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Milosevic und Mesic im Kreuzverhör in Den Haag

Erstellt von Fitnesstrainer NRW, 05.04.2011, 13:19 Uhr · 213 Antworten · 7.999 Aufrufe

  1. #201
    Avatar von Hercegovac

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    Zitat Zitat von Koma Beitrag anzeigen
    das is wohl nicht dein ernst,

    von was ist orasje verschont worden? die dummer hinterfotzige vrs war einfach damit überfordert diesen ort einzunehmen, weil die leute da nicht wie in restposavina geflüchtet sind, sondern ihr ein und alles mit dem leben verteidigt haben, überall wo die vrs auf größeren widerstand gekommen ist, ist sie aufgelaufen
    Wer waren die schon ? Du hast es schon richtig erfasst...

  2. #202
    Avatar von Muratoğlu

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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    die Info in dem deutschen Bericht, dass der Bosnien-Krieg im April 1992 begann ist nicht korrekt. Die ersten militärischen Zusammenstösse gab es am 25/26 März 1992.

    Bezüglich meiner Kritik an Izetbegovic meine ich u.a. speziell folgendes:

    Vor Kriegsausbruch in BiH gab es bereits einen Plan wie BiH künftig gestlatet werden soll, dem alle Parteien (Izetbegovic, Karadzic, Boban) zugestimmt haben. Den Carrington-Cutiliero Plan, auch Lisbon Aggreement gennant. Am 18. März 1992 in Lissabon von allen dreien unterzeichntet, zog Izetbegovic nach einem Gespräch mit dem US-Aussenminister Zimmermann seine Zustimmung kurze Zeit später zurück.

    Du kannst das in fast jeder Literatur über den Bosnienkrieg nachlesen. Das ist nicht etwa eine These, sondern eine Tatsache.

    Peace plans offered before and during the Bosnian War - Wikipedia, the free encyclopedia
    Achja, das meinst du.
    In dem Carringto Plan hieß es, dass alle Kantone sich sozusagen, je nach Mehrheit die in ihr lebt, selbst verwaltet.. so wie ein Haufen Brckos, sozusagen (wenn ich mich nicht irre).
    Dem hat Alija zugestimmt, wurde aber dann von der EU(?, oder auch England/USA, ist länger her seit ich mich damit beschäftigt habe), umgestimmt und wollte einen Zentralstaat.

    Man kann wohl sagen dass das ein Fehler war, jedoch ist er deswegen noch lange, lange, lange nicht mit Milosevic zu vergleichen.

  3. #203
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von BosnaMudza Beitrag anzeigen
    Achja, das meinst du.
    In dem Carringto Plan hieß es, dass alle Kantone sich sozusagen, je nach Mehrheit die in ihr lebt, selbst verwaltet.. so wie ein Haufen Brckos, sozusagen (wenn ich mich nicht irre).
    Dem hat Alija zugestimmt, wurde aber dann von der EU(?, oder auch England/USA, ist länger her seit ich mich damit beschäftigt habe), umgestimmt und wollte einen Zentralstaat.

    Man kann wohl sagen dass das ein Fehler war, jedoch ist er deswegen noch lange, lange, lange nicht mit Milosevic zu vergleichen.
    Nein die Kantone sollten nach ethnischen Mehrheiten gemäß der geposteten und von allen signierten Vorlage eingerichtet und verwaltet werden und war Dezentral ausgerichtet.
    Das Ergebniss war dem späteren Dayton-Abkommen ähnlich, allerdings hätten die Serben laut Carrington-Cutileiro-Plan 42% BiH verwaltet, anstatt wie jetzt nach Dayton 49 %.

    Nein, mit Milosevic ist Izetbegovic nicht vergleichbar. Weil er auch gar nicht die gleiche Macht hatte. Dennoch hat Izetbegovic innerhalb BiHs eine ähnlich fatale Rolle gespielt, wie Milosevic innerhalb YUs.

