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Makedonien - eine Klarstellung

Erstellt von artemi, 15.12.2011, 22:14 Uhr · 292 Antworten · 18.262 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von artemi

    Registriert seit
    29.01.2011
    Beiträge
    9.636

    Makedonien - eine Klarstellung

    Langsam wird's echt unerträglich, was an Lügeng'schichtln hier überall gedruckt werden - insbesondere vom elendigen Kurpfuscher Hippokrates + dem selbsternannten Bulgaroktonos der Neuzeit Heraclius samt ihrer Papageien-Gefolgschaft, die sich bei jedem noch so vertrottelten Beitrag der beiden bedankt. Vor allem die neue Generation an Iliridalbos schließt sich ebenfalls dieser Idiotentruppe an mit Kommentaren wie... "also ähh früher ähh hab isch die griecshen net verstanden, aber jetzt!!!! harr harrr jetzt versteh ich die griechen, warum sie sich aufregen waarr harr, DIESE FYROMER UND IHRE GESCHICHTEGLAU MUSS AUFHÄREN!!! ABÄR ZOFORT!!!!"

    Was für ein billiger Scheißdreck immer wieder geschrieben wird, das ist wirklich nimmer normal. Ich weiß nicht, was ich oft machen soll - weinen, kotzen oder Auch enttäuscht mich manch ein Türke, der sich anscheinend in letzter Zeit näher mit dem Thema beschäftigt hat, und jetzt auf einmal die Seiten wechselt, weil er meint, der Feind seines Feindes muss nicht unbedingt auch sein Freund sein.. aber egal. Auch Sinopeus, der sich normalerweise von der dummen Internetgriechenmasse hervorgehoben hatte, kann mittlerweile auch nicht mehr unterscheiden zwischen Propaganda/Volkshetze und Logik/Realität. Und Yunan erst, oh weh oh weh Yunan Yunan... da tun einem schon die Handgelenke weh vor lauter Facepalmerei.

    Ich will das Thema hier nicht so lange gestalten/verfassen, dass man es erst nach einer ganzen Stunde durch hat, gleichermaßen aber kann ich auch nicht den Fantastereien mancher Griechen/Albanern hier mit 2 Sätzen anhand nachvollziehbarer Argumente entgegentreten. Ich gliedere die ganze Scheiße jetzt in 5 Punkte, die das ganze Thema kernhalber betreffen.

    1. Bulgaren/Bulgarisch

    Immer wieder gern als solcher betitelt, immer wieder gerne nachgesagt, man wäre Bulgare und würde bulgarisch reden. Die Makedonen sprachen ja griechisch, also waren sie demnach Griechen und genau aus diesem Grund können wir uns unmöglich Mazedonier nennen. Folglich soll man sich als vermeintlicher Slawe aus F.Y.R.O.M. gefälligst Bulgare und die zdraba zdruba Hinterwäldlersprache Bulgarisch nennen. Nur ironischerweise gab es jemals weder einen slawischen volksstamm, der sich so nannte, noch ein Wort in irgendeiner slawischen Sprache, das "bulgar" lautet. Wer oder was waren aber die Bulgaren dann?

    Proto-Bulgaren (Ur-Bulgaren, Hunno-Bulgaren oder Wolgabulgaren) wird eine Volksgruppe genannt, die aus einem von der eurasischen Steppenzone in den mittleren Wolgaraum und den Balkan eingewanderten Turkvolk.
    Alte Schriften

