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Missbrauchte Wörter in der Politik

Erstellt von Zurich, 24.10.2010, 22:47 Uhr · 9 Antworten · 717 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

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    Beitrag Missbrauchte Wörter in der Politik

    Ist es euch überhaupt aufgefallen, wie viele Wörter in der Politik (weltweit, ja sogar hier im Forum) einfach missbraucht werden bzw. für Sachen verwendet werden, die gar nichts mit dem zu tun haben.

    Explizit Wörter wie Demokratie und Freiheit werden so gut wie überall benutzt und für alle. Man denke da nur an die Deutsche demokratische Republik (DDR). Und im Namen der "Freiheit" sind schon ganze Diktaturen entstanden.

    Aber auch negative Begriffe wie Faschismus werden ebenfalls missbraucht und für alles mögliche verwendet. Man könnte meinen, Faschismus bedeutet "Nicht der gleichen Meinung sein", wenn man so bedenkt, dass so ziemlich alles und jeder als Faschist hie und da für jeden möglichen Scheissdreck bezeichnet wird. Oder man kann es als "negativ" bezeichnen, da man diesen Begriff oft für Sachen (inkl. Leute) benutzt, denen bzw. dem man negativ gegenüber eingestellt ist oder einfach schlecht findet.

    Ich frage mich, ob es den Leuten an Aufklärung fehlt, was die einzelne Begriffe bedeuten, oder sind es vielleicht "Gummibegriffe" die man so ziemlich für vieles benutzen kann und alles eine Interpretationssache ist. Aber dann finde ich es schon komisch, da einige Wörter eigentlich im Begriff schon klare Sache sind, wie zum Beispiel: Demokratie (Demos => Volk, Kratia => Herrschaft). Aber auch das ist selbst in den demokratischen Staaten nicht so, denn vielerorts herrscht bloss Wahlfreiheit, wo man jemanden (zum Teil einen "Herrscher" (auch wenn nur befristet) der in dieser Zeit alles machen kann) wählt.

  2. #2

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    2.194
    Parasit und Unkraut werden oft von Braunen verwendet um ihren rassistischen Scheiß abzugeben

  3. #3

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    18.328
    kenn ich... ich werd hier auch immer als nazi beschimpft

  4. #4
    Avatar von Solaris

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    637
    Je mehr man die Leute mit solchen Worten verwirrt, desto weniger werden sie z.B. in der Politik wissen was sie wählen oder nicht wählen.
    Solche bewusste Missbräuche von Worten führt bei vielen sogar zudem, dass sie gar nicht mehr wählen gehen.
    Und somit hat man weniger Wähler die man mit solchen Wortverdrehungen manipulieren muss!
    Und die merken es erst dann, wenn die Wahlen vorbei sind, und sie sehen das die Partei ja gar nicht das macht/verhält wie es ihnen versprochen wurde.

    Natürlich gilt das auch in anderen Bereichen, etwa wie Religion, Wirtschaft usw.

  5. #5
    Avatar von Krosovar

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    9.101
    "Killerspiele"

    wtf

  6. #6
    Avatar von Zurich

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    05.02.2007
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    18.089
    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    "Killerspiele"

    wtf
    Was meinst du mit Killerspielen??? Komm nicht ganz draus.

  7. #7
    Avatar von skorpion

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    Beiträge
    3.739
    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Ist es euch überhaupt aufgefallen, wie viele Wörter in der Politik (weltweit, ja sogar hier im Forum) einfach missbraucht werden bzw. für Sachen verwendet werden, die gar nichts mit dem zu tun haben.

    Explizit Wörter wie Demokratie und Freiheit werden so gut wie überall benutzt und für alle. Man denke da nur an die Deutsche demokratische Republik (DDR). Und im Namen der "Freiheit" sind schon ganze Diktaturen entstanden.

    Aber auch negative Begriffe wie Faschismus werden ebenfalls missbraucht und für alles mögliche verwendet. Man könnte meinen, Faschismus bedeutet "Nicht der gleichen Meinung sein", wenn man so bedenkt, dass so ziemlich alles und jeder als Faschist hie und da für jeden möglichen Scheissdreck bezeichnet wird. Oder man kann es als "negativ" bezeichnen, da man diesen Begriff oft für Sachen (inkl. Leute) benutzt, denen bzw. dem man negativ gegenüber eingestellt ist oder einfach schlecht findet.

