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Nachrichten aus Albanien

Erstellt von Vali, 10.06.2013, 16:02 Uhr · 3.267 Antworten · 213.882 Aufrufe

  1. #31
    Nonqimi
    tetova1.com

    - - - Aktualisiert - - -


    http://botasot.info/shqiperia/228273...i-p-r-njeriun/

    - - - Aktualisiert - - -

    http://botasot.info/lajme/228326/merr-hov-tregu-i-zi-me-prostituta-shqiptare-te-kosoves/

    Në këto “ndenja” organizohet për çdo mbrëmje pas orës 22:00 muzikë “live”, ku këndojnë këto vajza. Muzika është “live” dhe bosët paguajnë para të majme edhe që “këngëtarja” të përshëndes zëshëm dhe publikisht “ekstra”miqtë, ose ndonjërin mik. Hidhet vallja rreth e rrotull sallës së lokalit dhe ndezët atmosfera. Vajzat goxha të zhveshura sillen rreth tavolinës së “myshterinjve”. Dirigjohen me gjeste nga “bosi” që qëndron ulur në ndonjërin cep të sallës.
    ich war mal bei so einem Laden alles hässliche nutten sind dort

  2. #32
    Avatar von Vali

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    18.12.2012
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    Erboste Mahnungen aus dem Ausland sind Albanien sicher, wenn es wieder einmal eine mögliche Union mit Kosovo ins Spiel bringt. Hinter der Forderung steckt aber mehr politische Folklore als konkretes Programm.

    Wie ein raubeiniger Nationalist tritt Kreshnik Spahiu nicht auf. In elegantem Zwirn gekleidet und mit sorgsam geliertem Haar wirkt er eher wie ein Banker an der Wall Street. Doch das Büro des 44-Jährigen befindet sich in einer Nebenstrasse Tiranas, in der unprätentiösen Zentrale der im März 2012 von ihm gegründeten «Allianz Rot und Schwarz» (AK). Dass der Jungpolitiker, der leise und bedacht spricht, von seinen Gegnern als Gefahr für die Stabilität des Westbalkans bezeichnet wird, erschliesst sich dem Besucher nicht ohne weiteres. Irritieren muss höchstens, dass im Büro des Parteichefs an den Wänden diverse Namen von Städten aufgelistet sind, die eigentlich weit ausserhalb der albanischen Staatsgrenzen liegen, etwa in Kosovo, Griechenland, Mazedonien, Montenegro oder Serbien.
    Idee mit Sprengkraft

    Spahiu sorgt denn auch vor allem aus einem Grund für Gezänk: Seine Partei, die ihren Namen den albanischen Landesfarben entliehen hat, setzt sich für eine Vereinigung Albaniens und Kosovos ein, und zwar mittels einer Volksbefragung. Dieses von der AK aus dem Giftschrank der albanischen Geschichte gekramte Ansinnen beunruhigt nicht nur die Staaten in der unmittelbaren Nachbarschaft. Auch das westliche Ausland, namentlich die USA und die EU, erachtet die Idee eines Grossalbanien – oder eines erweiterten Nukleus dieser Idee – seit je als Schreckensszenario. Die Furcht ist gross, dass jeder Anflug von Panalbanismus das Potenzial in sich trägt, den demokratisch noch ungefestigten Westbalkan erneut zu destabilisieren, etwa über die Forderung nach weiteren ethnischen Homogenisierungen in der Region.


    Spahiu kennt die Vorbehalte. Und er zeigt sich bemüht, die Sprengkraft einer Union von Albanien und Kosovo (die Albaner in Mazedonien, Südserbien und Montenegro bleiben unerwähnt) herunterzuspielen. Es schwebe ihm lediglich eine Föderation vor; mit zwei separaten Verfassungen, Parlamenten und Justizsystemen. Die Grenzen müssten hierzu gar nicht geändert werden. Letztlich gehe es vor allem um eine engere Kooperation in Wirtschaft, Diplomatie und Sicherheit. Durch Abbau der Zölle könne man Monopole zerschlagen und die in beiden Ländern endemische Korruption bekämpfen, sagt der frühere Chef von Transparency International Albanien. Und der Verzicht auf ID-Kontrollen an der Grenze komme dem Tourismus zugute, zumal Albaniens Meeresküste im Sommer primär von Kosovaren bevölkert wird.
    Zwei Länder – eine Armee

