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Meinung:Wo bleibt die Entschuldigung

Erstellt von , 14.10.2004, 18:40 Uhr · 12 Antworten · 776 Aufrufe

  1. #1

    Meinung:Wo bleibt die Entschuldigung

    W
    as hatte die Alleanza Na zionale nicht alles getan, um sich von ihren neofaschistischen Wurzeln loszulösen. Wie sehr hatte sich die italienische Regierungspartei bemüht, als eine "normale" Rechtspartei akzeptiert zu werden.


    Und nun das: Zuerst sorgte Alleanza-Haudegen Mirko Tremaglia für Schlagzeilen, weil er gegen eine "Schwulen-Verschwörung in Europa" vom Leder zog. Dem 77-jährigen Faschismus-Nostalgiker hätte man das vielleicht noch nachgesehen. Doch nun bekleckerte sich Parteichef und "Saubermann" Gianfranco Fini höchstpersönlich: Sein ethnisch-historischer Exkurs über das "italienische Istrien und Dalmatien" entlarvte nicht nur sein Geschichtsbild. Er belastete auch die ohnedies gespannten Beziehungen zu Kroatien und Slowenien.


    Es wäre unfair, Fini nun erneut "Neofaschismus" zu unterstellen. Seine Aussagen sind aber symptomatisch für die kaum aufgearbeitete faschistische Vergangenheit Italiens. Für Italiens Beteiligung an Hitlers antisemitischer Politik hat sich Fini vor einem Jahr in Israel entschuldigt. Das ist ihm hoch anzurechnen. Nun steht aber noch die Entschuldigung für die Verbrechen im besetzten Jugoslawien aus; für Untaten wie jene im Konzentrationslager Rab, von dessen Existenz heute in Italien kaum noch jemand weiß. Das wäre ein wichtiger Beitrag zur Versöhnung in einer Region, in der Geschichte nach wie vor als Waffe in der Tagespolitik missbraucht wird; einer Region, die von Dalmatien über Istrien bis Kärnten reicht.

  2. #2
    Italiens Vizepremier Gianfranco Fini sorgt mit seinem Geschichtsbild für Aufregung in Kroatien.

    ROM/ZAGREB (ag., w. s.). In Kroatien ist man außer sich. Der italienische Botschafter wurde sogar ins Außenamt in Zagreb zitiert. Grund für die Aufregung: Ein Interview des italienischen Vizepremiers Gianfranco Fini mit der kroatischen Tageszeitung "Slobodna dalmacija". Das kroatische Küstenland - Dalmatien, Istrien und Fiume (Rijeka) - sei "immer schon italienisch gewesen und ist es noch immer", meinte der Chef der einst neofaschistischen Alleanza Nazionale zur Zeitung. "Nicht deshalb, weil zu einem historischen Zeitpunkt unsere Truppen dort Italiener angesiedelt haben. Dieses Gebiet war venezianisch und davor römisch."




    Dass Finis historische Vorträge bei seinem kroatischen Publikum nicht besonders gut ankommen, war abzusehen. Seine Beteuerungen, "kein ernst zu nehmender Mensch in Italien" denke heute daran, das umstrittene Gebiet von Kroatien zurückzuholen, wurden in Zagreb in der allgemeinen Aufregung gar nicht mehr wahrgenommen.

  3. #3
    Ciao bella italia

    Sonne, Kultur und mediterrane Küche – über viele Jahre hinweg hat Italien damit die Touristen in Scharen zu sich ins Land gelockt. Jetzt verlieren diese Angebote bei den Deutschen an Attraktivität, vor allem seit die EU größer geworden ist und Regionen wie Istrien, Kroatien und auch Ungarn die Urlauber umwerben. Nicht, dass Italien seinen Reiz eingebüßt hätte, keineswegs. Aber es ist als Urlaubsland teuer geworden, vor allem für Familien.....

  4. #4
    Avatar von Denis_Zec

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    1.742
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Ciao bella italia

    Sonne, Kultur und mediterrane Küche – über viele Jahre hinweg hat Italien damit die Touristen in Scharen zu sich ins Land gelockt. Jetzt verlieren diese Angebote bei den Deutschen an Attraktivität, vor allem seit die EU größer geworden ist und Regionen wie Istrien, Kroatien und auch Ungarn die Urlauber umwerben. Nicht, dass Italien seinen Reiz eingebüßt hätte, keineswegs. Aber es ist als Urlaubsland teuer geworden, vor allem für Familien.....
    naja ... an meinem arbeitsplatz kann ich es oft sehen, dass die leute kroatien immer noch in die sozialistische ecke stecken. billig (aber nicht günstig) und fad ... während italien halt italien ist. obwohl italien nicht mit super qualität gleich zu setzen ist, aber das checken viele einfach nicht.
    leider ist kroatien sehr teuer, als urlaubsland ist es keineswegs preisgünstig und hat dafür viel zu wenig zu bieten. leider. das ist meine erfahrung vom vorjahr.

