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Montenegro und die EU

Erstellt von Metkovic, 02.07.2008, 11:53 Uhr · 66 Antworten · 2.839 Aufrufe

  1. #61

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    Zitat Zitat von Secondos Beitrag anzeigen
    noch so ein vollidiot der seine selbstanalysen an andere verkaufen möchte?!

    ps. die arme frau...
    traurig!!!!!!

  2. #62
    Avatar von skenderbegi

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    11.086
    so stop jetzt.

    für jeden von euch eine verwarnung und verbannung vom thread....

  3. #63

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    724

    was soll der schwachsinn?

  4. #64
    Avatar von Zurich

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    Und wo waren wir stehen geblieben... Ach ja... bei Milo the Hero, dem Mr. "Ich bau mir einen Staat auf, wird Präsident und komme so nicht in den Knast"

    Während der westlichen Sanktionen gegen Restjugoslawien war neben dem Öl- der Zigarettenschmuggel eines der häufigsten Geschäftsmodelle für die heutigen Oligarchen. Einer, der es vom vermutlichen Zigarettenschmuggler bis zum Staatspräsidenten brachte, ist Milo Djukanovic, der ehemalige Premierminister und Präsident von Montenegro. Sein offizielles Gehalt als Premierminister betrug 2003 angeblich 453 Euro.
    Der Bruder fürs Grobe
    Wer mag Djukanovic da verdenken, dass er sich vermutlich einen lukrativen Zusatzverdienst im Zigarettenschmuggel suchen musste. Obwohl in Italien Ermittlungsverfahren wegen des Schmuggelverdachts gegen ihn liefen, konnte er eine Verurteilung bisher immer verhindern. Beobachter vermuten eine Geheimvereinbarung zwischen dem Jugoslawien-Tribunal und Djukanovic, bei dem Zeugenaussagen gegen Ermittlungen getauscht wurden.
    Auch der kürzlich erfolgte Rücktritt Djukanovics von allen politischen Ämtern wird in diesem Zusammenhang gesehen. Als einer der wichtigsten Verbündeten im Zigarettenschmuggel gilt der Serbe mit kroatischem Pass, Stanko Subotic Cane, dessen Vermögen laut der kroatischen Tageszeitung “Nacional” auf rund 400 Millionen Euro geschätzt wird. Er gilt als einer der wichtigsten Mafiabosse des gesamten Balkans.
    Allerdings schaffte es Milo Djukanovic auch, seinen Bruder Aco Djukanovic als den Mann für das Grobe, von dem er sich distanzierte, und sich selbst als den Saubermann aufzubauen. Aco wird von Menschenhandel bis Auftragsmorden so ziemlich alles nachgesagt, was denkbar ist.
    Schädelbasisbruch beim Oppositionspolitiker
    Im Kartenspielerjargon gesprochen, ist er sicher der schwarze Peter unter den Balkan-Bossen. Er besitzt Banken, Bergwerke, Immobilien - und hat weitere Anlagen in Montenegro. Mit seiner Atlas Mont Gruppe gilt Dusko Knesevic als einer der wichtigsten dunklen Geschäftsfreunde der Djukanovics in Montenegro, besonders im Finanzsektor, der als Platzhalter im Namen der Brüder Banken und andere Firmen aufkauft.
    Als echter Bösewicht à la “Le Chiffre” legt Aco auch gerne einmal selbst Hand an. So brachte er einem Oppositionspolitiker im Jahr 2000 angeblich mit einem Pistolenschlag auf den Kopf einen Schädelbasisbruch bei. Aber auch hier kam es zu keiner Verurteilung.
    Einige Beobachter sehen Montenegro als reinen Vasallenstaat der Djukanovics. Ohne ihr Placet scheint geschäftlich dort nichts zu laufen. Kein Wunder also, dass James Bond in Montenegro in “Casino Royale” mit besonders harten Bandagen kämpfen musste.
    Oligarchen: Die Bosse vom Balkan - manager-magazin.de

  5. #65

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Und wo waren wir stehen geblieben... Ach ja... bei Milo the Hero, dem Mr. "Ich bau mir einen Staat auf, wird Präsident und komme so nicht in den Knast"


    Oligarchen: Die Bosse vom Balkan - manager-magazin.de
    zurück aus deinem versteck?? mittlerweile ne antwort für mich?