    Milosevic trieb durch Hegemonialansprüche Serbiens die anderen Republiken in die Opposition und Izetbegovic durch Hegemonialansprüche der Bosniaken innerhalb eines nach Unabhängigkeit strebenden BiHs die bos.Serben in die Opposition und später auch die bos. Kroaten, denn nichts anderes hätte ein Zentralstaat bedeutet.

    Die Frage bleibt jedoch offen, inwieweit Izetbegovic durch seinen Wideruf zum einvernehmlich mit Karadzic und Boban unterzeichneten "Lisbon-Agreements" (CC-Plan) letztendlich die Büchse der Pandora göffnet hat.

    Das ist mir einen eigenen Thread wert.

  4. #204
    Zvornicanin
    Zitat Zitat von delija_rs Beitrag anzeigen
    Wie lässt es sich eigentlich erklären, dass der Koridor nach 92 nie nenneswert angegriffen wurden ist seitens der Kroaten bzw. ABiH?
    Immerhin ist ja die "halsschlagader" aller Serben westlich des Koridors.
    Nach der verlustreicher Eroberung seitens der VRS kam aus auf der anderen Seite nie zu einer richtigen Gegenoffensive!





    Der Korridor war 1992 für paar Tage durchtrennt. Die ARBIH war zwar in der Lage den Korridor zu durchtrennen , aber sie hätte ihn nicht dauerhaft halten können wegen dem Mangel an schweren Waffen.

  5. #205

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    185
    Zitat Zitat von batakanda Beitrag anzeigen
    der bosnjakisch-kroatische konflikt fand eigentlich in zentralbosnien statt... schau dir mal die landverteilung an und was noch viel wichtiger ist die kräfteverhältnisse, ich bleib mal bescheiden bei 5:1, hab ich irgendwo schon mal erwähnt... in zentralbosnien war der grösste korps (3. korpus) stationiert, die kroaten "eingekesselt" in enklaven...

    vorteil der kroaten: bessere waffentechnik (wenn ich sag bessere, dann mein ich ausreichend), nie hat sich jemand über hunger beschweren müssen, also die logistik war eigentlich ganz ok

    vorteil der bosnjaken: menschliche kraft im überfluss, aber bewaffnung liess zu wünschen übrig, trotzdem besser bestückt im bereich der schweren waffen als hvo......

    jetzt sag du mir ob es sinn macht in solch einer unterzahl in einer einkesslung anzugreiffen... die hvo beschränkte sich inder zeit des konflikts praktisch ausschliesslich auf verteidigung, dort wo sie angriff, da war sie miserabel... umso besser in der verteidigung in den "eingegrabenen" stellen... ebenso angagierte sich die besten einheiten der arbih in zentralbosnien, abgezogen sogar aus sarajevo, um etwas zu unternehmen... 7. muslimanska, laste, crni labudovi, vikicevci... wenn ich lüge, dann soll mich jemand korrigieren

    die kroaten provozierten sehr wohl auch und es war ein gegenseitiges anstacheln, ABER wenn du auf vorhergesehenen karten die enklaven anschaust, also bitte, was hätten die kroaten da denn grossartig machen könne? nix...

    militärstrategisch gesehen macht es für mich mehr sinn als bosnjake mich dem schwächeren gegner zuzuwenden, mittelbosnien zu säubern und dort ein stabiles kernland zu organisieren... im westen konnten sie den serben nichts anhaben, bihac war konstant unter druck, jajce fiel längst, von ostbosnien ganz zu schweigen... da macht es für mich sinn, und das muss man unbedingt im kontext dieser zeit und rein militärisch und nicht auf ethnischer oder religiöser sicht betrachten, sich da zu konzentrieren, wo man was bewegen kann...

