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Mazedonien: Albanerparteien stellen Sprachengesetz erneut in Frage

Erstellt von Gentos, 07.08.2009, 23:49 Uhr · 284 Antworten · 9.862 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
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    7.890

    Mazedonien: Albanerparteien stellen Sprachengesetz erneut in Frage

    Einige Albanerparteien in Mazedonien fordern, Albanisch landesweit als Amtssprache einzuführen. Die Regierungskoalition hält indes an der bestehenden gesetzlichen Regelung fest.


    Der Gebrauch von Albanisch als zweiter Amtssprache ist in der Tagespolitik Mazedoniens ein Dauerthema, das immer wieder ethnische Spannungen hervorruft. Dabei schien es, dass diese Frage letztes Jahr definitiv von der Tagesordnung gestrichen werden konnte. Per Gesetz wurde der gleichberechtigte Gebrauch von Albanisch als Amtssprache in den Kommunen geregelt, in denen mindestens 20 Prozent Albaner leben.
    Diese Kommunen können sich zudem schriftlich in Albanisch an die Zentralverwaltung wenden. Diese wiederum kann ihnen auf Mazedonisch antworten. Alle Unterlagen im mazedonischen Parlament werden darüber hinaus ins Albanische übersetzt. Die Sprache kann in allen parlamentarischen Gremien genutzt werden. Allerdings werden keine Parlamentssitzungen in Albanisch geführt. Auch die Regierungssitzungen und Reden der Minister finden ausschließlich auf Mazedonisch statt.
    Albanisch landesweit und überall?
    Jetzt hat die oppositionelle Neue Demokratie des albanischen Politikers Imer Selmani erneut die Frage nach dem Gebrauch von Albanisch als Amtssprache gestellt. Die Partei fordert zweisprachige Schilder auf Mazedonisch und Albanisch an der mazedonischen Staatsgrenze und in allen Ortschaften. Albanisch soll außerdem als Konferenzsprache in der Regierung, im Parlament und in allen anderen Staatsorganen und Institutionen zugelassen werden.
    Geht es nach den Vorstellungen der Neuen Demokratie, dann soll bereits im Rahmen der anstehenden Novellierung des Parlamentsgesetzes vollkommene Zweisprachigkeit im Parlament eingeführt werden. Diesen Forderungen hat sich die ebenfalls oppositionelle Demokratische Partei der Albaner (DPA) angeschlossen. Sie fordert außerdem zu prüfen, ob Albanisch als zweite Amtssprache in ganz Mazedonien eingeführt werden kann, also auch in Gegenden, wo keine Albaner leben. Für diese Prüfung hat die DPA den zuständigen Gremien eine 15-tägige Frist gesetzt und droht andernfalls mit dem Boykott der Parlamentsarbeit.
    Einheitlicher Regierungskurs
    Die mitregierende Albanerpartei Demokratische Union für Integration (DUI) hatte sich zunächst den Forderungen der oppositionellen Albanerparteien angeschlossen.
    Mittlerweile hat sie sich davon jedoch wieder distanziert. Sie will sich stattdessen für die konsequente Anwendung des geltenden Gesetzes über den Gebrauch von Albanisch einsetzen.
    Regierungschef Nikola Gruevski wies ebenfalls darauf hin, dass es bereits ein Gesetz über den Sprachgebrauch gibt. Nun komme es auf die vollständige Umsetzung dieses Gesetzes an. „Dies ist eine der Herausforderungen bei der Umsetzung des Ohrider Rahmenabkommens“, sagte Gruevski. Das Ohrider Rahmenabkommen sieht vor, dass neben Mazedonisch die Sprache der Minderheiten in den Gegenden Amtssprache ist, in denen mindestens 20 Prozent der Bevölkerung Angehörige der Minderheit sind. Das Ohrider Rahmenabkommen war 2001 geschlossen worden. Damit wurde ein bewaffneter Konflikt zwischen Albanern und Mazedoniern beendet.

    Ich befürworte den Boykott.



    Tirana soll sich melden ....


    Die Regierung Albaniens - als die "Führung" der Albaner in Mazedonien.

  2. #2
    Avatar von specialForces

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    1.759
    Absurde Forderung

  3. #3

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    23.630
    Albaner verkommen dem Artikel nach zu einer blossen Lachnummer.
    Es scheint, als habe die politische Führung des Landes FYROM vor einigen Jahren einen falschen, einen faulen Kompromiss akzeptiert, nun nährt sich die Natter an der Brust des Gruevski, bis sie zuschnappen kann.

  4. #4

    Registriert seit
    05.09.2004
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    7.890
    Zitat Zitat von specialForces Beitrag anzeigen
    Absurde Forderung
    Die slawischen Mazedonier haben keine andere Wahl als einen Kompromiss mit den Albanern einzugehen.

    Bulgarien droht bereites wegen anderen Problemen.

  5. #5
    Avatar von specialForces

    Registriert seit
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    1.759
    1912 wurde die mazedonische Frage Optimal gelöst.
    Die heutige Situation ist nicht mehr lange tragbar.

  6. #6

    Registriert seit
    19.09.2008
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    16.600
    Zitat Zitat von specialForces Beitrag anzeigen
    Absurde Forderung
    schon? sollte man dann im Kosovo serbisch als zweite Amtssprache schon abschaffen bei 5-8 % Serben?


    ich finde insofern absurd denn das "Ohrid-Abkommen" wird nicht mal von der Regierung erfüllt und da wollen die Albaner albanisch als zweite Amtssprache einführen.

  7. #7
    Magic
    Albanisch muß nach Bosnisch und Kinyarwanda-Ruandisch die Weltsprache Nr.3 werden

  8. #8
    phαηtom
    dann doch lieber abspalten.

  9. #9
    Prizren
    Das wird sich schon durchsetzen, das albanisch Amtssprache wird ob früher oder später!!

  10. #10
    phαηtom
    Zitat Zitat von Prizren Beitrag anzeigen
    Das wird sich schon durchsetzen, das albanisch Amtssprache wird ob früher oder später!!
    nicht landesweit, das sicher nicht.

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