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Lösund der Kosovo Frage im Jahre 2005

Erstellt von Feuerengel, 25.04.2005, 16:12 Uhr · 24 Antworten · 1.188 Aufrufe

  1. #1
    Feuerengel

    Lösund der Kosovo Frage im Jahre 2005

    „Lösung der Kosovo Frage im Jahr 2005“
    Debatte in München


    Die „Südosteuropa-Gesellschaft und der Elitestudiengang „Osteuropastudien“ (München/ Regensburg) lud am Mittwoch den 20. April zu einer Podiumsdiskussion in die Münchner Universität ein. Die Veranstaltung stand unter dem Motto: „Kosovo 2005 - Auf dem Weg zu einer Lösung?“ An der Debatte nahm Nikolaus Graf Lambsdorff teil, dieser ist Referatsleiter im Auswärtigen Amt in Berlin für Öffentlichkeitsarbeit. Lambsdorff war ehemaliger stellvertretender Leiter der UN-Verwaltung in Prishtina und Leiter der Kosova Treuhandagentur und damit zuständig für die Abwicklung der kosovarischen Ökonomie. Herr Graf Lambsdorff hat in Kosova einen denkbar schlechten Ruf sowie einen negativen Geschmack hinterlassen. Zudem saßen auf dem Podium Professor Dr. Gazmend Pula, Präsident des Helsinkikomitees für Menschenrechte aus Prishtina, Vladimir Tintor, Journalist der Nachrichtenagentur BETA, Belgrad und Martin Woker Balkan Korrespondent der Neuen Züricher Zeitung, Zagreb. Moderiert wurde die gut besuchte Veranstaltung von Frau Professor Dr. Marie-Janine Calic, Historisches Seminar, Abteilung für Geschichte Ost- und Südosteuropas, an der LMU München.

    Im Publikum befanden sich neben deutschen Teilnehmern einige serbische und albanische Studenten. Sie erhielten neben sachlichen Informationen ein Lehrstück in Sachen moderner Kolonialismus. Es war den Leuten vom Südosteuropa Institut anzumerken, dass sie sich für befugt halten, die Menschen in Kosova anzuleiten und dem Machtblock EU ideologische Unterstützung angedeihen zu lassen. Die Menschen in Kosova und Serbien kamen den ganzen Abend als ungezogene Kinder herüber, denen Benehmen beigebracht werden müßte. Eine Lösung der Kosova Frage ist als Erziehungsaufgabe gedacht, „die im Rahmen der EU gemacht werden muß". Ein Referendum, in dem die Bevölkerung selbst über ihre staatliche Zukunft entscheiden darf, ist in diesem Konzept für Kosova nicht vorgesehen. Allerdings soll sich der Status von Kosova ändern, nach einem Memorandum der Balkan Kontaktgruppe soll „vorläufig“ aus dem „UNMIK-Protektorat ein EU-Protektorat werden.“


    Eine bezeichnende Debatte
    Am sachlichsten sprach an diesem Abend Martin Woker von der NZZ. Woker beschrieb korrekt, wie sich die Kontaktgruppe den weiteren Gang der Dinge vorstellt. Er meinte: „Kosova wird unter EU-Treuhandschaft gestellt, anschließend soll es eine bedingte Unabhängigkeit geben, dem soll eine gelenkte Unabhängigkeit folgen, um letztendlich mittels der Integration in die EU die Unabhängigkeit zu erhalten“.

    In diesem Zusammenhang äußerte Woker diverse Befürchtungen, er meinte: „Es wäre besser, wenn der ehemalige UCK-Kommandant Ramush Haradinaj solche unpopulären Dinge unterschreiben würde, anstatt der Zivilisten Rugova und Kosumi. Woker war sich durchaus über den Unwillen der Bevölkerung in Kosova im klaren. Deutlich sprach er auch die Differenz zwischen Europa und den USA in dieser Frage an. Woker hielt es für keinen Zufall, „dass bei fast allen Kundgebungen in Kosova neben der albanischen Flagge die US-Fahne zu sehen ist“. Woker sagte: „Bestimmte Kräfte in den USA wollen den europäischen Einigungsprozeß stören und flirten demzufolge mit einer schnellen Unabhängigkeit.“ Woker vergaß auch nicht vor der Gefahr eines „Großalbanien“ zu warnen.