    Wenn ich mich nicht Makedone nennen darf - da griechischsprachig - warum soll ich mich dann bitte von manchen vertrottelten Griechen hier (zwinker an Yunan) dazu nötigen lassen, mich als Bulgare auszugeben, wenn sie doch ehemals türkisch-sprachig waren? Wo ist da die Logik? Ausserdem gibt es eine Bulgarische Untergruppe bei den Turksprachen - und warum? Weil Bulgarisch (das richtige) ein türkischer Dialekt war/ist und immer sein wird. Die einfallenden Bulgaren hinterließen hauptsächlich ihren Reichsnamen, den die Altbevölkerung allmählich aufsog und für sich mehr oder weniger beanspruchte, obwohl die ursprüngliche Bevölkerung - bis auf lokaler Vermischung - kulturell / sprachlich/ ethnisch nicht im Geringsten irgendetwas mit den Bulgaren zu tun hatte. Der Terminus "Bulgare" ist somit nichts weiter als ein übernommer Reichsbegriff, der einen Scheißdreck den wahren ethnischen Hintergrund der Mazedonier & "Bulgaren" beschreibt. Nocheinmal: Nix makedonisch, da grieche spreche makedonisch ja.. aber dann auch nix bulgarisch weil turken spreken bulgarisch, kuptoj? ti kataleveno? jel razumes? jebemti ta qifsha kurac Ich bin mir durchaus bewusst, dass die Sprache nicht makedonisch genannt werden sollte; die richtige Bezeichnung wäre Slawo-Makedonisch und vielleicht checkt endlich mal einer, dass niemand am Balkan wirklich echtes Bulgarisch spricht. Oder lieber Herr Sinopeus, gibt's da jetzt einen Einwand von dir? Immerhin meinst du, wir wären ja ein "bulgarischsprachiges Volk".

    Ist es also wirklich so scheiß kompliziert, um zu verstehen, dass die Mazedonier eben kein Bulgarisch sprechen? Nicht einmal die "Bulgaren" selber tun das..... Warum musst du so billig mit der Masse auf einmal mitgehen?? Du hast mehr drauf als dermaßen jämmerliche Kommentare zu schreiben. Wenn wir den Namen ändern müssen, dann die "Bulgaren" gleich mit bitte - wäre ja nur fair. Immerhin ist es ja dreister Geschichtsklau, ein Land nach einem Stamm zu benennen, dessen Sprache man gar nicht heute spricht. Oder ist das auf einmal
    kein Problem mehr, so lange es nicht um einen griechischen Stamm geht, liebe Griechengemeinde?.... Im Großraum Makedonien hat sich überdies nur ein verirrter bulgarischer Stamm (Kuver-Bulgaren) dauerhaft niedergelassen - in Pelagonien.


    2. Pontier/Ionische Griechen

    Im Zuge der kleinasiatischen Katastrophe sind insgesamt 1,221,849 Griechen aus der heutigen Türkei nach Griechenland umgesiedelt worden; davon alleine 638,253 nach Makedonien.

    Greek refugees: Facts, Discussion Forum, and Encyclopedia Article

    Standard Languages and Language Standards: Greek, Past and Present Editiert von Alexandra Georgakopoulou/Michael Silk. Das entnommene Zitat selber stammt wiederum von einem Griechen - George Kritikos.

    Der Zensus vom Jahre 1928 sagt aus, dass die Hälfte der Bewohner Makedoniens (45,18%) griechische Flüchtlinge ausgemacht haben.
    Schauen aus wir mal näher den Hintergrund dieser pontischen Flüchtlinge an.


    Mirca Madianou
    Mediating the Nation - News, audiences and the politics of identity


    Es ist ein Mythos, dass der Bevölkerungsaustausch eine harmonische Einheit gewährleistete bzw. dass die Flüchtlinge problemlos in die griechische Gesellschaft integriert wurden. Das Kriterium für den Austausch war eher auf Religion bezogen. In vielen Fällen konnten die Flüchtlinge kaum die griechische Sprache.

    Obwohl die Pontier aus Kleinasien oft als kollektive Einheit angesehen wurden, wahrheitshalber kamen sie
    jedoch aus verschiedenen kulturellen, sprachlichen, sozialen und regionalen Schichten.

