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Le Pen besucht Serbien

Erstellt von Revolut, 19.08.2006, 15:51 Uhr · 81 Antworten · 2.890 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    Le Pen besucht Serbien

    Le Pen startet seinen Wahlkampf in Serbien
    Französischer Ultranationalist kommt zu mehrtägigem Besuch nach Vrsac
    Belgrad - Der französische Ultranationalist Jean-Marie Le Pen will Medienberichten zufolge einen Privatbesuch in Serbien dazu nutzen, erneut sein Rennen um das Präsidentenamt in Frankreich im nächsten Jahr zu starten. Eine Gelegenheit dazu soll der Chef der rechtsextremen Partei "Front National" (FN) am Sonntag in der Kleinstadt Vrsac erhalten.

    Motorradrennen


    Le Pen wird ein Motorrad-Rennen eröffnen und nach Angaben des Veranstalters Dragoslav Perisic eine fünfminutige Rede halten. Perisic, ein langjähriger Freund Le Pens aus Serbien, kennt den französischen Politiker aus der Zeit, als er selbst in Frankreich lebte. Die Liebe zum Motorradsport verbindet die beiden.

    Für Le Pen wird dies nicht sein erster Besuch in Serbien sein. Im Jahr 1997 lud ihn der Ultranationalistenführer Vojislav Seselj, der sich nun bereits seit drei Jahren im Gefängnis des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals befindet, nach Belgrad ein. Le Pen soll daraufhin Seselj einen Wagen geschenkt haben.

    Wenig Begeisterung

    Die Parteifreunde Seseljs aus der Serbischen Radikalen Partei (SRS) zeigten sich dieses Mal über den Besuch Le Pens nicht sonderlich begeistert. Die Partei will am Montag zwar einen Empfang in Belgrad geben, der amtierende Parteichef Tomislav Nikolic wird allerdings durch seine Abwesenheit glänzen. Auch von offiziellen Stellen wird Le Pen nicht empfangen werden.

    Es würde ihn wesentlich mehr freuen, würde sein Land von Politikern besucht werden, die in Europa als Demokraten bekannt seien, meinte der Präsident des Vojvodina-Parlamentes, Bojan Kostres.(APA)

  2. #2
    Avatar von albaner

    Registriert seit
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    3.862

    Ein rechtsextremer Ehrengast in Serbien

    Ein rechtsextremer Ehrengast in Serbien
    Jean-Marie Le Pen beginnt Kampagne für französischen Wahlkampf auf dem Balkan


    Sichtlich gut gelaunt spazierte Jean-Marie Le Pen am Wochenende durch die nordserbische Provinzstadt Vrsac: Freunde hätten ihn eingeladen, um am Sonntag die Motorrad-Balkanmeisterschaft zu eröffnen, sagte der Chef der französischen rechtsradikalen Front National. Mit seinem Besuch in Serbien beginne er die Kampagne für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2007, erklärte er gegenüber der Tageszeitung Glas javnosti. Denn er rechne mit den Stimmen der rund 100.000 in Frankreich lebenden Serben.

    Le Pen riet Belgrad, den wegen Kriegsverbrechen gesuchten bosnisch-serbischen General Ratko Mladiæ nicht an das UNO-Tribunal in Den Haag auszuliefern, weil dieses den Serben gegenüber "voreingenommen" sei. Der Kosovo, der zu über neunzig Prozent von Albanern bewohnt wird, die nun die Unabhängigkeit anstreben, sei eine "Warnung" für alle großen Länder, die sich einer repressiven Einwanderungspolitik widersetzten.

    Die Türkei habe wegen zivilisatorischer und historischer Unterschiede nichts in der EU zu suchen, ebenso wenig wie Albanien und Bosnien und Herzegowina, sagte Le Pen.

    Es sei eine Schande, dass ein Mann, der wegen seiner neofaschistischen und rassistischen Ideen aus dem EU- Parlament hinausgeschmissen wurde, in Serbien als Ehrengast zu einer Sportveranstaltung eingeladen werde, meldeten sich bürgerliche Oppositionsparteien in Vrsac zu Wort. Mit Transparenten "Wir wollen keinen Extremismus" demonstrierten mehrere Dutzend Menschen gegen Le Pen. Der Parlamentspräsident der Vojvodina, Bojan Kostres, rief die Gemeinde Vrsac als Sponsor des Motorradrennens auf, ein öffentliches Auftreten von Le Pen zu verhindern.

    Serbische Behörden äußerten sich nicht zu Le Pens Besuch. Die Spitze der ultranationalistischen "Serbischen Radikalen Partei" (SRS) bestätigte, dass sie sich in Belgrad mit Le Pen über die Intensivierung der Zusammenarbeit aller nationalen europäischen Parteien unterhalten werde, um Widerstand gegen die Globalisierung und die Dominanz der USA zu leisten.

    Die SRS ist laut Umfragen mit rund vierzig Prozent die mit Abstand stärkste Partei in Serbien. Parteiführer Vojislav `eaelj steht wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor dem UN-Tribunal in Den Haag. Le Pen beklagte sich, dass man ihm nicht erlaube, seinen "Freund `eaelj" im Haager Gefängnis zu besuchen, auf dessen Einladung er vor neun Jahren zum ersten Mal nach Serbien kam.