    Graf Lambsdorff sagte zu diesem Themenkomplex „ohne die USA kann nichts Entscheidendes passieren, aber wir müssen als Europäer dann die Arbeit machen“. Lambsdorff nannte die Jahreszahl 2014, zu diesem Zeitpunkt könnte der Prozeß abgeschlossen sein. Er meinte auch, dass nur durch die „Einbindung Serbiens in die EU der gordische Knoten zu lösen sei“. Klar war im Statement Lambsdorffs der Kerngedanke enthalten, von Berlin und Brüssel aus einen sicheren Balkanhinterhof der EU zu gestalten. Dabei dürfen die Leute in der Region keine selbstformulierten ökonomischen und politischen Konzepte vertreten. Auch Lambsdorff schloß grundsätzlich eine Vereinigung von Kosova mit Albanien aus.

    Der Albaner Gazmend Pula verhielt sich brav und unterwürfig, nur schüchtern wagte er in einer Randbemerkung das Selbstbestimmungsrecht Kosovas zu erwähnen. Der kopfschüttelnde deutsche Graf Lambsdorff machte ihm umgehend deutlich, was er davon hielt. Damit war die Debatte zu diesem Punkt erledigt, die Leute der Südosteuropa-Gesellschaft wissen, wen sie einladen. Vladimir Tintor stellte die serbische Regierungsposition dar, „ jene biete dem Kosovo weniger als die Unabhängigkeit, aber mehr als die Autonomie“. Nach Tintor ist die serbische Politik in der „Kosovo Frage immer noch sehr unbeweglich“. Spannend wurde es dann in der Debatte mit dem Publikum.


    Lambsdorffs Kolonialismus
    Herr Lambsdorff war in Kosova jahrelang für die Ökonomie zuständig. Dort existiert eine Treuhand vergleichbar mit der Treuhand in Deutschland, die sich mit der Privatisierung der Wirtschaft befaßt. Im alten Jugoslawien waren die Betriebe bekanntlich bis 1989 Gruppeneigentum der dort tätigen Arbeiter. Unter Milosevic wurden die albanischen Arbeiter aus den Betrieben geworfen und damit faktisch enteignet. Im Jahr 1995 gab es in Kosova keine albanische Arbeiterschaft mehr in den Betrieben. Viele Betriebe wurden in staatliche Aktiengesellschaften umgewandelt, was eine spezielle Form der Privatisierung unter Milosevic einleitete.

    Herr Lambsdorff sah sich in seiner Zeit in Kosova mit mehreren Vorwürfen konfrontiert. Es wurde ihm angekreidet, dass er Belgrader Eigentumsansprüche in Kosova akzeptiert. Weiter, dass er die Wünsche und die Eigentumstitel der Arbeiterschaft an den Produktionsmitteln ignoriert und nur Rosinenstücke der Wirtschaft zu Schleuderpreisen internationalen Investoren anbietet. Aber selbst auf die Schleuderpreisangebote des Herrn Lambsdorff, auch wenn sie nicht von Belgrader Ansprüchen konterkariert wurden, gingen Kapitalanleger nicht ein. Die potentiellen Investoren forderten Rechtssicherheit, demzufolge einen klaren Status des Gebietes.

    In Kosova sind gegenwärtig offiziell 57% der Menschen arbeitslos. In der Realität dürfte die Arbeitslosigkeit bei 80% liegen. Die Weltbank und alle internationalen Untersuchungen kommen zu dem Schluß, dass Kosova das ärmste Gebiet in Europa ist. Ein Blick in den Fischer Weltalmanach 2005 führt zur Erkenntnis, dass sich der Lebensstandard in Kosova ziemlich exakt mit den Verhältnissen in Tadschikistan vergleichen läßt. Herr Lambsdorff gilt in Kosova als Mensch, der in ökonomischer und sozialer Hinsicht verbrannte Erde hinterlassen hat. Dennoch hatte der Graf aus dem deutschen Auswärtigen Amt eine Erklärung für die Krise parat. Lambsdorff sagte: „Die Löhne in Kosova sind zu hoch“.

