Disskussionen und Unmut in den bosniakischen Medien. Man will einfach nicht akzeptieren, dass sich gewisse Leute als Serben ansehen wollen und nicht als Bosnier (=> Serbische Identität). Und wenn man da eben rüttelt (und es sind diesmal nicht die Serben), werden Probleme geschaffen.

    Ich kann gut verstehen, dass nach all dem was die Bosniaken im Krieg erleideten am liebsten gar nichts serbisches sehen möchten (nichteinmal das Wort Serb. oder irgendwas was damit zu tun hat). Aber jetzt dagegen anzukämpfen, schafft (wie oben erwähnt) nur neue Probleme.

    - Mir persöhnlich ist das Serbentum nicht wichtig. Ich brauch keine Serbische Fahne vor meiner Haustüre, kyrillische Schrift brauch ich auch nicht, dass ich serbisch rede, sagte ich nie und werde es auch nie sagen,...etc....etc... Dass eben Leuten über bestimmten Gemeinden (welche dort die Mehrheit bilden) dies anders sehen und solche Sachen ihnen wichtig sind, muss man akzeptieren. Jetzt da mit der Brechstange anzukämpfen bringt nur Ärgernis und neue Probleme.

    Und jetzt Mal im ernst. Wieso sollte dieses BiH nicht funktionieren? Wirtschaftlich geht es ja. Kann mir irgendjemand wirtschaftliche Gründe aufzählen, warum so was nicht funktionieren kann???
    Es geht also nicht um die wirtschaftlichkeit von BiH im Bezug auf die RS (mit oder ohne RS), es geht bloss um emotionale Sachen, dass eben vielen diese RS ein Dorn im Auge ist. Es geht also nicht um verbesserung der Wirtschaftlichkeit sondern nur (aber auch NUR) um Emotionen. Man will sie nicht haben, obwohl BiH auch als Nicht-Zentralstaat wirtschaftlich funktionieren würde.




    PS: Ein gewisser Milosevic hat einmal mit seiner Tyranei eine Autonomie abgeschaft und wie die Reaktionen bei der betroffenen Bevölkerung ausfielen, wissen wir ja alle.

  9. #9
    Grasdackel
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    So ein Quatsch!

    Einen Krieg wird es nicht geben weil:
    * Niemand dort einen zweiten Krieg will
    * Die Armee eh am Arsch sind bzw. kaum vorhanden. Mit was sollen sie aufeinander los gehen? Mit Steinen und Stöcken?
    * Die EUFOR ist dort und damit ein Krieg unmöglich


    Ich trau Dodik und Konsorten durchaus zu noch viele weitere Kriege zu wollen.

  10. #10
    Avatar von Ivo2

    Registriert seit
    13.07.2004
    Beiträge
    19.007
    Ich möchte dich nicht komplett zitieren.
    Aber wo liegt das Problem, wenn sich jemand serbischer, kroatischer oder muslimischer Bosnier nennt?
    Sorry, aber Mesic hat genau das Wiedergegeben, was Dodik gesagt hat.

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