    Herzfeld (1991), Hirschon (1989), Karakasidou (1997) haben dokumentiert, wie die Festlandgriechen die Flüchtlinge
    oft als Türken bezeichneten.
    Echt sympatisch würde ich mal sagen, aber ist ja egal. Paar Generationen später ist alles vergessen, und da skandiert man Hand in Hand irgendwelche Antislawenparolen. Manche Griechen hier haben ja diesen Spruch in ihrer Signatur ... Nicht jeder Grieche ist ein Makedone, aber jeder Makedone ist ein Grieche ... damit bestätigen sie also selber indirekt, dass jeder Zweite gar kein Makedone ist. Um Himmels Willen.

    3. Tito

    Wie schon Sinopeus mit seiner brillanten Erkenntnis meinte, wir wären bulgarischsprachig, meinte er noch zusätzlich, Tito hätte die Bulgaren 1944 in Mazedonier umgetauft. Einfach so, schwubdiwups simsalabim abrakadra aus Bulgaren über Nacht Makedonen. So einfach ist das ja, verstehe... Na gut, wenn man halt irgendein Trottelkind ist (zwinker zwinker Yunan) und sich folgende Quellen ansieht, dann müsste man dem eigentlich zustimmen. Auf verschiedenen griechischen Blogs kursieren zig solcher Zitate, ich habe jetzt mal willkürlich drei ausgesucht:



    Lothrop Stoddard, Glenn Frank
    - Stakes of the War, Summary of the various Problems, Claims and Interests of the Nations oat the Peace Table, 1918

    Obwohl äußerlich - sprachlich - kulturell die Slawen aus Makedonien etwas differenzierter als die Bulgaren in Bulgarien zu betrachten sind, fühlen sie sich unbestritten als Bulgaren.
    --

    Rev. Joseph K. Greene
    Leavening the Levant, 1916

    Makedonien - in dieser Provinz leben etwa 600.000 Bulgaren, 400.000 Serben, 400.000 Mohammedaner and 300.000 Griechen, die sich seit vielen Jahren einen rassischen und religiösen Disput liefern; es existieren Revolutionsbanden sowohl auf griechischer als auch auf serbischer und bulgarischer Seite.
    --

    E. F. Knight
    The The Awakening of Turkey - The Turkish Revolution of 1908

    ..Makedonien.. ist von Griechen, Bulgaren und Serben bewohnt.
    Und dann auf einmal nach 1944 Jahre sind aus die Bulgaren plötzlich Makedonen geworden. Man kann diese Liste noch sehr lange auf diese Weise fortführen; ähneln sich alle und das würde jetzt nichts weiter bringen.. was aber sehr seltsam ist... sobald man andere Quellen hernimmt, in den sich Leute von sich aus direkt zur eigenen Identität bekannt haben, kriegen wir auf einmal folgendes Bild.. bedenkt dabei Titos Geburtsdatum - 07.05.1892

    Edmond Bouchie
    La Macedoine et les Macedoniens, 1922


    Im Ostrovo/Bitola-Bezirk neun von zehn Malen, trotz der polititischen Einengung durch Serbien-Bulgarien-Griechenland - wenn man die Menschen befragt, was sie sind, antworten sie.. Makedonen.
    --

    Andrew Rossos
    The British Foreign Office and Macedonian National Identity, 1918 - 1941

    Die slavophone Bevölkerung vom serbisch-okkupierten Makedonien betrachten sich selbst differenzierter als die Serben. Wenn man sie befragt, was sie sind, antworten sie, sie sind Makedonen und sprechen den makedonischen Dialekt.
    --

    Stanley Lane Poole, 1878
    People of Turkey: Twenty Years' Residence among Bulgarians, Greeks, Albanians, Turks and Armenians

    In Thrakien und Makedonien, wo hellenische Merkmale in Sachen Blut und Eigenheiten dominieren, nennen sich die Bewohner
    Thraker und Makedonen, weniger Bulgaren.
    --

    Richard Clogg, 2002

    Minorities in Greece

    Im selben Jahre (1925), Salvanos (grieschischer Offizier aus Westmakedonien) schrieb eine Studie über die ethnischen Hintergrund in der Region in und um Florina..... Die letzteren, weist er daraufhin, nennen sich Makedones.
    --

    Baron Rosen, 1923
    Forty Years of Diplomacy

    Es gibt auch Bewohner Makedoniens, die sich weigern als Serben bzw. Bulgaren betitelt zu werden, sondern möchten nur Makedonen genannt werden.
    Das Tito-Geschwätz ist nicht tragbar, das einzige, was ihm "anzulasten" ist, ist eine Forcierung dessen, was sich schon längst angebannt hatte - ein nationales, makedonisches Erwachen. Das muss mal in eure Schädel reingehen.