    Hier riecht es nicht gut: Jean-Marie Le Pen erklärt bei einer Pressekonferenz in Belgrad, warum eine repressive Einwanderungspolitik absolut notwendig ist.


    derstandart.at

  3. #3

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    Re: Ein rechtsextremer Ehrengast in Serbien

    Zitat Zitat von albaner
    Ein rechtsextremer Ehrengast in Serbien
    Jean-Marie Le Pen beginnt Kampagne für französischen Wahlkampf auf dem Balkan


    Sichtlich gut gelaunt spazierte Jean-Marie Le Pen am Wochenende durch die nordserbische Provinzstadt Vrsac: Freunde hätten ihn eingeladen, um am Sonntag die Motorrad-Balkanmeisterschaft zu eröffnen, sagte der Chef der französischen rechtsradikalen Front National. Mit seinem Besuch in Serbien beginne er die Kampagne für die Präsidentschaftswahlen in Frankreich 2007, erklärte er gegenüber der Tageszeitung Glas javnosti. Denn er rechne mit den Stimmen der rund 100.000 in Frankreich lebenden Serben.

    Le Pen riet Belgrad, den wegen Kriegsverbrechen gesuchten bosnisch-serbischen General Ratko Mladiæ nicht an das UNO-Tribunal in Den Haag auszuliefern, weil dieses den Serben gegenüber "voreingenommen" sei. Der Kosovo, der zu über neunzig Prozent von Albanern bewohnt wird, die nun die Unabhängigkeit anstreben, sei eine "Warnung" für alle großen Länder, die sich einer repressiven Einwanderungspolitik widersetzten.

    Die Türkei habe wegen zivilisatorischer und historischer Unterschiede nichts in der EU zu suchen, ebenso wenig wie Albanien und Bosnien und Herzegowina, sagte Le Pen.

    Es sei eine Schande, dass ein Mann, der wegen seiner neofaschistischen und rassistischen Ideen aus dem EU- Parlament hinausgeschmissen wurde, in Serbien als Ehrengast zu einer Sportveranstaltung eingeladen werde, meldeten sich bürgerliche Oppositionsparteien in Vrsac zu Wort. Mit Transparenten "Wir wollen keinen Extremismus" demonstrierten mehrere Dutzend Menschen gegen Le Pen. Der Parlamentspräsident der Vojvodina, Bojan Kostres, rief die Gemeinde Vrsac als Sponsor des Motorradrennens auf, ein öffentliches Auftreten von Le Pen zu verhindern.

    Serbische Behörden äußerten sich nicht zu Le Pens Besuch. Die Spitze der ultranationalistischen "Serbischen Radikalen Partei" (SRS) bestätigte, dass sie sich in Belgrad mit Le Pen über die Intensivierung der Zusammenarbeit aller nationalen europäischen Parteien unterhalten werde, um Widerstand gegen die Globalisierung und die Dominanz der USA zu leisten.

    Die SRS ist laut Umfragen mit rund vierzig Prozent die mit Abstand stärkste Partei in Serbien. Parteiführer Vojislav `eaelj steht wegen mutmaßlicher Kriegsverbrechen vor dem UN-Tribunal in Den Haag. Le Pen beklagte sich, dass man ihm nicht erlaube, seinen "Freund `eaelj" im Haager Gefängnis zu besuchen, auf dessen Einladung er vor neun Jahren zum ersten Mal nach Serbien kam.

    Hier riecht es nicht gut: Jean-Marie Le Pen erklärt bei einer Pressekonferenz in Belgrad, warum eine repressive Einwanderungspolitik absolut notwendig ist.


    derstandart.at
    Thema existiert bereits.

    :arrow: Müll

  4. #4
    Avatar von Schiptar

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    Daß Le Pen freundschaftliche Beziehungen zur SRS unterhält, ist ja nichts Neues. Aber als Ehrengast eingeladen zu werden? Krass.

    Aber die Faschisten sind ja immer nur die Kroaten und Albaner, nicht wahr?

  5. #5

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    3.755
    ICh find die Stimmen der Gegenseite gut, gutes zeichen dass dort auch diese Stimme zu hören sind.


    Le Pe ist nichts als ein kleiner mit komplexen belader Machthungriger Faschist.


    Ihn als Gast zu haben ist nicht nur eine sehr grosse Schande, sondern setzt auch ein schlechtes Zeichen auf ganz Serbien.

  6. #6

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    1.253
    Zitat Zitat von Schiptar
    Daß Le Pen freundschaftliche Beziehungen zur SRS unterhält, ist ja nichts Neues. Aber als Ehrengast eingeladen zu werden? Krass.

    Aber die Faschisten sind ja immer nur die Kroaten und Albaner, nicht wahr?
    Richtig. Das denken Serben über Le Bum.



    Und wenn man einen Kroaten zum Führer seiner rechtsextremen Partei macht, kann da ja etwas mit dem Faschismus nicht stimmen. Oder vielleicht gibt es in Serbien eine andere Definition von Rechts als in anderen Ländern.

