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Nachrichten aus Albanien

Erstellt von Vali, 10.06.2013, 16:02 Uhr · 3.267 Antworten · 214.535 Aufrufe

  1. #761

    Registriert seit
    03.11.2009
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    13.141
    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    Erst muss Kosovo anerkannt werden als Staat und dann können wir über Spiele reden.
    So viel ich weiß gibt es kein Kosovo es gibt nur Serbien.

    - - - Aktualisiert - - -

    Organhandel im Kosovo

    Als Organhandel im Kosovo ist sowohl mutmaßlicher Organraub von aus dem Kosovo mutmaßlich entführten Menschen als auch erwiesener illegaler Organhandel im Kosovo bekanntgeworden.
    Mit dem mutmaßlichen Organraub wurde oft das sogenannte Gelbe Haus (albanisch shtëpia e verdhë, serbisch: жута кућа/žuta kuća) in Verbindung gebracht, ein Gebäude in Rribe (Albanisch offiziell meist Rripa resp. Rripë) rund zehn Kilometer südlich von Burrel[1] in Albanien. Es steht als Symbol[2] für mutmaßliche Kriegsverbrechen der paramilitärischen UÇK während des Kosovokrieges sowie für mutmaßlichen Organraub von UÇK und Verbrecherorganisationen ethnischer Albaner nach der Militärintervention der NATO von 1999, als die serbisch-jugoslawischen Sicherheitskräfte auf Betreiben der NATO das Land hatten verlassen müssen und NATO-geführte KFOR-Truppen sowie UNMIK-Kräfte die Verantwortung über die Provinz übernommen hatten. Opfer der mutmaßlichen Verbrechen waren überwiegend ethnische Serben sowie Roma und bestimmte[Anmerkung 1] Kosovo-Albaner, die zuvor von der UÇK aus der damals zur Bundesrepublik Jugoslawien gehörenden serbischen Provinz Kosovo nach Albanien entführt worden waren.[3] Von Journalisten 2003 initiierte Ermittlungen der UNMIK-Behörden und des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) waren 2004 eingestellt worden.[2] Ausgelöst durch eine Autobiografie von Carla Del Ponte, der früheren Chefanklägerin des ICTY, aus dem Jahr 2008 bekräftigte ein Bericht des Europarats nach einer von Dick Marty geleiteten Sonderermittlung Ende 2010 die alten Anschuldigungen des vorwiegend an Serben aus dem Kosovo in Albanien begangenen Organraubs.[3] Der Bericht beschuldigte kosovarische Spitzenpolitiker wie den ehemaligen UÇK-Kommandanten und amtierenden Ministerpräsidenten des Kosovo, Hashim Thaçi, in organisierte Kriminalität und seit 1999 in Organraub verwickelt zu sein.[3][4] Dem Geheimdienst und der Regierung Albaniens wird in dem Bericht des Europarats zur Last gelegt, mit der UÇK zusammengearbeitet zu haben beziehungsweise geheime UÇK-Lager, in denen auch Organraub erfolgt sei, geduldet zu haben und sich einer Aufklärung der Vorwürfe durch internationale und serbische Behörden zu verweigern.[4] Den internationalen Behörden im Kosovo warf der Bericht des Europarats langjährige Mitwisserschaft, stillschweigende Duldung und Mitschuld vor.[3] Seit 2011 laufen Ermittlungen der EULEX Kosovo, die die Stichhaltigkeit dieser Vorwürfe überprüfen sollen und deren Ergebnis bis 2014 erwartet wird.[5][6]
