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Ergebnis 1.351 bis 1.360 von 4471

Nachrichten aus Bosnien und Herzegowina

Erstellt von DZEKO, 21.05.2013, 16:09 Uhr · 4.470 Antworten · 306.692 Aufrufe

  1. #1351
    Avatar von Legija

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    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Vidi, vidi. Vratio se bosanac.


    hats bei dir an der tür geklingelt ?

  2. #1352
    Avatar von Grdelin

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    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    hats bei dir an der tür geklingelt ?
    Vidi, vidi. Vratio se bosanac.

  3. #1353

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    Back streets back alright ......

  4. #1354

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    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Und wieso hat die serbische Unterwelt jetzt ein Haftbefehl gegen ihn erlassen?
    Die serbische Unterwelt? Wie kommst du darauf?

    Naser Oric war vor dem Krieg Polizist in Belgrad. Seit 1990 war er Milosevics Leibwächter. Es überrascht nicht, dass er Srebrenica problemlos verlassen konnte, während seine Leute abgeschlachtet wurden. Er ist kein Held, aber auch kein Kriegsverbrecher. Serbien sollte sich ein anderes Hobby suchen, aber so lenkt man halt von den eigenen Problemen ab.

  5. #1355

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    Zitat Zitat von listopad Beitrag anzeigen
    Die serbische Unterwelt? Wie kommst du darauf?

    Naser Oric war vor dem Krieg Polizist in Belgrad. Seit 1990 war er Milosevics Leibwächter. Es überrascht nicht, dass er Srebrenica problemlos verlassen konnte, während seine Leute abgeschlachtet wurden. Er ist kein Held, aber auch kein Kriegsverbrecher. Serbien sollte sich ein anderes Hobby suchen, aber so lenkt man halt von den eigenen Problemen ab.
    Kann man sagen was man will aber ohne ihn hätte es in Srebrenica sogar noch mehr Tote gegeben. Während seiner Zeit konnte sich Srebrenica führ mehrere Monate befreien und einige Leute fliehen.
    Das er vor dem Genozid von dort weg ist..... finde ich auch komisch. Aber er idt trotzdem kein Kriegsverbrecher. Da gab es Menschen die weit aus mehr in diesem Krieg zu bestimmen hatten und nie verurteilt wurden.

  6. #1356
    Avatar von Bosjan

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    Nakon što su mediji prenijeli izjavu predsjednika RS Milorada Dodika od 7. juna da "od 70.000 vjernika na stadionu ‘Koševo’ bilo samo 1.000 iz Sarajeva, dok su ostali došli iz drugih krajeva" kao i da „u tom gradu danas nema kršćana, jer su oni protjerani u proteklom ratu“, Katolička tiskovna agencija Biskupske konferencije BiH zatražila je podatke iz Ureda za prijavu hodočasnika, koji su bili na koju je Sarajevu 6. juna predvodio papa Franjo, javlja Hrvatski Medijski Servis.

    Prema podacima iz spomenutog Ureda, na Svetoj misi s papom Franjom na Olimpijskom stadionu Koševo iz Sarajevskog dekanata sudjelovalo je 6.409 hodočasnika odnosno iz grada Sarajeva 6.244 vjernika. Prema crkvenim statistikama od 31. decembra 2014., u Sarajevskom dekanatu živjelo je 12.370 katolika, a u gradu Sarajevu 12.026 katolika. Budući da je broj katolika u Sarajevu više nego prepolovljen u odnosu na broj prije nedavnoga rata, te da se posljednjih godina taj broj stalno smanjuje, može se reći da je stanje zabrinjavajuće i da bi se svi nadležni, umjesto uopćenih izjava, morali tim pitanjem ozbiljno pozabaviti.

    Međutim, stanje s brojem katolika u dijelu Bosne i Hercegovine u entitetu RS može se nazvati katastrofalnim. Naime, na tom dijelu, koji obuhvaća 49% teritorija BiH, prema crkvenim statistikama od 31. decembra 2014. živjelo je samo 9.355 katolika što znači da je na području RS nedostaje 93,87% od predratnog broja katolika.

    Tako je iz dijela Banjolučke biskupije, koji se nalazi na teritoriju RS, na Misnom slavlju na Koševu bilo samo 660 katolika. Budući da je veći dio od 9.355 katolika u starijoj dobi, može se konstatirati da prijeti potpuni nestanak katolika u toj polovici BiH ako državne, entitetske i lokalne vlasti ne promijene svoj odnos i ako ne prestane trajna, gotovo grobna šutnja najvećeg broja hrvatskih predstavnika u vlasti u BiH kada je riječ o katolicima Hrvatima u tom entitetu, navodi KTA.

  7. #1357

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    Dodik is schon ein schlaues Kerlchen.
    Bevor er seine Klappe so weit aufreißt sollte er mal vor seiner eigenen Haustür kehren.