    Die Idee einer engeren wirtschaftlichen Kooperation und einer Ausweitung des engen Binnenmarktes mag überzeugen – und wird in beiden Ländern auch von Ökonomen unterstützt, die keineswegs im Verdacht stehen, grossalbanische Phantasien zu hegen. Wenig ausgegoren wirkt aber die Idee gemeinsamer Sicherheitskräfte. Wie es gelingen soll, unter dem Dach zweier Staaten eine einzige Armee zu befehligen, vermag Spahiu nicht darzulegen. Und auch die Überzeugung des Parteichefs, dass die serbische Minderheit Kosovos in einem grossalbanischen Verbund besser geschützt wäre als jetzt, zumal Albanien mit seiner Einbindung der griechischen Volksgruppe ein regionales Vorbild für wirksamen Minderheitenschutz darstelle, dürften wohl nur die wenigsten Kosovo-Serben teilen. Trotz allen Haken und Ösen: Die Idee der jungen Partei fiel im vergangenen Jahr vor dem Hintergrund der 100-Jahr-Feier der albanischen Unabhängigkeit auf fruchtbaren Boden. Daran hatte auch Ministerpräsident Sali Berisha eine gewichtige Mitverantwortung. Nicht genug damit, dass er ankündigte, albanische Pässe an Kosovaren zu vergeben. In einer Rede in Mazedonien rief Berisha die Albaner auch dazu auf, stetig auf die Einheit hinzuarbeiten. Bei anderen Auftritten ordnete er diverse Städte Mazedoniens, Griechenlands, Serbiens und Montenegros unverkrampft «albanischen Landen» zu. Und an der diesjährigen Sicherheitskonferenz in München beklagte Berisha eine angebliche Albanophobie und bezeichnete es als inakzeptabel, dass die Albaner in fünf verschiedene Staaten aufgeteilt seien. Die Alternative, so lautet die hochexplosive Botschaft, sei die nationale Einheit der Albaner.
    Warnungen aus Washington

    Der Westen reagiert gereizt auf solche Aussagen. Das spiegelte sich in einem Mitte Februar publik gewordenen Memorandum des amerikanischen Aussenministeriums, in dem Tirana in ungewohnt direkter Sprache dazu aufgefordert wurde, sich gefälligst aus den inneren Angelegenheiten seiner Nachbarstaaten herauszuhalten und nicht mit nationalistischer Rhetorik den Frieden und die Stabilität zu gefährden. Eine solche Warnung hat Gewicht in einem Land, das keiner anderen Nation grössere Bewunderung zukommen lässt als der Schutzmacht USA. Kommt hinzu, dass auch die EU, die Albanien schon dreimal den Kandidatenstatus verweigert hat, über den Erweiterungskommissar Stefan Füle die rhetorische Frage stellen liess, ob der aus Tirana zu vernehmende Nationalismus wirklich auf euroatlantischen Werten basiere.

    Gleitet Albanien tatsächlich in den Nationalismus ab? Shpetim Nazarko, ein auf albanischen Fernsehkanälen omnipräsenter politischer Beobachter, relativiert solche Ängste. Berisha ziehe die Karte des Nationalismus seit Jahren immer wieder einmal aus seinem Ärmel. Das sei typisch für eine Regierung, die vorab improvisiere und die von weit realeren Problemen, etwa der maroden Wirtschaft, ablenken müsse. Letztlich sei dies eher eine Spielerei, die man nicht allzu ernst nehmen dürfe. Auch deshalb nicht, weil Berishas Einfluss auf dem Westbalkan längst nicht mehr so gross sei wie noch zu Zeiten, als Kosovo kein eigener Staat war. Eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit Kosovo sei zwar sinnvoll, etwa im Energiebereich, wo sich das wasserreiche Albanien und das über Kohlevorkommen verfügende Kosovo gut ergänzen würden; eine Vereinigung der beiden Länder interessiere hierzulande aber kaum jemanden.
    Abgeklungene Jubelstimmung

    In der Tat scheinen die nationalistischen Wogen rund um die 100-Jahr-Feier schon deutlich abgeklungen zu sein. Der Festtaumel ist wieder dem Kater ob der miserablen Wirtschaftslage gewichen. Entsprechend schwer tut sich Spahiu, seine Botschaft vor den am 23. Juni stattfindenden Parlamentswahlen unters Volk zu bringen. Seine Partei versucht, sich in einer Parteienlandschaft, die seit dem Kollaps der kommunistischen Diktatur zu Beginn der neunziger Jahre von einer starren Bipolarität zwischen Berishas Demokratischer Partei (PD) und der Sozialistischen Partei (PS) von Edi Rama geprägt ist, als dritte Kraft zu etablieren. Angesichts der tiefen politischen Spaltung des Landes und des knappen Rennens zwischen der PD und der PS um Mehrheiten ist damit die Hoffnung verbunden, quasi als Königsmacher agieren zu können.