    Als erwiesener illegaler Organhandel gilt der Fall der sogenannten Medicus-Klinik aus dem Jahr 2008 im damals unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN) stehenden Kosovo, für den das zuständige Gericht in Priština im Jahr 2013 mehrere Angeklagte für schuldig befunden hat, Organe in krimineller Weise Spendern entnommen und Empfängern eingepflanzt zu haben. Die Organspender stammten hier vorwiegend aus ärmlichsten Verhältnissen und Ländern wie der Türkei, Russland, der Moldau und Kasachstan. Sie wurden mit der Zusicherung von bis zu 12.000 Euro gelockt, wobei einige der Spender das zugesagte Geld nie bekommen haben. Die Empfänger waren wohlhabende Patienten, die mehrheitlich aus Israel, aber auch aus Deutschland, Kanada und Polen stammten. Sie bezahlten zirka 80.000 bis 100.000 Euro für eine Niere.[7][5] Derzeit flüchtig sind der türkische Arzt Yusuf Sönmez und der Israeli Moshe Harel als von Interpol gesuchte Verdächtige und mutmaßliche Hauptdrahtzieher des Organhandelrings.[7] Nach dem Sonderermittlungsbericht des Europarats von 2010 und nach anderen Quellen[8][9] soll auch der Medicus-Fall in Zusammenhang mit den mutmaßlichen Organraubfällen in Albanien aus der Nachkriegszeit stehen.[3]
    Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
    1 Vorgeschichte und sicherheitspolitischer Hintergrund im Kosovo
    1.1 Juni bis Herbst/Winter 1999
    1.2 Herbst/Winter 1999 bis 2008
    1.3 Rechts- und Sicherheitspolitik seit 2008
    2 Der Fall Gelbes Haus
    2.1 Vorwürfe
    2.2 Ablauf der Nachforschungen
    2.2.1 Erste journalistische Recherchen Montgomerys 2002-2003
    2.2.2 UNMIK-Ermittlungen
    2.2.2.1 Einbeziehung des UNMIK-Forensikers Baraybar
    2.2.2.2 Vertraulicher UN-Bericht von Ende Oktober 2003
    2.2.3 Ermittlungen des Haager Tribunals ab 2003
    2.2.4 Ermittlung von UNMIK, ICTY und Journalisten im Gelben Haus 2004
    2.2.5 Publikation Carla Del Pontes von 2008
    2.2.6 Ermittlungsbericht des Europarats von Dick Marty 2010/2011
    2.2.6.1 Reaktion Hashim Thaçis und der PDK
    2.2.6.2 Reaktion der politischen Führung in Albanien
    2.2.6.3 Reaktion der Besitzer und Bewohner des Gelben Hauses
    2.2.6.4 Reaktion der EULEX Kosovo
    2.2.7 Untersuchungen der EULEX ab 2011 und weitere Ereignisse
    3 Medicus-Fall
    3.1 Klinik, Finanzierung, Besitz und Leitung
    3.2 Medicus-Prozess: Urteil (1. Instanz)
    3.3 Lutfi Dervishi (verurteilt)
    3.4 Yusuf Sönmez (flüchtiger Verdächtiger)
    3.5 Moshe Harel (flüchtiger Verdächtiger)
    3.6 Shaip Muja (Zeuge)
    3.7 Deutscher Organempfänger
    3.8 Ermittlungen im Fall Medicus-Klinik
    4 Bezug des Medicus-Falls zum mutmaßlichen Organraub von 1999–2000
    5 Kontroversen um die Vorwürfe
    6 Zitate
    7 Siehe auch
    8 Literatur
    9 Weblinks
    9.1 Presse
    9.2 Filmreportagen oder TV-Ausstrahlungen
    9.3 Bericht Europarat
    9.4 Berichte UNMIK und ICTY
    9.5 Gerichtsverfahren
    10 Einzelnachweise
    11 Anmerkungen
    Vorgeschichte und sicherheitspolitischer Hintergrund im Kosovo[Bearbeiten]