    Vielleicht mal auf die Idee gekommen? Vielleicht ist die SRS ja gar nichts rechts im Sinne einer DVU, NPD oder FPÖ? Wir haben in Serbien die Situation, die vergleichbar wäre wie wenn ein Slowene die FPÖ anführen würde.

    Ich weiss, pass nicht in die normalen Denkmuster, aber Serben sind nun mal nicht leicht zu verstehen. Wenn man aber mal den Dreh raus hat, wird alles auf einmal sonnenklar :idea:

  7. #7

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    Zitat Zitat von Pixi
    Und wenn man einen Kroaten zum Führer seiner rechtsextremen Partei macht, kann da ja etwas mit dem Faschismus nicht stimmen. Oder vielleicht gibt es in Serbien eine andere Definition von Rechts als in anderen Ländern.

    Vielleicht mal auf die Idee gekommen? Vielleicht ist die SRS ja gar nichts rechts im Sinne einer DVU, NPD oder FPÖ? Wir haben in Serbien die Situation, die vergleichbar wäre wie wenn ein Slowene die FPÖ anführen würde.

    Ich weiss, pass nicht in die normalen Denkmuster, aber Serben sind nun mal nicht leicht zu verstehen. Wenn man aber mal den Dreh raus hat, wird alles auf einmal sonnenklar :idea:

    So ein Schwachsinn, die Srs gehts doch nur um Macht denen interessierts doch einen dreck wie es deiner Oma in Serbien geht, ob die genug Rente hatt..ect, die wollen nur mehr MAcht und ihre Taschen füllen und an dieses Ziel ranzukommen verwenden Sie ganz einfach Propaganda oder wie ein Uni Professor sagt "Bullshit" => http://www.balkanforum.at/modules.ph...wtopic&t=11746

    ...Mit Nationalistischem Gedankengut und AUfhetzparolen, nach SRS muss ganz Kosova Vojvodina und Bosnien von nichtSerben "befreit" werden.

    Zitat:
    "Wenn man aber mal den Dreh raus hat, wird alles auf einmal sonnenklar"

    genau, plötzlich wird einem klar dass sein Nachbar sterben muss weil er andere Hautfarbe hatt.....

  8. #8
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Pixi
    Richtig. Das denken Serben über Le Bum.

    Gut, daß es auch solche Serben gibt. Muß aber im Vergleich eine Minderheit sein, sonst hätte der Arsch gar nicht erst eingeladen werden können.

    Zitat Zitat von Pixi
    Und wenn man einen Kroaten zum Führer seiner rechtsextremen Partei macht, kann da ja etwas mit dem Faschismus nicht stimmen. [...] Vielleicht mal auf die Idee gekommen? Wir haben in Serbien die Situation, die vergleichbar wäre wie wenn ein Slowene die FPÖ anführen würde.
    Na ja, manchmal muß man halt flexibel sein, auch als bescheuerter Nationalist. In Le Pens Partei gibt's auch ein paar Vorzeige-Ausländer. Ich hab 'nen Kumpel in Kroatien, der politisch gesehen Serbien überhaupt nicht leiden kann, aber seine Großeltern mütterlicherseits sind orthodox, kommen aus Bosnien und wurden von den Ustase & Nazis seiner Zeit ins KZ gesteckt. Sprich, nach allgemeinem Verständnis sind es Serben, und so sehen sie sich auch selber. Und wie löst er das Dilemma auf? Na, es sind ganz einfach "orthodoxe Kroaten aus Bosnien".

    Zitat Zitat von Pixi
    Oder vielleicht gibt es in Serbien eine andere Definition von Rechts als in anderen Ländern. [...] Vielleicht ist die SRS ja gar nichts rechts im Sinne einer DVU, NPD oder FPÖ?
    Na ja, Serbien ist kein westliches Land und als solches eigentlich auch kein Einwanderungsland, insofern haben seine rechten Parteien natürlich andere Schwerpunkte als die BNP & NF in Großbritannien, FN in Frankreich, SVP & PNOS in der Schweiz, AN in Italien und natürlich der ganze NPD/DVU/Rep-Abschaum in D-Land. Das ist ein großer Unterschied, und deshalb muß man die SRS natürlich eher mit anderen rechtsradikalen Parteien Ex-Jugoslawiens bzw. des Balkans vergleichen.

  9. #9
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat:
    "Wenn man aber mal den Dreh raus hat, wird alles auf einmal sonnenklar"

    genau, plötzlich wird einem klar dass sein Nachbar sterben muss weil er andere Hautfarbe hatt.....
    Nein, aber vielleicht weil er eine andere Religion oder Ethnie hat. :wink:

  10. #10

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Zitat Zitat von Revolut
    Zitat:
    "Wenn man aber mal den Dreh raus hat, wird alles auf einmal sonnenklar"

    genau, plötzlich wird einem klar dass sein Nachbar sterben muss weil er andere Hautfarbe hatt.....
    Nein, aber vielleicht weil er eine andere Religion oder Ethnie hat. :wink:
    In diesem Fall einer anderen Religion und Ethnie...ja

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