  5. #5
    FtheB
    naja ... an meinem arbeitsplatz kann ich es oft sehen
    Wolltest Du uns damit sagen, dass Du zur Minderkeit der arbeitenden Balkanesen gehörst? :?

  6. #6
    Zitat Zitat von Denis_Zec
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Ciao bella italia

    Sonne, Kultur und mediterrane Küche – über viele Jahre hinweg hat Italien damit die Touristen in Scharen zu sich ins Land gelockt. Jetzt verlieren diese Angebote bei den Deutschen an Attraktivität, vor allem seit die EU größer geworden ist und Regionen wie Istrien, Kroatien und auch Ungarn die Urlauber umwerben. Nicht, dass Italien seinen Reiz eingebüßt hätte, keineswegs. Aber es ist als Urlaubsland teuer geworden, vor allem für Familien.....
    naja ... an meinem arbeitsplatz kann ich es oft sehen, dass die leute kroatien immer noch in die sozialistische ecke stecken. billig (aber nicht günstig) und fad ... während italien halt italien ist. obwohl italien nicht mit super qualität gleich zu setzen ist, aber das checken viele einfach nicht.
    leider ist kroatien sehr teuer, als urlaubsland ist es keineswegs preisgünstig und hat dafür viel zu wenig zu bieten. leider. das ist meine erfahrung vom vorjahr.
    Wiso sagst du nicht gleich, das du an deinem Arbeitsplatz Menschen betreust die nach Arbeit suchen und nach Sozialhilfe fragen....ja diese Menschen denken noch so. :wink:
    Scherz bei Seite,ich weiß schon was du meinst...aber wenn die Leutz erst mal da sind dann ändert sich das Kroatien Bild sehr schnell,meist zum Positiven.

  7. #7
    Avatar von Denis_Zec

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    1.742
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Zitat Zitat von Denis_Zec
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Ciao bella italia

    Sonne, Kultur und mediterrane Küche – über viele Jahre hinweg hat Italien damit die Touristen in Scharen zu sich ins Land gelockt. Jetzt verlieren diese Angebote bei den Deutschen an Attraktivität, vor allem seit die EU größer geworden ist und Regionen wie Istrien, Kroatien und auch Ungarn die Urlauber umwerben. Nicht, dass Italien seinen Reiz eingebüßt hätte, keineswegs. Aber es ist als Urlaubsland teuer geworden, vor allem für Familien.....
    naja ... an meinem arbeitsplatz kann ich es oft sehen, dass die leute kroatien immer noch in die sozialistische ecke stecken. billig (aber nicht günstig) und fad ... während italien halt italien ist. obwohl italien nicht mit super qualität gleich zu setzen ist, aber das checken viele einfach nicht.
    leider ist kroatien sehr teuer, als urlaubsland ist es keineswegs preisgünstig und hat dafür viel zu wenig zu bieten. leider. das ist meine erfahrung vom vorjahr.
    Wiso sagst du nicht gleich, das du an deinem Arbeitsplatz Menschen betreust die nach Arbeit suchen und nach Sozialhilfe fragen....ja diese Menschen denken noch so. :wink:
    Scherz bei Seite,ich weiß schon was du meinst...aber wenn die Leutz erst mal da sind dann ändert sich das Kroatien Bild sehr schnell,meist zum Positiven.
    leider nicht. ich rede von leute, die dieses jahr ihren urlaub in kroatien verbracht haben. ich habe zwar versucht, dagegen zu reden, aber das war sinnlos und schlechte mundpropaganda ist nichts gutes.

  8. #8
    Adriano
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Italiens Vizepremier Gianfranco Fini sorgt mit seinem Geschichtsbild für Aufregung in Kroatien.