    4. Vardarska

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...ugoslawien.jpg

    Diese Karte hatte eigentlich nur 13 Jahre Bestand. Der einstige jugoslawische König Alexander I hat im Jahre 1929 sein Königreich
    von einem Kartographen in neun Verwaltungsbereiche (Banschaften) eingliedern lassen. Wie ihr sehen könnt, ist neben einer Rep. Makedonien auch kein Serbien, Montenegro, Slowenien, Sandzak, Vojvodina oder Bosnien markiert. Heißt das also davor hat es keine Serben, Montenegriner, Slowenen usw. gegeben oder was? Einzig allein aus dem Grund, weil Alexander I die Idee hatte - warum auch immer - die Banschaften nach den Flüßen, die sie durchfließen umzubenennen, kriegte die Teilrepublik den Namen Vardar.. weil der Fluß Vardar eben dort fließt.

    Drina - Serbien
    Drau - Slowenien
    Vrbas - Bosnien

    und so weiter usf... könntet ja gerne recherchieren, ob das stimmt oder nicht.

    Das wäre das selbe, als hätte ein griechischer König, Minister oder was weiß ich, Gr. Makedonien in Axios umbenannt und ich komm jetzt daher und werf den Griechen vor, ihr habt erst in einem bestimmten Jahr das Land Makedonien getauft!!!!!!!!! Vorher wart ihr Axianer und jetzt wollt ihr Makedonen sein??? Keiner hat uns gefragt, ob wir auf dieser Karten den Vardar-Stempel aufgedrückt haben wollen.

    5. West-Bulgaren, Süd-Serben, Skopjani oder einfach nur Slawen aus F.Y.R.O.M.? Tatsächlich eingewundert im Zuge der slawischen Landnahme? Parasiten, die sich ins gelobte, heilige griechische Land eingenistet haben?

    Es gibt wirklich eine Riesenmenge an historischen Quellen, die die slawisch-sprachige Bevölkerung aus dem Großraum Makedonien als Bulgaren bestimmt. Nur wie wir vorher schon herausgefunden haben, ist das nichts weiter als ein übernommer Reichsbegriff, der nicht ernst zu nehmen ist, wenn man den tatsächlichen ethnischen Hintergrund bestimmen will. Gottseidank gibt es die wissenschaftliche Richtung der Anthropologie...

    ANTHROPOLOGICAL ASSOCIATION OF GREECE
    Origin of Greeks, 1961 (Dr. Aris Poulianos)


    Über 150 Wissenschaftler der Moskauer Universität und Akademie haben übereinstimmend die wissenschaftlichen Aspekte von Mr. Aris Poulianos bestätigt, insbesondere die Seriösität seiner Arbeit.... die selbe Studie besagt, dass die slawisch-sprachige Bevölkerung des Großraums Makedonien - in ihrer Mehrheit - autochthon ist.
    Auf Englisch
    Greeks origin

    Das Originale auf Griechisch
    http://www.aee.gr/hellenic/4greeks_o...ks_origin.html

    Wenn mazedonische Quelle als Irrsinn gelten, dass muss doch im Gegenzug dazu eine griechische Quelle ja nur so von Neutralität sprühen. Und 150 Wissenschaftler sind nicht wenig...


    Xerxes Livas, 1963
    Hellenic Anthropological Association "Aegeis, the cradle of the Aryans and the Hellenism"

    Die slavophonen Bürger Makedoniens sind Griechen. Ohne Zweifel, jeder der diesen makedonischen Dialekt spricht ist ein Grieche - mit einer höheren Gewissheit als jeder andere moderne Grieche.
    Um Himmels Willen.
    --

    Andriotis Nikolaus
    Professor für Linguistik an der Aristoteles-Universität in Thessaloniki.