  6. #66
    Avatar von Secondos

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    Zitat Zitat von leosladen Beitrag anzeigen
    Die einzige arme Frau ist die die dich geworfen hat

    kannst du mir erklären was du damit meinst?

  7. #67

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    Extra für Skender, meinem liberalen Zürcher Nachbar.
    Die als seriös geltende "Neue Zürcher Zeitung":

    Kein Dilemma in Montenegro

    Präsidentenwahl zur Bestätigung eines Klientelstaats

    Knapp zwei Jahre nach Erlangung der Unabhängigkeit stellt sich Montenegros Präsident zur Wiederwahl. Der Urnengang dient zur Festigung des gut etablierten Klientelstaats. Die Übermacht der herrschenden Partei von Ministerpräsident Djukanovic ist unübersehbar.



    Wok. Podgorica, 2. April
    «Ohne Dilemma» lautet der Slogan des am Sonntag zur Wiederwahl antretenden montenegrinischen Präsidenten Filip Vujanovic. Sein Konterfei ist in diesen Tagen in der seit knapp zwei Jahren unabhängigen Adria-Republik omnipräsent. Verlässliche Umfragen prophezeien ihm eine absolute Mehrheit bereits im ersten Wahlgang. Der Mann wirbt in lateinischer und kyrillischer Schrift um die Gunst der halben Million Stimmbürger. Er und die ihn portierenden Demokratischen Sozialisten bringen mit ihrem für Aussenstehende etwas rätselhaft anmutenden Wahlslogan die ganze Wahrheit auf den Tisch: keine Qual der Wahl. Die das Land lange Zeit spaltende Frage der Ablösung von Serbien ist entschieden und auf friedliche Art gelöst worden. Und die ideologische Ausrichtung der vier zur Wahl antretenden Kandidaten ist nicht auszumachen. Warum also nicht jenen, zwar völlig uncharismatischen Mann wiederwählen, dessen Partei am Ende für alle im Land ein offenes Ohr hat?

    Traditionelles Wertesystem

    Mehr als in seinen balkanischen Nachbarländern ist in Montenegro in den vergangenen knapp zwei Jahrzehnten traditionelles Klientelwesen zu neuer Blüte erwacht. In der schroffen und schwer zugänglichen Bergwelt haben sich kleinbäuerliche Werte weit länger halten können als andernorts im einstigen Jugoslawien. Heute vermitteln spiegelnde Glasfassaden und pompöse Kaffeehäuser in der boomenden Landeshauptstadt zwar eine oberflächliche globale Modernität. Dahinter allerdings verbirgt sich ein Wertesystem, das auf Gabe und Gegengabe fusst und in dem Ehre und Würde keine leeren Worte sind. Dieses System erfordert einen Lenker, Patron oder Steuermann. In dieser Position fungiert in Montenegro nun bereits seit 17 Jahren Milo Djukanovic. Und das in stets wechselnden Ämtern.
    Der im Februar zum fünften Mal als Ministerpräsident vereidigte starke Mann war im Präsidentenamt Vujanovics Vorgänger. Nach der Erlangung der Unabhängigkeit Montenegros glaubte Djukanovic, sich aus der aktiven Politik zurückziehen zu können, um sich, lediglich noch als Chef der Demokratischen Sozialisten, vermehrt seinen geschäftlichen Verpflichtungen zu widmen (der Name dieser Partei hat mit Sozialismus rein gar nichts zu tun; mit Demokratie schon eher, je nach Optik). Montenegro aber lässt sich nicht vom Rücksitz aus lenken. Und so kehrte er eben in die aktive Politik zurück. Es scheint im Wesen von klientelistisch organisierten Kleinstaaten zu liegen, dass ohne aktive Beteiligung des Chefs die Dinge aus dem Ruder laufen. Diesbezüglich lassen sich etwa Liechtenstein und Montenegro durchaus vergleichen. Beide Länder sind bergig, und ihr junges Bürgertum versucht nach Kräften, die in allen Winkeln haftenden kleinbäuerlichen Werte zu übertünchen – mit protzigen Autos und pseudomoderner Architektur. Und beide Länder geraten auch periodisch wegen fremden Geldes in die Schlagzeilen, das dort gelagert, verwaltet oder gewaschen wird; auch das eine Frage der Optik.

