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Montenegro ist Unabhängig!

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 16.05.2006, 19:58 Uhr · 479 Antworten · 11.582 Aufrufe

  1. #451
    Avatar von Delija_sa_Severa

    Registriert seit
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    125
    Zweifel an Abstimmungsergebnis in Montenegro

    Während die EU bereits erklärt hat, die Entscheidung Montenegros in der Unabhängigkeitsfrage voll anzuerkennen, wollen proserbische Parteien das Abstimmungsergebnis nicht akzeptieren.


    Die beim Unabhängigkeitsreferendum in Montenegro unterlegenen proserbischen Parteien, die sich für den Fortbestand des Bundesstaates Serbien-Montenegro ausgesprochen hatten, haben eine Neuauszählung der Stimmzettel verlangt. Bis dahin werde das von der Wahlkommission berichtete Ergebnis nicht anerkannt, hieß es in einer am Montag in Podgorica veröffentlichten Stellungnahme. Zudem sollen die Wählerlisten noch einmal überprüft werden. Erst dann werde man über eine endgültige Reaktion auf das Ergebnis entscheiden.

    Nach vorläufigen Angaben der Wahlkommission hatten am Sonntag 55,4 Prozent der Wähler für die Unabhängigkeit gestimmt, dagegen sprachen sich 44,6 Prozent aus. Rund 25.000 Wählerstimmen waren noch nicht ausgewertet. Zum Referendum aufgerufen waren rund 480.000 Wahlberechtigte. Die Wahlbeteiligung betrug 86,3 Prozent.

    Die Europäische Union hatte festgelegt, dass die Unabhängigkeit nur dann anerkannt wird, wenn mindestens 50 Prozent der Wähler an der Abstimmung teilnehmen und wenigstens 55 von ihnen mit Ja stimmen.

    Österreichs Außenministerin Ursula Plassnik kündigte am Montagnachmittag in Wien an, die EU werde die Entscheidung Montenegros über die künftige Unabhängigkeit des Landes voll anerkennen. Sie gehe davon aus, dass das Votum der Bevölkerung von allen politischen Kräften akzeptiert werde. Das Referendum sei im Einklang mit den Regeln der OSZE, des Europarates und nach allen anderen internationalen Normen verlaufen. Dies sei auch von internationalen Beobachtern bestätigt worden, sagte die amtierende EU-Ratsvorsitzende.

    Plassnik würdigte laut Angaben der Nachrichtenagentur APA den ruhigen Verlauf der Kampagne und die «historische einmalig hohe Wahlbeteiligung». Das Abstimmungsergebnis sei ein «wichtiges europäisches Signal nach der tragischen Entwicklung am Balkan in den 90er Jahren». Es beweise, dass man aus den schlechten Erfahrungen der Vergangenheit gelernt habe. Dies, so die Ministerin, sei auch ein Verdienst der EU.
    ----------
    netzeitung

  2. #452
    jugo-jebe-dugo
    Tränen der Freude und Tränen der Trauer
    Der letzte Rest des ehemaligen Jugoslawien ist Geschichte
    Andrej Ivanji aus Podgorica

    Am ersten Tag der Unabhängigkeit strahlt die Sonne über Montenegro. Bis zu 30 Grad sollen es werden. Nach der turbulenten Nacht beendet die Hitze die Siegesfeier der "Sezessionisten" auf den Straßen der Hauptstadt Podgorica. Und der slowakische Diplomat Frantisek Lipka setzt einen Punkt unter alle Spekulationen über das Ergebnis des Plebiszits.

    Laut dem vorläufigen Endergebnis hätten 55,4 Prozent der an der Abstimmung teilnehmenden Bürger Montenegros für die Unabhängigkeit gestimmt, verkündet der von der EU entsandte Vorsitzende der Referendumskommission. Die Wahlbeteiligung liege bei 86,3 Prozent, Beschwerden über den Referendumsablauf habe es keine gegeben. Das Staatsfernsehen überträgt die Pressekonferenz live.

    Jubel in Rot

    Schon nach den ersten inoffiziellen Hochrechnungen gehen Sonntagnacht in Podgorica Anhänger der Unabhängigkeit auf die Straße. Tausende Menschen versammeln sich jubelnd vor dem Regierungssitz. Unzählige rote Fahnen mit dem doppelköpfigen goldenen Adler, rote T-Shirts und Mützen beherrschen das Bild. Rot ist das Symbol der Souveränität. Feuerwerk und Freudenschüsse krachen in der Nacht. Waffenbesitz gehört zur Tradition. "Eviva Montenegro" schreit die Masse begeistert und singt die alte montenegrinische Staatshymne. Eine Frau weint vor Freude. Polizisten können die euphorischen und glücklichen Menschen nur mit Mühe daran hindern, in das Regierungsgebäude einzudringen.