    Ich frage mich, ob es den Leuten an Aufklärung fehlt, was die einzelne Begriffe bedeuten, oder sind es vielleicht "Gummibegriffe" die man so ziemlich für vieles benutzen kann und alles eine Interpretationssache ist. Aber dann finde ich es schon komisch, da einige Wörter eigentlich im Begriff schon klare Sache sind, wie zum Beispiel: Demokratie (Demos => Volk, Kratia => Herrschaft). Aber auch das ist selbst in den demokratischen Staaten nicht so, denn vielerorts herrscht bloss Wahlfreiheit, wo man jemanden (zum Teil einen "Herrscher" (auch wenn nur befristet) der in dieser Zeit alles machen kann) wählt.
    Es ist von jeher ein Stilmittel der Rhetorik, eigentlich neutrale Wörter zu instrumentalisieren, gleichgültig ob nun in guter Absicht oder eher in demagogischer Form. Das geht auch oft einher mit der Verwendung von Euphemismen, wo also an sich negative Dinge in Worte verkleidet werden, die zunächst positiv klingen (z.B. "Minuswachstum", Arbeitskräfte "freisetzen" oder die berüchtigte "Endlösung" der Judenfrage).

    Andererseits muß man bei einigen schon Zweifel haben, ob sie die Bedeutung der von ihnen benutzten Worte tatsächlich kennen. Leider finden auch viele Worte Eingang in die Jugend- oder Umgangssprache und werden dort sinnentstellt und/ oder inflationär benutzt. Wer heute "geil" sagt, denkt wohl eher nicht an Botanik und "schwul" wird weitgehend alles genannt, was selbsternannte "echte Männer" uncool finden, völlig abseits aller Homosexualität. Andererseits ist das kein neues Phänomen in der Sprachgeschichte, viele Wörter haben im Laufe der Zeit ihre Bedeutung verändert. Manche haben auch neben ihrer Hauptbedeutung noch Nebenbedeutungen. Die zitierte DDR war ja nicht undemokratisch, es fanden ja Wahlen statt. Man konnte wählen zwischen Zustimmung zur vorgeschlagenen Liste oder deren Ablehnung. Das nennt sich "identitäre" Demokratie, im Gegensatz zur "parlamentarischen" Demokratie, wo man verschiedene Parteien oder Kandidaten zur Auswahl hat. (Daß es in der Regel unangenehme Konsequenzen hatte, wenn man in der DDR mit "nein" stimmte, steht ebenso auf einem anderen Blatt, wie die Frage, ob das Wahlergebnis von idR 99 + x reell zustande gekommen ist.)

    Die meisten Begriffe sind aber eben auch nicht klar definiert, geschweige denn geschützt, und somit nach den eigenen Standpunkten formbar. Für einen konservativ-liberalen Menschen, für einen überzeugten Kapitalisten also, ist die Bundesrepublik Deutschland schon fast ein kommunistisches Land, weil man mit seinem Kapital nicht machen kann, was man will, weil auch Untätige am Leben erhalten werden und weil sogar Mieter und Arbeitnehmer über Rechte verfügen, die sie vor allzu großer Willkür schützen sollen. Andererseits gibt und gab es Länder auf dieser Welt, die sich selbst sozialistisch oder sogar kommunistisch nennen/ nannten. Vergleicht man deren Realität mit den Lehren von Karl Marx, dann waren sie davon noch meilenweit entfernt, über die "Diktatur des Proletariats" sind sie nicht hinausgekommen.

    So ist es eben auch mit der vielgerühmten Demokratie. Eigentlich ist es eine zeitlich begrenzte Diktatur der Mehrheit durch ihre Repräsentanten. Mit Volksherrschaft hat das nur bedingt zu tun. Auf der anderen Seite wäre die Bevölkerung jedoch auch überfordert, wenn sie sich um alles selbst kümmern müßte- zeitlich überfordert und in vielen Fällen auch geistig. Abgesehen von den Schwierigkeiten, die sich aus der Durchführung wöchentlicher Volksabstimmungen ergeben würden...

    Es ist also beides: mangelnde Kenntnisse der Bedeutungen und schwammige Definitionen, die sich außerdem noch wandeln.

  8. #8
    aki

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    Schon das heutige Verständnis von "Demokratie" mit all seinen Abwandlungen - hat mir dem Attischen Demokratieverständnis der Antike absolut nichts zu tun!

  9. #9
    Avatar von Krosovar

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit Killerspielen??? Komm nicht ganz draus.
    Das "hochgebildete" Politiker ein solches Wort erfinden und dann auch noch benutzen ..
    Da versteh ich nicht wie sie sich dabei nicht dumm vor kamen?
    Nennt es doch First person Shooter, aber doch nicht "Killerspiele" oder "Ballerspiele", das ist wie im Kindergarten.

  10. #10
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Zitat Zitat von Krosovar Beitrag anzeigen
    Das "hochgebildete" Politiker ein solches Wort erfinden und dann auch noch benutzen ..
    Da versteh ich nicht wie sie sich dabei nicht dumm vor kamen?
    Nennt es doch First person Shooter, aber doch nicht "Killerspiele" oder "Ballerspiele", das ist wie im Kindergarten.
    Ja manche Wörter werden eben so gewählt, dass sie gezielt Angst schnüren sollen. So haben seit neustem Wörer wie "Hooligan" in den Medien jede Bedeutung verloren. Man bezeichnet so ziemlich viele Fans als "Hooligan". Und die Schweiz hat seit neustem auch eine "Hooligan-Datenbank".

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