    Dies erregte einige Gemüter im Publikum. Herrn Lambsdorff wurde entgegengehalten: „In Kosova verdient ein Arbeiter höchstens 200 Euro im Monat und er ist mit einer Preislage konfrontiert, die ziemlich genau mit der Preislage in München Schwabing konform geht.“ Herr Lambsdorff räumte diesen Einwand ein, um sofort den zynisch gebildeten Ökonomen zu spielen, Lambsdorff sagte: „Mit der Preislage haben sie recht, ich gehe aber von der Produktivität der Arbeit aus und in diesem Zusammenhang sind die Löhne eindeutig zu hoch.“ Diesen Gedanken erläuterte Lambsdorff nicht näher, wie könnte er auch, denn in Kosova findet fast keine Wertschöpfung in der Produktion statt. Die Produktion liegt flach. Die meisten Gehälter und Löhne werden im öffentlichen Dienst und im Dienstleistungsgewerbe bezahlt. In den wenigen produzierenden Sektoren warten die Arbeiter oftmals Monate auf ihr Geld.

    Der asoziale Zynismus des Herrn Lambsdorff machte die Europäische Perspektive für Kosova deutlich. Dem Land wird keine eigenständige Rolle in ökonomischer Hinsicht angeboten, sondern die Perspektive, ein ökonomisches Refugium mit Billigstlöhnen abzugeben. Daneben gilt der Braunkohlereichtum Kosovas als interessant. Gerne würden Konzerne den Standort nutzen, um andere Länder mit Strom zu versorgen, ohne Sozialleistungen und existenzsicherndes Einkommen für die Beschäftigten auf dem Balkan zu entrichten. Explizit legt der Europäische Verfassungsentwurf eine Politik des Sozialabbaus seinen Mitgliedsländern als Pflicht auf. Dies gilt für Deutschland, aber auch für Kosova, wenn es denn jemals in die EU gelangen sollte. Daß dies eine weitere Verschlechterung des Lebensstandards für ein von der EU geführtes Kind wie Kosova bedeutet, liegt auf der Hand.

    In Wahrheit ist das internationale und das deutsche Kapital nicht an den Kapazitäten Kosovas interessiert. Das wurde besonders deutlich in der Debatte mit Lambsdorff über die Chancen des ehemaligen Kombinates Trepca und dessen Zentrum in Mitrovica. Lambsdorff erklärte hierzu: „Trepca war ein sozialistisches Experiment und schon lange bankrott. Die Bergarbeiter in Trepca stellen keine Perspektive für Kosova dar.“


    Was ist und was war Trepca?
    Trepca erstreckte sich bis 1989 auf zwei Republiken und zwei Provinzen des ehemaligen Jugoslawien. Es wurden Buntmetalle, Blei, Zink, Silber, Gold, Cadmium und andere Metalle gefördert. Von den Rohstoffen, die in Trepca (Mitrovica) gefördert wurden, waren Kishnica, Novo Berdo, Ajvali und Prishtina abhängig. Die Rohstoffe wurden an zwei Stätten verarbeitet, das Blei in Zvecan und die Zink in Mitrovica. Aufgrund der Metallvorkommen sind viele verarbeitende Kapazitäten errichtet worden. Es gibt Fabriken zur Produktion von Akkumulatoren für Fahrzeuge, Industrieakkumulatoren und Cadmium-Batterien.

    In Anlehnung an Trepca sind in der Vergangenheit viele Fabriken in Kosova gebaut worden, z.B. die Munitionsfabrik in Skenderaj , die Fabrik für Zinkverkleidung in Vucitern, die Farbenfabrik in Vucitern. Trepca hatte außer den verarbeitenden Zweigen ein eigenes Institut in Mitrovica, das sich mit der Entwicklung des Kombinats befaßte. Der Trepca-Komplex war ein ertragreiches Unternehmen, das weltweit den dritten und europaweit den zweiten Platz einnahm, was die Gewinnung der genannten Metalle angeht, auch der Buntmetalle. Ohne Trepca gibt es kein Mitrovica und kein entwicklungsfähiges Kosova.

