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Montenegro ist Unabhängig!

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 16.05.2006, 19:58 Uhr · 479 Antworten · 11.632 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Montenegro ist Unabhängig!

    Infografik Montenegro


    "Mit Reisepass zu den Gräbern meiner Eltern"
    Montenegriner in Serbien für Staatenbund

    Von Andrej Ivanji

    "Sagt Nein zur sinnlosen Unabhängigkeit", bestellen Heimatverbände ihren Verwandten und Freunden in Montenegro und mobilisieren alle Kräfte für das Fortbestehen des gemeinsamen Staates. Bei den rund 260.000 in Serbien lebenden Montenegrinern herrscht Ausnahmezustand. Für die einen ist es unvorstellbar, dass serbische und montenegrinische "Brüder" durch eine Staatsgrenze getrennt werden.

    Andere befürchten, nach einer Selbstständigkeit Montenegros in Serbien als Ausländer behandelt zu werden. Nur wer Wahlrecht in Montenegro hat, darf bei dem Volksbegehren über die Unabhängigkeit am Sonntag teilnehmen. In Serbien sind das nur wenige, hauptsächlich Studenten. Sie können zumindest kostenlos mit der serbischen Eisenbahn heimfahren.

    Den Beschluss der EU, dass der Großteil der serbischen Montenegriner kein Stimmrecht hat, bezeichnen serbische Akademiker montenegrinischer Herkunft unisono als einen Präzedenzfall. Es sei eine historische Ungerechtigkeit, dass Staatsbürger eines Landes über dessen Status nicht mitentscheiden dürfen. Zumal es sich fast um die Hälfte des gesamten Volkes handle. Serbiens Premier Vojislav Kostunica setzt sich energisch für die Staatengemeinschaft ein. Ebenso Präsident Boris Tadic, der selbst montenegrinischer Herkunft ist.

    "Die Unabhängigkeit Montenegros wäre absurd und stünde im Gegensatz zur gesamten Geschichte des serbischen Volkes in Montenegro", erklärt Professor Ljubomir Tadic, Vater des serbischen Präsidenten und Vorsitzender des Verbandes der in Serbien lebenden Montenegriner. Auch der berühmte Dichter Matija Beckovic spricht von einem Versuch, das Untrennbare zu trennen. "Eine Grenze zwischen Serbien und Montenegro würde mitten durch mein Haus gehen", sagte er zum STANDARD.

    Ein unabhängiges Montenegro wäre der "antiserbischste" von allen aus dem ehemaligen Jugoslawien entstandenen Staaten, denn nur durch eine antiserbische Politik könnte Podgorica die Trennung begründen. Die Sezessionisten hätten eine Spaltung im Volk verursacht, Familien und Freunde seien zerstritten. Wie auch immer, sagt Beckovic, jene Gebiete, in denen sie keine Mehrheit hätten, würden sie von Serbien nicht trennen können.

    "Ich kann mir nicht vorstellen, mit einem Reisepass die Gräber meiner Eltern, meiner Schwester und meines Bruders in Montenegro besuchen zu müssen", sagt Novak Brkovic, der Ende der 70er-Jahre jugoslawischer Generalkonsul in Salzburg war. Den Beteuerungen der montenegrinischen Behörden, dass es einen freien Grenzverkehr mit Serbien geben werde, schenkt er keinen Glauben. Die Unabhängigkeit hält er für eine "ordinäre, historisch unbegründbare Dummheit".

    Ungewisse Zukunft

    Im Schatten der leidenschaftlichen Feindseligkeit zwischen Unionisten und Sezessionisten und Debatten, ob Serben und Montenegriner ein oder zwei Völker seien, stehen pragmatische Fragen wie Kranken- und Sozialversicherung oder Studiengebühren. "Ich habe eine montenegrinische Staatsbürgerschaft, aber kein Wahlrecht in Montenegro", sagt der in Belgrad lebende Stanko Brkovic. Niemand sagt ihm, wie sein Status nach einer eventuellen Unabhängigkeit aussehen wird. Belgrad lehnte bisher alle Gespräche mit Podgorica über die Lösung technischer Fragen ab. So als ob die Unabhängigkeit Montenegros völlig unvorstellbar sei.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2448904


    Ich schäme mich so für meine serbischen Landsmänner aus Montenegro die sich als ethnische Montenegriner betrachten und sich von ihrem eigenen Fleisch und Blut trennen wollen. Aber ich werde ihnen nicht nachheulen auser den 32% Serben die zu uns stehen.