    Schwache Institutionen

    Im Unterschied zu andern europäischen Kleinstaaten geniesst Montenegro wegen seiner Lage in dem noch endgültig zu beruhigenden westlichen Balkan auch ein gewisses Interesse innerhalb der Europa-Politik. Über zwei Dutzend diplomatische Vertretungen haben in Podgorica inzwischen ihre Tore geöffnet. In deren personellem Umfeld besteht insofern eine Unité de Doctrine, als man sich mit dem herrschenden System abgefunden hat. Natürlich wissen manche der fremden Abgesandten, Experten und Berater haarsträubende Geschichten über die grassierende Vetternwirtschaft zu berichten. Auch eine unabhängige Wochenzeitung namens «Monitor» deckt immer wieder ungeheure Korruptionsfälle auf. Allein die Aufregung darüber hält sich jeweils in Grenzen. Unter den Internationalen ist dann stets die Rede von schwachen Institutionen, und unter den besser informierten Einheimischen wird maliziös auf die derzeitigen Machtverhältnisse im italienischen Nachbarland ennet der Adria verwiesen. Das bewirkt immer einen Themenwechsel.
    Djukanovic habe ein untrügliches Gespür für die richtige Entscheidung im rechten Moment, lautet das einhellige Urteil kompetenter in- und ausländischer Gesprächspartner. Er führte das Land entgegen dem Willen der EU in die Unabhängigkeit, nachdem er Montenegro zuvor Schritt um Schritt von Belgrad abgenabelt hatte. Diesen langen Prozess ohne Blutvergiessen bewältigt zu haben, ist keineswegs selbstverständlich, wie die jüngsten Kriege auf dem Balkan zeigten. Immerhin bezeichnete sich noch im vergangenen Jahrzehnt über die Hälfte von Montenegros Bevölkerung als serbisch. Weiter hat sich Djukanovic bedingungsloser euroatlantischer Integration verpflichtet. Es wird denn auch erwartet, dass seine Regierung womöglich noch in diesem Sommer, sicher aber noch vor Ende Jahr, die Unabhängigkeit der Nachbarrepublik Kosovo anerkennt; obwohl im Lande offenbar eine Mehrheit der Bevölkerung diesem Schritt skeptisch bis ablehnend gegenübersteht. Djukanovic weiss sehr genau, was seine europäischen und amerikanischen Freunde von ihm erwarten.

    Kein Handlungsbedarf für Europa

    Ausgehend von dieser Bilanz bestehe aus europäischer Sicht kein Handlungsbedarf, lautet das Fazit eines in Podgorica ansässigen ausländischen Kenners. Auch aus dieser Sicht lässt sich der Wahlslogan «Ohne Dilemma» des zur Wiederwahl antretenden Präsidenten Vujanovic rechtfertigen. Die Zusammenarbeit zwischen ihm und dem mehrmaligen Regierungschef Djukanovic ist bestens erprobt. Vujanovic war ab 1998 während fast fünf Jahren im Amt als Ministerpräsident; just in derselben Zeit, da Djukanovic das Präsidentenamt innehatte. Wer von den beiden den Ton angibt, haben die beiden längst unter sich ausgemacht. Da wird es keinen Machtkampf geben, und alle Wähler wissen das: kein Dilemma.
    Angesichts derart eindeutiger und festgefügter Machtverhältnisse haben es die übrigen drei Bewerber um das höchste Staatsamt schwer. Für das grösste Aufsehen im Wahlkampf sorgte die Oppositionskraft Bewegung für Wechsel mit ihrem Chef und Präsidentschaftskandidaten Nebojsa Medojevic. Sie vermutet eine Wahlfälschung durch die regierenden Demokratischen Sozialisten und appellierte an die Ehre der Stimmbürger. Heftig umworben werden von der Oppositionsbewegung auch jene Montenegriner, die sich selbst noch immer als Serben verstehen. Im Verbund mit eine paar wenigen Familien hätten Djukanovic und sein Clan Montenegro in einen Privatstaat umfunktioniert, lautet die Kritik der oppositionellen Bewegung. Die dabei entstandenen sozialen Ungerechtigkeiten seien himmelschreiend, sagt einer ihrer Parlamentarier, der die Kampagne leitet. Bedeutet dies, dass die Bewegung für Wechsel als einzige Partei im Lande linke Postulate vertritt? Auf keinen Fall, lautet die Antwort. Es gehe um saubere Regierungsführung, nicht mehr und nicht weniger. Offen bleibt aber die Frage, wie viel Sauberkeit Montenegros Bevölkerung tatsächlich wünscht.

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