    Ein erheblicher Teil der Bewohner des Staates von Skopje sind ex-slavisierte Griechen.
    Ja wie gibt's denn das?
    --

    H. Schade (deutscher Anthropologe)
    Anthropologische Untersuchungen in Ostmazedonien & Krusevo

    .. sind vom Grundstock keine Slaven, gehören aber anthropologisch dem mediterranen Typus, wie dem der Griechen an.
    Unglaublich.
    --

    Z. Gavrilovic, VI 1979
    Rassengeschichte der Menschheit

    Die Bewohner Makedoniens unterscheiden sich von den restlichen Republiken Jugoslawiens aufgrund ihrer höheren mediterranen Eigenschaften.
    Auch wenn ich diese Quelle aufgrund des Titels nicht unbedingt wählen wollte, ist doch die Aussage sehr interessant... als ob das ein Zufall wäre, dass ausgerechnet die Mazedonier sich von den "restlichen Jugos" unterscheiden.
    --

    K. I. Tsioulkas (Sprachwissenschaftler), 1845
    Contributions to the bilingualism of Macedonians from the comparison of the slavophenomenic Macedonian language with greek

    .. hat festgestellt, dass über 1.260 altgriechische und 4.000 Wörter der modernen griechischen Sprache bei den slavophonen Einwohnern Makedoniens in Gebrauch sind.
    Hmm.
    --

    DIENEKES PONTIKOS

    4. Interessanterweise besitzen die Slawen aus FYROM eine R-M458 Frequenz von 3.8, kaum abweichenend von dem der Griechen, so dass die Behauptung mancher griechischen Nationalisten, die Slawen aus FYROM wären Neulinge am Balkan, sich als falsch erweist.

    Gleichermaßen, die Behauptung einiger fyromazedonischer Nationalisten, dass sie sich deutlich von den Griechen unterscheiden würden, ist ebenso nicht tragbar. Die eigentliche Wahrheit ist die, dass die Slawen aus FYROM - in ihrer Mehrheit - einer altbalkanischen Population entsprungen sind, lediglich die slawische Sprache adapiert haben.
    Das Original auf Englisch hier nachzulesen:

    Dienekes’ Anthropology Blog: 11/2009
    --

    Sprachlich slawisiert bedeutet nur sprachlich zu seinem Slawen geworden zu sein.. die Menschen selber sind bestimmt nicht im 6ten Jhdt. eingewandert.. Die ganzen Vorwürfe, man wäre erst 900 Jahre nach Alexander dahergelaufen - haltlos. Wer ist in Wahrheit wirklich eingewandert? Richtig, ein Teil der Griechen. Praktisch jeder zweite in Gr. Makedonien hat pontische Wurzel. Wie dreist kann man eigentlich überhaupt sein... das, was sich in den eigenen Reihen abgespielt hat, der anderen Seite vorzuwerfen? Die vermeintlichen Slawen aus F.Y.R.O.M. sind nicht eingewandert - der Pontier hingegen schon. In dem man sich als Slawe/Bulgare bezeichnet, so wie es manche Griechen sehr gerne hätten, müsste man sich mit fremden Völkern identifizieren. Sie wollen ja, dass man zu den wahren Wurzeln steht... naja, liebe Griechengemeinde, das tu ich doch gerade.

    Und überhaupt, man hätte eine Minderheit in Makedonien ausgemacht ist auch ein Scheißdreck wert. Heraclius nimmt immer gerne die osmanischen Quellen, vergisst aber gleichzeitig zu erwähnen nach welchen Kriterien diese aufgestellt wurden. Willst du's selber erzählen oder darf ich? Es gab ein Haufen an Albanern, die orthodox waren - bekannten sich aber in diesen Quellen als Griechen. Das selbe Spiel mit griechischen Siedlungen, die von der bulgarischen Kirche "verwaltet wurden". Diese Griechen wurden dann auf einmal zu Bulgaren.. usw. usf.... Die osmanischen Quellen beruhen auf die religiöse Zuordnung, weniger die der eigenen Ethnie.

