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Montenegro und die EU

Erstellt von Metkovic, 02.07.2008, 11:53 Uhr · 66 Antworten · 2.836 Aufrufe

  1. #1

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    Montenegro und die EU

    Premierminister Djukanivic: Montenegro „teilt außenpolitische Strategie der EU“

    Außenbeziehungen - 24-06-2008 - 17:59

    Milo Djukanovic, montenegrinischer Regierungschef

    Bis 2012 wolle sein Land die Kriterien für die Aufnahme in die EU erfüllen, so der montenegrinische Premierminister Milo Djukanovic am Montag gegenüber den Mitgliedern des Außenausschusses im Europaparlament. Nach der Aussprache mit den Abgeordneten befragten wir ihn zur Beitrittsperspektive seines Landes, den Beziehungen mit Serbien und dem Kosovo sowie dem Umstand, dass man in Montenegro in Euro bezahlt.
    Montenegro wurde vor rund zwei Jahren unabhängig. Warum wollen Sie, dass Ihr Land der EU beitritt und was würde eine Mitgliedschaft Montenegros für den Rest der Region bedeuten?

    Schon zu der Zeit als wir die Unabhängigkeit anstrebten, haben wir sehr deutlich gesagt, dass wir unsere Zukunft selbst gestalten wollen und wir waren stets davon überzeugt, dass unsere Zukunft in Europa liegt.

    Warum wollen wir Teil der EU werden? Ganz einfach weil wir das gleiche Wertesystem teilen. Es geht nicht darum, wie man vielleicht annehmen könnte, dass ein kleiner Staat etwas von den EU-Mitteln bekommen will, die zur Vorbereitung auf einen Beitritt dienen sollen. Wir glauben an unsere eigenen Möglichkeiten.

    Aber wir wollen, dass Montenegro und der gesamte westliche Balkan Teil des Sicherheitssystems, des wirtschaftlichen und politischen Systems der EU wird. Im Balkan haben wir zyklische Krisen erlebt. Es ist daher im Interesse nicht nur der Staaten des westlichen Balkans, sondern auch im Interesse der EU, diese Ländern in der EU zu haben.

    Was könnte Montenegro in die EU einbringen?

    Jeder bringt etwas besonders mit ein und das gilt auch für Montenegro. Selbst ein so kleiner Staat wie Montenegro kann die EU bereichern.

    Ein besonderer Wert, auf den wir stolz sind, ganz besonders wenn man an den regionalen Kontext denkt, ist der Multikulturalismus. Er wurde in unserer Region nicht immer als ein Pluspunkt gesehen, in den 1990er eher als eine Belastung. Dies ist der Grund, warum wir so lange Zeit fanatische Religionskriege erlebt haben.

    Obwohl Montenegro der kleinste Staat der Region ist, haben wir den Frieden und das friedliche Zusammenleben der verschiedenen Volksgruppen erhalten können. Wir haben das Vertrauen der internationalen Gemeinschaft und ausländischer Investoren gewinnen können und das Land entwickelt sich sehr dynamisch.

    Die natürliche Schönheit Montenegros, auf die wir sehr stolz sind, – die außerordentlich schöne Adriaküste, ein malerisches Hinterland, hohe Berge, tiefe Schluchten, große Seen – all dies kann für die EU auch eine Bereicherung sein.

    War die Unabhängigkeit Montenegros ein Vorläufer für die des Kosovo? Glauben Sie eine Normalisierung der Beziehungen mit Serbien ist möglich?

    Sie ist unausweichlich. Früher oder später muss Serbien sich mit den politischen Fehlern abfinden, die es in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat.

    Leider gab es auf keiner der beiden Seiten eine Bereitschaft, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Was folgte, war also die Unabhängigkeitserklärung durch den Kosovo. Viele wichtige Mitgliedsstaaten der EU und die internationale Gemeinschaft insgesamt haben den Kosovo bereits anerkannt. Ich denke also nicht, dass irgendeine seriöse Person das Rad der Geschichte zurückgedreht sehen möchte.

    Wir handeln relativ vorsichtig, und das hat zwei Gründe: Zum einen sind wir Nachbarn sowohl des Kosovo als auch Serbiens, also sollten wir helfen und nicht durch übereitle Schritte Öl ins Feuer gießen. Zweitens sind wir seit erst zwei Jahren unabhängig und wir haben diese Unabhängigkeit erreicht, indem wir die Union mit Serbien verlassen haben. Unsere Unabhängigkeit war für die Beziehungen zwischen Serbien und Montenegro in mancher Hinsicht traumatisch.

    Aber grundsätzlich gibt es für uns in Sachen Kosovo kein Dilemma. Wir wollen Teil der EU sein und das bedeutet auch, dass wir die außenpolitische Strategie der EU teilen, einschließlich hinsichtlich der Kosovo-Frage.

    Können Sie uns erklären, warum der Euro de facto die Währung Montenegros ist?

    Das Milosevic-Regime hat versucht, wirtschaftliche Probleme durch das Drucken wertlosen Geldes zu lösen – ohne unser Wissen. Wir haben daher [1999] entschieden, uns zu schützen und die D-Mark als Zahlungsmittel eingeführt. Später wurde die D-Mark in Deutschland ersetzt und so wurden wir indirekt Euro-Nutzer.