  8. #1358
    Avatar von Bosjan

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    Für die Katholiken in PC sollte sich doch Dragan cirilica Covic sich einsetzen

  9. #1359
    Avatar von Marcin

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    BOSNIENHOTEL :Sorgen in Tuzla

    BOSNIENHOTEL

    Sorgen in Tuzla

    Die Angst vor islamistischen Anschlägen wächst – vielen macht auch die wirtschaftliche Lage zu schaffen
    18.06.2015 – von Krsto Lazarevic

    2 von 6





    Hotel »Tuzla« in der gleichnamigen Industriestadt im Nordosten Bosniens
    © Krsto Lazarevic


    Im ehemaligen Jugoslawien galt es als eines der besten Hotels in der Teilrepublik Bosnien-Herzegowina. Heute fallen die Bewertungen über das Hotel »Tuzla« auf Onlineportalen eher bescheiden aus. Am Eingang befindet sich eine elektrische Drehtür, die allerdings außer Betrieb ist. Um in das Gebäude zu gelangen, muss man eine Tür nebenan öffnen, mit der Hand.

    Im ersten Stock des Hotels befindet sich das Büro von Marina Rajner. Sie sitzt vor ihrem Bildschirm, auf dem ein kleiner Zahnstocher mit der jugoslawischen Flagge befestigt ist. Sie zeigt auf die Fahne und sagt entschieden: »Das war ein richtiges Land. Nicht so wie das Chaos, in dem wir heute leben.« Neben ihrem Computer steht ein Kalender, in dem jüdische, muslimische, katholische und serbisch-orthodoxe Feiertage markiert sind. »Die meisten Juden in Tuzla leben in gemischten Ehen«, sagt sie, »wir feiern also sehr oft.«

    Marina Rajner arbeitet im Hotel Tuzla als Sekretärin der Direktorin Amalia Simic. Beide sind Jüdinnen. Rajner ist Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Tuzla. Sie scherzt: »Wenn es ums Hotel geht, ist sie die Chefin. Wenn es aber um die jüdische Gemeinde geht, dann habe ich das Sagen.«

    HERKUNFT Rajner wurde 1954 in Sarajevo geboren. Wenige Monate nach ihrer Geburt zog die Familie nach Tuzla, wo Rajner seitdem lebt. Ihr Vater trat dort eine Stelle als Psychotherapeut an. Die erste Sprache ihres Vaters war Deutsch, die ihrer Mutter Russisch.

    Drei Amtssprachen gibt es in Bosnien-Herzegowina: Bosnisch, Kroatisch und Serbisch. Sie unterscheiden sich kaum voneinander, sollen aber in der ethnisch segregierten Gesellschaft Bosnien-Herzegowinas zeigen, zu welcher Gruppe man gehört. Davon hält Marina Rajner wenig: »Ich bin keine Bosniakin, Kroatin oder Serbin. Ich bin Bosnierin.«

    Seit dem Krieg in den 90er-Jahren ist das Verhältnis zwischen Muslimen, Katholiken und orthodoxen Christen im Land angespannt. Die jüdische Minderheit hat sich im Krieg auf keine Seite gestellt und wird von keiner nationalen Gruppe besonders angefeindet.

    Doch in Bosnien-Herzegowina werden viele Posten nach ethnischem Proporz zwischen Bosniaken (bosnischen Muslimen), bosnischen Kroaten und bosnischen Serben verteilt. Angehörige von Minderheiten und Kinder von gemischten Paaren haben daher keinen Zugang zu bestimmten Positionen. Zum Beispiel können sie nicht Staatspräsident werden. Das Amt wird immer kollektiv von einem Bosniaken, einem Kroaten und einem Serben besetzt.

    Der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde, Jakob Finci, und der Vertreter der Roma im Land, Dervo Sejdic, legten vor einigen Jahren dagegen Klage ein beim Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sie bekamen im September 2009 Recht, doch geändert hat sich nichts. Wer sich nicht als Bosniake, Kroate oder Serbe definiert, bleibt weiterhin ausgeschlossen.

    Trotz dieser Praxis trat kürzlich das Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen (SAA) mit der Europäischen Union in Kraft. Kritiker wenden ein, dass Bosnien-Herzegowina den Warteraum für die EU betreten darf, ohne Reformen anzugehen.

