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Mohammed Nadschibullah

Erstellt von ökörtilos, 15.08.2009, 21:05 Uhr · 28 Antworten · 10.614 Aufrufe

  1. #21
    Avatar von Romanian-Tartar

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    Zitat Zitat von GURU Beitrag anzeigen
    Du kennst die albanische Mafia nicht, und ihre Heroinmonopol das sie in dieser Zeit auf der ganzen Welt hatten!
    Und du weiss ja was in Afghanistan so die Pflanze ist, die das Geld ins Land bringt?!
    Egal, war nur ein kleiner Kapitel in Buch über das, und bin auch kein Spezialist für Drogenmafia und so, kannst mal selber googeln
    Heroinmonopol?????? zu der zeit gabs dutzende mafia grupierungen und ich finde nix im internet das mir zeigt das die albanische mafia damals den monopol im heroinmarkt hatte ich weiss aber das jemand aus der albanischen mafia ich weiss nich mehr wie er heisst die UCK im kosovo krieg mit ausrüstung und waffen beliefert hat
    wärst du vllt so nett und könntest mir wenn es geht eine deutsche oder englische quelle zeigen da wo das mit dem monopol steht trotz gemeinsamkeiten im rumänischen und albanischen kann ich nur kaum albanisch verstehen

  2. #22
    Avatar von TheAlbull

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    Zitat Zitat von GURU Beitrag anzeigen
    Du kennst die albanische Mafia nicht, und ihre Heroinmonopol das sie in dieser Zeit auf der ganzen Welt hatten!
    Und du weiss ja was in Afghanistan so die Pflanze ist, die das Geld ins Land bringt?!
    Egal, war nur ein kleiner Kapitel in Buch über das, und bin auch kein Spezialist für Drogenmafia und so, kannst mal selber googeln
    In deiner Sigantur sagst du kurz: Die Medien verblödeln uns, und du sagst das das was in einem Buch steht stimmt. Also ich finde Bücher gehören auch in dieser Gruppe "Medien" dazu!!
    Ich kenne die albanische Mafia nicht klar, und bestimmt auch nicht. Und diese Bücher helfen dirbestimmt nicht, dein Wissen zu erweitern.


    Zitat Zitat von Romanian-Tartar Beitrag anzeigen
    könntest mir wenn es geht eine deutsche oder englische quelle zeigen da wo das mit dem monopol steht trotz gemeinsamkeiten im rumänischen und albanischen kann ich nur kaum albanisch verstehen

    Japp würde ich auch gerne wissen!!!

  3. #23
    Avatar von TheAlbull

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    Das ist das was ich über die albomafia finde:

    "FBI- Vertreter sagten, dass Russen und andere Gruppen der organisierten Kriminalität in den USA ... weniger gewalttätig arbeiteten als die Albaner."

    aber nix mit Afghanistan!!

  4. #24
    Avatar von TheAlbull

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    Zitat Zitat von Romanian-Tartar Beitrag anzeigen
    Heroinmonopol?????? zu der zeit gabs dutzende mafia grupierungen und ich finde nix im internet das mir zeigt das die albanische mafia damals den monopol im heroinmarkt hatte ich weiss aber das jemand aus der albanischen mafia ich weiss nich mehr wie er heisst die UCK im kosovo krieg mit ausrüstung und waffen beliefert hat
    wärst du vllt so nett und könntest mir wenn es geht eine deutsche oder englische quelle zeigen da wo das mit dem monopol steht trotz gemeinsamkeiten im rumänischen und albanischen kann ich nur kaum albanisch verstehen

    Lies mal hier: Letzter Abschnitt!!