    → Hauptartikel: Geschichte des Kosovo
    Die Militärintervention der NATO in Jugoslawien von April bis Juni 1999 war ohne völkerrechtliche Legitimation und unter US-amerikanischer Dominanz nach einem neuen Paradigma der westlichen Krisenintervention (Doktrin der „humanitären Intervention“) erfolgt. Dabei hatte die NATO in Ermangelung eines UN-Sicherheitsrats-Mandats als selbsternannte und eigenmächtige Interventionsmacht gehandelt und den Krieg mit Verweis auf eine moralische Verpflichtung begründet, die daraus entstanden sei, dass eine drohende „humanitäre Katastrophe“ abgewendet werden müsse.[10]
    Juni bis Herbst/Winter 1999[Bearbeiten]
    Mit der NATO-Militärintervention in Jugoslawien und der daraus erwirkten Absprache des Military Technical Agreement[11] vom 9. Juni 1999 setzte die NATO nicht nur den Einmarsch der KFOR-Truppen in die serbische Provinz Kosovo durch, sondern auch den gleichzeitigen Rückzug der serbisch-jugoslawischen Sicherheitskräfte nach Ende der Kampfhandlungen.[12][13] Somit gab es im Kosovo im Gegensatz zu den Verhältnissen in Bosnien nach Ende der Kriegshandlungen de facto keine Polizeiorganisation mehr.[12]
    Erst nachträglich betraute der UN-Sicherheitsrat darauf die NATO-geführte KFOR in der UN-Resolution 1244 vom 10. Juni 1999 per Mandat mit der Ausübung von Sicherheitsaufgaben, überließ der NATO aber nicht sämtliche Bereiche, sondern forderte zusätzlich mit der Resolution auch die Schaffung der UNMIK (United Nations Interim Administration in Kosovo)[14] und bekräftigte die Wahrung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Bundesrepublik Jugoslawien, wie dies auf dem Außenministertreffen der G-8 am 6. Mai 1999 auf dem Petersberg bei Bonn[15] beschlossen worden war.[16] Die UNMIK sollte als Übergangsverwaltung für den Kosovo unter Leitung des Sondergesandten (SRSG) des UN-Generalsekretärs erstens für Polizei- und Rechtsverwaltung zuständig sein sowie zweitens für die Zivilverwaltung (beides durch die UN auszuführen), drittens für Demokratisierung und Verwaltungsaufbau (durch die OSZE durchzuführen) und viertens für Wiederaufbau und Wirtschaftsentwicklung (durchzuführen durch die EU).[14] In diesem Rahmen sollte die UNMIK eine internationale UNMIK-Zivilpolizei errichten, die bis zur Schaffung eines „glaubwürdigen, professionellen und unparteiischen“ Kosovo Police Services (KPS) für exekutive Funktionen verantwortlich sein sollte.[14] Sowohl die Entsendung von Polizisten als auch die von Experten für den Aufbau von Verwaltung, Justiz, Infrastruktur und Wirtschaft verlief jedoch schleppend.[17] Auch die nach der UN-Resolution 1244, also nach der völkerrechtlichen Grundlage für die Nachkriegsarbeit von UN und NATO in der serbischen Provinz Kosovo, ausdrücklich bestätigte Erlaubnis für eine vereinbarte Zahl jugoslawischen beziehungsweise serbischen Militär- und Polizeipersonals, nach einem gewissen Zeitraum in den Kosovo zurückzukehren, unter anderem zum Zwecke der Aufrechterhaltung einer Präsenz an Stätten des serbischen Kulturerbes und an wichtigen Grenzübergängen,[16] wurde weder 1999 erfüllt[18] noch im Jahr 2004, als Serbien seine Hilfe bei den außer Kontrolle der Protektoratsmächte geratenen März-Pogromen anbot, dies aber von Kosovo-Albanern und NATO abgelehnt wurde.[19]