  2. #2
    jugo-jebe-dugo
    Allein soll es schneller in die EU gehen
    Für Sezessionisten ist Serbien ein Ballast

    Anhänger der Unabhängigkeitsidee mit montenegrinischen Flaggen in der mittelalterlichen Stadt Cetinje.Von Andrej Ivanji

    Am 21. Mai entscheiden die Montenegriner in einem Referendum über die Unabhängigkeit. Die Feindschaft zwischen der "sezessionistischen" Regierung und der "unionistischen" Opposition hat sich auf die Bevölkerung übertragen. So groß ist die Animosität zwischen den zwei politischen Blöcken, dass sie nur durch die Vermittlung von EU-Vertretern miteinander verkehren. Die Spannung in der kleinen Adria-Republik ist auf Schritt und Tritt zu spüren, die Wahlkampagne beider Seiten unerbittlich.

    Premier Milo Djukanovic spricht zuversichtlich vom Ende der Staatengemeinschaft Serbien und Montenegro (SCG). Und dies, obwohl laut Anordnung aus Brüssel, nicht die einfache Mehrheit, sondern mehr als 55 Prozent der Wahlbeteiligten für die Unabhängigkeit stimmen müssen, damit das Referendum gelingt und die EU die Souveränität Montenegros anerkennt.

    Selbstständig würde Montenegro die europäischen Integrationsprozesse viel schneller als im Staatenbund mit Serbien, vorantreiben können, lautet das Motto der regierenden Koalition. Als jüngstes Beispiel dafür nimmt man die Suspendierung der Verhandlungen über das Assoziierungs- und Stabilisierungsabkommen der EU mit Belgrad, weil Serbien den wegen Kriegsverbrechen gesuchten bosnisch-serbischen General Ratko Mladic nicht dem UNO-Tribunal in Den Haag ausgeliefert hatte.

    Die Staatengemeinschaft habe sich als funktionsunfähig, Serbien als ein Ballast für Montenegro erwiesen, erklärt Djukanovic, der sich für einen "Bund unabhängiger Staaten" mit offenen Grenzen einsetzt. Das Referendum soll lediglich den tatsächlichen Zustand bestätigen und Podgorica einen eigenen Sitz in der UNO ermöglichen. Die beiden Teilrepubliken haben nämlich verschiedene Währungen, getrenntes Zoll- und Banksystem, getrennte Justiz, eigene Außen- und Sicherheitspolitik und Schulwesen. Die Grenzbäume sind höher als innerhalb der EU, es gibt nicht einmal freien Warenverkehr.

    Kunstform "Solanien"

    Djukanovic ist seit fünfzehn Jahren als Präsident oder Regierungschef an der Macht in Montenegro. Obwohl er seit einem Jahrzehnt, nach dem Bruch mit Slobodan Milosevic, die Unabhängigkeit anstrebt, bestand die EU auf dem Fortbestehen der Bundesrepublik Jugoslawien. Nach gewaltigem Druck des Außenpolitikbeauftragten der EU, Javier Solana, unterzeichneten Belgrad und Podgorica im März 2002 die Verfassungsurkunde, die als Grundlage für SCG dienen sollte. Erst ein Jahr später wurde sie von den beiden Landesparlamenten bestätigt und trat in Kraft.

    Das eigenartige lose Staatsgebilde, spöttisch auch "Solanien" genannt, ging vom Gleichberechtigungsprinzip zwischen Montenegro und des zehnmal größeren Serbien aus, und war zum Scheitern verurteilt. Brüssel verhinderte damals eine formale Unabhängigkeit Montenegros, weil es eine Kettenreaktion im als Bestandteil der SCG definierten Kosovo und Bosnien befürchtete. Montenegro behielt das Recht nach drei Jahren ein Referendum über die Unabhängigkeit auszuschreiben.

    Serben und Montenegriner seien zwei Augen in einem Kopf, hieß es in einem populären kitschigen Lied, als sich Montenegro beim Untergang Jugoslawiens unter das Banner von Milosevic - einem Montenegriner - stellte. Heute schielen sie aber gewaltig, meinen Zyniker auf beiden Seiten.

    http://derstandard.at/?url=/?id=2448772

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    1914: Nach Eintritt Montenegros in den Ersten Weltkrieg auf der Seite Serbiens kam es zum Ende der Unabhängigkeit des Landes.