    TP: Albanische Heroin-Mafia auf dem Vormarsch

  5. #25
    ökörtilos
    DER SPIEGEL 12/1992 vom 16.03.1992, Seite 173c



    Kabul wirbt um USA



    Afghanistans Präsident Nadschibullah bietet sich Washington als Verbündeter im Kampf gegen islamische Fundamentalisten, Terroristen und Drogenhändler an. "Afghanistan, die USA und die zivilisierte Welt haben ein gemeinsames Ziel", erklärte Nadschibullah der New York Times. Der einstige Statthalter Moskaus appellierte an die Amerikaner, ihm Wirtschaftshilfe zu gewähren. Denn wenn fundamentalistische Mudschahidin in Afghanistan an die Macht kämen, würde das Land zu einem Dauerkriegsschauplatz und Dorado des internationalen Terrorismus und Drogenhandels. Nadschibullah unterstützt einen Friedensplan der Uno, der Verhandlungen aller Bürgerkriegsparteien und freie Wahlen vorsieht. Bislang scheiterte das Konzept, weil sich die radikalen Freiheitskämpfer nicht mit Vertretern Kabuls an einen Tisch setzen wollten und auch die USA Nadschibullah als Hindernis für eine Friedenslösung betrachteten.

  6. #26
    ökörtilos
    Denn wenn fundamentalistische Mudschahidin in Afghanistan an die Macht kämen, würde das Land zu einem Dauerkriegsschauplatz und Dorado des internationalen Terrorismus und Drogenhandels.

    Eine gute Einschätzung.

  7. #27
    ökörtilos


    DER SPIEGEL 40/1996 vom 30.09.1996, Seite 185

    Afghanistan

    Sturm geerntet

    Die Taliban erobern die Hauptstadt - wer steckt hinter den geheimnisvollen Glaubenskriegern?