    Konzetrieren wir uns auf diese Karten.. noch vor den Balkankriegen und der kleinasiatischen Katastrophe. Ich nehme hier zum Vergleich das Kernland Makedonien, für welches das Königreich zu Zeiten Philipps als Richtmaß genommen wird, und der Grieche meint "Du Slawe aus F.Y.R.O.M. du hast nichts mit Makedonien zu tun, du lebst in PÄONIEN!!!!!!!" Lieber Heraclius, hat das immer schon so ausgesehen, oder ist das nur ein Produkt der Balkankriege? Alle die das lesen, vergleicht doch selber wie dreckig gelogen wird.



    und hier im Vergleich ethnografische Vergleiche vor den Balkankriegen: (egal ob die Mazedonier eine eigene Farbe haben, oder ob sie mit den Bulgaren zusammengezählt werden)













    Wie man klar sieht, hat man deutliche Areale des Kerngebiets bewohnt - somit ist auch diese dreiste Lüge entlarvt. Die Mehrheit der heutigen sogenannten Slawen aus F.Y.R.O.M. hat ihre Wurzel aus der Ägäis, aber das interessiert anscheinend niemanden. Hauptsache irgendeinen Scheißdreck wochen-, monatelang wiederholen in den ganzen Threads. Dass heute großteils Päonien als neu-erschlossenes Siedlungsgebiet herhalten musste, ist ein Nebenprodukt der Balkankriege gewesen.
    --

    Zwei abschließende Sachen noch, dann ich bin ich dem Scheiß hier fertig. Man macht sich ja gern so lustig über die heutigen Namen wie Branko, Zlatko, Zarko, Darko, Marko, Dragan blablabla... ehrlich gesagt es ist durchaus verständlich, wenn jetzt ein Dragan Frckovski herkommt und meint, er wäre Makedone, dass man eher ablehnend und fremdbeschämend reagiert. Nur keiner der Griechen weiß, dass diese ganzen Namen erst durch den Anschluß an Jugoslawien von serbischer Seite aus rübergeschwappt sind. Hier eine Liste an gebräuchlichen Namen vor Zeiten Jugoslawiens, vor dem 20ten Jhdt: Jane, Stavre, Atanas, Apostol, Naum, Kire, Kiril, Metodija, Tale, Jordan, Riste, Dame, Goce, Todor, Gjore, Mitre, Pavle, Pande, Spiro, Kosta. Dem Griechen dürfte etwas auffallen, schätze ich einmal.. die serbisch bzw. typisch jugoslawischen Namen von heute waren damals praktisch nicht vorhanden.

    Und was die slawische Kultur angeht.. Volkstrachten/tänze sind eines der Merkmale einer gesunden kulturellen Pflege. Hier ein Video aus einem mazedonischen FIlm aus dem Jahr 1955, welcher diesen Aspekt perfekt beschreibt - das kulturelle Treiben in den ländlichen Gebieten. Die Albaner & Griechen sollen sich bitte folgende Sequenzen daraus ansehen. Diesmal müsste auch etwas Bestimmes auffallen, wenn man im Gegenzug dazu sich folgendes Video aus einem Folklore-Fest in Polen ansieht.

    ab 00:40 bzw. 06:40


    Luli, du bist ja so kulturbegeisert, schau dir gern beide Teile an, dauern jeweils 10 min. glaub ich... vielleicht kriegt ein Albaner wenigstens ein anderes Bild von uns.

    im Vergleich dazu zB. ein polnisches Volkstum-Video.

    --

    Ich habe nichts dagegen, dass sich ein Grieche Makedone nennt. Er hat das Recht dazu - nur darf er mir nicht vorschreiben und mir einreden, ich dürfte das nicht, nur weil ich das Pech hatte dem sprachlichen Slawisierungsprozess zum Opfer gefallen zu sein. Etwas mehr Respekt und Anstand wären mal eine Abwechslung.