    Die Verschleppung des Aufbaus einer Judikative führte dazu, dass viele Verbrechen ungestraft blieben. Kosovo-albanische Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte weigerten sich, die bestehenden serbischen und jugoslawischen Gesetze anzuwenden und verlangten die Anwendung der kosovarischen Gesetze aus der Zeit vor 1989.[17] Es entstand ein Rechts- und Machtvakuum im Kosovo.[12]
    Dieses Rechts- und Machtvakuum wurde von den stark präsentierten und gut bewaffneten UÇK-Kräften unter Hashim Thaçi, Ramush Haradinaj und weiteren UÇK-Kommandeuren für die Machtübernahme der UÇK in Gemeinden und Städten ausgenutzt. Im Zusammenhang mit dieser weitreichenden Rechtlosigkeit im UN- und NATO-Protektorat wurde Hashim Thaçi zum „Ministerpräsidenten“ im Kosovo ernannt und mit großer Brutalität gegen die im Kosovo lebenden Serben, Roma, Aschkali und sogenannte Kosovo-„Ägypter“ vorgegangen. Ungehindert und nicht eingedämmt von der zu spät und zu zögerlich eingreifenden KFOR und UNMIK kam es in den ersten Monaten nach Ende der NATO-Luftangriffe - insbesondere im Sommer und Herbst 1999 - zu Gewaltexzessen von Kosovo-Albanern, zu Vertreibung und Flucht von mehr als 200.000 Serben, Roma und anderen Angehörigen von Minderheiten aus dem Kosovo und zur Zerstörung von serbisch-orthodoxen Klöstern und Kirchen im gesamten Kosovo.[12] Die mangelnde Strafverfolgung betraf auch Gewalttaten der UÇK gegenüber konkurrierenden politischen Gruppen (z. B. der LDK) und die bereits seit Beginn des Krieges bestehenden Machtkämpfe innerhalb der UÇK-Führung. Insbesondere mehrere Rivalen von Hashim Thaçi wie beispielsweise Blerim Kuçi starben kurz nach entsprechenden Drohungen unter ungeklärten Umständen oder wurden Opfer von Attentaten wie Bujar Bukoshi,[17][20] der die Gewaltwelle nach dem Krieg als vom albanischen Geheimdienst SHIK (Shërbimi Informativ Kombëtar) gesteuert ansah. Fast alle Agenten, die aus dem vormals berüchtigten Geheimdienstes Sigurimi des Diktators Enver Hoxha entlassen wurden, sollen laut Bukoshi nach der Machtübernahme der Sozialisten wieder aktiviert worden sein. Etwa 200 hochrangige SHIK-Offiziere, so Bukoshi, befänden sich im Kosovo, darunter auch der „Spitzenagent“ Xhavit Haliti, zugleich engster Berater von Hashim Thaçi und Mitglied der kosovo-albanischen Delegation bei Gesprächen zum Vertrag von Rambouillet. Ziel sei die Destabilisierung des Kosovo und seine Kontrolle durch die Führung Albaniens.[21]
    Wenn es kein Kosovo und nur Serbien gibt, wieso brauchen dann serbische Politiker eine Genehmigung von der Kosovo-Regierung um Kosovo zu besuchen?
    Kümmer dich lieber um dein Pleiteland Griechenland und dessen Huren die sich in Albanien für 10 Euro verkaufen um ihre Familien zu versorgen.