    Kabul wird nicht fallen", meinten Afghanistan-Kenner noch am Mittwoch vergangener Woche; die von Bergen umgebene Stadt sei militärisch kaum zu erobern. In der Nacht von Donnerstag auf Freitag wurden die Experten eines Besseren belehrt.
    Die Taliban, eine islamistische Sammelbewegung, hatten die seit Monaten belagerte Hauptstadt eingenommen und mit ihr das Machtzentrum des von rivalisierenden Kriegsherren verwüsteten Landes. Die Truppen von Präsident Burhanuddin Rabbani leisteten zuletzt kaum noch Widerstand; der Staatschef und sein Premier, Gulbuddin Hekmatjar, machten sich auf der einzigen noch verbliebenen Fluchtroute gen Norden davon.
    Als erste Amtshandlung mordeten die neuen Herrscher einen Mann, der schon lange nicht mehr das Sagen hatte in Afghanistan: den einstigen Statthalter der 1989 abgezogenen sowjetischen Besatzer in Kabul, Nadschibullah. Bereits 1992 hatte der Vasall der Kommunisten vor den mit pakistanischer und amerikanischer Geheimdiensthilfe aufgerüsteten afghanischen Befreiungskriegern kapituliert. Im Luftschutzkeller eines Uno-Gebäudes überlebte er fortan sämtliche Schlachten um Kabul. Doch als seine Bewacher die Hauptstadt räumten, überließen sie ihn seinem Schicksal; seine Hilferufe, über ein Kurzwellenradio ausgesandt, blieben unbeantwortet.
    Demonstrativ stellten die Taliban den Leichnam des einstigen Gewaltherrschers vor dem verlassenen Präsidentenpalast zur Schau - aufgehängt an einer Betonplattform für Verkehrspolizisten, als Warnung und Symbol für das Ende aller Fremdherrschaft. "Afghanistan ist das gemeinsame Haus aller Afghanen", hieß die über Radio Kabul verbreitete Botschaft der Eroberer, die jetzt drei Viertel des Landes beherrschen; nur im Norden hält der Usbeken-General Dostam noch ein zusammenhängendes Gebiet. Der Verlautbarung folgten Verse aus dem Koran.
    Noch vor zwei Jahren waren die Taliban ("Schüler") unbekannt. Ende 1994 startete die mysteriöse Gruppe von meist jugendlichen Glaubenskriegern aus dem Volk der Paschtunen ihren ersten Feldzug. "Korrupte Führer" in den Reihen ihrer afghanischen Landsleute knüpften sie an den Geschützrohren von Panzern auf. Schnell eroberten sie die südliche Provinzhauptstadt Kandahar, scheiterten damals aber noch vor Kabul.
    Begonnen hat ihre Offensive im Nachbarland: Die meisten der fundamentalistischen Milizionäre wurden in den Koranschulen Pakistans ausgebildet. Dort studierten sie neben dem Wort Allahs offenbar auch die Handhabung von Panzern, Raketenwerfern und Schnellfeuergewehren.
    Wenige Tage vor seiner Flucht glaubte Afghanistans Staatspräsident Rabbani endlich die direkte Einmischung Pakistans in den Bürgerkrieg beweisen zu können: Eine gegnerische Transportmaschine war nach Kabul entführt worden. An Bord der Antonow 12 sollen sich neben 32 Talibankämpfern 7 pakistanische Militärs befunden haben. "Pakistans Aggression hat die Form einer Invasion angenommen", empörte sich Kabuls Außenminister gegenüber dem Weltsicherheitsrat.
    Die pakistanische Premierministerin Benazir Bhutto bestreitet, die Taliban militärisch unterstützt zu haben. Die meisten der militanten Fundamentalisten erhielten ihre Ausbildung jedoch nachweislich in Medressen, die von einer pakistanischen Islamistenpartei finanziert werden. Deren Chef ist der langjährige Verbündete Bhuttos und Vorsitzende des auswärtigen Ausschusses in Islamabad, Fazul Rahman.