    sobald in eine bis dahin friedliche stadt flüchtlinge kamen, da verschärfte sich die lage... ich könnte jetzt ein beispiel nennen, mach es aber lieber aus der sicht von kroaten: als die kroaten rund um kakanj fliehen mussten, war ihre erste station vares... auch ein grösstenteils kroatisch besiedelter ort, in unmittelbarer nähe... was geschah? den kroaten aus der gegen von kakanj passte es nicht, das die kroaten und muslime aus vares weiterhin "normal" miteinander lebten, sie fühlten sich hintergangen weil eben sie kurz zuvor von den muslimen vertrieben wurden... es kam zu ärger in der stadt, drohungen und sonstiger belaj... eine einheit der hvo aus kakanjer gegend schnitt einem albanischen bäcker die finger ab, weil er den flüchtligen das brot zu fünf bis zehnfachen preis verkaufte (mit den worten: aj sada mjesi tjesto)...

    zurück zur ausgangslage, in vielen städten kochte es und da brauchte es nicht viel... auch wenn die kroaten den ersten "schuss" getan haben "sollten", so war es aber für die arbih nichts anderes als ne einladung, denn jeder mit ein bisschen gehirn wird selber zugeben, dass es wenig sinn macht von travnik, busovaca oder kisesljak aus "offensiven" zu starten... also bitte meine herren...
    Ich kann mich irgendwie erinnern das das auch Tudjman gesagt hat

    Bin ich ganz Klar deiner meinung, die hatten gegen die Serben keine chance deswegen versuchte man sich einen raum zu schaffen in denen man sich zurück ziehen konnte, das einzige was die immer als argument bringen ist Mostar.

    Und warum sollte man jemand angreifen den man vorher noch mit waffen versorgt hat.

    Allgemein gesagt ist dein beitrag der beste hier und wenn man sein Vertsand ein wenig benutzt und seine Nationalistenbrille abzieht auch nachvollziehbar.

  6. #206
    Avatar von Grobar

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen
    Ja am besten wir tun so als wäre nichts passiert und schreien rum danke Hrvatska. Alles zweckbüdnisse und wir müssen uns für nichts bedanken.
    Irgendwie hast du es voll getroffen....

  7. #207
    Avatar von kiko

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    @Fitness
    bitte komm nicht immer mit Fakten und Argumenten. Den anderen Usern lässt du doch sonst keine Chance

  8. #208

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    Zitat Zitat von Bambi Beitrag anzeigen
    halt bloß die Fresse, du Spastikaiser.
    Milosevic kann man die Schuld gar nicht genug in die Schuhe schieben.
    Jedi govna, majmune jedan.

    Da fühlst du dich besonders cool,wenn du so einen Scheiß dahinredest.....

  9. #209

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    Zitat Zitat von Eli Beitrag anzeigen
    Wenn man etws zusammen halten will (Wie z.B das Jugoslawien) dann stieftet man keine Unruhen (Kosovo) u. schon garnicht stellt man sich als Herscher von jedem und allem.
    Wenn ES wirklich das Jugoslawien halten wollen würde, hätte ES nicht so ein Scheiß gemacht. Mag sein das ES vielleicht kein Cetnik war (aber auch kein Mensch) ES war ein Krankes Arschloch DAS am Ende alles kaputt gemacht hat, wofür zich Tausende Jugoslawen gearbeitet haben!

    Aha,dann hat also Milosevic 1981 diew Unruhen im Kosovo begonnen,und nicht die Albaner,dann hat Milosevic die UCK gegründet,die Anschläge auf staatliche Institutionen verübt hat,und nicht die Albaner,sehr geistreich.....,wie gut,das wir solche wie dich hier haben......