    Herr Lambsdorff hat in seiner Amtszeit alle Eigentumsansprüche der Arbeiter an dem Kombinat Trepca zurückgewiesen. Besonders ruppig sprang er mit der Bergarbeitergewerkschaft in Mitrovica um, der alten Vorhut der kosovarischen Arbeiterbewegung. Im Februar 1989 streikten die Minenarbeiter gegen die Aufhebung der Autonomie Kosovas. Anschließend wurden ihre Streikführer verhaftet und die Mine weitgehend in eine AG umgewandelt. Ab dem Jahr 1990 wurden praktisch alle albanischen Arbeiter entlassen. Sie wurden ersetzt durch Arbeiter aus Serbien, Bulgarien und Bosnien. Die bosnischen Arbeiter solidarisierten sich allerdings mit ihren albanischen Kollegen und forderten deren Wiedereinstellung, woraufhin sie gewaltsam vertrieben wurden.

    In den neunziger Jahren verkaufte Milosevic größere Anteile von Trepca an einen griechischen Konzern, einen anderen Anteil an einen französischen Konzern sowie Anteile an einen französischen Großdiamantenhändler Später meldeten sich all diese „Eigentümer“ bei der UNMIK-Protektoratsverwaltung. Ihre „Eigentumsansprüche“ rechtfertigte Graf Lambsdorff an der Münchner Uni. Die von der Gewerkschaft eingereichten Pläne zur Wiederaufnahme der Produktion in Mitrovica mit entsprechender Anschubfinanzierung wurden hingegen kalt ignoriert. Allerdings wurde einigen Minenarbeitern im November 99 auf eigene Rechnung gestattet, ohne Bezahlung die Minen vor dem Absaufen zu bewahren.

    Gegenwärtig gibt es dafür geringfügigen Lohn und die Mine wurde zur Privatisierung ausgeschrieben. Es existiert ein internationales schwedisch-französisch-amerikanisches Konsortium, das Optionen bezüglich Trepca erworben hat. Der Rohstoffreichtum Trepcas wird demzufolge durchaus als brauchbar und rentabel eingeschätzt. Unrentabel sind für westliche Konzerne hingegen die verarbeitenden Teile des Kombinates. Die Konzerne sind nur daran interessiert, billig Rohstoffe in Kosova abzubauen und sie im heimatlichen Standort zu verarbeiten.

    Das wird befördert durch die Tatsache, dass gegenwärtig in Deutschland die Produktionskapazitäten nur zu 83% ausgelastet sind. Weltweit nimmt die Massenkaufkraft ab, der Kampf um die enger gewordenen Märkte verschärft sich, die Gesellschaften werden ärmer. weil sie zu reich sind. Es gibt eine typische Überproduktionskrise. In diesem Zusammenhang gibt Herr Lambsdorff auch den Minenarbeitern von Trepca keine Chance. In der Tat, der Weltmark ist voll mit „zuviel“ abgebautem Zink und Blei. Die Preise in dieser Sparte fallen. Dennoch ist Trepca aufgrund seines Standortes im Fokus von Kapitalanlegern. Eine bestimmte Menge Mineralien günstig und steuerfrei abzubauen, kann den Druck auf bestimmte Profitraten mildern.


    Resümee
    Die überwältigende Mehrheit der Menschen in Kosova wünscht von dem Recht auf nationale Selbstbestimmung Gebrauch zu machen. Diesem Wunsch wird durch die Installierung eines neuen EU-Protektorats nicht entsprochen. Mächtige Staaten innerhalb der EU, hauptsächlich Deutschland und Frankreich wollen das Schicksal Kosovas entscheiden. Natürlich ist es verständlich, wenn bestimmte Politiker in Kosova die zwischenimperialen Widersprüche zwischen „Kerneuropa“ und den USA auszunützen versuchen, um dem Unabhängigkeitsziel näher zu kommen. Dazu bedarf es allerdings auch einer kohärenten Wirtschaftskonzeption, die beispielsweise Trepca reaktiviert und diesen Reichtum als staatlich gesellschaftlichen Reichtum betrachtet. Dazu könnte es sinnvoll sein, den alten Plan von Adem Demaci von 1996 neu zu überdenken. Damals entwickelte Demaci den Vorschlag, eine Konföderation Balkania ins Leben zu rufen. Diese sollte ein Bund selbständiger Staaten in Südosteuropa sein, die auf der Basis der Gleichheit gemeinsame wirtschaftliche Zielsetzungen verfolgen. Es kann nicht angehen, sich einfach mit dem Versprechen irgendwann in der EU zu landen, dem Wohl und Wehe Kerneuropas auszuliefern. Graf Lambsdorff machte in München hinlänglich klar, welche Rolle er dem Balkan und speziell dem Kosova zuschreibt. Nämlich Abhängigkeit, Unterordnung und billiges Ausbeutungsmaterial abzugeben.