    Dass die AK, die primär junge Wähler anzieht, diese Rolle wird spielen können, ist aber unwahrscheinlich. Schuld daran ist nicht zuletzt der Entscheid der Parteiführung, trotz langen Koalitionsverhandlungen mit der PS allein in die Wahl zu steigen. Seit der Einführung des regionalen Verhältniswahlrechts im Jahr 2009 kommt dies einem grossen Handicap gleich. So zementiert das neue Wahlsystem die Dominanz der zwei Grossparteien, und Kleinparteien sind de facto zum Beitritt zu einem Wahlbündnis gezwungen, um ihre Chancen auf Mandate zu wahren. Mit Blick auf die Sitzzahl sei der Alleingang zweifellos ein Nachteil, gesteht Spahiu. Für die langfristige Glaubwürdigkeit der aus einer zivilen Bewegung geborenen Partei, die sowohl Berisha als auch Rama als Ministerpräsident ablehnt, sehe dies aber anders aus.
    Ablenken von realen Sorgen

    Die beiden Grossparteien reagieren gelassen auf den neuen Herausforderer. Nationalismus sei kein wichtiges Thema im Wahlkampf, erklärt Ilir Beqaj, der für die PS, die leicht favorisiert in die Parlamentswahl steigt, das Programm mitverfasst hat. Wenn sich Berisha dennoch mit nationalistischen Aussagen zum Fenster hinauslehne, dann deshalb, weil der seit bald acht Jahren regierende Politiker in der zweiten Amtsperiode kaum noch ein Problem gelöst habe. Bei der Frage einer Vereinigung mit Kosovo repetiert Beqaj gewissenhaft das seit Jahren aus Brüssel zu hörende Mantra, wonach die Ländergrenzen auf dem Westbalkan ohnehin irrelevant würden, wenn alle Staaten der Region irgendwann der EU beigetreten seien. Der EU-Integrationsprozess löse das vermeintliche Problem also wie von selbst.

    Ähnlich tönt es bei der regierenden PD. Sie will die Wortmeldungen Berishas nicht allzu wörtlich interpretiert wissen. Die 100-Jahr-Feier sei für Albanien eben ein wichtiges Datum gewesen und der Regierungschef habe den Leuten mit seinen Reden Hoffnung geben wollen, heisst es bei Petraq Milo, einem Berater von Berisha. Niemand in Albanien sei derart dumm, neue Grenzverläufe einzufordern. «Wir mögen wirtschaftlich wenig entwickelt sein, wir sind aber ein gebildetes und sehr realistisch denkendes Volk», doppelt Milo nach. Zudem sei es ein Faktum, dass Albanien im vergangenen Jahrhundert auch Gebiete umfasst habe, die heute auf der anderen Seite der Grenze lägen. «Es ist eine Wahrheit, dass Albaner in verschiedenen Regionen leben.»
    Ein Traum – kein Programm

    Die Religion des Albaners sei das Albanertum, lautet das oft zitierte Diktum von Pashko Vasa, einem albanischen Schriftsteller des 19. Jahrhunderts. Auch heute noch, so zeigt die «Allianz Rot und Schwarz», übt die Idee eines Zusammenschlusses albanischer Kräfte eine grosse Faszination aus. Wer in Tirana die Bevölkerung, die ihren Stolz ungeachtet aller sozialen Mühsal nicht verloren hat, darauf anspricht, hört oft Zustimmung. Wer den Faden aber weiterspinnt, merkt, dass kaum jemand für die nahe Zukunft ein Grossalbanien (oder wie es oft heisst: ein «natürliches» oder «ethnisches» Albanien) einfordert. Dass man sich mit dieser Forderung eine euroatlantische Zukunft – das Ziel aller massgebenden politischen Kräfte – verbaut, ist allzu offensichtlich.

