In 57 Gemeinden wurden Bürgermeister gewählt - Wiederholung des ersten Wahlgangs in neun Kommunen wegen Irregularitäten

Skopje - In Mazedonien ist am Sonntag die zweite Runde der Kommunalwahlen zu Ende gegangen. Die Wahlkommission meldete einige kleinere Zwischenfälle: In einem Wahllokal in der Hauptstadt Skopje hätten Unbekannte Wahlmaterial gestohlen. In der Ortschaft Otlja wurden nach Behördenangaben zwei Männer festgenommen, weil sie sich an einer Wahlurne zu schaffen gemacht hatten. Ergebnisse der Stichentscheide lagen noch nicht vor.

Rund 1,7 Millionen Mazedonier waren aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Der Urnengang ist der letzte Schritt, um das Friedensabkommen in dem südosteuropäischen Staat vollständig umzusetzen, das 2001 einen Schlussstrich unter siebenmonatige Kämpfe zwischen albanischen Freischärlern und der Regierungsarmee gezogen hatte.

Bei der ersten Runde der Kommunalwahl, die nach zweimaligem Aufschub am 13. März stattgefundenen hatte, gab es nach Angaben der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) und der NATO Unregelmäßigkeiten. Nach einem umstrittenen Dezentralisierungsgesetz sollen die mazedonischen Bürgermeister mehr Macht im Verhältnis zu den Stadt- und Gemeinderäten bekommen. Die Wahllokale sollten um 19.00 Uhr MESZ schließen. (APA/AFP)

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