  10. #210

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    Zitat Zitat von perhan007 Beitrag anzeigen
    Nur damit auch klar ist, wer hier im Kosovo "Unruhe" gestiftet hat, bevor du möchte-gern-Kluge weiterhin Propaganda verzapfst:

    - Nach Titos Tod am 4. Mai 1980 kam es in verschiedenen Orten des Kosovo zu Unruhen. Diese weiteten sich im März 1981 zu Demonstrationen grösseren Umfangs aus. Es wurde erkannt, dass eine Reihe von Albanern fanatische Nationalisten und Reaktionäre waren, die sich niemals in den jugoslawischen Bundesstaat integrieren würden. Daraus entstand eine paradoxe Gegebenheit: Trotz der politischen Aufwertung Kosovos, weitgehenden theoretischen wie faktischen Autonomierechten, einem gewissen wirtschaftlichen Aufschwung durch enorme Bemühungen seitens des Bundes in Form des Wirtschaftsfonds, bei jedoch anhaltend schwierigen Bedingungen und den im Vergleich zum südlichen Nachbarn weitaus besseren Lebensbedingungen, konnte der Ruf nach Unabhängigeit und dem Anschluss an Enver Hoxhas Hungerreich nicht gebändigt werden. Die Albaner waren kulturell im Alltag schlichtweg nicht mehr benachteiligt:

    „The Albanian language was in officially use. There was Albanian television, radio and newspapers. The leaderchip of the League of Communists of Kosovo were ethics Albanians. The police and courts were also staffed by ethnic Albanians, and the prisoners were tried by Albanians in the Albanian language.”1

    Der Sicherheitschef des Kosovo, der ethnische Albaner Rahman Morina, setzte Spezialkräfte aus Serbien und die Armee ein und reagierte mit aller Härte auf die „reaktionär-nationalistischen” Ausschreitungen.2 Über 7000 Albaner, die meisten davon junge Männer, wurden seit 1981 im Kosovo wegen nationalistischen Aktivitäten verhaftet und eingesperrt. Viele von ihnen erhielten Gefängnisstrafen von sechs Jahren und mehr.3
    Eins hatten diese Ereignisse von 1981 gezeigt: Der Minderheitenschutz ist nicht nur ein Recht der Angehörigen einer Minderheit. Es ist auf der anderen Seite die Pflicht der Minderheit, dem Staat Loyalität entgegenzubringen.4 Dieses Prinzip der Gegenseitigkeit schien einseitig stark gefährdet. Kolisevski, damaliges Mitglied der kollektiven Präsidentschaft der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawiens, drückte in einem Report seine Ratlosigkeit aus:

    How was it possible after more than three decades of constructing socialist self-management, a system that broadened man's freedom and strengthened his position in the process of making decisions on all vital questions of his life and our community, that such an intensification of Albanian nationalism and irredentism could take place in Kosovo?”5

    Gemäss Kolisevski beteiligten sich nicht nur „a small number of young people” an den Ausschreitungen, sondern auch „a number of workers and farmers.” Er meinte, dass „enemies made use of our shortcomings and lack of explicitness in order to fan irredentism and nationalism among young Albanians in Kosovo.
    - Der 1986 an die Macht gekommene Slobodan Milosevic setzte sich zum Ziel, die Autonomie im Kosovo zu beenden. Dafür wurden am 28. März 1989 die Verfassungsänderungen für Serbien vom serbischen Parlament angenommen. Auch die „eingeschüchterten” Abgeordneten des Kosovo stimmten zu und Kosovo wurde de facto zu einem rechtlosen Teil Serbiens degradiert. Das Regionalparlament wurde aufgelöst und die albanischen Medien verboten. Daraufhin kam es im Kosovo zu Protestaktionen. Nun schien der bis anhin geltende Status den Albanern nicht mehr so verkehrt: Die Demonstranten forderten das Festhalten an der 1974 garantierten Autonomie der Provinz.

    1Poulton (1993), S. 66.

    2Kreidl (2006), S. 52.

    3Poulton (1993), S. 65.

    4Ipsen (1991), S. 124.

    5Stankovic (1981), S. 5.

    Nur zu deiner Info: Das serbische Parlament hatte NICHT die Befugnis,die Autonomie aufzuheben,sondern das Parlamemt von SFRJ,also lass dein Gewäsch.....

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