    Serbischer Saft

    Drinnen ist es ebenso laut und chaotisch. Man umarmt und küsst sich dreimal auf die Wange und gratuliert sich zur Unabhängigkeit und Trennung von Serbien. Dabei werden hier, in einer staatlichen Institution, serbische Fruchtsäfte serviert. Die landwirtschaftliche Produktion in Montenegro ist dürftig, die gebirgige Adria-Republik auf Import angewiesen.

    Doch in dieser historischen Stunde spricht niemand über die Überlebensfähigkeit des Zwergstaates. Bis in die frühen Morgenstunden war das Referendum eine Zitterpartie. Von 56,3 Prozent fielen die Stimmen für die Unabhängigkeit mit fortschreitender Auszählung auf nur 55,1 Prozent. Erst um zwei Uhr morgens war der Sieg sicher, und Regierungschef Milo Djukanovic trat, frenetisch begrüßt, vor die Menge.

    Es gebe keine Verlierer, niemand dürfe sich bedroht fühlen im unabhängigen Montenegro, auch diejenigen nicht, die für das Fortbestehen der Staatengemeinschaft mit Serbien gestimmt hätten, sagt mit staatstragender Miene der Mann, der seit mehr als fünfzehn Jahren die politische Szene dominiert. Der Premier wirkt ernst und gestresst. Er bringt kaum ein Lächeln über die Lippen. Zurückhaltend nippt er an an dem Sektglas, das ihm gereicht wird.

    Den wichtigsten politischen Kampf seines Lebens hat Djukanovic zwar gewonnen, doch er ist sich auch in der Siegesnacht sehr wohl der enormen Probleme bewusst, mit denen sich seine Regierung in einer wirtschaftlich und sozial angespannten Lage auseinandersetzen muss, sobald der Jubel verklungen ist. Schon im Herbst finden Parlamentswahlen statt, die europäischen Integrationsprozesse müssen vorangetrieben und Verträge mit internationalen Institutionen unterzeichnet werden. Vor allem ist aber eine rasche Einigung mit Belgrad über die Auflösung der Staatengemeinschaft notwendig, um potenzielle Unruhen in Montenegro zu vermeiden. Immerhin haben rund 45 Prozent für die Union mit Serbien votiert.

    Quer durch Familien

    Im Lager der Unionisten herrscht Untergangsstimmung. Für viele ist das Ergebnis des Plebiszits nicht nur eine politische Niederlage, sondern eine wahrhaftige Tragödie. Die leidenschaftliche Spaltung in der Bevölkerung geht selbst durch Familien. "Vater schoss auf Sohn, weil dieser für die Unabhängigkeit stimmen wollte", steht in Tageszeitungen.

    "Mein Bruder will nicht mehr mit mir reden, mein Vater nie mehr nach Montenegro kommen", sagt der 40-jährige Zoran, dessen Familie in Serbien lebt, und kann die Tränen nicht zurückhalten. Sie seien jetzt Ausländer, meint er schluchzend. Man könne nur hoffen, dass Podgorica und Belgrad die Trennung in einem freundschaftlichen Ton über die Bühne bringen und so die erhitzten Gemüter beruhigen.

    www.derstandard.at

  3. #453
    jugo-jebe-dugo
    Kopf des Tages: Djukanovic, der ungekrönte König der Schwarzen Berge
    Montenegros Premier führt sein Land in die Unabhängigkeit

    Ein Traum ist für Milo Djukanovic in Erfüllung gegangen. Er hat sich einen Ehrenplatz in den montenegrinischen Geschichtsbüchern gesichert. Sein Name wird neben den Nationalhelden Petar Petrovic Njegos (1813-1851) und Marko Miljanov (1833-1901) stehen, auf die er sich so gerne beruft. Er hat den historischen Fehler von vor fast einem Jahrhundert wieder gut gemacht und die Unabhängigkeit Montenegros wieder erkämpft. Majestätisch lässt der ungekrönte König der Schwarzen Berge die Siegesehrung über sich ergehen.