    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    ΚΑΛΗ ΧΡΟΝΙΑ 2014.

    Die Wahrheitsliebe gewisser Foristen und weiterer Verantwortlicher ging einst so weit, jeden zu verwarnen,
    der nur feststellte, daß Kosovo von der UNO als Staat nicht anerkannt wurde.
    Meines Wissens bis heute nicht, bis heute ist Kosovo ein Teil Serbiens.

    Was wir beobachten können ist, daß Deutschland den Staat Serbien bedrängt, seine Region als Staat anzuerkennen.
    Das Interesse Deutschlands auf dem Balkan ist jedoch bekannt: die Balkanstaaten sollen klein oder kleiner oder besser am kleinsten sein. Deshalb wird die Gründung der Kleinstaaterei auf dem Balkan aus Deutschland besonders gefördert.

    Die USA haben ihr Ziel in Kosovo erreicht:
    Errichtung ihres Camp Bondsteel, Besatzungsmacht für die nächsten 100 Jahre, somit einen weiteren Fuß in Europa.
    Du lebst auch weit an der Realität vorbei Kostas.
    Kosovo wurde von 105 Staaten anerkannt und ist schon lange kein Teil Serbiens mehr.
    Nur weil der Kostas sich vor dem Friedrich bücken muss darfst du Deutschland nicht böse sein, immerhin hält dich und dein Land dieser Staat am leben.
    Die Amerikaner sind herzlich willkommen, solange beide davon profitieren, wieso nicht.
    Wenn Kosovo erstmal in der UNO ist fangen Gespräche über Nordgriechenland (auch Cameria genannt) an

  2. #762

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    Zitat Zitat von Apache Beitrag anzeigen
    Erst muss Kosovo anerkannt werden als Staat und dann können wir über Spiele reden.
    So viel ich weiß gibt es kein Kosovo es gibt nur Serbien.