    Max Brym

  2. #2
    Mare-Car
    1989, 90, 91,92,95,96,98,99,2000,2001,2003,2005,2006,2007,20 10,2011,2013, 2015....

  3. #3
    Vuk

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    Zitat Zitat von Gjergj
    eine Konföderation Balkania ins Leben zu rufen. Diese sollte ein Bund selbständiger Staaten in Südosteuropa sein, die auf der Basis der Gleichheit gemeinsame wirtschaftliche Zielsetzungen verfolgen. Es kann nicht angehen, sich einfach mit dem Versprechen irgendwann in der EU zu landen, dem Wohl und Wehe Kerneuropas auszuliefern. Graf Lambsdorff machte in München hinlänglich klar, welche Rolle er dem Balkan und speziell dem Kosova zuschreibt. Nämlich Abhängigkeit, Unterordnung und billiges Ausbeutungsmaterial abzugeben.
    Die Idee einer "Konföderation Balkania" ist vielleicht gar nicht mal so schlecht. Kommt drauf an wie die aussehen soll? Hast du da konkretere ideen (und wie sieht bei dir die rolle des kosovo aus?)

    Es wäre aufjedenfall eine möglichkeit nationale unabhängigkeit, souvereignität und identiät besser gegen globalisierungsprozesse verteidigen zu können. Nationale Kooperation und Gleichberechtigung zwischen den Völkern des Balkans. Wir können dann auch "Zivilisierte Werte des Balkans" exportieren, um zum beispiel kerneuropa von ihren gesellschaftlichen krankheiten und unzivilisierten barbarischen perversionen zu befreien indem wir sie "balkanisieren" und "umerziehen", sie können dann auch billig für uns arbeiten und wir werden meinungsbildend bei ihnen indem wir uns das monopol auf ihre medien aneignen. anstatt wie sie es mit uns machen.

  4. #4

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    Das geht in die Hose wie die GUS.

  5. #5
    Vuk

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    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Das geht in die Hose wie die GUS.
    Möglich, vielleicht aber auch nicht. Wir als "Balkan" können ja eng mit den USA und mit RUssland und mit China und auch mit der EU eng zusammenarbeiten. Nur mit dem Unterschied das wir dann wirklich kooperieren und nicht die vasallen machen. Wieso sollte es von vornherein nicht klappen? In einer Multipolaren Welt wie ich glaube das sie sich immer mehr herauskristallisiert hätten wir durchaus gute chancen auf wirtschaftliche und technologische entwicklung und fortschritt bei gleichzeitiger unabhängigkeit, souvereignität und identität. Mit einer "Balkania" würden wir sogar die mulitpolare weltordnung ein stück begünstigen. Das Problem das ich sehe ist das die Europäisierungsprozesse auf dem Balkan schon zu weit fortgeschritten sind, Bulgarien und Rumänien kommen demnächst in die EU, Kroatien auch, Slowenien ist schon drinn, Griechenland schon lange. Wenn wir schlau sind könnten wir aber trotzdem noch eine "Balkania" errichten und zwar noch innerhalb der EU-prozesse, die EU hat sich ja auch aus der NATO langsam herauskristalliesiert. Wir könnten auch mit der EU assoziert sein, aber trotzdem etwas eigenes. Ich weiß nicht ob das noch funktionieren kann, oder ob die Europäisierung schon zu weit fortgeschritten ist. Ich glaube das sie schon zu weit fortgeschritten ist, der Balkan ist schon in der Hand fremder mächte vorallem immer mehr der EU(haupt. Deutshcland). Die Medien, Die Gerichte, die Politiker, die Schulen, einfach alles. Wir haben unsere Chance glaube ich schon verpasst. Jetzt werden wir lange zeit sklaven sein.
    vielleicht könnte das noch etwas werden, aber es müsste etwas einschneidendes passieren, irgendwer müsste das organisieren. Zuerst vielleicht ein paar länder, und dann treten immer mehr bei, ...