    Die Union mit Kosovo erscheint mehr als romantische Vision denn als politisches Programm. Dazu passt, dass die AK laut Spahiu keine Kontakte pflegt mit der im kosovarischen Parlament vertretenen Partei Vetevendosje. Dies ist deshalb erstaunlich, weil die vom früheren Studentenführer Albin Kurti angeführte Bewegung sich in Kosovo ebenfalls für eine Vereinigung mit Albanien einsetzt und auch sonst einige Parallelen zur AK aufweist. Man wolle sich nicht in die politischen Angelegenheiten Kosovos einmischen, begründet Spahiu die Zurückhaltung. Das tönt ebenso irritierend wie beruhigend aus dem Mund eines panalbanischen Nationalisten. Wenn nicht einmal die zwei Schwesterparteien den grenzüberschreitenden Schulterschluss wagen, dürfte er auch zwischen Tirana und Pristina nicht so schnell zustande kommen.

  3. #33
    Avatar von Vali

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    ILIRIDA (MK)
    Keine Arbeit

    Rund 2 Millionen Einwohner besitzt Mazedonien. 240.000 Menschen sind davon arbeitslos und 103.000 sind aktiv bei der Jobsuche. 129.000 sind passiv.

    Azir Alia ist 50 Jahre alt und sagt, dass es schwierig sei einen Job zu bekommen. Seit 10 Jahren sei er beim Arbeitsamt als arbeitslos angemeldet. Die Gesetze werden nur dahingehend geändert, dass man die Menschen von den Statistiken wegstreicht.

    Nareimane Sakipi-Kamberaj, sie aus USA zurück gekehrt ist, hat ohne Hilfe vom Staat ihr eigenes Unternehmen gegründet. Es sei sehr schwierig an den Mitteln zu kommen, die die Regierung für die KMUs zur Verfügung gestellt hat.

    Der Chef der mazedonischen Arbeitsagentur, Vlatko Popovski sagte, dass man in den letzten 3 Jahre trotz der Euro Krise die Arbeitslosenzahlen um 100.000 reduzieren konnte. Er lehnt die Kritik der Opposition ab, wonach der Rückgang der Arbeitslosenzahlen nur durch statistische Tricks erreicht worden ist. Es macht allerdings keine präzisen Angaben über den Hintergrund der Zahlen.

    Er sagte: "Man kritisiert uns, wir hätten Menschen aus den Listen gestrichen. Allerdings haben sich nur 8% von denen beschwert, die wir von den Listen genommen haben. Tausende Menschen melden sich Arbeitslos, um verschiedene Staatsdienste in Anspruch zu nehmen, suchen aber nicht aktiv einen Job", so Popovski.

    Quelle: Es ist schwierig, einen Job zu finden | albinfo.ch

  4. #34
    Avatar von FloKrass

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    Hier könnt ihr euch anschauen, welche Partei in Albanien auf euere politische Ansichten zugeschnitten ist:

    VotuesiVirtual - HelpMeVote

    Das Ergebnis bei mir:

    Unbenannt.jpg

    So wie ich erwartet habe, ist das Ergebnis zugunsten der FRD vom ehemaligen Präsidenten Bamir Topi ausgefallen. Würde ich an den Wahlen am 23. Juni teilnehmen, würde ich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit die FRD wählen.

  5. #35
    Nonqimi
    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Hier könnt ihr euch anschauen, welche Partei in Albanien auf euere politische Ansichten zugeschnitten ist:

    VotuesiVirtual - HelpMeVote

    Das Ergebnis bei mir:

    Unbenannt.jpg

    So wie ich erwartet habe, ist das Ergebnis zugunsten der FRD vom ehemaligen Präsidenten Bamir Topi ausgefallen. Würde ich an den Wahlen am 23. Juni teilnehmen, würde ich auch mit hoher Wahrscheinlichkeit die FRD wählen.
    bei mir
    Angehängte Grafiken Angehängte Grafiken

  6. #36
    Avatar von Vali

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    Zum siebten Mal seit dem Ende des Kommunismus wählt Albanien ein neues Parlament. Inhaltlich glänzen konnte im Vorfeld kein Beteiligter. Für große Irritationen sorgte vor allem der Seitenwechsel einer Partei.

    Es war ein Zwei-Parteien-Wahlkampf: In Albanien konkurrieren die beiden Bündnisse “Allianz für Arbeit, Wohlfahrt und Integration” (die sich um die regierende Demokratische Partei gebildet hat) und die “Allianz für ein Europäisches Albanien” (die rund um die oppositionelle Sozialistische Partei entstanden ist). 62 der insgesamt 66 Parteien, die an der Wahl am Sonntag (23.06.2013) teilnehmen, haben sich jeweils einem der beiden Bündnisse angeschlossen.