    1918: Montenegro wird mit Serbien vereinigt und Teil des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen.

    1945: Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Montenegro als eine der sechs Teilrepubliken des nunmehr kommunistischen Jugoslawien wiederhergestellt. Nach dem Krieg in den 1990er-Jahren wuchsen die Differenzen zwischen Montenegro und Serbien, weil die Montenegriner die Isolation nicht mehr mittragen wollten.

    2002: Serbien und Montenegro einigen sich unter Druck der Europäischen Union auf die Auflösung Restjugoslawiens und die vorläufige Gründung eines losen Verbundes zweier eigenständiger Staaten namens Serbien und Montenegro.

  4. #4

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    769

    Re: Unabhängigkeits Referendum in Monten:Die heiße Phase beg

    Zitat Zitat von Šumadinac
    Aber ich werde ihnen nicht nachheulen auser den 32% Serben die zu uns stehen.
    Ihr Serben verhandelt mit Menschen? Wie kannst du über "die gehören uns, die gehören euch" sprechen?

    Hoffentlich meinst du es so, dass die 32% das Land verlassen und nach Serbien ziehen, als ob Serbien noch mehr Leute tragen können, die haben selber genug Probleme.

  5. #5

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    769
    Ausserdem kann dieser LjLjjomjirjjjj Tadic sonst woanders rumheulen..........

    Die Serben und die Montenegriner sind die Kinder

    Montenegro die Mutter

    Serbien schlussendlich der Vater

    Montenegro will sich "scheiden" lassen, für Serbien unvorstellbar genauso für die Kinder.

    Aber das passiert nunmal.

    Die Kinder heulen dann rum und meinen dass sowas unvorstellbar ist, müssen aber in Zukunft damit leben.

    Tako je!

  6. #6
    jugo-jebe-dugo

    Re: Unabhängigkeits Referendum in Monten:Die heiße Phase beg

    Zitat Zitat von Tigri
    Zitat Zitat von Šumadinac
    Aber ich werde ihnen nicht nachheulen auser den 32% Serben die zu uns stehen.
    Ihr Serben verhandelt mit Menschen? Wie kannst du über "die gehören uns, die gehören euch" sprechen?

    Hoffentlich meinst du es so, dass die 32% das Land verlassen und nach Serbien ziehen, als ob Serbien noch mehr Leute tragen können, die haben selber genug Probleme.
    Ich meine es so das 32% vom Mutterland Serbien getrennt werde bzw. serbische Geschichte getrennt wird.

  7. #7
    jugo-jebe-dugo
    Quelle: Zeitung Vesti 17.05.2006


    ES WIRD UM JEDE STIMME GEKÄMPFT :!:

    Djukanovic ließ extra eine Familie aus Florida einfliegen die seit 35 Jahren in Florida(USA) leben und seit Jahren nicht mhr in Montenegro waren um für die Unabhängigkeit zu stimmen.

    Baki Koljenovic sagte zu Vesti: Ich bin gekommen um fürmein Land zu stimmen,aber nicht nur ich sondern ich hab meine zwei Söhne und dessen Gattinen und meine zwei Töchter und ihre Männer mitgebracht.

    --------------------------------------------------------------------------

    Unterdesen Organisieren die Studenten aus Montenegro die zur Zeit in Serbien studieren eine Fahrt in die Heimat Montenegro unter dem Motto "Njegos ist für den zusammenhalt" um am Referendum gegen die Unabhängigkeit zu stimmen.Njegos war ein grosser montenegrinischer König der sich selber als Serben sah.

    Ca. 10000 Studenten studieren zur Zeit in Serbien wie in Belgrad,Novi Sad,Kragujevac,Nis,Kosovska Mitrovica und anderen Städten Serbiens.
    Von dennen werden ca. 80% am Referendum teil nehmen,schon Gestern sind die ersten Züge und Buse richtung Montenegro gefahren.

    Die fahrten werden alle von der serbischen regierung gesponsort.

  8. #8

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    MONTENEGRO REPUBLIK

  9. #9

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    Zitat Zitat von Kosova-Kusho
    MONTENEGRO REPUBLIK
    geile siech!!!! :P :P :P

  10. #10

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    9.182
    Armen studenten...

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