  6. #6

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    Es klappt nicht weil wir noch nciht mal in Jugostan miteinander leben konnten.
    Was soll das ganze? Da muss erst mal graß über die Sache wachsen. Die Leute da unten haben auf sowas aeinfach keinen Bock.

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

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    Die SWP-Berlin und die Südosteuropa-Gesellschaft, sind hochqualifizierte Institute.

    Was wirklich vorgeht, geht aus den Reports hervor.

    Und der Autor Max Brym ist vollkommen lächerlich. Der ist sturz dumm und macht Israelische Propanda.

    Alle Albaner waren mit mir schon im Politikforum einer Meinung, das Max Brym eine Quelle ist, welche man nur mit grossen Vorbehalten zitieren sollte.

    Absolut niemand übernimmt Artikel von Max Brym. Keine SZ, kein Spiegel, kein Stern, keine FAZ etc..

    Das sagt Alles!

  8. #8
    Feuerengel
    Also erst mal sollte die Unabhängigkeit an kosovo gegeben werden.
    Zweitens sollte man versuchen Albaner & Serben miteinander leben
    lassen und nicht immer trennen so wie in meiner Stadt Mitrovica...

    Sowas macht die Sache nur noch schlimmer.
    Wir Albaner z.B. wollen ein demokratisches und freies Kosova.
    Der Serbe hingegen will ein "ALBANERFREIES" Kosovo i Metohija.

    Und das ist das Problem!

    Das größte Problem und dazu noch das die Serben es immer als
    sozusagen "Code" benutzen ist ihre Mythologie.
    Die geschichte des Kosovo.
    Sie benutzen die Historie als Politik der Serben.
    Und das ist mal wieder auch ein Problem.
    Die Propaganda sollte auch entlich aufhören.

    Das sind diese Punkte.
    Und es sollten keine neuen Schießereien,Aufstände,,Atentate usw. geben.
    Dies hindert und schädigt Kosovo.

    Ich hoffe aber das die Europäer wissen was sie tun.
    Und ich hoffe das Kosovo entlich Unabhängig wird.
    Und das jeder Bürger egal welcher Ethnie frei und fröhlich
    in diesem land leben kann.
    Ohne Angst,Krieg,Schießerei usw.

  9. #9
    Vuk

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    Zitat Zitat von Gjergj
    Also erst mal sollte die Unabhängigkeit an kosovo gegeben werden.
    Weitgehende Autonomie aber keine unabhängigkeit. Vielleicht wäre es nicht schlecht das kosovo zu kantonisieren.


    Wir Albaner z.B. wollen ein demokratisches und freies Kosova.
    Der Serbe hingegen will ein "ALBANERFREIES" Kosovo i Metohija.
    Das größte Problem und dazu noch das die Serben es immer als
    sozusagen "Code" benutzen ist ihre Mythologie.
    Die geschichte des Kosovo.
    Sie benutzen die Historie als Politik der Serben.
    Und das ist mal wieder auch ein Problem.
    Die Propaganda sollte auch entlich aufhören.
    Das ist dumme propaganda von DIR. Aber es ist zu lächerlich um darauf einzugehen.

  10. #10
    Vuk

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    26.03.2005
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    1.007
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Es klappt nicht weil wir noch nciht mal in Jugostan miteinander leben konnten.
    Was soll das ganze? Da muss erst mal graß über die Sache wachsen. Die Leute da unten haben auf sowas aeinfach keinen Bock.
    Wenn wir ersteinmal in der Europäischen Union sind, dann leben wir ja sowieso mit den ganzen anderen Balkanvölkern in einem staat (mit offenen grenzen) sozusagen, oder nicht? Warum sollte es da klappen? Nur weil wir dann vasallen sind, und jemanden anderen brauchen der unser leben reguliert? Ausserdem wäre die Balkanunion kein staat sowie jugoslawien sondern eine konföderation von staaten. Kann schon sein das die leute drauf keinen bock haben, es sind einfach zu viele feindselligkeiten zwischen den balkanvölkern, die balkanvölker konnten auch nie ihr eigenes schicksal in die hand nehmen, und haben nichts auf die beine gestellt, sondern ordnen sich unter.

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