    Das regionale Verhältniswahlrecht in Albanien bevorzugt große Parteien, in diesem Fall die regierende Demokratische Partei (PD) und die Sozialistische Partei (PS). Für kleinere Parteien alleine ist es schwierig, überhaupt ein Parlamentsmandat zu ergattern. Aus diesem Grund schließen sie sich gewöhnlich einem der beiden großen Vorwahl-Bündnisse an. Mit besonderer Spannung verfolgen deshalb Beobachter, wie kleinere Parteien abschneiden, die das nicht tun: zum Beispiel die nationalistische “Rot-Schwarze-Allianz” (AK), die konservative Partei “Neuer Demokratischer Geist” (FRD) oder die Partei der griechischen Minderheit PBDNJ, die wegen des albanischen Wahlsystems bei künftigen Regierungskoalitionen eine Rolle spielen dürften.

    Premier Sali Berisha

    Mehr Chancen, diesmal die Rolle des Königsmachers zu spielen, räumen Beobachter einer kleinen Partei ein, die nicht allein in den Wahlkampf tritt: der “Sozialistischen Bewegung für Integration” (LSI). Die sozialistische Splitterpartei hat sich um den ehemaligen Außenminister Ilir Meta gegründet. Bis Anfang April koalierte sie mit den regierenden Demokraten. Dann schwenkte sie um und ging ein Vorwahl-Bündnis mit der oppositionellen Sozialistischen Partei ein, die ihr ohnehin ideologisch näher steht. Beide Parteien bildeten damit eine Mehrheit im Parlament. Eine sofortige Ablösung der Regierung wurde nur dadurch verhindert, dass drei Abgeordnete der Sozialisten die Demokraten mit ihren Stimmen unterstützten.

    Seitenwechsel der LSI führt zu institutioneller Krise

    Dieser Seitenwechsel der LSI hat eine Krise bei der Wahlorganisation in Gang gesetzt, die die Legitimation der Wahlen insgesamt in Frage stellen kann: Nachdem die LSI kurzfristig in die Opposition wechselte, entließ kurzerhand die Regierung den Vertreter dieser Partei aus der Zentralen Wahlkommission und ersetzte ihn durch einen eigenen Vertreter. Die Wahlkommission ist ein staatliches Kollegialorgan in Albanien, das Wahlen und Volksabstimmungen vorbereitet, beaufsichtigt, leitet und deren Resultate veröffentlicht.

    Eine rechtliche Basis hatte die Regierung für ihre Reaktion nicht. Deshalb verließen aus Protest alle verbliebenen Vertreter der Opposition die Zentrale Wahlkommission. Seitdem sitzen in der sonst siebenköpfigen Wahlkommission nur die vier Vertreter der Regierung. Viele Entscheidungen, für die eine Mehrheit von fünf Mitgliedern nötig ist, können nun nicht mehr getroffen werden. Dadurch ist die Zentrale Wahlkommission nur noch bedingt funktionsfähig. Zwar haben die albanischen Parteien angekündigt, das Wahlergebnis anzuerkennen – egal, wie es ausfalle. Doch glaubhaft ist dies nur bedingt: In der Vergangenheit haben immer wieder Wahlverlierer das Wahlergebnis angezweifelt.

    Vorgefertigte Videofilme der Parteien in den Medien

    Ihre Namen haben die beiden großen Bündnisse mit Bedacht gewählt: Die “Allianz für Arbeit, Wohlfahrt und Integration” der Demokraten soll auf eine besser funktionierende Wirtschaft deuten, die “Allianz für ein Europäisches Albanien” der Sozialisten auf ein europäisches Land mit weniger Korruption und verbesserter Infrastruktur. Doch große inhaltliche Unterschiede zwischen den Programmen der beiden Bündnisse waren im Wahlkampf nicht auszumachen: “Der Wahlkampf bezog sich weniger auf Sachthemen, sondern vielmehr auf die gegenseitigen Anschuldigungen und Korruptionsvorwürfe”, kritisiert Frank Hantke von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Tirana im DW-Interview.