    GEMEINDELEBEN Im Hotel Tuzla befinden sich auch das Zentrum der jüdischen Gemeinde der Stadt. Es ist ein kleiner Raum, vielleicht 20 Quadratmeter groß. Dort finden Versammlungen und religiöse Feierlichkeiten statt. Kein Schild verweist darauf, um welchen Raum es sich handelt. Und auch im Internet findet man keine Adresse der Gemeinde. Marina Rajner erklärt: »Ich bringe kein Schild an, damit nicht wieder ein betrunkener Bekloppter auf die Idee kommt, dort einen Sprengsatz reinzuwerfen.«

    Ein aus dem Gefängnis entlassener ehemaliger Soldat hatte vor vier Jahren im alten Gemeindezentrum einen Sprengsatz gezündet. Rajner betont, dahinter stehe aber kein antisemitisches oder islamistisches Motiv: »Er hat die Bombe nicht gezündet, weil dort das Zentrum der jüdischen Gemeinde war, sondern weil er ein betrunkener Vollidiot mit Kriegstraumata war.«

    Besonders schade findet Rajner den Verlust des alten Standorts nicht: »Der Raum war hässlich, und man musste viele Treppen steigen. Das schaffen etliche Gemeindemitglieder nicht mehr, denn das Durchschnittsalter ist sehr hoch.«

    In Tuzla und Umgebung leben 129 Juden. Eine Synagoge gibt es nicht. Das Gemeindezentrum wird nicht als Betraum genutzt, und es gibt am Schabbat auch keinen Gottesdienst. Einmal im Jahr, zu Pessach, kommt ein bosnischer Rabbiner aus Jerusalem angereist. Marina Rajner betont: »Beten kann man auch zu Hause, und die meisten Juden in Tuzla sind nicht sehr religiös. Es besteht einfach kein Bedarf, regelmäßig Gottesdienste abzuhalten.«

    Neben dem hohen Alter der Gemeindemitglieder und betrunkenen Soldaten könnten allerdings aktuelle Entwicklungen das jüdische Leben in Bosnien-Herzegowina gefährden.

    Am 27. April kam es in Zvornik, etwa 40 Kilometer östlich von Tuzla, zu einem islamistischen Anschlag. Der 24-jährige Nerdin Ibric parkte sein Auto vor der Polizeistation des Ortes. Als er darauf hingewiesen wurde, dass dort Parkverbot sei, packte er eine Pumpgun aus, schrie »Allahu Akbar« und eröffnete das Feuer. Er tötete dabei den 48-jährigen Polizisten Dragan Duric, bevor er von anderen Polizisten erschossen wurde.

    Nerdin Ibric ging in Zvornik zur Schule und fiel lange Zeit nicht auf. Vor etwa einem Jahr veränderte er sich und begann, viel Zeit in Dubnica zu verbringen, einem kleinen Dorf zwischen Tuzla und Zvornik. Die Hügel über dem Dorf sind fest in der Hand von Islamisten. An solchen Orten wird in Bosnien auch für die Terrororganisation »Islamischer Staat« (IS) rekrutiert. Inzwischen sind Hunderte Bosniaken nach Syrien und in den Irak gegangen. Wie viele es genau sind, weiß niemand.

    ENTWICKLUNGEN Marina Rajner schaut besorgt auf diese Entwicklungen. Aber sie sagt: »Ich fühle mich nicht unsicher, weil ich Jüdin bin. Ich fühle mich unsicher als eine Bürgerin Bosnien-Herzegowinas.« Dem 24-jährigen Nerdin Ibric hätten die Islamisten »mit ihrer Ideologie das Hirn gewaschen«, schimpft sie. Aber mit den Muslimen in Tuzla habe das nichts zu tun. »Mein Schwiegersohn ist Muslim – soll ich jetzt etwa Angst vor ihm haben? Und soll meine Tochter Angst haben vor ihrem Ehemann?«

    Im vergangenen Sommer während des Gazakriegs kam es in Sarajevo bei propalästinensischen Solidaritätskundgebungen vermehrt zu antisemitischen Äußerungen der Demonstranten. Tagelang hing über einer Brücke im Zentrum der bosnischen Hauptstadt eine riesige Fahne, auf der die Worte »Stop Genocide in Gaza« standen. Vielen in der Gemeinde war nicht wohl dabei. Dennoch winkt Marina Rajner ab, wenn sie nach dem Antisemitismus in Bosnien-Herzegowina gefragt wird: »Den gibt es überall. Hier ist er nicht schlimmer als woanders.«

    Vor ein paar Monaten erhielt Rajner einen Anruf von der israelischen Botschaft in Belgrad. Man fragte sie, ob sie sich in Bosnien-Herzegowina sicher fühle. Sie war überrascht von dem Anruf, denn bisher hatte sie mit der Botschaft nicht viel zu tun gehabt. »Ich saß 1992 ein Jahr lang mit meiner dreijährigen Tochter und meiner kranken Mutter in einem Keller, weil um uns Granaten flogen«, erzählt sie. »Da hat die Botschaft nicht bei mir angerufen und gefragt, ob ich mich sicher fühle.«