    ROM/ZAGREB (ag., w. s.). In Kroatien ist man außer sich. Der italienische Botschafter wurde sogar ins Außenamt in Zagreb zitiert. Grund für die Aufregung: Ein Interview des italienischen Vizepremiers Gianfranco Fini mit der kroatischen Tageszeitung "Slobodna dalmacija". Das kroatische Küstenland - Dalmatien, Istrien und Fiume (Rijeka) - sei "immer schon italienisch gewesen und ist es noch immer", meinte der Chef der einst neofaschistischen Alleanza Nazionale zur Zeitung. "Nicht deshalb, weil zu einem historischen Zeitpunkt unsere Truppen dort Italiener angesiedelt haben. Dieses Gebiet war venezianisch und davor römisch."




    Dass Finis historische Vorträge bei seinem kroatischen Publikum nicht besonders gut ankommen, war abzusehen. Seine Beteuerungen, "kein ernst zu nehmender Mensch in Italien" denke heute daran, das umstrittene Gebiet von Kroatien zurückzuholen, wurden in Zagreb in der allgemeinen Aufregung gar nicht mehr wahrgenommen.
    Das Dalmatien eine mediterranes Land mit einer italienischen Färbung ist kann man nicht bestreiten. Vieles in der dalmatinischen Lebenweise, Küche, Tracht, Folklore, findet man in Italien und anderen Mittelmeerländern in ähnlicher weise. Vor allem im dalmatinischen Dialekt gibt es sehr viele Worte die aus der italienischen Sprache kommen. Aber deshalb kann man noch lange nicht von einem italienischen Land sprechen.
    Während der iatlienischen Besetzung Dalmatiens im II. WK wurde der Bevölkerung eingeredet, dass sie keine Kroaten und keine Slawen sind, sondern slawisch sprechende Romanen. Die Kinder mussten in der Schule die italienische Fahne mit erhobenem rechten Arm grüßen. So etwas ist verrückt.

  9. #9
    Schade eigentlich.Habe schon viel positives von Menschen gehört die in Kroatien waren,auch dieses Jahr.Naja nicht jeder kann zufrieden gestellt werden... :wink:

  10. #10
    Zitat Zitat von Adriano
    Zitat Zitat von Nered&Stoka
    Italiens Vizepremier Gianfranco Fini sorgt mit seinem Geschichtsbild für Aufregung in Kroatien.

    ROM/ZAGREB (ag., w. s.). In Kroatien ist man außer sich. Der italienische Botschafter wurde sogar ins Außenamt in Zagreb zitiert. Grund für die Aufregung: Ein Interview des italienischen Vizepremiers Gianfranco Fini mit der kroatischen Tageszeitung "Slobodna dalmacija". Das kroatische Küstenland - Dalmatien, Istrien und Fiume (Rijeka) - sei "immer schon italienisch gewesen und ist es noch immer", meinte der Chef der einst neofaschistischen Alleanza Nazionale zur Zeitung. "Nicht deshalb, weil zu einem historischen Zeitpunkt unsere Truppen dort Italiener angesiedelt haben. Dieses Gebiet war venezianisch und davor römisch."




    Dass Finis historische Vorträge bei seinem kroatischen Publikum nicht besonders gut ankommen, war abzusehen. Seine Beteuerungen, "kein ernst zu nehmender Mensch in Italien" denke heute daran, das umstrittene Gebiet von Kroatien zurückzuholen, wurden in Zagreb in der allgemeinen Aufregung gar nicht mehr wahrgenommen.
    Das Dalmatien eine mediterranes Land mit einer italienischen Färbung ist kann man nicht bestreiten. Vieles in der dalmatinischen Lebenweise, Küche, Tracht, Folklore, findet man in Italien und anderen Mittelmeerländern in ähnlicher weise. Vor allem im dalmatinischen Dialekt gibt es sehr viele Worte die aus der italienischen Sprache kommen. Aber deshalb kann man noch lange nicht von einem italienischen Land sprechen.
    Während der iatlienischen Besetzung Dalmatiens im II. WK wurde der Bevölkerung eingeredet, dass sie keine Kroaten und keine Slawen sind, sondern slawisch sprechende Romanen. Die Kinder mussten in der Schule die italienische Fahne mit erhobenem rechten Arm grüßen. So etwas ist verrückt.
    schrecklich sowas...

    Jezt wollen alle Nachbarländer Kroatiens ,die schon in der EU sind,noch mal alles rausholen was geht.Geld und selbst Land wollen sie noch.Aber gut das die Grenzen schon Weltweit anerkannt sind,sonst müsste man noch Kompromisse mit sowas starten.

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