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    Organhandel im Kosovo

    Als Organhandel im Kosovo ist sowohl mutmaßlicher Organraub von aus dem Kosovo mutmaßlich entführten Menschen als auch erwiesener illegaler Organhandel im Kosovo bekanntgeworden.
    Mit dem mutmaßlichen Organraub wurde oft das sogenannte Gelbe Haus (albanisch shtëpia e verdhë, serbisch: жута кућа/žuta kuća) in Verbindung gebracht, ein Gebäude in Rribe (Albanisch offiziell meist Rripa resp. Rripë) rund zehn Kilometer südlich von Burrel[1] in Albanien. Es steht als Symbol[2] für mutmaßliche Kriegsverbrechen der paramilitärischen UÇK während des Kosovokrieges sowie für mutmaßlichen Organraub von UÇK und Verbrecherorganisationen ethnischer Albaner nach der Militärintervention der NATO von 1999, als die serbisch-jugoslawischen Sicherheitskräfte auf Betreiben der NATO das Land hatten verlassen müssen und NATO-geführte KFOR-Truppen sowie UNMIK-Kräfte die Verantwortung über die Provinz übernommen hatten. Opfer der mutmaßlichen Verbrechen waren überwiegend ethnische Serben sowie Roma und bestimmte[Anmerkung 1] Kosovo-Albaner, die zuvor von der UÇK aus der damals zur Bundesrepublik Jugoslawien gehörenden serbischen Provinz Kosovo nach Albanien entführt worden waren.[3] Von Journalisten 2003 initiierte Ermittlungen der UNMIK-Behörden und des Internationalen Strafgerichtshofs für das ehemalige Jugoslawien (ICTY) waren 2004 eingestellt worden.[2] Ausgelöst durch eine Autobiografie von Carla Del Ponte, der früheren Chefanklägerin des ICTY, aus dem Jahr 2008 bekräftigte ein Bericht des Europarats nach einer von Dick Marty geleiteten Sonderermittlung Ende 2010 die alten Anschuldigungen des vorwiegend an Serben aus dem Kosovo in Albanien begangenen Organraubs.[3] Der Bericht beschuldigte kosovarische Spitzenpolitiker wie den ehemaligen UÇK-Kommandanten und amtierenden Ministerpräsidenten des Kosovo, Hashim Thaçi, in organisierte Kriminalität und seit 1999 in Organraub verwickelt zu sein.[3][4] Dem Geheimdienst und der Regierung Albaniens wird in dem Bericht des Europarats zur Last gelegt, mit der UÇK zusammengearbeitet zu haben beziehungsweise geheime UÇK-Lager, in denen auch Organraub erfolgt sei, geduldet zu haben und sich einer Aufklärung der Vorwürfe durch internationale und serbische Behörden zu verweigern.[4] Den internationalen Behörden im Kosovo warf der Bericht des Europarats langjährige Mitwisserschaft, stillschweigende Duldung und Mitschuld vor.[3] Seit 2011 laufen Ermittlungen der EULEX Kosovo, die die Stichhaltigkeit dieser Vorwürfe überprüfen sollen und deren Ergebnis bis 2014 erwartet wird.[5][6]
    Als erwiesener illegaler Organhandel gilt der Fall der sogenannten Medicus-Klinik aus dem Jahr 2008 im damals unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen (UN) stehenden Kosovo, für den das zuständige Gericht in Priština im Jahr 2013 mehrere Angeklagte für schuldig befunden hat, Organe in krimineller Weise Spendern entnommen und Empfängern eingepflanzt zu haben. Die Organspender stammten hier vorwiegend aus ärmlichsten Verhältnissen und Ländern wie der Türkei, Russland, der Moldau und Kasachstan. Sie wurden mit der Zusicherung von bis zu 12.000 Euro gelockt, wobei einige der Spender das zugesagte Geld nie bekommen haben. Die Empfänger waren wohlhabende Patienten, die mehrheitlich aus Israel, aber auch aus Deutschland, Kanada und Polen stammten. Sie bezahlten zirka 80.000 bis 100.000 Euro für eine Niere.[7][5] Derzeit flüchtig sind der türkische Arzt Yusuf Sönmez und der Israeli Moshe Harel als von Interpol gesuchte Verdächtige und mutmaßliche Hauptdrahtzieher des Organhandelrings.[7] Nach dem Sonderermittlungsbericht des Europarats von 2010 und nach anderen Quellen[8][9] soll auch der Medicus-Fall in Zusammenhang mit den mutmaßlichen Organraubfällen in Albanien aus der Nachkriegszeit stehen.[3]
    Inhaltsverzeichnis [Verbergen]
    1 Vorgeschichte und sicherheitspolitischer Hintergrund im Kosovo
    1.1 Juni bis Herbst/Winter 1999
    1.2 Herbst/Winter 1999 bis 2008
    1.3 Rechts- und Sicherheitspolitik seit 2008
    2 Der Fall Gelbes Haus
    2.1 Vorwürfe
    2.2 Ablauf der Nachforschungen
    2.2.1 Erste journalistische Recherchen Montgomerys 2002-2003
    2.2.2 UNMIK-Ermittlungen
    2.2.2.1 Einbeziehung des UNMIK-Forensikers Baraybar
    2.2.2.2 Vertraulicher UN-Bericht von Ende Oktober 2003
    2.2.3 Ermittlungen des Haager Tribunals ab 2003
    2.2.4 Ermittlung von UNMIK, ICTY und Journalisten im Gelben Haus 2004
    2.2.5 Publikation Carla Del Pontes von 2008
    2.2.6 Ermittlungsbericht des Europarats von Dick Marty 2010/2011
    2.2.6.1 Reaktion Hashim Thaçis und der PDK
    2.2.6.2 Reaktion der politischen Führung in Albanien
    2.2.6.3 Reaktion der Besitzer und Bewohner des Gelben Hauses
    2.2.6.4 Reaktion der EULEX Kosovo
    2.2.7 Untersuchungen der EULEX ab 2011 und weitere Ereignisse
    3 Medicus-Fall
    3.1 Klinik, Finanzierung, Besitz und Leitung
    3.2 Medicus-Prozess: Urteil (1. Instanz)
    3.3 Lutfi Dervishi (verurteilt)
    3.4 Yusuf Sönmez (flüchtiger Verdächtiger)
    3.5 Moshe Harel (flüchtiger Verdächtiger)
    3.6 Shaip Muja (Zeuge)
    3.7 Deutscher Organempfänger
    3.8 Ermittlungen im Fall Medicus-Klinik
    4 Bezug des Medicus-Falls zum mutmaßlichen Organraub von 1999–2000
    5 Kontroversen um die Vorwürfe
    6 Zitate
    7 Siehe auch
    8 Literatur
    9 Weblinks
    9.1 Presse
    9.2 Filmreportagen oder TV-Ausstrahlungen
    9.3 Bericht Europarat
    9.4 Berichte UNMIK und ICTY
    9.5 Gerichtsverfahren
    10 Einzelnachweise
    11 Anmerkungen
    Vorgeschichte und sicherheitspolitischer Hintergrund im Kosovo[Bearbeiten]