    Marina Rajners Tochter und ihr Schwiegersohn leben beide noch bei ihr zu Hause und finden keine Arbeit. »Würden sie nach Israel wollen, würde ich sie unterstützen. Aber sie würden aus wirtschaftlichen Gründen gehen. Wegen irgendwelcher Islamisten werden sie das Land sicherlich nicht verlassen.«




    BosnienHotel: Sorgen in Tuzla | Jüdische Allgemeine

  10. #1360
    Avatar von Marcin

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    Die traurige Geschichte von der bosnischen Milch

    VON Ulrich Ladurner 22. JUNI 2015 UM 13:56 UHR
    Vor knapp zwanzig Jahren ging der Krieg in Bosnien zu Ende. Seitdem bemüht sich das kleine Land um die Aufnahme in die Europäische Union. Die Gegenwart in Bosnien besteht aus dem Warten auf eine erträumte Zukunft, die nicht kommen will. Geschichten über das Leben im Warteraum
    Ulrich Ladurner ist Politik-Redakteur der ZEIT und vom 16. Juni bis 16. Juli mit einem Stipendium des Goethe-Instituts in Bosnien Herzegowina.
    Die skandalöse Geschichte mit der bosnischen Milch ist vielen Menschen geläufig, jedenfalls in Bosnien. Sie trug sich vor rund zwei Jahren zu und löste einigen Wirbel aus, der sich allerdings recht schnell wieder legte – wobei sich die Folgen dieser Geschichte bis heute mit voller Kraft entfalten. Aber Skandale werden vom schmerzgewohnten bosnischen Körper schweigend aufgesogen, und es ist dabei nicht sicher, ob diese zur Schau gestellte Leidensfähigkeit einer stoischen Lebenshaltung der Bosnier entspringt oder bereits Apathie in Reinform ist.
    Bosnische Politiker müssen sich mit solchen Feinheiten nicht beschäftigten, es reicht ihnen zu wissen, dass irgendwo da draußen ein Volk ist, das sich nicht auflehnen wird, weil ihm auf seinem langen, mühevollen Marsch in eine bessere Zeit die Kraft, der Glaube und die Hoffnung verloren gegangen sind. Die Zukunft erscheint vielen in Bosnien wie eine Fata Morgana. Ein flimmerndes Etwas am Horizont.
    Angesichts dieser allgemeinen Erschöpfung können es sich die Politiker leisten, just in dem Moment in eine Art Tiefschlaf zu fallen, da sie für ihr Land und ihr Volk wirklich etwas tun könnten.
    Genau davon handelt die Geschichte mit der Milch.
    "Wir haben jahrelang geschlafen"
    Der Kern der Sache ist rasch erzählt. Milch ist eines der wichtigsten Exportgüter Bosniens. Der größte Abnehmer mit 80 Millionen Litern jährlich ist Kroatien. War Kroatien – muss man sagen. Denn 2013 wurde Kroatien Mitglied der EU, das bedeutet für die Milchimporte aus Bosnien, dass sie nun gewissen EU-Standards entsprechen müssen. Dabei handelt es sich um Hygienevorschriften und ähnliche Dinge, die in ihrer Komplexität überschaubar sind. Die bosnischen Behörden aber hatten es versäumt, die neuen Regeln durchzusetzen. Also brach nach 2013 der Milchexport nach Kroatien zusammen. 80 Millionen Liter Milch müssen die Bosnier nun entweder selbst trinken oder versuchen, sie in andere Länder wie etwa Albanien zu exportieren, zu häufig weit niedrigeren Preisen.
    Wie war das überhaupt möglich?
    Termin bei Mirko Šarović, Minister für Handel und Wirtschaft von Bosnien Herzegowina. Über den Mann muss man wissen, dass er einen sehr guten Ruf hat, also einer ist, wie es eine unparteiische aber durchaus kritische Expertin ausdrückt, der "wirklich was ändern will". Er hat für seinen Reformeifer den Preis "Minister des Jahres" gewonnen, der von einem Journalistenverband verliehen wird.
    "Das mit der Milch, Herr Minister, wie konnte das passieren? Es war doch seit sieben, acht Jahren bekannt, dass Kroatien sehr wahrscheinlich 2013 Mitglied der EU werden würde?"
    Šarović sagt trocken: "Wir haben jahrelang geschlafen!"
    Es ist also vieles möglich in Bosnien.

    Bosnien: Die Geschichte mit der Milch

    Falls nun das Volk doch einmal wütend wird – wie im vergangenen Jahr, als völlig unerwartet ein Aufstand gegen Korruption und Misswirtschaft ausbrach, als die Straße kochte und Regierungsgebäude brannten –, dann leiten Politiker den überschäumenden Zorn des Volkes in das immer noch funktionsfähige ethnische Kanalisationssystem ab. In der dunkel-giftigen Brühe, die in diesem weit verzweigten Netz munter vor sich hin blubbert, ertrinkt dann der brennende Wunsch nach Gerechtigkeit.


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