    Dies bedeutet nicht, dass wir an der Währungsunion teilnehmen, obwohl wir sehr verantwortlich mit dem Euro umgehen. Aber wir sind bereit, alle Maastricht-Kriterien einzuhalten und hoffentlich in naher Zukunft Vollmitglieder der Wirtschafts- und Währungsunion zu werden.

    Wir haben großen Nutzen aus dem Euro gezogen. Zum einen ist es sehr gut, dass wir jedwede Illusionen aufgegeben habe, man könne mit Inflation leben und gedeihen, wie es im ehemaligen Jugoslawien der Fall war. Und zweitens sind wir für ausländische Investoren attraktiver, weil europäische Investoren in ihrer eigenen Währung operieren können.
    REF: 20080624STO32550

    Weitere Informationen :


    Premierminister Djukanivic: Montenegro „teilt außenpolitische Strategie der EU“

    Ein sehr interessanter Artikel. Vor allem ist Montenegro in Europa angekommen und sieht sich als Teil der Gemeinschaft.

  2. #2

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    @Vatrena

    so denken Realisten und keine Träumer

  3. #3
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    @Vatrena

    so denken Realisten und keine Träumer
    Mafiosi und Zigarettenschmuggler hast du vergessen zu erwähnen!

  4. #4
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    @Vatrena

    so denken Realisten und keine Träumer

    wenn wir dabei sind muss man dies nachreichen....

    War die Unabhängigkeit Montenegros ein Vorläufer für die des Kosovo? Glauben Sie eine Normalisierung der Beziehungen mit Serbien ist möglich?

    Sie ist unausweichlich. Früher oder später muss Serbien sich mit den politischen Fehlern abfinden, die es in den vergangenen Jahrzehnten gemacht hat.


    Leider gab es auf keiner der beiden Seiten eine Bereitschaft, eine einvernehmliche Lösung zu finden. Was folgte, war also die Unabhängigkeitserklärung durch den Kosovo. Viele wichtige Mitgliedsstaaten der EU und die internationale Gemeinschaft insgesamt haben den Kosovo bereits anerkannt. Ich denke also nicht, dass irgendeine seriöse Person das Rad der Geschichte zurückgedreht sehen möchte.

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    ich wünsche montenegro viel glück auf dem weg in die eu....

    montenegro hat sich während dem konflikt so gut es ging rausgehalten .

    dazu hat es tausende albanische flüchtlinge aufgenommen gehabt. danke

  5. #5
    Avatar von Vatrena

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    Wie gesagt Metkovicu......




  6. #6

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Mafiosi und Zigarettenschmuggler hast du vergessen zu erwähnen!

    ach komm . Wieviele Politiker bereichern sich ? Slobo - Boguljub Karic, Franjo Tudjman...

    Montenegro musste die Reisleine ziehen, sonst würde es heute noch mit Serbien im Dreck stecken.

  7. #7
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Mafiosi und Zigarettenschmuggler hast du vergessen zu erwähnen!

    wie will man sonst überleben in einem staat mit milos zusammen wenn einem alle boykottieren bezw mit sanktionen belegt wird obwohl man selbst nicht die politik mitragen will.....?

    wo bleiben die beweise?


  8. #8

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    Zitat Zitat von Vatrena Beitrag anzeigen
    Wie gesagt Metkovicu......




    Man merkt ,dass du Serbin bist....lebst in der Vergangenheit

    Als Slowenien, Kroatien, Mazedonien und Bosnien-Herzegowina 1991 und 1992 ihre Unabh?ngigkeit erklärten, unterstützte Milo Djukanovic, damals noch ein Verbündeter von Slobodan Milosevic, die Entscheidung Montenegros, mit Serbien auch weiterhin in der Jugoslawischen Föderation zu bleiben. Während seiner Amtszeit im Jahr 1991 beteiligten sich montenegrinische Einheiten der Jugoslawischen Armee an der Belagerung und Bombardierung der historischen kroatischen Hafenstadt Dubrovnik und an der Verwüstung ihres Hinterlandes, im sogenannten "Krieg für den Frieden". In den vergangenen Jahren hat sich Djukanovic bei Kroatien für diesen Angriff entschuldigt.
    Film - Balkan Express - ESI


    und jetzt kannste Platzen vor Wut

  9. #9
    Avatar von Vatrena

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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    Man merkt ,dass du Serbin bist....lebst in der Vergangenheit



    Film - Balkan Express - ESI


    und jetzt kannste Platzen vor Wut

    Es bleibt dir überlassen vor einem Milo zu knien, der einige Jahre vorher den Krieg gegen Kroatien unterstützt hat, und zwar auf serbischer Seite!

    Ich muss nicht vor Wut platzen....im Gegensatz zu anderen kenne ich die Fakten!

  10. #10
    Avatar von skenderbegi

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    Zitat Zitat von Metkovic Beitrag anzeigen
    Man merkt ,dass du Serbin bist....lebst in der Vergangenheit



    Film - Balkan Express - ESI


    und jetzt kannste Platzen vor Wut

    du musst verstehen das vaterna nicht nur eine serbin ist sondern eine bedauernswerte serbin welche einfach in sachen politik null-ahnung hat dazu sehr sehr nationalistisch eingestellt ist.....

    hinzu kommt das ihr bei den diskussionen nicht ums thema selbst geht sondern nur darum seinen gegenüber zu verärgern bzew. abzulenken sprich alles auf serbisch-konform zu gläten....

    diese sagt nichts anders als sie es toll gefunden hat das kroatien mit hilfe montenegros....

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