    → Hauptartikel: Geschichte des Kosovo
    Die Militärintervention der NATO in Jugoslawien von April bis Juni 1999 war ohne völkerrechtliche Legitimation und unter US-amerikanischer Dominanz nach einem neuen Paradigma der westlichen Krisenintervention (Doktrin der „humanitären Intervention“) erfolgt. Dabei hatte die NATO in Ermangelung eines UN-Sicherheitsrats-Mandats als selbsternannte und eigenmächtige Interventionsmacht gehandelt und den Krieg mit Verweis auf eine moralische Verpflichtung begründet, die daraus entstanden sei, dass eine drohende „humanitäre Katastrophe“ abgewendet werden müsse.[10]
    Juni bis Herbst/Winter 1999[Bearbeiten]
    Mit der NATO-Militärintervention in Jugoslawien und der daraus erwirkten Absprache des Military Technical Agreement[11] vom 9. Juni 1999 setzte die NATO nicht nur den Einmarsch der KFOR-Truppen in die serbische Provinz Kosovo durch, sondern auch den gleichzeitigen Rückzug der serbisch-jugoslawischen Sicherheitskräfte nach Ende der Kampfhandlungen.[12][13] Somit gab es im Kosovo im Gegensatz zu den Verhältnissen in Bosnien nach Ende der Kriegshandlungen de facto keine Polizeiorganisation mehr.[12]
    Erst nachträglich betraute der UN-Sicherheitsrat darauf die NATO-geführte KFOR in der UN-Resolution 1244 vom 10. Juni 1999 per Mandat mit der Ausübung von Sicherheitsaufgaben, überließ der NATO aber nicht sämtliche Bereiche, sondern forderte zusätzlich mit der Resolution auch die Schaffung der UNMIK (United Nations Interim Administration in Kosovo)[14] und bekräftigte die Wahrung der Souveränität und territorialen Unversehrtheit der Bundesrepublik Jugoslawien, wie dies auf dem Außenministertreffen der G-8 am 6. Mai 1999 auf dem Petersberg bei Bonn[15] beschlossen worden war.[16] Die UNMIK sollte als Übergangsverwaltung für den Kosovo unter Leitung des Sondergesandten (SRSG) des UN-Generalsekretärs erstens für Polizei- und Rechtsverwaltung zuständig sein sowie zweitens für die Zivilverwaltung (beides durch die UN auszuführen), drittens für Demokratisierung und Verwaltungsaufbau (durch die OSZE durchzuführen) und viertens für Wiederaufbau und Wirtschaftsentwicklung (durchzuführen durch die EU).[14] In diesem Rahmen sollte die UNMIK eine internationale UNMIK-Zivilpolizei errichten, die bis zur Schaffung eines „glaubwürdigen, professionellen und unparteiischen“ Kosovo Police Services (KPS) für exekutive Funktionen verantwortlich sein sollte.[14] Sowohl die Entsendung von Polizisten als auch die von Experten für den Aufbau von Verwaltung, Justiz, Infrastruktur und Wirtschaft verlief jedoch schleppend.[17] Auch die nach der UN-Resolution 1244, also nach der völkerrechtlichen Grundlage für die Nachkriegsarbeit von UN und NATO in der serbischen Provinz Kosovo, ausdrücklich bestätigte Erlaubnis für eine vereinbarte Zahl jugoslawischen beziehungsweise serbischen Militär- und Polizeipersonals, nach einem gewissen Zeitraum in den Kosovo zurückzukehren, unter anderem zum Zwecke der Aufrechterhaltung einer Präsenz an Stätten des serbischen Kulturerbes und an wichtigen Grenzübergängen,[16] wurde weder 1999 erfüllt[18] noch im Jahr 2004, als Serbien seine Hilfe bei den außer Kontrolle der Protektoratsmächte geratenen März-Pogromen anbot, dies aber von Kosovo-Albanern und NATO abgelehnt wurde.[19]
    Die Verschleppung des Aufbaus einer Judikative führte dazu, dass viele Verbrechen ungestraft blieben. Kosovo-albanische Richter, Staatsanwälte und Rechtsanwälte weigerten sich, die bestehenden serbischen und jugoslawischen Gesetze anzuwenden und verlangten die Anwendung der kosovarischen Gesetze aus der Zeit vor 1989.[17] Es entstand ein Rechts- und Machtvakuum im Kosovo.[12]
    Dieses Rechts- und Machtvakuum wurde von den stark präsentierten und gut bewaffneten UÇK-Kräften unter Hashim Thaçi, Ramush Haradinaj und weiteren UÇK-Kommandeuren für die Machtübernahme der UÇK in Gemeinden und Städten ausgenutzt. Im Zusammenhang mit dieser weitreichenden Rechtlosigkeit im UN- und NATO-Protektorat wurde Hashim Thaçi zum „Ministerpräsidenten“ im Kosovo ernannt und mit großer Brutalität gegen die im Kosovo lebenden Serben, Roma, Aschkali und sogenannte Kosovo-„Ägypter“ vorgegangen. Ungehindert und nicht eingedämmt von der zu spät und zu zögerlich eingreifenden KFOR und UNMIK kam es in den ersten Monaten nach Ende der NATO-Luftangriffe - insbesondere im Sommer und Herbst 1999 - zu Gewaltexzessen von Kosovo-Albanern, zu Vertreibung und Flucht von mehr als 200.000 Serben, Roma und anderen Angehörigen von Minderheiten aus dem Kosovo und zur Zerstörung von serbisch-orthodoxen Klöstern und Kirchen im gesamten Kosovo.[12] Die mangelnde Strafverfolgung betraf auch Gewalttaten der UÇK gegenüber konkurrierenden politischen Gruppen (z. B. der LDK) und die bereits seit Beginn des Krieges bestehenden Machtkämpfe innerhalb der UÇK-Führung. Insbesondere mehrere Rivalen von Hashim Thaçi wie beispielsweise Blerim Kuçi starben kurz nach entsprechenden Drohungen unter ungeklärten Umständen oder wurden Opfer von Attentaten wie Bujar Bukoshi,[17][20] der die Gewaltwelle nach dem Krieg als vom albanischen Geheimdienst SHIK (Shërbimi Informativ Kombëtar) gesteuert ansah. Fast alle Agenten, die aus dem vormals berüchtigten Geheimdienstes Sigurimi des Diktators Enver Hoxha entlassen wurden, sollen laut Bukoshi nach der Machtübernahme der Sozialisten wieder aktiviert worden sein. Etwa 200 hochrangige SHIK-Offiziere, so Bukoshi, befänden sich im Kosovo, darunter auch der „Spitzenagent“ Xhavit Haliti, zugleich engster Berater von Hashim Thaçi und Mitglied der kosovo-albanischen Delegation bei Gesprächen zum Vertrag von Rambouillet. Ziel sei die Destabilisierung des Kosovo und seine Kontrolle durch die Führung Albaniens.[21]
    wieder mal ein beitrag von dir der nur zur provokation dient.