    Eine Ausnahme war das Thema Wirtschaft, bei dem die Parteien zum ersten Mal versuchten, sich ideologisch voneinander abzugrenzen: “Die Regierungspartei favorisiert weiterhin die sogenannte “Flat-Tax” – die Einheitssteuer. Mit dem Argument, dass sie attraktiv ist für potenzielle Investoren. Die Sozialistische Partei unterstützt eine progressive Steuer, ein Steuersystem in drei Stufen, wobei es offen ist, was als niedriges, mittleres und hohes Einkommen gelten soll”, sagt Thomas Schrapel von der Konrad-Adenauer-Stiftung in Tirana.

    Oppositionspolitiker Edi Rama

    Eine kompromisslose Sprache und persönliche Beleidigungen des politischen Gegners waren sowohl aus dem sozialistischen Lager von Edi Rama als auch aus dem demokratischen von Premier Sali Berisha zu hören. Und die Sprache der Politiker gaben die Medien ungefiltert weiter an die Wähler. “Da die Debatte über sachliche Fragen zwischen den Kontrahenten dürftig war, war das, was in den Häusern der Albaner ankam, größtenteils ein Wahlshow: inhaltsleere Witze und die persönlichen Konflikte der politischen Führer”, kritisiert der albanische Medienexperte Mustafa Nano. Kritisch sieht Nano dabei auch das aktuelle Wahlgesetz in Albanien, das vorsieht, dass Medien vorgefertigte Videofilme der politischen Parteien senden: “So sind die Informationssendungen der Fernsehanstalten zu einer vulgären Propaganda verkommen.”

    Weniger pan-albanische Begeisterung im Wahlkampf

    Die pan-albanische Euphorie, die sich seit November 2012 anlässlich der Feierlichkeiten zum 100. Jahrestag der Unabhängigkeit Albaniens verbreitet hatte, fand keinen Platz im Wahlkampf. Auch die entsprechenden Äußerungen, die noch am Anfang der Wahlkampagne 2013 von Premierminister Berisha zu hören waren – wie “die Notwendigkeit zur Vereinigung der Albanischen Nation” tauchten in seinen späteren Reden nicht mehr auf. In den Nachbarländern gibt es Regionen, in denen viele Albaner leben – zum Beispiel im Kosovo. “Wir sind eine Partei, die immer realistisch war und die bestehenden Grenzen auf dem Balkan respektiert“, ließ die Demokratische Partei in den Medien verkünden. Nach internationaler Kritik durch die EU und die USA wurde die pan-albanische Rhetorik nicht wiederholt.

    Südosteuropa-Experte Franz-Lothar Altmann und andere Beobachter hatten darin ohnehin ein politisches Kalkül von Berisha gesehen, um Stimmen am rechten politischen Rand von Anhängern der neu gegründeten Partei AK zu gewinnen. “Denn wenn Berisha es ernst meint mit der Mitgliedschaft in der EU, dann kann er sich nicht einen Klotz ans Bein hängen, der Kosovo heißt”, erklärt Altmann. Denn Kosovo werde sehr viel länger brauchen, um der EU beizutreten. Die Europäische Kommission hat im Oktober 2012 die Zuerkennung des Kandidatenstatus für Albanien empfohlen – mit Vorbedingungen: Unter anderem soll Albanien seine Justiz und die öffentliche Verwaltung reformieren und erfolgreich gegen die Korruption kämpfen.

  7. #37
    Avatar von Rockabilly

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  8. #38
    Avatar von Ilir O

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    Bei mir ist PS ganz oben, dann die AK....

  9. #39

  10. #40
    Avatar von Vali

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    Aufruf in Prishtina: Geht sparsam mit dem Wasser um!

    Wegen der hohen Temperaturen in Kosova, hat man die Stunden für die Reduzierung des Wassers verlängert, weswegen sich auch Bürger von Teilen aus Prishtina wegen mangelndem Trinkwasser beschweren. An diesen heißen Sommertagen ist Wasser eine Notwendigkeit, sagen sie.

    Die Wasserstände der Seen "liqeni i Batllavës" und "liqeni i Badovcit" in Kosova sinken. Der regionalen Sprecherin der Wasserversorgung in Prishtina, Arbërie Zogiani zufolge, ist der Wasserstand vom See von Batllavë 4,5 Meter gesunken und der vom See von Badovci um 8 Meter, und dass das an der hohen Nachfrage des Wassers von den Kunden an diesen heißen Sommertagen liegt.

    Für Radio Kosova sagte sie, dass man gerade einen neuen strategischen Plan der Kürzungen des Wassers durchführt, um wieder eine stabile Wasserversorgung zu erzielen.

    Quelle: Prishtinë: Thirrje për kursim të ujit - Lajme - Koha Net

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