    Ohne fremde Hilfe hätten die Taliban schwerlich zur derzeit schlagkräftigsten Armee der Region werden können. Kaum ein Jahr nach der Eroberung Kandahars hatten sie einen der mächtigsten Kriegsherrn im Westen des Landes, Ismael Khan von Herat, in die Flucht geschlagen und damit Rabbanis Kooperation mit seinen wichtigsten Verbündeten in Iran erschwert. Ganze 15 Tage brauchten sie jetzt, nach dem Fall Dschalalabads, der einstigen Winterresidenz afghanischer Könige, für ihren Vormarsch von Osten durch die Kabulschlucht in die Hauptstadt.
    Die Ausschaltung der bisherigen Kriegsherren kommt Pakistans Interessen entgegen. Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion haben die Handelsrouten durch Afghanistan in die zentralasiatischen Republiken an strategischer wie wirtschaftlicher Bedeutung gewonnen. Seit langem ist die Einfuhr von Erdgas aus Turkmenistan geplant; die Gasleitung soll quer durch afghanisches Territorium --- S.186 verlaufen. In Usbekistan, das im Norden an Afghanistan angrenzt, befindet sich die reichste Goldmine der Welt; Tadschikistan im Nordosten birgt das größte bekannte Silbervorkommen; und in Kasachstan wird ein Viertel des globalen Erdölvorkommens vermutet.
    So betonte ein Sprecher des pakistanischen Außenministeriums denn auch am Donnerstag vergangener Woche: "Wir sind an einer Regierung interessiert, die ganz Afghanistan kontrolliert." Eigene Militärs jedoch habe man zu diesem Zweck nicht entsandt. Die Pakistaner, die sich an Bord der entführten Antonow befunden hätten, seien vermutlich Religionsführer gewesen.
    Doch "wer Wind sät, wird Sturm ernten", heißt ein pakistanisches Sprichwort. Die Taliban, denen auch die Amerikaner zunächst wohlwollend gegenüberstanden, weil sie Mohnfelder abbrannten und den Einfluß Teherans auf Afghanistan minderten, haben sich längst verselbständigt. Alles spricht dafür, daß sie ein totalitäres Regime errichten werden, das in seiner Rigidität selbst das der iranischen Mullahs in den Schatten stellen dürfte (SPIEGEL 12/1995).
    Unter dem Vorwand, einen "reinen islamischen Staat" anzustreben, haben die "Gottgesandten" in Herat, Kandahar und Dschalalabad schon jetzt jene Ordnung erzwungen, die sie für gottgewollt halten: Sie amputieren Dieben Hände und Füße, zwingen Männer dazu, Bärte zu tragen und in den Moscheen zu beten; sie zerstören Kulturdenkmäler, weil diese angeblich der Götzenverehrung dienen. Sie schlossen sämtliche Mädchenschulen; Frauen dürfen nicht mehr ohne männliche Begleitung auf die Straße gehen. Auch der Opiumhandel floriert nach jüngsten Berichten des Drogenkontrollprogramms der Vereinten Nationen wieder; außer mit Zuschüssen aus Pakistan wurde der Sturm auf Kabul wohl vor allem mit Rauschgiftgeldern finanziert.
    Wegen der Entrechtung von Frauen sah sich Unicef inzwischen gezwungen, sämtliche Hilfsprogramme im Taliban-Gebiet einzustellen. "Für uns Frauen gibt es keine Zukunft", meint eine Apothekerin in Kabul. "Wir werden lebendig begraben."
    Eine kurze Zeit lang hatte die Bevölkerung Hoffnung geschöpft: Der von allen respektierte, 1973 gestürzte König Zahir Shah hatte Mitte September seine Rückkehr aus dem italienischen Exil angekündigt. Selbst die Taliban ließen verlauten, der 81jährige Monarch sei als Integrationsfigur willkommen. Doch bereits wenige Stunden nach seinem Einzug in Kabul zerstörte der neue Herrscher von Afghanistan, Mullah Mohammad Omar, die Illusion: Er stellte seine eigene Regierung auf und forderte deren internationale Anerkennung. Pakistan deutete bereits seine Bereitschaft dazu an