    Kein Wunder, dass sich "Milos" Denken in historischen Bahnen bewegt. Denn abwechselnd als Ministerpräsident oder Präsident herrscht er souverän seit fast siebzehn Jahren in Montenegro. Einen anderen Job hatte er gar nicht. Vom Jungkommunisten und Milosevic-Anhänger, der sich für eine Föderation mit Serbien einsetzte und Montenegro zu Beginn der 90er-Jahre in den Krieg führte, schaffte er den Wandel zum Politiker europäischen Formats und Befürworter der Selbständigkeit.

    Im Gegensatz zu seinen Kontrahenten in Serbien und Montenegro, die vom Nationalismus nicht loskommen, hat der nun 44-Jährige bewundernswerte Lernfähigkeit gezeigt. Zwar spricht er gar keine Fremdsprachen, doch was immer er sagt, ist politisch korrekt und kommt gut in Brüssel und Washington an. Djukanovic hat sich bei Kroatien für Kriegsverbrechen und die Angriffe auf Dubrovnik entschuldigt, seine Regierung zahlt für den angerichteten Kriegsschaden. Er praktiziert tatsächlich die Politik einer multiethnischen Gesellschaft. Im Gegensatz zu anderen Teilrepubliken des ehemaligen Jugoslawien, die auf der Welle des Nationalismus zur Unabhängigkeit gekommen sind, haben in Montenegro nationale Minderheiten massiv das Projekt eines souveränen, bürgerlichen Staates unterstützt.

    Vom etwas unseriösen Image kann sich der fast zwei Meter große, stets elegant gekleidete Ökonom aber nicht völlig befreien. Zigarettenschmuggel und Kontakte mit italienischen Mafiosi wurden ihm nachgesagt. Djukanovics Gegner behaupten, in Montenegro herrsche das organisierte Verbrechen und Vetternwirtschaft. Während seine Hoheit Djukanovic und Co in teuren Luxusschlitten durch das kleine Land rasen und angeblich Prozente von allen Geschäften nehmen, würden Armut und Klassenunterschiede immer größer. Djukanovics "Demokratische Partei der Sozialisten" hat nichts Sozialistisches an sich.

    Geschickt hat es Djukanovic geschafft, Freund und Feind im Kampf für die Unabhängigkeit Montenegros zu vereinigen. Doch viele wollen nun in dem selbstständigen Staat endlich mit ihm abrechnen. Trotz des historischen Erfolgs steht ihm ein heftiger Machtkampf bei den Parlamentswahlen im Herbst bevor.

    derstandard.at

  4. #454

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    Predsednik Republičke referendumske komisije František Lipka najavio je da će preliminarne rezultate referenduma saopštiti sutra u 8.30 sati.

  5. #455

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  6. #456

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    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Predsednik Republičke referendumske komisije František Lipka najavio je da će preliminarne rezultate referenduma saopštiti sutra u 8.30 sati.
    Ja Mr.LaLa träumen sie ruhig weiter.Sogar schon Solana hat gratuliert. Und warum beziehen sie sich nicht auf CESID und CEMID? Das die Marke unter 55% fällt ist so gut wie ausgeschlossen. Aber glaub du mal weiter.

  7. #457

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    Zitat Zitat von Milo-Maj$tor€
    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Predsednik Republičke referendumske komisije František Lipka najavio je da će preliminarne rezultate referenduma saopštiti sutra u 8.30 sati.
    Ja Mr.LaLa träumen sie ruhig weiter.Sogar schon Solana hat gratuliert. Und warum beziehen sie sich nicht auf CESID und CEMID? Das die Marke unter 55% fällt ist so gut wie ausgeschlossen. Aber glaub du mal weiter.
    Mir wäre lieber eine richtige Fahne, richtige Hymne, euch nicht mehr füttern, nicht in montenegro sondern in kroatien in die ferien gehen und euch einfach 100% im stich lassen, mindestens bis 2010 werdet ihr dann total zusammenfallen und wieder nach mutter serbien betten

  8. #458

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    Es heisst: Schlafen gehen, aufstehen, Kafee genießen und schaun was morgen passiert!

  9. #459

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    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    Es heisst: Schlafen gehen, aufstehen, Kafee genießen und schaun was morgen passiert!
    Ich hoffe ein Mordanschlag auf Don Milo

  10. #460

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    Was sagt denn nun Bulatovic, hat er es geschluckt oder hat er noch dran zu kauen?

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