    pozdrav

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    ΚΑΛΗ ΧΡΟΝΙΑ 2014.

    Die Wahrheitsliebe gewisser Foristen und weiterer Verantwortlicher ging einst so weit, jeden zu verwarnen,
    der nur feststellte, daß Kosovo von der UNO als Staat nicht anerkannt wurde.
    Meines Wissens bis heute nicht, bis heute ist Kosovo ein Teil Serbiens.

    Was wir beobachten können ist, daß Deutschland den Staat Serbien bedrängt, seine Region als Staat anzuerkennen.
    Das Interesse Deutschlands auf dem Balkan ist jedoch bekannt: die Balkanstaaten sollen klein oder kleiner oder besser am kleinsten sein. Deshalb wird die Gründung der Kleinstaaterei auf dem Balkan aus Deutschland besonders gefördert.

    Die USA haben ihr Ziel in Kosovo erreicht:
    Errichtung ihres Camp Bondsteel, Besatzungsmacht für die nächsten 100 Jahre, somit einen weiteren Fuß in Europa.
    Schwachsinn.

    Pozdrav

  3. #763
    Avatar von Pjetër Balsha

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    6.287
    Zitat Zitat von Mbreti Bardhyl Beitrag anzeigen
    Apache und Amphion.... Hauptsache Serbien wurde zerbombt und die Griechen müssen sie jetzt die Hosen runter lassen
    deutschland vögelt im alleingang griechenland und sie halten sich auch noch für halbgötter

  4. #764

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    ΚΑΛΗ ΧΡΟΝΙΑ 2014.

    Die Wahrheitsliebe gewisser Foristen und weiterer Verantwortlicher ging einst so weit, jeden zu verwarnen,
    der nur feststellte, daß Kosovo von der UNO als Staat nicht anerkannt wurde.
    Meines Wissens bis heute nicht, bis heute ist Kosovo ein Teil Serbiens.

    Was wir beobachten können ist, daß Deutschland den Staat Serbien bedrängt, seine Region als Staat anzuerkennen.
    Das Interesse Deutschlands auf dem Balkan ist jedoch bekannt: die Balkanstaaten sollen klein oder kleiner oder besser am kleinsten sein. Deshalb wird die Gründung der Kleinstaaterei auf dem Balkan aus Deutschland besonders gefördert.

    Die USA haben ihr Ziel in Kosovo erreicht:
    Errichtung ihres Camp Bondsteel, Besatzungsmacht für die nächsten 100 Jahre, somit einen weiteren Fuß in Europa.

    Völlig egal von wem Kosovo letzten Endes anerkannt wird. Eine Anerkennung hat gemäss herrschender völkerrechtlicher Lehre und Praxis rein deklaratorische - also keine rechtliche - Wirkung. Somit total unbedeutsam für den rechtlichen Status oder die "rechtliche Existenz".
    Ihr könnt also noch lange labern. Nur heisse Luft.

  5. #765
    Karim-Benzema
    haha pjeter bester spruch

  6. #766

    Registriert seit
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    23.630
    Zitat Zitat von Vergil Beitrag anzeigen
    Völlig egal von wem Kosovo letzten Endes anerkannt wird. Eine Anerkennung hat gemäss herrschender völkerrechtlicher Lehre und Praxis rein deklaratorische - also keine rechtliche - Wirkung. Somit total unbedeutsam für den rechtlichen Status oder die "rechtliche Existenz".
    Ihr könnt also noch lange labern. Nur heisse Luft.
    Wir lesen, daß Du Dich auskennst.

  7. #767

  8. #768
    Mal
    Avatar von Mal

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    bashkimin e shqiperis me kosoven nuk do t'a lejojn kurre bashkesia islame shefqet krasniqi dhe naim terrnava . neve nuk na duhet kombesia apo nacionaliteti shqipetar . neve kemi nevoj per arabizim . shqipetaret duhet me mesu arabishten dhe me harru gjuhen shqipe dhe pik
    muslimani @ 02/01/2014 22:03


    .

  9. #769
    Avatar von Vali

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    Zitat Zitat von Mal Beitrag anzeigen
    .
    shefqt labert eh nur scheiße der soll seine nase nicht in sowas rein tun

  10. #770

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    Zitat Zitat von Mal Beitrag anzeigen
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