  8. #28
    ökörtilos
    DER SPIEGEL 34/1979 vom 20.08.1979, Seite 105



    AFGHANISTAN

    So wild

    In Kabul meuterten 1200 Soldaten, in Kandahar wurden 30 Sowjets gelyncht. Tausende Guerillas kämpfen gegen das Taraki-Regime.

    Auch im kommunistisch regierten Afghanistan ist Fastenmonat Ramadan. Am Sonntag, dem 5. August, bahnten sich gläubige Moslems ihren Weg durch die überfüllten Basare, um in der berühmten Moschee Pul-i-Chischti ihr Mittagsgebet zu verrichten, die Straßenhändler gingen ihren Geschäften nach.
    Plötzlich ertönte südlich der Moschee Granatfeuer, war das Krachen automatischer Waffen und Raketen zu hören.
    Es war 12.45 Uhr mittags, in Kabul brach eine bewaffnete Rebellion aus. Verschreckte Einwohner versuchten, sich eiligst in Sicherheit zu bringen. Armee-Lastwagen mit bewaffneten Afghanen rollten durch die Straßen, Panzerwagen fuhren auf.
    In der Festung Bala-Hissar-Pori, einer großen Kaserne am südlichcn Stadtrand Kabuls, hatten 1200 Soldaten eines Artillerieregiments und eines Infanteriebataillons gemeutert. Drei Panzer verließen die Festung in Richtung Norden zum "Haus des Volkes", wo Staats- und Parteichef Taraki mit seinen Beratern konferierte.
    Auf dem Flughafen im Nordosten der Stadt gab es Alarm. Drei sowjetische Militärhubsehrauber vom Typ Mi-24, die Afghanistan unlängst von den Sowjets erworben hatte, stiegen auf. Aus dem Vorort Pul-i-Tschakri, dem Hauptquartier (der afghanischen Panzerbrigade, wurden 18 Panzer gegen die Festung Bala-Hissar-Pori in Marsch gesetzt.
    Die Hubschrauber belegten das Fort mit Raketen und zielten auf flüchtende Soldaten. die über die Mauern geklettert waren. Der Sprechfunkverkehr der Helikopter, den Diplomaten abhören konnten, ging auf Russisch vor sich.
    Die Schlacht um Bala Hissar dauerte vier Stunden. Sie forderte 427 Todesopfer 311 Aufständische, 116 Regierungssoldaten. Seit dem Staatsstreich vom April 1978, mit dem Tarakis "Demokratische Volkspartei" die Macht über Afghanistan übernahm, war dies der dritte bewaffnete Aufstand gegen das von den Sowjets unterstützte Regime.
    Die erste Rebellion gab es im März dieses Jahres in der afghanischen Westprovinz Herat, die zweite im April in der Kaserne der Stadt Dschalalabad im Osten des Landes, die dritte jetzt in der Hauptstadt. Dabei sind allein in Kabul 26 000 afghanische Soldaten, knapp ein Drittel der gesamten afghanischen Armee, stationiert. Zusätzlich zu 4000 zivilen Beratern hat Moskau 2000 Militärhelfer nach Afghanistan entsandt.
    Doch eine überfällige, nun aber überstürzte Bodenreform, eine lebensfremde Alphabetisierungs-Kampagne und Zwangsmaßnahmen zum Gesundheitsschutz haben das Moslem-Volk gegen die Staatspartei aufgebracht.
    Kaum ein Drittel der Bauern und Landarbeiter erhielten überhaupt eigenes Land, doch viele von ihnen können es nicht bebauen, weil Saatgut, Maschinen und Kredite fehlen oder der neue Eigentümer sogleich zur Armee eingezogen wurde. Viele wollen ihren Boden nicht bebauen, denn der Islam ahndet Diebstahl schwer und sie fürchten die Rückkehr der Grundherren.
    Hunderte Oberschüler wurden zu Offiziers-Schnellkursen in die UdSSR geschickt, Tausende Frauen gegen ihren Willen von Funktionären auf Lkw verfrachtet und zu gynäkologischen Untersuchungen in Mütterberatungsstellen gezwungen. 3000 politische Gefangene, so hat das US-State-Department verlautbart, wurden hingerichtet.
    Die Gewaltmaßnahmen, mit denen die Sowjets in ihren eigenen Provinzen selbst Jahrzehnte zur Befriedung brauchten, treiben in Afghanistan immer mehr Moslems zum Widerstand. Zu den Partisanen laufen nicht nur einfache Soldaten über, sondern auch Offiziere, sogar Oberstleutnante.
    Guerillas beherrschen das Bergland, sobald die Landverteilungs-Kommissionen wieder abgezogen sind. Im Mai ergaben sich 1200 afghanische Soldaten mit sechs Panzern und sieben Flakbatterien den Rebellen in der Provinz Sabul. Fünf Piloten der Luftwaffe wurden hingerichtet, weil sie ihre Bomben absichtlich auf Gebirgshänge statt auf Guerilla-Lager abgeworfen hatten.