    Habe die Ehre, ihr Volltrottel.

    p.s.:
    an die albaner & yunan

  2. #2
    Avatar von Deimos

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    2.254
    Zitat Zitat von αptemi Beitrag anzeigen
    Ich habe nichts dagegen, dass sich ein Grieche Makedone nennt. Er hat das Recht dazu - nur darf er mir nicht vorschreiben und mir einreden, ich dürfte das nicht, nur weil ich das Pech hatte dem sprachlichen Slawisierungsprozess zum Opfer gefallen zu sein. Etwas mehr Respekt und Anstand wären mal eine Abwechslung.
    Also bezeichnest du dich selbst als makedonier(grieche)der slawisch spricht?(kommt mir bei manchen post von dir so vor?lieg ich richtig?)

  3. #3
    Avatar von Muratoğlu

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    4.724
    Damit ist es bewiesen, Makedonija je Makedonija.

  4. #4
    Avatar von Kampfposter

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    3.820
    So wie die Griechen sich mit geschönten Zahlen den Euro erschlichen haben so wollen sie wahrscheinlich auch Eure ruhmreiche Geschichte klauen, denen glaub ich nicht mal wenn sie Geschenke mitbringen.

    Top Beitrag Makedonac - nieder mit den Geschichtsfälschern!

  5. #5
    Avatar von Гуштер

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    16.274
    Temko Popov wäre stolz auf dich.

    Hast deine Zeit umsonst verschwendet die Hyänen sind schon in den Büschen. Viel Spass noch mit den gleichen behinderten Diskussionen wie eh und je.

    Mal sehen wann Yunan hier wieder an Titos Poperze leckt.

  6. #6
    Avatar von Indianer

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    24.832
    aptemi, es gibt immer drei wahrheiten im leben.

    meine wahrheit, deine wahrheit und die wahrheit.

  7. #7
    Avatar von Černozemski

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    10.269
    Секоја чест Артеми, се прочитав и до сега најдобро им објасни.

  8. #8
    economicos
    Zitat Zitat von Kampfposter Beitrag anzeigen
    So wie die Griechen sich mit geschönten Zahlen den Euro erschlichen haben so wollen sie wahrscheinlich auch Eure ruhmreiche Geschichte klauen, denen glaub ich nicht mal wenn sie Geschenke mitbringen.

    Top Beitrag Makedonac - nieder mit den Geschichtsfälschern!
    Ja, sicher! Die "rumreiche" Geschichte war ja slawisch und Alexander der Große hat den Slawentum verbreitet und nicht das Hellenismus!
    Wenn du dich nicht auskennst, schreib hier auch kein Unfung.

    Makedonien war ein Stamm von Hellas, nur mal so. Die Sprachen auch altgriechisch (mit Dialekt), wollte ich mal erwähnen.

  9. #9

    Registriert seit
    27.08.2009
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    498
    Zitat Zitat von Kampfposter Beitrag anzeigen
    So wie die Griechen sich mit geschönten Zahlen den Euro erschlichen haben so wollen sie wahrscheinlich auch Eure ruhmreiche Geschichte klauen, denen glaub ich nicht mal wenn sie Geschenke mitbringen.

    Top Beitrag Makedonac - nieder mit den Geschichtsfälschern!
    Haha, musste ich auch gerade so denken. Habe eh aufgehört nach den ersten Zeilen zu lesen. So ein griechischer Dünnschiss, werden es wohl nie begreifen.
    Komplexe ohne Ende, denen ist nicht mehr zu helfen. Unglaublich.

  10. #10
    economicos
    Zitat Zitat von Гуштер Beitrag anzeigen
    Temko Popov wäre stolz auf dich.

    Hast deine Zeit umsonst verschwendet die Hyänen sind schon in den Büschen. Viel Spass noch mit den gleichen behinderten Diskussionen wie eh und je.

    Mal sehen wann Yunan hier wieder an Titos Poperze leckt.
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