    Regierungsfunktionäre auf dem Lande fallen Mordanschlägen zum Opfer, oft werden sie einfach erschlagen. So metzelten aufgebrachte Moslems Mir Ahmed Schah, 45, führendes Mitglied der Volkspartei in der Provinz Logar, zusammen mit seinen beiden Töchtern nieder. Dem Volksparteiler Aslam, einem Friseur in der Provinz Logar, schlugen sie den Kopf ab und hängten ihn an einen Baum.
    Die Taraki-Regierung behauptet, die Partisanen würden von den islamischen Staaten Iran und Pakistan unterstützt. "Sie greifen unsere Dörfer mit ausländischer Miliz an und töten in verschiedenen Teilen des Landes Kinder, Jungen und Mädchen, Männer und Frauen", erklärte Premier Hafisullah Amin, der jetzt auch noch (las Amt des Verteidigungsministers übernommen hat. "Sie brennen Schulen nieder. Wir sind davon nicht überrascht worden. weil wir damit gerechnet haben, daß ihr Vorgehen so wild sein würde."
    Die Moskauer Agentur Tass meldete: "Vom Feuer vernichtete Getreidefelder, zerstörte Dörfer, getötete Frauen, Kinder und alte Leute -- das ist das Ergebnis der niederträchtigen Überfälle konterrevolutionärer Gruppen."
    Im ganzen Lande wurden etwa 5000 Anhänger der Volkspartei von den Moslem-Partisanen getötet. Die Guerrilleros konzentrierten sich darauf, das Straßennetz und die Versorgungswege von der russischen Grenze im Norden des Landes nach Kabul zu unterbrechen, vor allem die strategisch wichtige Straße von Kundus zur Grenzstadt Scherchan, über die der größte Teil des russischen Kriegsgeräts nach Kabul transportiert wird.
    Die verängstigten Bauern weigern sich, ihre Felder zu bestellen. Folgen sie der Weisung der Volkspartei-Ortsgruppe, an die Arbeit zu gehen, werden sie von Partisanen beschossen. Trotz sowjetischer Weizenlieferungen steht eine schwere Versorgungskrise bevor.
    Verzweifelte Bauern plündern den San Duk Taouvni, die Gemeinschaftskasse der Bauerngenossenschaften. Fast 150 000 afghanische Flüchtlinge haben bisher die 1500 Kilometer lange Grenze zu Pakistan überquert.
    Von dorther aber sollen nach Regierungs-Version jene Kämpfer gekommen sein, die in Kabul rebellierten: "Eine Reihe von Pakistanis und Persern", so Radio Kabul am 5. August, "versuchten heute zusammen mit ihren unterwürfigen Lakaien, in Kabul Chaos und Revolte zu erzeugen."
    Um ausländischen Beistand bemühten sich zwei Delegationen "mohammedanischer Revolutionäre Afghanistans" vorigen Monat in den Golf-Staaten. In Kuweit erbaten sie "dringend die volle Unterstützung unserer Brüder in den islamischen Ländern". Bereits vom Ausland finanziert, so sagt das Kabuler Innenministerium, wird der Untergrundsender "Freies Kunar", benannt nach einer afghanischen Provinz.
    Doch auch das Taraki-Regime braucht zum Überleben weitere Hilfe aus dem Ausland -- von der Schutzmacht UdSSR. Die 6000 Sowjethelfer reichen nicht mehr. Aus dem afghanischen Engagement kann sich der Kreml kaum noch lösen, ohne ein Übergreifen der islamischen Bewegung auf seine eigenen Republiken in Mittelasien zu riskieren. Doch je tiefer sich Moskau in Afghanistan verstrickt, um so deutlicher wird die Parallele zur Rolle Amerikas in Vietnam während der 60er Jahre.
    Vorletzten Sonntag besuchte eine Gruppe sowjetischer Zivilisten in Begleitung von 15 afghanischen Offizieren eine heilige Stätte in der Stadt Kandahar. Die Moslems am Ort sahen darin, im Monat Ramadan, einen Akt der Gotteslästerung. Eine "Nationale Befreiungsfront" gab bekannt, die Regierungsoffiziere und 30 Sowjetbürger seien von der Menge gelyncht worden.
    Um ihre Kampf kraft im Ramadan nicht zu schwächen, erteilte der Führer der "Islamischen Bewegung Afghanistans", Scheich Mohammed Asif Mohsini, seinen Rebellen Dispens: "Wenn absolutes Fasten zu ihrer Niederlage führen sollte, dann ist es ihre Pflicht, ihr Fasten abzubrechen, denn wichtiger sind die Sicherungen des Islam und die Vernichtung der Blasphemie."

  9. #29
    ökörtilos
    abschließend bleibt noch zu sagen das die damalige kommunistische Partei im heutigen Afghanistan nicht mehr existiert

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